×

我們使用cookies幫助改善LingQ。通過流覽本網站,表示你同意我們的 cookie policy.


image

vivian-h-july-amp-jonas, July & Jonas (1)

July & Jonas (1)

July & Jonas Der Start ins neue Leben.

Kapitel 1

Unangenehm wachte ich von dem nervigen Ton meines Weckers auf. Ich tastete mich bis zu meinem Nachtschrank und schaltete ihn aus. Es war 6 Uhr und ich musste aufstehen. Heute war mein erster Tag an meiner neuen Schule. Ich hatte überhaupt keine Lust. Neue Stadt, neues Haus, neue Schule, neue Klasse, neue Leute. Mich kannte niemand. Ich kuschelte mich zurück in mein Bett und zog mir die Bettdecke über den Kopf.

„July steh auf ! ", rief meine Mutter. „Ja Mum, mach ich gleich! ", antwortete ich genervt zurück. Ich stand auf, ging ins Badezimmer. Dort wusch ich mein Gesicht erstmal mit kaltem Wasser. Das machte mich einigermaßen wach. Ich schaute mich im Spiegel an. Ein Mädchen mit müden Augen und zerzausten braunen Haaren. Dann schnappte ich mir meine Zahnbürste, putzte meine Zähne und kämmte meine Haare. Ich schlurfte zurück in mein Zimmer, wo ich irgendwas zum Anziehen aus meinem Kleiderschrank rausnahm. Nachdem ich mich angezogen und geschminkt hatte, schaute ich auf die Uhr.7 Uhr! Ich musste schnell zum Bus, zum Frühstücken war keine Zeit mehr! Also schnappte ich mir meine Schultasche, rannte die Treppe runter und ging zur Bushaltestelle. Dort angekommen kramte ich meine Kopfhörer aus der Tasche. Sie waren total verknotet. Wer kannte dieses Problem denn nicht? Mir blieb nichts anderes übrig, als sie zu entknoten. Dies vertrieb mir die Zeit, bis der Bus kam. Ich stieg wie die anderen Kinder und Jugendlichen vorne ein. Der Bus war schon relativ voll. Ich ging erstmal bis nach ganz hinten durch und setzte mich neben ein Mädchen mit blonden Haaren. Diese hörte ebenfallls Musik, lächelte mich aber freundlich an. Ich fühlte mich nicht wirklich wohl in meiner Haut, weil ich total aufgeregt auf die neue Schule, die neuen Lehrer und die Mitschüler war. Meine Blicke wanderten durch den Bus. An jeder Haltestelle kamen ein paar Personen dazu, bis der Bus schließlich so voll war, dass kaum noch Platz war. Meine Blicke streiften ein paar Mädchen auf der rechten Seite, dann die Leute auf der Linken. Ein Junge schaute mich gelangweilt an. Ich sah schnell auf mein Handy und wechselte das Lied.

Nun aber erstmal zu mir. Ich heiße July, bin 15 Jahre alt, habe braune Augen, braune Haare und sehe eigentlich wie ein typisches Mädchen aus. Jung, schlank und humorvoll. Ich wohne seit neustem in Kiel, weil mein Vater einen neuen Job bekommen hat. Also sind meine Eltern, mein zwei Jahre älterer Bruder und ich vor ein paar Wochen in ein neues Haus gezogen. Nun sind die Ferien zu Ende und die Schule beginnt. Die ganze Situation macht mir sehr zu schaffen. Wen würde es nicht stören, wenn man all seine Freunde und seinen alten Wohnort zurücklassen muss?

Später war der Bus auch schon da. Ich drängelte mich durch die anderen Leute und stieg aus. Ich folgte einfach den anderen Schülern, die an der Haltestelle standen und jetzt zur Schule gingen. Beim Gehen nahm ich meine Kopfhörer aus den Ohren und steckte sie in meinen Rucksack. Auf einmal fasste mich eine Person sanft am Arm. Ich blickte in das Gesicht des blonden Mädchens aus dem Bus. Sie war etwa so groß und schlank wie ich und hatte blaue Augen. "Hey. Bist du neu hier? Ich habe dich noch nie hier in der Gegend gesehen." "Hi. ", antwortete ich unsicher. "Ja, ich bin vor ein paar Wochen Tagen neu hierhergezogen." "Oh cool. Ich heiße Sabrina, aber du kannst mich Sebby nennen. Wie heißt du?""July."

"Komm lass uns reingehen, es ist ein bisschen kalt hier draußen. ", lächelte sie und wieß in Richtung Schulgebäude. Ich nickte und ging neben ihr her.

Sebby schien ganz nett zu sein. Ich war froh, schonmal mit einer Person in dieser Stadt Bekanntschaft gemacht zu haben. So hatte ich es am Anfang vielleicht nicht so schwer.Drinnen, gingen wir den großen Gang entlang bis zu einer Pinnwand, wo Sebby stehen blieb.

"Hier warte ich immer auf die anderen. Sie müssten auch bald da sein."

Ich nickte und stellte mich neben sie. Ich war gespannt, wie die anderen wohl sein würden. Nach ein paar Minuten kamen zwei weitere blonde Mädchen auf uns zu. Sie sahen komplett gleich aus. Sehr groß, schlank und grüne Augen. Nach meiner Erkenntnis mussten sie wohl Zwillinge sein. "Hey Leute. ", sagte Sebby und umarmte die Beiden.

Sie sahen mich fragend an und Sebby sagte: "Achso, das ist July. Sie ist neu hier in der Gegend und ich habe sie im Bus kennengelernt. July, das sind übrigens Lisa und Lea."

Die beiden Zwillinge lächelten mich an.

"Weißt du schon in welche Klasse du gehst? ", fragte Lisa.

"Nein, noch nicht."

"Dann komm mit, wir begleiten dich zum Sekretäriat."

Ich folgte den Dreien, bis zu einer Tür, wo groß "Sekretäriat" auf einem Schild stand. Lisa und Lea machten sie auf, Sebby und ich folgten.

Die Dame hinter dem Schreibtisch sah uns fragend an.

"Äh, ich bin neu hier und wollte wissen in welche Klasse ich gehöre. ", stotterte ich nervös.

"Wie ist denn dein Name? ", fragte sie genervt.

"July Grösch."

Sie tippte auf ihrere Tastatur rum und seufzte: "Du bist in der Klasse 9c. Raum 125." "Okay danke. ", antwortete ich und drehte mich um. Sebby sah mich von der Seite an, dann gingen wir raus. Draußen vor der Tür sagte sie: "July, du bist in der 9c. Leider nicht bei mir. Aber mit den anderen!" "Ist ja nicht schlimm, wir sehen uns ja in den Pausen. ", antwortete ich.

"Du bist ja bei uns. ", sagte Lea und legte mir einen Arm um die Schulter.

Ich grinste sie an und wir gingen die Treppe runter, zurück zur Pinnwand.

Auf einmal quiekte Sebby auf. Erschrocken drehten wir uns zu ihr um.

"Mensch Jonas! ", schrie sie und sah einen Jungen an, der sie anscheinend gekitzelt hatte. Er hatte braune Augen und Haare, genau wie ich. Er war muskulös und circa einen Kopf größer als ich.

Hinter ihm stand noch ein anderer Junge, der etwas kleiner als er war und dunkelblonde Haare.

"Hey ihr. ", sagte Jonas lachend.

Sein Blick fiel auf mich.

"Hi, ich bin July. Ich bin neu hier."

"Hey July. ", antwortete Jonas.

"Ich bin Domi und das ist Jonas. ", grinste der Junge, der jetzt neben Jonas stand. Ich nickte den Beiden zu, dann ertönte die Schulklingel.

"Sind die Beiden auch bei uns? ", fragte ich Lisa.

"Ja sind sie, aber glaub mir, mit den Beiden und ihren Kumpels ist es nicht lange auszuhalten. Ziemlich nervig. ", antwortete sie und verdrehte die Augen. Dann öffnete ich die Tür zum Klassenraum.

Kapitel 2

Mein erster Gedanke war einfach nur einen Platz neben Lisa oder Lea zu bekommen. Doch ich musste mich leider enttäuschen. Natürlich war kein Platz bei einen von den Beiden frei. Die Klasse hatte eine feste Sitzordnung. Ich stand hilflos vorne am Lehrertisch. Zum Glück kam die Lehrerin, Frau Schommer und wies mir einen Platz neben einem Mädchen in der 2. Reihe zu. Ich sollte mich vorstellen. Ein bisschen weiche Knie hatte ich schon.

"Ehm, ja hallo ich bin July Grösch, 15 Jahre alt und bin vor ein paar Wochen hier her gezogen."

Mir war das etwas peinlich. Ihr kennt bestimmt das Gefühl in solchen Situationen, wo einen viele Augen anstarren und man der Mittelpunkt im ganzen Raum ist und man nur hofft, dass es schnell vorbei geht.

Nach den ersten 2 Stunden war Pause. Ich wartete auf die Zwillinge, dann verließen wir den Raum. Wenige Zeit später kam auch schon Sebby angelaufen. "Hi! Also July du fährst jetzt jeden Morgen auch mit dem Bus? ", fragte sie fröhlich.

"Ja klar!"

"Cool, dann sehen wir uns ja immer. Willst du meine Handynunmer haben, falls etwas ist?"

"Oh ja, das wäre eine gute Idee! Wollt ihr beide auch meine Nummer? ", fragte ich Lea und Lisa.

"Ja gerne. ", grinsten sie. Nachdem wir Handynummern ausgetauscht hatten, fragte ich nochmal: "Und was macht ihr heute so?"

"Also wir gehen heute Shoppen mit Mum. ", sagten Lisa zu Lea.

"Habt ihr keine anderen Gesprächsthemen, außer Shoppen, Schminke und so weiter? ", rief Jonas dazwischen, der grade zufällig mit seinen Freundin ein paar Meter weg stand. Dabei sah er alle mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich merkte, dass sein Blick länger auf mir haftete, also lächelte ich ihn einfach ein wenig an.

"Ach halt doch die Klappe Jonas. Was geht dich das überhaupt an? ", zettelte Sebby ihn an.

Ich musste grinsen. Die beiden waren Freunde, schienen sich aber öfters in die Haare zu kriegen.

Um der kleinen Zickerei ein Ende zu setzen, rief ich einfach: "Was machst du denn heute Jonas?"

"Ich habe heute nichts vor. Vielleicht ein bisschen zocken. ", sagte er.

"Haha, du Langweiler. ", antwortete Sebby jetzt wieder zickig zurück.

"Du Jonas? Wir haben heute auch nichts vor. Lasst uns doch einfach was zusammen machen. ", sagte ich schnell und schaute zu Sebby. Jonas zog die Schultern hoch.

Sie sah mich etwas entsetzt an, doch dann schien sie selber zu merken, dass dieser Streit nirgendwo hinführte. "Okay. Also treffen wir uns dann. Ich starte dann nochmal einen Gruppenchat bei Facebook ok? ", sagte sie. Damit war die Sache gegessen. Jonas nickte noch einmal und drehte sich wieder um.

Nach der Schule ging ich mit Sebby zum Bus. Sie war noch etwas zickig. Ich verstand nur nicht wieso. Vielleicht ließ sie sich einfach gerne von ihm provozieren. "Magst du Jonas? ", fragte sie während wir uns an die Bushaltestelle stellten.

"Ich weiß nicht. Er ist schon ganz hübsch und bestimmt auch voll nett. Ich kenne ihn ja kaum. Wieso fragst du? ", antwortete ich etwas überrascht.

Sie überlegte kurz. Ich sah wie der Bus kam. Sie nahm ihre Tasche und sagte: "Ach nur so." Ein bisschen verwundert sah ich sie an, doch sie ging schon Richtung Bus.

Ich musste Sebby nicht wirklich verstehen, dachte ich mir. Sie war nett, manchmal etwas komisch, aber diese Missverständnisse würden sich bestimmt auch bald legen.

Kapitel 3

Bei mir zu Hause war keiner da. Meine Eltern waren arbeiten und Tim, mein Bruder hatte lange Schule. Also schob ich mir eine Pizza in den Ofen, setzte ich mich an meinen Laptop und loggte mich bei Facebook ein.

Zwei neue Freundschaftsanfragen. Mein Herz klopfte. Jonas und Sebby.

Ich schaute mir erstmal alle Bilder von Jonas an! Er sah so gut aus!

Dann bekam ich eine Nachricht: "Hey. ", schrieb Jonas.

"Na. ", schrieb ich zurück.

"Wie gehts dir?"

"Super und dir?"

"Auch. Wegen der Sache heute Nachmittag. Sebby hat schon wieder vergessen einen Gruppenchat zu machen. Ich mach mal kurz einen. ", schrieb er.

Er lud Sebby in den Chat ein und wir klärten, dass wir uns heute Abend vor dem Kino treffen würden. Dann loggte ich mich aus und ging hoch in mein Zimmer. Ich hörte wie meine Mum nach Hause kam.

„Hey Mum“, rief ich nach unten.

„Hallo Schatz“, antwortete sie.

„Kann ich heute ins Kino?“

„Von mir aus. Wir sind heute und morgen aber nicht zu Hause. Wir haben einen Termin in Berlin und müssen weg. Dein Vater und ich kommen dann erst morgen Abend wieder und Tim schläft bei einem Kumpel! ", rief sie.

„Ok, denn ich habe heute ein paar Leute kennengelernt. Wir wollen alle ins Kino gehen. ", sagte ich noch.

"Das freut mich!"

Dad arbeitete als Rechtsanwalt und Mum als Bürokraft in dem gleichen Unternehmen. Zum Glück hatte Mum den Job bekommen, sonst hätten wir ein großes Problem gehabt. Jetzt ist sie sozusagen Dads Begleitperson auf Geschäftsreisen.

Um 17 Uhr rief meine Freundin Anna aus Frankfurt an.

„Juuuuuuly!"

„Annnnnnna! Na Süße. ", rief ich in den Hörer.

„Na wie gehts dir so ? Wir vermissen dich alle schon total!“

„Mir geht's super und dir? Ich euch auch." sagte ich traurig.

Wir telefonierten etwa eine halbe Stunde. Jetzt hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit, bis Jonas mich abholte, denn er wohnte gleich ein paar Straßen weiter.

Also ging ich ins Bad und machte mich nochmal kurz frisch. Dann klingelte es auch schon an der Tür. Ich rannte die Treppe runter und machte auf.

„Hey.“ sagte er.

„Hi.“ antwortete ich. Ich schnappte meine Tasche, schloss die Haustür und wir gingen los.

Kapitel 4

Als wir vor dem Kino angekommen waren, wartete dort schon Sebby auf uns.

"Na ihr Süßen.


July & Jonas (1)

July & Jonas Der Start ins neue Leben.

Kapitel 1

Unangenehm wachte ich von dem nervigen Ton meines Weckers auf. Ich tastete mich bis zu meinem Nachtschrank und schaltete ihn aus. Es war 6 Uhr und ich musste aufstehen. Heute war mein erster Tag an meiner neuen Schule. Ich hatte überhaupt keine Lust. Neue Stadt, neues Haus, neue Schule, neue Klasse, neue Leute. Mich kannte niemand. Ich kuschelte mich zurück in mein Bett und zog mir die Bettdecke über den Kopf.

„July steh auf ! ", rief meine Mutter. „Ja Mum, mach ich gleich! ", antwortete ich genervt zurück. Ich stand auf, ging ins Badezimmer. Dort wusch ich mein Gesicht erstmal mit kaltem Wasser. Das machte mich einigermaßen wach. Ich schaute mich im Spiegel an. Ein Mädchen mit müden Augen und zerzausten braunen Haaren. Dann schnappte ich mir meine Zahnbürste, putzte meine Zähne und kämmte meine Haare. Ich schlurfte zurück in mein Zimmer, wo ich irgendwas zum Anziehen aus meinem Kleiderschrank rausnahm. Nachdem ich mich angezogen und geschminkt hatte, schaute ich auf die Uhr.7 Uhr! Ich musste schnell zum Bus, zum Frühstücken war keine Zeit mehr! Also schnappte ich mir meine Schultasche, rannte die Treppe runter und ging zur Bushaltestelle. Dort angekommen kramte ich meine Kopfhörer aus der Tasche. Sie waren total verknotet. Wer kannte dieses Problem denn nicht? Mir blieb nichts anderes übrig, als sie zu entknoten. Dies vertrieb mir die Zeit, bis der Bus kam. Ich stieg wie die anderen Kinder und Jugendlichen vorne ein. Der Bus war schon relativ voll. Ich ging erstmal bis nach ganz hinten durch und setzte mich neben ein Mädchen mit blonden Haaren. Diese hörte ebenfallls Musik, lächelte mich aber freundlich an. Ich fühlte mich nicht wirklich wohl in meiner Haut, weil ich total aufgeregt auf die neue Schule, die neuen Lehrer und die Mitschüler war. Meine Blicke wanderten durch den Bus. An jeder Haltestelle kamen ein paar Personen dazu, bis der Bus schließlich so voll war, dass kaum noch Platz war. Meine Blicke streiften ein paar Mädchen auf der rechten Seite, dann die Leute auf der Linken. Ein Junge schaute mich gelangweilt an. Ich sah schnell auf mein Handy und wechselte das Lied.

Nun aber erstmal zu mir. Ich heiße July, bin 15 Jahre alt, habe braune Augen, braune Haare und sehe eigentlich wie ein typisches Mädchen aus. Jung, schlank und humorvoll. Ich wohne seit neustem in Kiel, weil mein Vater einen neuen Job bekommen hat. Also sind meine Eltern, mein zwei Jahre älterer Bruder und ich vor ein paar Wochen in ein neues Haus gezogen. Nun sind die Ferien zu Ende und die Schule beginnt. Die ganze Situation macht mir sehr zu schaffen. Wen würde es nicht stören, wenn man all seine Freunde und seinen alten Wohnort zurücklassen muss?

Später war der Bus auch schon da. Ich drängelte mich durch die anderen Leute und stieg aus. Ich folgte einfach den anderen Schülern, die an der Haltestelle standen und jetzt zur Schule gingen. Beim Gehen nahm ich meine Kopfhörer aus den Ohren und steckte sie in meinen Rucksack. Auf einmal fasste mich eine Person sanft am Arm. Ich blickte in das Gesicht des blonden Mädchens aus dem Bus. Sie war etwa so groß und schlank wie ich und hatte blaue Augen. "Hey. Bist du neu hier? Ich habe dich noch nie hier in der Gegend gesehen." "Hi. ", antwortete ich unsicher. "Ja, ich bin vor ein paar Wochen Tagen neu hierhergezogen." "Oh cool. Ich heiße Sabrina, aber du kannst mich Sebby nennen. Wie heißt du?""July."

"Komm lass uns reingehen, es ist ein bisschen kalt hier draußen. ", lächelte sie und wieß in Richtung Schulgebäude. Ich nickte und ging neben ihr her.

Sebby schien ganz nett zu sein. Ich war froh, schonmal mit einer Person in dieser Stadt Bekanntschaft gemacht zu haben. So hatte ich es am Anfang vielleicht nicht so schwer.Drinnen, gingen wir den großen Gang entlang bis zu einer Pinnwand, wo Sebby stehen blieb.

"Hier warte ich immer auf die anderen. Sie müssten auch bald da sein."

Ich nickte und stellte mich neben sie. Ich war gespannt, wie die anderen wohl sein würden. Nach ein paar Minuten kamen zwei weitere blonde Mädchen auf uns zu. Sie sahen komplett gleich aus. Sehr groß, schlank und grüne Augen. Nach meiner Erkenntnis mussten sie wohl Zwillinge sein. "Hey Leute. ", sagte Sebby und umarmte die Beiden.

Sie sahen mich fragend an und Sebby sagte: "Achso, das ist July. Sie ist neu hier in der Gegend und ich habe sie im Bus kennengelernt. July, das sind übrigens Lisa und Lea."

Die beiden Zwillinge lächelten mich an.

"Weißt du schon in welche Klasse du gehst? ", fragte Lisa.

"Nein, noch nicht."

"Dann komm mit, wir begleiten dich zum Sekretäriat."

Ich folgte den Dreien, bis zu einer Tür, wo groß "Sekretäriat" auf einem Schild stand. Lisa und Lea machten sie auf, Sebby und ich folgten.

Die Dame hinter dem Schreibtisch sah uns fragend an.

"Äh, ich bin neu hier und wollte wissen in welche Klasse ich gehöre. ", stotterte ich nervös.

"Wie ist denn dein Name? ", fragte sie genervt.

"July Grösch."

Sie tippte auf ihrere Tastatur rum und seufzte: "Du bist in der Klasse 9c. Raum 125." "Okay danke. ", antwortete ich und drehte mich um. Sebby sah mich von der Seite an, dann gingen wir raus. Draußen vor der Tür sagte sie: "July, du bist in der 9c. Leider nicht bei mir. Aber mit den anderen!" "Ist ja nicht schlimm, wir sehen uns ja in den Pausen. ", antwortete ich.

"Du bist ja bei uns. ", sagte Lea und legte mir einen Arm um die Schulter.

Ich grinste sie an und wir gingen die Treppe runter, zurück zur Pinnwand.

Auf einmal quiekte Sebby auf. Erschrocken drehten wir uns zu ihr um.

"Mensch Jonas! ", schrie sie und sah einen Jungen an, der sie anscheinend gekitzelt hatte. Er hatte braune Augen und Haare, genau wie ich. Er war muskulös und circa einen Kopf größer als ich.

Hinter ihm stand noch ein anderer Junge, der etwas kleiner als er war und dunkelblonde Haare.

"Hey ihr. ", sagte Jonas lachend.

Sein Blick fiel auf mich.

"Hi, ich bin July. Ich bin neu hier."

"Hey July. ", antwortete Jonas.

"Ich bin Domi und das ist Jonas. ", grinste der Junge, der jetzt neben Jonas stand. Ich nickte den Beiden zu, dann ertönte die Schulklingel.

"Sind die Beiden auch bei uns? ", fragte ich Lisa.

"Ja sind sie, aber glaub mir, mit den Beiden und ihren Kumpels ist es nicht lange auszuhalten. Ziemlich nervig. ", antwortete sie und verdrehte die Augen. Dann öffnete ich die Tür zum Klassenraum.

Kapitel 2

Mein erster Gedanke war einfach nur einen Platz neben Lisa oder Lea zu bekommen. Doch ich musste mich leider enttäuschen. Natürlich war kein Platz bei einen von den Beiden frei. Die Klasse hatte eine feste Sitzordnung. Ich stand hilflos vorne am Lehrertisch. Zum Glück kam die Lehrerin, Frau Schommer und wies mir einen Platz neben einem Mädchen in der 2. Reihe zu. Ich sollte mich vorstellen. Ein bisschen weiche Knie hatte ich schon.

"Ehm, ja hallo ich bin July Grösch, 15 Jahre alt und bin vor ein paar Wochen hier her gezogen."

Mir war das etwas peinlich. Ihr kennt bestimmt das Gefühl in solchen Situationen, wo einen viele Augen anstarren und man der Mittelpunkt im ganzen Raum ist und man nur hofft, dass es schnell vorbei geht.

Nach den ersten 2 Stunden war Pause. Ich wartete auf die Zwillinge, dann verließen wir den Raum. Wenige Zeit später kam auch schon Sebby angelaufen. "Hi! Also July du fährst jetzt jeden Morgen auch mit dem Bus? ", fragte sie fröhlich.

"Ja klar!"

"Cool, dann sehen wir uns ja immer. Willst du meine Handynunmer haben, falls etwas ist?"

"Oh ja, das wäre eine gute Idee! Wollt ihr beide auch meine Nummer? ", fragte ich Lea und Lisa.

"Ja gerne. ", grinsten sie. Nachdem wir Handynummern ausgetauscht hatten, fragte ich nochmal: "Und was macht ihr heute so?"

"Also wir gehen heute Shoppen mit Mum. ", sagten Lisa zu Lea.

"Habt ihr keine anderen Gesprächsthemen, außer Shoppen, Schminke und so weiter? ", rief Jonas dazwischen, der grade zufällig mit seinen Freundin ein paar Meter weg stand. Dabei sah er alle mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich merkte, dass sein Blick länger auf mir haftete, also lächelte ich ihn einfach ein wenig an.

"Ach halt doch die Klappe Jonas. Was geht dich das überhaupt an? ", zettelte Sebby ihn an.

Ich musste grinsen. Die beiden waren Freunde, schienen sich aber öfters in die Haare zu kriegen.

Um der kleinen Zickerei ein Ende zu setzen, rief ich einfach: "Was machst du denn heute Jonas?"

"Ich habe heute nichts vor. Vielleicht ein bisschen zocken. ", sagte er.

"Haha, du Langweiler. ", antwortete Sebby jetzt wieder zickig zurück.

"Du Jonas? Wir haben heute auch nichts vor. Lasst uns doch einfach was zusammen machen. ", sagte ich schnell und schaute zu Sebby. Jonas zog die Schultern hoch.

Sie sah mich etwas entsetzt an, doch dann schien sie selber zu merken, dass dieser Streit nirgendwo hinführte. "Okay. Also treffen wir uns dann. Ich starte dann nochmal einen Gruppenchat bei Facebook ok? ", sagte sie. Damit war die Sache gegessen. Jonas nickte noch einmal und drehte sich wieder um.

Nach der Schule ging ich mit Sebby zum Bus. Sie war noch etwas zickig. Ich verstand nur nicht wieso. Vielleicht ließ sie sich einfach gerne von ihm provozieren. "Magst du Jonas? ", fragte sie während wir uns an die Bushaltestelle stellten.

"Ich weiß nicht. Er ist schon ganz hübsch und bestimmt auch voll nett. Ich kenne ihn ja kaum. Wieso fragst du? ", antwortete ich etwas überrascht.

Sie überlegte kurz. Ich sah wie der Bus kam. Sie nahm ihre Tasche und sagte: "Ach nur so." Ein bisschen verwundert sah ich sie an, doch sie ging schon Richtung Bus.

Ich musste Sebby nicht wirklich verstehen, dachte ich mir. Sie war nett, manchmal etwas komisch, aber diese Missverständnisse würden sich bestimmt auch bald legen.

Kapitel 3

Bei mir zu Hause war keiner da. Meine Eltern waren arbeiten und Tim, mein Bruder hatte lange Schule. Also schob ich mir eine Pizza in den Ofen, setzte ich mich an meinen Laptop und loggte mich bei Facebook ein.

Zwei neue Freundschaftsanfragen. Mein Herz klopfte. Jonas und Sebby.

Ich schaute mir erstmal alle Bilder von Jonas an! Er sah so gut aus!

Dann bekam ich eine Nachricht: "Hey. ", schrieb Jonas.

"Na. ", schrieb ich zurück.

"Wie gehts dir?"

"Super und dir?"

"Auch. Wegen der Sache heute Nachmittag. Sebby hat schon wieder vergessen einen Gruppenchat zu machen. Ich mach mal kurz einen. ", schrieb er.

Er lud Sebby in den Chat ein und wir klärten, dass wir uns heute Abend vor dem Kino treffen würden. Dann loggte ich mich aus und ging hoch in mein Zimmer. Ich hörte wie meine Mum nach Hause kam.

„Hey Mum“, rief ich nach unten.

„Hallo Schatz“, antwortete sie.

„Kann ich heute ins Kino?“

„Von mir aus. Wir sind heute und morgen aber nicht zu Hause. Wir haben einen Termin in Berlin und müssen weg. Dein Vater und ich kommen dann erst morgen Abend wieder und Tim schläft bei einem Kumpel! ", rief sie.

„Ok, denn ich habe heute ein paar Leute kennengelernt. Wir wollen alle ins Kino gehen. ", sagte ich noch.

"Das freut mich!"

Dad arbeitete als Rechtsanwalt und Mum als Bürokraft in dem gleichen Unternehmen. Zum Glück hatte Mum den Job bekommen, sonst hätten wir ein großes Problem gehabt. Jetzt ist sie sozusagen Dads Begleitperson auf Geschäftsreisen.

Um 17 Uhr rief meine Freundin Anna aus Frankfurt an.

„Juuuuuuly!"

„Annnnnnna! Na Süße. ", rief ich in den Hörer.

„Na wie gehts dir so ? Wir vermissen dich alle schon total!“

„Mir geht's super und dir? Ich euch auch." sagte ich traurig.

Wir telefonierten etwa eine halbe Stunde. Jetzt hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit, bis Jonas mich abholte, denn er wohnte gleich ein paar Straßen weiter.

Also ging ich ins Bad und machte mich nochmal kurz frisch. Dann klingelte es auch schon an der Tür. Ich rannte die Treppe runter und machte auf.

„Hey.“ sagte er.

„Hi.“ antwortete ich. Ich schnappte meine Tasche, schloss die Haustür und wir gingen los.

Kapitel 4

Als wir vor dem Kino angekommen waren, wartete dort schon Sebby auf uns.

"Na ihr Süßen.