×

我們使用cookies幫助改善LingQ。通過流覽本網站,表示你同意我們的 cookie policy.


image

2021 Tagesschau, tagesschau 13.05.2021, 20:00 Uhr - Keine Anzeichen für Ende der Gewalt nach Angriffen auf Israel und den Gazastreifen

tagesschau 13.05.2021, 20:00 Uhr - Keine Anzeichen für Ende der Gewalt nach Angriffen auf Israel und den Gazastreifen

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen

mit der tagesschau.

Herzlich willkommen zur Live-

Untertitelung des NDR (13.05.2021)

Heute im Studio: Thorsten Schröder

Guten Abend,

willkommen zur tagesschau.

Ungeachtet aller Appelle

für ein Ende der Gewalt

verschärft sich die Lage

im Nahen Osten weiter.

Palästinensergruppen feuerten

Hunderte Raketen auf Israel ab

und nahmen Tel Aviv erstmals

auch am Tag unter Beschuss.

Israels Militär setzte Luftangriffe

auf den Gazastreifen fort

und mobilisierte weitere Reservisten.

Ein Sprecher erklärte, man bereite

eine mögliche Bodenoffensive vor.

Sie feuern weiter

aus dem Gazastreifen:

Fast ununterbrochen beschießt

die Hamas Israel - auch tagsüber.

Seit Montag sollen es

fast 2000 Raketen sein.

Auch in Tel Aviv

heulen wieder die Sirenen.

Das israelische Militär

reagiert mit Gegenschlägen.

Das sei noch nicht das Ende,

so Premier Netanyahu:

Die Raketenabwehr durch den

Iron Dome gibt uns Spielraum.

Unser Militär hat Hunderte

Ziele in Gaza angegriffen.

Wir werden bald 1000 überschreiten.

Wir bekämpfen weiter die Hamas,

während wir

unsere Bürger verteidigen.

Dazu brauchen wir mehr Zeit.

Die Sicherheitskräfte im israelischen

Kernland werden verstärkt.

In vielen Städten

kommt es zu Zusammenstößen:

Zwischen arabischen Israelis, die 20

Prozent der Bevölkerung ausmachen,

und ihren jüdischen Nachbarn.

Bürgerkriegsähnliche Szenen.

Die Regierung kündigt an,

gegen Lynchmobs vorzugehen,

die auf den Straßen unterwegs sind.

Gegen die arabischen

wie gegen die jüdischen.

Auch arabische Politiker in Israel

appellieren.

Einen Juden anzugreifen

ist verboten.

Wie könnt ihr Synagogen angreifen?

Mittlerweile wurden

16.000 Reservisten einberufen.

Israel droht

mit einer Bodenoffensive.

Die Eskalation hat offenbar

die Chancen von Netanyahu gestärkt,

im Amt zu bleiben.

Bisher hat er vergeblich versucht,

eine Regierungsmehrheit zu bilden.

Auch weil ihm

die rechte Yamina-Partei

zuletzt die Gefolgschaft

verweigert hatte.

Jetzt melden israelische Medien,

man verhandele wieder.

Staats- und Regierungschefs

sowie die Vereinten Nationen

haben die Konfliktparteien

zum Ende der Gewalt aufgerufen.

Ägypten will vermitteln

und schickte eine Delegation

nach Gaza und Tel Aviv.

Die USA entsandten

einen Diplomaten in die Region.

Eine Dringlichkeitssitzung

im UN-Sicherheitsrat wurde abgesagt.

Zwei Sitzungen hatten vorher

zu keiner gemeinsamen Linie geführt.

Die Welt blickt auf den Nahen Osten.

Die Eskalation der Gewalt

beschäftigt Medien und Politik.

Zu groß die Sorge

vor einer Ausweitung des Konflikts.

Für US-Präsident Biden ist dies

die erste große außenpolitische

Bewährungsprobe.

Gestern telefonierte er

mit dem israelischen Premierminister.

Die Frage ist,

wie es zu einer Reduzierung

der Angriffe kommen kann.

Wir werden weiter reden.

Wir sprechen nicht nur mit Israel,

sondern auch mit Ägypten,

Saudi-Arabien und anderen.

Unter Biden bemühen sich die USA

wieder um die Rolle des Vermittlers –

anders als unter Trump.

Das US-Außenministerium

entsandte gestern einen Diplomaten,

um zwischen beiden Seiten

zu vermitteln.

Großbritanniens Premierminister

Johnson

äußerte sich heute

am Rande eines Schulbesuchs.

Es ist wichtig, dass wir

die Spirale der Gewalt durchbrechen.

Dass wir wegkommen

von dem Gedanken an Vergeltung.

Wir alle wollen dringend

eine Deeskalation.

Das hat mein Außenminister

beiden Seiten klargemacht.

Der russische Außenminister Lawrow

forderte derweil,

ein internationales Quartett

einzuberufen:

Bestehend aus Russland,

den UN, den USA und der EU.

Während sich die internationale

Gemeinschaft um Deeskalation bemüht,

stellen sich Flugfirmen

auf einen Fortgang der Gewalt ein.

Heute kündigte auch die Lufthansa an,

ihre Flüge nach Tel Aviv bis

einschließlich morgen auszusetzen.

Etwa 1500 Menschen

demonstrierten in Bremen

gegen den Militäreinsatz Israels.

Sie forderten

"Freiheit für Palästina"

und ein Ende

der israelischen Angriffe.

Die Demonstration

verlief laut Polizei friedlich.

Das Ordnungsamt hatte die Demo

unter Auflagen genehmigt

und jede Verherrlichung

von Gewalt verboten.

Auch in anderen Städten

wurde demonstriert.

In Gelsenkirchen

stoppte die Polizei gestern

einen Demo-Zug wegen

antisemitischer Sprechchöre.

Zum zweiten Mal

wurde Christi Himmelfahrt

unter Corona-Bedingungen begangen.

Der zugleich gefeierte Vatertag

fiel vergleichsweise ruhig aus,

Pandemie-bedingt,

aber auch wegen schlechten Wetters.

Die Polizei hatte angekündigt,

die Einhaltung der Beschränkungen

verstärkt zu kontrollieren.

Immer mehr Bundesländer

heben in der kommenden Woche,

teils schon am Montag,

die Impf-Priorisierung in Praxen auf.

Was wir kommende Woche

an Impfdosen kriegen,

wissen wir nicht,

können es nicht planen.

Selbst am Feiertag

versucht Sibylle Katzenstein

in ihrer Praxis in Berlin-Neukölln

Impftermine zu organisieren.

Ab Montag sollen Ärzte in Berlin

alle Menschen immunisieren,

unabhängig von Alter,

Vorerkrankung und Beruf.

Die Gesundheitsverwaltung

hat heute angekündigt,

die Priorisierung

für alle Impfstoffe aufzuheben.

Es wird mehr Diskussionen geben,

mehr Enttäuschungen.

Es ist schwierig.

Jetzt wird wahrscheinlich

das Chaos ausbrechen.

Auch Brandenburg will Impfungen

für Prioritätsgruppe 3 freigeben.

Heute wurden die Menschen am

Impfzentrum in Potsdam abgewiesen.

Patientenschützer und Kassenärzte

warnen.

Die Aufhebung der Priorisierung

induziert das Gefühl:

Jetzt habe ich

das Recht auf eine Impfung.

Aber wir haben

nicht genug Impfstoffe.

Nach welchem Kriterium

wählt der Arzt aus?

Ganz Geimpfte und Genesene dürfen

aus 190 Ländern der Welt einreisen,

ohne sich testen zu lassen.

Sie müssen nur noch in Quarantäne,

wenn sie aus einem Gebiet

mit neuen Virusvarianten kommen.

Die Quarantänepflicht bei Einreise

aus mehr als 100 Ländern

entfällt auch für nicht Geimpfte.

Wir freuen uns, dass wir

wieder nach Österreich können.

Erleichterung,

endlich geht so etwas wieder.

Ich finde es spannend,

wieder hier zu sein.

Vergleichsweise bescheiden

feiern viele den Vatertag.

Statt mit Kumpels, Bier

und Bollerwagen loszuziehen,

verbringen sie Zeit

mit der Familie.

Wir werden uns online zum

Pokalfinale zusammenschließen,

uns mit den Jungs austauschen,

wo jeder sein Bier trinkt.

Aber natürlich auf Distanz.

Auch am Feiertag haben Ordnungskräfte

die Beschränkungen kontrolliert.

Hier die Zahlen zur Infektionslage:

17.419 neue Corona-Fälle wurden

binnen 24 Stunden dem RKI gemeldet.

Das sind rund 4500 weniger

als vergangenen Donnerstag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt,

der Wert liegt jetzt bei 104.

Mit einem Aufruf zur Erneuerung

hat in Frankfurt am Main der

3. Ökumenische Kirchentag begonnen.

Am Eröffnungsgottesdienst

konnten pandemie-bedingt

nur wenige Christen teilnehmen.

Die meisten der

über 80 Veranstaltungen sind digital.

Bis Sonntag wollen Gläubige mit

prominenten Gästen diskutieren:

Über Missbrauch in den Kirchen,

über die Pandemie, die Klima-Krise,

Armutsbekämpfung und Antisemitismus.

♪ Da berühren sich Himmel und Erde ♪

Der Eröffnungsgottesdienst

heute morgen

auf einem Parkhausdach

in Frankfurt.

Der Beginn des 3. Ökumenischen

Kirchentags.

In der Stadt: Buchstaben.

Zusammengesetzt bilden sie

das Motto - "schaut hin".

Die Fragen der Gerechtigkeit,

der Schöpfungsverantwortung,

des Klimas, der Gesundheit,

der Zusammenhalt der Gesellschaft.

Wir wollen Statements abgeben,

dazu dienen alle Veranstaltungen.

Nur an wenigen Orten

gibt es persönlichen Begegnungen.

Die meisten Diskussionen

finden digital statt.

Vorteil: Viele Menschen

können teilnehmen

und auch über innerkirchliche

Probleme diskutieren.

Wir müssen auf alle Brennpunkte

schauen,

die sich in diesen Tagen zeigen.

Das sind die Missbrauchsfragen,

die sich in beiden Kirchen stellen,

in unterschiedlichem Maße.

In den letzten zehn Jahren haben

über 3,7 Mio. Christen in Deutschland

die evangelische und katholische

Kirche verlassen.

Missbrauchsskandal und mangelnde

Aufklärung sind wohl Gründe dafür.

Die Kirchen stellen sich

auf dem Kirchentag dem Problem.

Es gibt Diskussionsrunden,

etwa:

"Tatort Glaubensraum" oder

"Wie glaubwürdig ist Kirche".

Betroffenen reicht das nicht.

Sie beklagen eine Verschleppung

des Missbrauchsskandals

und fordern die Politik auf, eine

Wahrheitskommission einzurichten.

Mit dem Fest Eid al-Fitr,

auch Zuckerfest genannt,

feiern Millionen Muslime

das Ende des Fastenmonats Ramadan.

Durch die Pandemie fallen

die dreitägigen Feierlichkeiten

in vielen Ländern kleiner aus.

Die traditionellen Familientreffen

zum Fastenbrechen

fanden wie 2020 eingeschränkt

oder gar nicht statt.

In den deutschen Gemeinden

galten bei den Festgebeten

strenge Hygieneregeln.

Im Zeichen von Corona:

Das islamische Fest

des Fastenbrechens.

Zum zweiten Mal

begehen Muslime die Feiertage

unter Pandemie-Bedingungen.

Jeder muss seinen eigenen

Gebetsteppich mitbringen.

Das ist zu eng!

Beten mit 1,50 Meter Abstand.

Normalerweise sitzen die Gläubigen

Schulter an Schulter.

Jetzt dürfen nur Menschen aus

einem Haushalt nebeneinander knien.

Das Fest des Fastenbrechens

beendet den Ramadan:

Eine Zeit des Verzichts

und der Entbehrung,

aber auch der Gemeinsamkeit -

normalerweise.

Wir hatten letztes und dieses Jahr

einen sehr bedauerlichen Ramadan.

Die Moscheen waren leer,

nicht zu den Gebeten gefüllt.

Es war nur mit der Familie zusammen.

Man konnte nicht

im Restaurant essen.

Leider mussten wir das Fastenbrechen

alleine zu Hause

mit der Kernfamilie verbringen.

Das war sehr traurig.

Geschenke für die Eltern

und Süßigkeiten für die Kinder:

Bei dieser Familie

ein kurzer Moment an der Tür

statt des üblichen

gemeinsamen Festmahls.

Das Ende des Ramadan muss erneut

deutlich kleiner ausfallen.

In einer halben Stunde

beginnt in Berlin das DFB-Pokalfinale

zwischen Borussia Dortmund

und RB Leipzig.

Die noch titellosen Leipziger

stehen zum zweiten Mal im Endspiel.

Die Borussen verzeichnen

vier Pokal-Siege für sich.

Wie 2020 wird das Finale

ohne Zuschauer ausgetragen.

Beide Vereine

appellierten an ihre Fans,

nicht anzureisen und auch

auf größere Feiern zu verzichten.

Um 19.20 Uhr kamen die Dortmunder

inklusive Torjäger Haaland

am Stadion an.

Kurz darauf das Team von RB Leipzig:

Ein Finale zur ungewöhnlichen Zeit

steht an.

Donnerstag um 20.45 Uhr

statt Samstag, 20 Uhr.

Schon zum zweiten Mal

ohne Zuschauer.

Am Stadion haben sich

im Berliner Dauerregen

nur wenige Fans

der Finalisten versammelt.

Wir würden uns alle

eine andere Situation wünschen.

Aber es ist so, wie es ist,

wir nehmen diese Herausforderung an.

Die Generalprobe am Wochenende

hatte Dortmund für sich entschieden:

Per 3:2 im Bundesliga-Duell

in Dortmund.

Leipzig und Julian Nagelsmann

sind motiviert.

Es wäre der erste und

der Abschiedstitel für den Trainer,

der nach der Saison

nach München wechselt.

Emotional ist es hoch gerankt.

Ich wär glücklich,

wenn ich mich mit dem Pokal

aus Leipzig verabschieden könnte.

Dortmund gewann viermal den Pokal,

zuletzt 2017.

Damals noch vor Zuschauern.

Das 78. Pokalfinale wird hoffentlich

das letzte ohne Fans sein.

Die Mannschaften sind bereit.

In einer halben Stunde

beginnt die Partie.

Nun die Wettervorhersage für morgen,

Freitag, den 14. Mai.

Das wechselhafte kühle Wetter

bleibt uns erhalten.

In der Nacht

regnet es in der Nordosthälfte,

sonst einzelne Schauer,

die seltener werden.

Am Tag wechseln

Sonne und Wolken ab,

hier und da Schauer und Gewitter.

Nordöstlich der Elbe

regnet es gebietsweise noch.

Am Samstag im Nordosten

Sonne, Wolken, Schauer oder Gewitter.

Im Südwesten mehr Wolken als Sonne

und ebenfalls Schauer.

Am Sonntag und am Montag

Wolken, etwas Sonne, Schauer

sowie einzelne Gewitter.

Ingo Zamperoni hat in der Pause

um 21.35 Uhr diese Tagesthemen:

Judenfeindlichkeit in Deutschland -

Wenn sich Antisemitismus

als Israelkritik tarnt.

Bollerwagen und Bier?

Himmelfahrt in Zeiten von Corona.

Ich wünsche Ihnen

einen schönen Abend.

Copyright Untertitel: NDR 2021


tagesschau 13.05.2021, 20:00 Uhr - Keine Anzeichen für Ende der Gewalt nach Angriffen auf Israel und den Gazastreifen tagesschau 13.05.2021, 20:00 Uhr - No sign of end to violence after attacks on Israel and Gaza Strip tagesschau 13.05.2021, 20:00 - Aucun signe de fin de la violence après les attaques contre Israël et la bande de Gaza tagesschau 13.05.2021, 20:00 - Ознак припинення насильства після атак на Ізраїль і сектор Газа немає

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen

mit der tagesschau.

Herzlich willkommen zur Live-

Untertitelung des NDR (13.05.2021)

Heute im Studio: Thorsten Schröder

Guten Abend,

willkommen zur tagesschau.

Ungeachtet aller Appelle

für ein Ende der Gewalt

verschärft sich die Lage

im Nahen Osten weiter.

Palästinensergruppen feuerten

Hunderte Raketen auf Israel ab

und nahmen Tel Aviv erstmals

auch am Tag unter Beschuss.

Israels Militär setzte Luftangriffe

auf den Gazastreifen fort

und mobilisierte weitere Reservisten.

Ein Sprecher erklärte, man bereite

eine mögliche Bodenoffensive vor.

Sie feuern weiter

aus dem Gazastreifen:

Fast ununterbrochen beschießt

die Hamas Israel - auch tagsüber.

Seit Montag sollen es

fast 2000 Raketen sein.

Auch in Tel Aviv

heulen wieder die Sirenen.

Das israelische Militär

reagiert mit Gegenschlägen.

Das sei noch nicht das Ende,

so Premier Netanyahu:

Die Raketenabwehr durch den

Iron Dome gibt uns Spielraum.

Unser Militär hat Hunderte

Ziele in Gaza angegriffen.

Wir werden bald 1000 überschreiten.

Wir bekämpfen weiter die Hamas,

während wir

unsere Bürger verteidigen.

Dazu brauchen wir mehr Zeit.

Die Sicherheitskräfte im israelischen

Kernland werden verstärkt.

In vielen Städten

kommt es zu Zusammenstößen:

Zwischen arabischen Israelis, die 20

Prozent der Bevölkerung ausmachen,

und ihren jüdischen Nachbarn.

Bürgerkriegsähnliche Szenen.

Die Regierung kündigt an,

gegen Lynchmobs vorzugehen,

die auf den Straßen unterwegs sind.

Gegen die arabischen

wie gegen die jüdischen.

Auch arabische Politiker in Israel

appellieren.

Einen Juden anzugreifen

ist verboten.

Wie könnt ihr Synagogen angreifen?

Mittlerweile wurden

16.000 Reservisten einberufen.

Israel droht

mit einer Bodenoffensive.

Die Eskalation hat offenbar

die Chancen von Netanyahu gestärkt,

im Amt zu bleiben.

Bisher hat er vergeblich versucht,

eine Regierungsmehrheit zu bilden.

Auch weil ihm

die rechte Yamina-Partei

zuletzt die Gefolgschaft

verweigert hatte.

Jetzt melden israelische Medien,

man verhandele wieder.

Staats- und Regierungschefs

sowie die Vereinten Nationen

haben die Konfliktparteien

zum Ende der Gewalt aufgerufen.

Ägypten will vermitteln

und schickte eine Delegation

nach Gaza und Tel Aviv.

Die USA entsandten

einen Diplomaten in die Region.

Eine Dringlichkeitssitzung

im UN-Sicherheitsrat wurde abgesagt.

Zwei Sitzungen hatten vorher

zu keiner gemeinsamen Linie geführt.

Die Welt blickt auf den Nahen Osten.

Die Eskalation der Gewalt

beschäftigt Medien und Politik.

Zu groß die Sorge

vor einer Ausweitung des Konflikts.

Für US-Präsident Biden ist dies

die erste große außenpolitische

Bewährungsprobe.

Gestern telefonierte er

mit dem israelischen Premierminister.

Die Frage ist,

wie es zu einer Reduzierung

der Angriffe kommen kann.

Wir werden weiter reden.

Wir sprechen nicht nur mit Israel,

sondern auch mit Ägypten,

Saudi-Arabien und anderen.

Unter Biden bemühen sich die USA

wieder um die Rolle des Vermittlers –

anders als unter Trump.

Das US-Außenministerium

entsandte gestern einen Diplomaten,

um zwischen beiden Seiten

zu vermitteln.

Großbritanniens Premierminister

Johnson

äußerte sich heute

am Rande eines Schulbesuchs.

Es ist wichtig, dass wir

die Spirale der Gewalt durchbrechen.

Dass wir wegkommen

von dem Gedanken an Vergeltung.

Wir alle wollen dringend

eine Deeskalation.

Das hat mein Außenminister

beiden Seiten klargemacht.

Der russische Außenminister Lawrow

forderte derweil,

ein internationales Quartett

einzuberufen:

Bestehend aus Russland,

den UN, den USA und der EU.

Während sich die internationale

Gemeinschaft um Deeskalation bemüht,

stellen sich Flugfirmen

auf einen Fortgang der Gewalt ein.

Heute kündigte auch die Lufthansa an,

ihre Flüge nach Tel Aviv bis

einschließlich morgen auszusetzen.

Etwa 1500 Menschen

demonstrierten in Bremen

gegen den Militäreinsatz Israels.

Sie forderten

"Freiheit für Palästina"

und ein Ende

der israelischen Angriffe.

Die Demonstration

verlief laut Polizei friedlich.

Das Ordnungsamt hatte die Demo

unter Auflagen genehmigt

und jede Verherrlichung

von Gewalt verboten.

Auch in anderen Städten

wurde demonstriert.

In Gelsenkirchen

stoppte die Polizei gestern

einen Demo-Zug wegen

antisemitischer Sprechchöre.

Zum zweiten Mal

wurde Christi Himmelfahrt

unter Corona-Bedingungen begangen.

Der zugleich gefeierte Vatertag

fiel vergleichsweise ruhig aus,

Pandemie-bedingt,

aber auch wegen schlechten Wetters.

Die Polizei hatte angekündigt,

die Einhaltung der Beschränkungen

verstärkt zu kontrollieren.

Immer mehr Bundesländer

heben in der kommenden Woche,

teils schon am Montag,

die Impf-Priorisierung in Praxen auf.

Was wir kommende Woche

an Impfdosen kriegen,

wissen wir nicht,

können es nicht planen.

Selbst am Feiertag

versucht Sibylle Katzenstein

in ihrer Praxis in Berlin-Neukölln

Impftermine zu organisieren.

Ab Montag sollen Ärzte in Berlin

alle Menschen immunisieren,

unabhängig von Alter,

Vorerkrankung und Beruf.

Die Gesundheitsverwaltung

hat heute angekündigt,

die Priorisierung

für alle Impfstoffe aufzuheben.

Es wird mehr Diskussionen geben,

mehr Enttäuschungen.

Es ist schwierig.

Jetzt wird wahrscheinlich

das Chaos ausbrechen.

Auch Brandenburg will Impfungen

für Prioritätsgruppe 3 freigeben.

Heute wurden die Menschen am

Impfzentrum in Potsdam abgewiesen.

Patientenschützer und Kassenärzte

warnen.

Die Aufhebung der Priorisierung

induziert das Gefühl:

Jetzt habe ich

das Recht auf eine Impfung.

Aber wir haben

nicht genug Impfstoffe.

Nach welchem Kriterium

wählt der Arzt aus?

Ganz Geimpfte und Genesene dürfen

aus 190 Ländern der Welt einreisen,

ohne sich testen zu lassen.

Sie müssen nur noch in Quarantäne,

wenn sie aus einem Gebiet

mit neuen Virusvarianten kommen.

Die Quarantänepflicht bei Einreise

aus mehr als 100 Ländern

entfällt auch für nicht Geimpfte.

Wir freuen uns, dass wir

wieder nach Österreich können.

Erleichterung,

endlich geht so etwas wieder.

Ich finde es spannend,

wieder hier zu sein.

Vergleichsweise bescheiden

feiern viele den Vatertag.

Statt mit Kumpels, Bier

und Bollerwagen loszuziehen,

verbringen sie Zeit

mit der Familie.

Wir werden uns online zum

Pokalfinale zusammenschließen,

uns mit den Jungs austauschen,

wo jeder sein Bier trinkt.

Aber natürlich auf Distanz.

Auch am Feiertag haben Ordnungskräfte

die Beschränkungen kontrolliert.

Hier die Zahlen zur Infektionslage:

17.419 neue Corona-Fälle wurden

binnen 24 Stunden dem RKI gemeldet.

Das sind rund 4500 weniger

als vergangenen Donnerstag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt,

der Wert liegt jetzt bei 104.

Mit einem Aufruf zur Erneuerung

hat in Frankfurt am Main der

3\\. Ökumenische Kirchentag begonnen.

Am Eröffnungsgottesdienst

konnten pandemie-bedingt

nur wenige Christen teilnehmen.

Die meisten der

über 80 Veranstaltungen sind digital.

Bis Sonntag wollen Gläubige mit

prominenten Gästen diskutieren:

Über Missbrauch in den Kirchen,

über die Pandemie, die Klima-Krise,

Armutsbekämpfung und Antisemitismus.

♪ Da berühren sich Himmel und Erde ♪

Der Eröffnungsgottesdienst

heute morgen

auf einem Parkhausdach

in Frankfurt.

Der Beginn des 3. Ökumenischen

Kirchentags.

In der Stadt: Buchstaben.

Zusammengesetzt bilden sie

das Motto - "schaut hin".

Die Fragen der Gerechtigkeit,

der Schöpfungsverantwortung,

des Klimas, der Gesundheit,

der Zusammenhalt der Gesellschaft.

Wir wollen Statements abgeben,

dazu dienen alle Veranstaltungen.

Nur an wenigen Orten

gibt es persönlichen Begegnungen.

Die meisten Diskussionen

finden digital statt.

Vorteil: Viele Menschen

können teilnehmen

und auch über innerkirchliche

Probleme diskutieren.

Wir müssen auf alle Brennpunkte

schauen,

die sich in diesen Tagen zeigen.

Das sind die Missbrauchsfragen,

die sich in beiden Kirchen stellen,

in unterschiedlichem Maße.

In den letzten zehn Jahren haben

über 3,7 Mio. Christen in Deutschland

die evangelische und katholische

Kirche verlassen.

Missbrauchsskandal und mangelnde

Aufklärung sind wohl Gründe dafür.

Die Kirchen stellen sich

auf dem Kirchentag dem Problem.

Es gibt Diskussionsrunden,

etwa:

"Tatort Glaubensraum" oder

"Wie glaubwürdig ist Kirche".

Betroffenen reicht das nicht.

Sie beklagen eine Verschleppung

des Missbrauchsskandals

und fordern die Politik auf, eine

Wahrheitskommission einzurichten.

Mit dem Fest Eid al-Fitr,

auch Zuckerfest genannt,

feiern Millionen Muslime

das Ende des Fastenmonats Ramadan.

Durch die Pandemie fallen

die dreitägigen Feierlichkeiten

in vielen Ländern kleiner aus.

Die traditionellen Familientreffen

zum Fastenbrechen

fanden wie 2020 eingeschränkt

oder gar nicht statt.

In den deutschen Gemeinden

galten bei den Festgebeten

strenge Hygieneregeln.

Im Zeichen von Corona:

Das islamische Fest

des Fastenbrechens.

Zum zweiten Mal

begehen Muslime die Feiertage

unter Pandemie-Bedingungen.

Jeder muss seinen eigenen

Gebetsteppich mitbringen.

Das ist zu eng!

Beten mit 1,50 Meter Abstand.

Normalerweise sitzen die Gläubigen

Schulter an Schulter.

Jetzt dürfen nur Menschen aus

einem Haushalt nebeneinander knien.

Das Fest des Fastenbrechens

beendet den Ramadan:

Eine Zeit des Verzichts

und der Entbehrung,

aber auch der Gemeinsamkeit -

normalerweise.

Wir hatten letztes und dieses Jahr

einen sehr bedauerlichen Ramadan.

Die Moscheen waren leer,

nicht zu den Gebeten gefüllt.

Es war nur mit der Familie zusammen.

Man konnte nicht

im Restaurant essen.

Leider mussten wir das Fastenbrechen

alleine zu Hause

mit der Kernfamilie verbringen.

Das war sehr traurig.

Geschenke für die Eltern

und Süßigkeiten für die Kinder:

Bei dieser Familie

ein kurzer Moment an der Tür

statt des üblichen

gemeinsamen Festmahls.

Das Ende des Ramadan muss erneut

deutlich kleiner ausfallen.

In einer halben Stunde

beginnt in Berlin das DFB-Pokalfinale

zwischen Borussia Dortmund

und RB Leipzig.

Die noch titellosen Leipziger

stehen zum zweiten Mal im Endspiel.

Die Borussen verzeichnen

vier Pokal-Siege für sich.

Wie 2020 wird das Finale

ohne Zuschauer ausgetragen.

Beide Vereine

appellierten an ihre Fans,

nicht anzureisen und auch

auf größere Feiern zu verzichten.

Um 19.20 Uhr kamen die Dortmunder

inklusive Torjäger Haaland

am Stadion an.

Kurz darauf das Team von RB Leipzig:

Ein Finale zur ungewöhnlichen Zeit

steht an.

Donnerstag um 20.45 Uhr

statt Samstag, 20 Uhr.

Schon zum zweiten Mal

ohne Zuschauer.

Am Stadion haben sich

im Berliner Dauerregen

nur wenige Fans

der Finalisten versammelt.

Wir würden uns alle

eine andere Situation wünschen.

Aber es ist so, wie es ist,

wir nehmen diese Herausforderung an.

Die Generalprobe am Wochenende

hatte Dortmund für sich entschieden:

Per 3:2 im Bundesliga-Duell

in Dortmund.

Leipzig und Julian Nagelsmann

sind motiviert.

Es wäre der erste und

der Abschiedstitel für den Trainer,

der nach der Saison

nach München wechselt.

Emotional ist es hoch gerankt.

Ich wär glücklich,

wenn ich mich mit dem Pokal

aus Leipzig verabschieden könnte.

Dortmund gewann viermal den Pokal,

zuletzt 2017.

Damals noch vor Zuschauern.

Das 78. Pokalfinale wird hoffentlich

das letzte ohne Fans sein.

Die Mannschaften sind bereit.

In einer halben Stunde

beginnt die Partie.

Nun die Wettervorhersage für morgen,

Freitag, den 14. Mai.

Das wechselhafte kühle Wetter

bleibt uns erhalten.

In der Nacht

regnet es in der Nordosthälfte,

sonst einzelne Schauer,

die seltener werden.

Am Tag wechseln

Sonne und Wolken ab,

hier und da Schauer und Gewitter.

Nordöstlich der Elbe

regnet es gebietsweise noch.

Am Samstag im Nordosten

Sonne, Wolken, Schauer oder Gewitter.

Im Südwesten mehr Wolken als Sonne

und ebenfalls Schauer.

Am Sonntag und am Montag

Wolken, etwas Sonne, Schauer

sowie einzelne Gewitter.

Ingo Zamperoni hat in der Pause

um 21.35 Uhr diese Tagesthemen:

Judenfeindlichkeit in Deutschland -

Wenn sich Antisemitismus

als Israelkritik tarnt.

Bollerwagen und Bier?

Himmelfahrt in Zeiten von Corona.

Ich wünsche Ihnen

einen schönen Abend.

Copyright Untertitel: NDR 2021