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2020 Tagesschau, Sendung: tagesschau 01.12.2020 12:00 Uhr - Biontech beantragt Zulassung

Sendung: tagesschau 01.12.2020 12:00 Uhr - Biontech beantragt Zulassung

Themen der Sendung: Biontech beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff, Strengere Corona-Regeln der Bundesländer in Kraft getreten, Studie der Barmer: Altenpflegekräfte dauerhaft überlastet, Digital-Gipfel der Bundesregierung soll Chancen für die Wirtschaft zeigen, Bundesinnenminister Seehofer verbietet Neonazi-Gruppe "Sturmbrigade 44", Zahl der Arbeitslosen gesunken, Die Börse, Nitrat im Grundwasser: Landwirte klagen gegen Düngemittelverordnunge, Prozessbeginn gegen Shell in den Niederlanden wegen CO2-Emissionen, Abholzung im Amazonas erreicht Höchststand, Schnee und Glätte sorgen im südlichen Deutschland für Verkehrsbehinderungen, Das Wetter

-----------------------------------------------------------

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen

mit der tagesschau.

Heute im Studio: Claus-Erich Boetzkes

Guten Tag, willkommen zur tagesschau.

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus

gilt als Schlüssel zur Bekämpfung.

Insofern sind es gute Nachrichten:

Der US-Pharmakonzern Moderna

und Biontech aus Mainz

haben Zulassungen für Impfstoffe

in der EU beantragt.

Die ersten Impfungen in Deutschland

könnten im Januar beginnen,

stellt Gesundheitsminister Spahn

in Aussicht.

Die Regierung will bei der Sicherheit

gleichwohl keine Abstriche machen.

Atemberaubend sei das Tempo

der Impfstoff-Entwicklung.

Die Forschungsministerin sagt,

dass das Tempo nicht

zu Lasten der Sicherheit ginge.

Sie will Vertrauen schaffen.

Ein Covid-19-Impfstoff

muss sicher und wirksam sein

wie jeder andere Impfstoff.

Die Menschen haben nur Vertrauen,

wenn er sicher ist und wir

Qualitätsstandards einhalten.

Mit dabei sind drei deutsche Firmen.

In der Poleposition BioNTech:

Die Mainzer gaben bekannt,

dass sie bei der Arzneimittelagentur

ENA die Zulassung beantragten:

Ermutigt durch 95-%-Wirksamkeit

und die Verträglichkeit.

Sobald wir 'ne Zulassung erhalten,

sei es in Europa oder den USA,

können wir innerhalb

von wenigen Stunden ausliefern.

Wir haben auf Halde produziert.

Das kann in wenigen Stunden

verteilt werden.

Unterstützt hat der Bund

auch CureVac und IDT Biologika.

Auch das macht

die Forschungsministerin deutlich:

Es braucht mehrere Impfstoffe.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen

verharren auf hohem Niveau.

Das sind etwa so viele Fälle

wie am Dienstag vergangener Woche.

In den meisten Bundesländern sind

strengere Regeln in Kraft getreten.

Fünf Personen aus zwei Haushalten

dürfen sich privat treffen.

Die Kundenzahl in

großen Geschäften wird begrenzt.

Schon vor Corona war der Mangel

an Pflegekräften ein Problem.

Die Überbelastung

der Beschäftigten hat Folgen:

Altenpflegekräfte sind laut

einer Studie der Barmer überlastet

und häufiger krankgeschrieben

als Erwerbstätige in anderen Berufen.

Der Teufelskreis

müsse durchbrochen werden,

fordern die Autoren der Studie:

Durch bessere

und attraktivere Arbeitsbedingungen.

In dieser Potsdamer Klinik fehlte

im November jede zehnte Pflegekraft.

Der Krankenstand ist doppelt so hoch

wie in anderen Branchen.

Fehlzeiten

reißen Löcher in Dienstpläne.

Das bedeutet größere Belastung

für die übrigen Kollegen.

Stehende Tätigkeit, Heben,

körperliche Belastung,

arbeiten in gebückter Haltung

bis hin zu psychischen Belastungen:

Die Arbeitsverdichtung

führt zu Stress.

Arbeit in der Pflege bringt

lange Krankheitszeiten mit sich:

Das ist Ergebnis des Pflegereports

der Barmer Krankenkasse.

Viele halten den Job

nicht bis zur Rente durch.

Die Studie fordert mehr Personal

und Gesundheitsvorsorge,

Präventionsangebote der Arbeitgeber.

Es ist einfacher, die Pflegekräfte

gesund und motiviert zu halten,

als irgendwo in der Welt

nach neuen Kräften zu suchen.

Gesünderes Personal,

weniger Fehlzeiten:

Der Effekt wäre laut Studie derselbe,

als würden

26.000 Pflegekräfte eingestellt.

Die Pandemie hat gezeigt,

dass Deutschland in punkto

Digitalisierung Nachholbedarf hat.

Beispiel Homeschooling,

was an der mangelnden technischen

Ausstattung von Schulen scheiterte.

Dabei bietet

die Digitalisierung viele Chancen.

So können Unternehmen

ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern,

auch beim Umweltschutz

kann sie helfen.

In der Landwirtschaft

wird digital gearbeitet.

Den Traktor steuert ein Satellit.

Der Landwirt plant am Computer

das Säen und Düngen.

Digitalisierung ist Gegenwart.

Der Gipfel der Regierung

ist wegen Corona erstmals digital.

Der Wirtschaftsminister

findet bei allen Problemen:

Die Krise

habe einen positiven Effekt.

Digitalisierung gelangt nicht

nur ins Bewusstsein der Experten,

sondern in breiteste

Schichten der Bevölkerung.

Sie gelangt in die Wirtschaft

und in das Gesellschaftsleben.

Homeoffice ist zum Alltag geworden,

nicht aber digitales Lernen

an Schulen und Universitäten.

Der EU-Kommissionspräsidentin

und Altmaier ist wichtig,

bei der Digitalisierung

auf Klimaschutz zu achten.

Studien zeigen:

Wenn wir alle Geräte in Europa

nur ein Jahr länger benutzen,

würden wir unserer Umwelt

gewaltig helfen.

Das hätte den Effekt,

wie wenn eine Million Autos

von den Straßen verschwinden.

Wie verändert die Digitalisierung

Alltag, Arbeit, Klimaschutz?

Die Diskussion geht weiter,

die Forschung auch.

Ihre Mitglieder

gelten als besonders gewaltbereit.

Sie wollen

einen nationalsozialistischen Staat.

Jetzt hat Innenminister Seehofer

die "Sturmbrigade 44" verboten.

Zur Begründung heißt es:

Wer die Grundwerte

freiheitlicher Gesellschaft bekämpfe,

bekomme die Reaktion

des Rechtsstaates zu spüren.

Die Gruppe tritt auch unter dem Namen

"Wolfsbrigade 44" auf.

Die Polizei hatte Wohnungen

von Vereinsmitgliedern durchsucht.

Michael Stempfle ist in Berlin.

Aus was für Leuten

besteht die Gruppierung?

Man bekennt sich zu Adolf Hitler.

Man bekennt sich zur Waffen-SS.

Man lehnt die Demokratie ab.

Man hat rassistisches Gedankengut.

Man hat einen Verhaltenskodex.

Deshalb hat der Innenminister

die Gruppe verboten.

Warum wurde die "Sturmbrigade 44"

erst jetzt verboten?

Es soll ein Symbol

ausgestrahlt werden:

Man kann als Staat

gegen solche Gruppen vorgehen.

Das muss dann auch funktionieren.

Eine Entscheidung muss Bestand haben

vor Gericht.

Es könnte ja Klagen geben.

Deshalb ist man vorsichtig.

Man möchte auch,

dass die Propaganda

nicht weiterverbreitet wird.

Die Gruppe ist relativ klein,

aber sie war gut vernetzt.

Man will letztlich zeigen:

Der Staat ist wehrhaft.

Die Zahl der Arbeitslosen

ist im November zurückgegangen.

Eine Auswirkung der Corona-Regeln

gibt es:

Die Betriebe suchen weniger Personal

und melden mehr Kurzarbeit an.

Bayer muss eine weitere

juristische Niederlage einstecken.

Erneut lehnte ein US-Richter einen

Vergleich in Sachen Glyphosat ab.

Bayer wollte Klagen wegen

möglicher Krebsgefahren beilegen.

Warum steigt der Aktienkurs trotzdem?

Der Konzern hat noch Zeit,

um etwas nachzubessern.

Das Angebot hat dem Richter

nicht gefallen.

Der Richter hat gesagt:

Das ist zu wenig Geld.

Bayer ist zuversichtlich,

dass sie das schaffen.

Der neue Vorschlag

soll natürlich Gefallen finden.

Zudem hat Bayer

ein Aktienpaket verkauft.

Das sind 1,6 Milliarden Euro

gewesen.

Der DAX verdankt die gute Stimmung

den Vorgaben aus China.

Der Einsatz von Dünger

ist Bestandteil der Landwirtschaft,

belastet zugleich aber oft

das Grundwasser durch zu viel Nitrat.

Nach einem Urteil

des Europäischen Gerichtshofs

verstößt Deutschland

gegen die EU-Richtlinien.

Es muss nachbessern.

Abhilfe schaffen

soll eine Verordnung,

die den Einsatz von Dünger

einschränkt.

Wohin mit dem Mist?

Laut Verordnung

darf er nicht auf den Acker.

Aber der Öko-Bauer

braucht frostigen Boden,

um mit dem Düngewagen

auf sein Grünland zu fahren.

Ich kann den Festmist

nicht ausbringen.

Wo soll ich die Nährstoffe

herkriegen?

Im Grunde muss ich aufhören,

zu düngen.

Durch Dünger

sickert Nitrat in den Boden.

Das ist wichtig

für Pflanzenwachstum.

Aber aus Nitrat

können Nitrite entstehen.

Die sind gesundheitsgefährdend.

Die EU hatte Deutschland verklagt.

Es drohten Bußgelder

von 800.000 Euro pro Tag.

Das Ergebnis

sind strengere Düngeregeln.

Jens Soeken findet das zu streng.

Er zieht vor das Verfassungsgericht.

Wir wollen von der Regierung,

dass sie sich erneut

mit der Verordnung auseinandersetzt.

Sie muss ein Regelwerk schaffen

für die Landwirtschaft,

in dem ein Arbeiten

nach fachlicher Praxis möglich ist.

Nach der Verordnung

muss Reinhard Jung

den eigenen Mist

durch Mineraldünger ersetzen.

Auch eine Frage des Geldes.

Klimaschutz schreiben sich

viele Unternehmen auf die Fahnen.

Doch Versprechen

sind keine Verpflichtungen.

Nun wird erstmals in der EU

ein Konzern verklagt,

Klimaschutzziele einzuhalten:

Shell.

In den Niederlanden

ziehen Umweltorganisationen

und Tausende Bürger vor Gericht.

Sie wollen Shell

per Urteil verpflichten,

den CO2-Ausstoß bei der Herstellung

seiner Produkte zu halbieren.

Zum ersten Mal

wird ein Konzern vor Gericht

auf die Einhaltung

der Klimaziele von Paris verklagt.

Mehrere Organisationen

wollen Shell zur Rechenschaft ziehen.

Shell ist der größte Verschmutzer

der Niederlande.

Shell stößt mehr CO2 aus

als alle Niederländer zusammen.

Der Konzern ist groß.

Er muss Verantwortung übernehmen.

Im Moment tut er das nicht.

Die Kläger fordern einen Kurswechsel.

95 Prozent seiner Investitionen

steckt er in Öl und Gas.

Die Betriebsführung genüge nicht,

um die Klimaziele zu erreichen.

Die Umweltschützer drängen darauf,

dass Shell seinen CO2-Ausstoß

um 45 Prozent senken muss.

Vor einem Jahr hat ein Gericht

die Niederlande

zu mehr Klimaschutz verpflichtet.

Das hatte aufhorchen lassen.

Die rechtlichen Hürden sind hoch.

Bei einem privaten Unternehmen

ist das erst recht Neuland.

Der Prozess wird Jahre dauern.

Die Wetteraussichten.

Heute im Süden Schneefall,

gebietsweise glatte Straßen.

Im Nordosten trocken,

sonst bewölkt und regnerisch.

Hier geht es weiter

mit dem ARD-Buffet.

Innerhalb des Mittagsmagazins

gibt es die nächste tagesschau.

Wir sehen uns um 14 Uhr.

Bis dahin.

Copyright Untertitel: NDR 2020


Sendung: tagesschau 01.12.2020 12:00 Uhr - Biontech beantragt Zulassung Broadcast: tagesschau 01.12.2020 12:00 - Biontech applies for approval Difusão: tagesschau 01.12.2020 12:00 - A Biontech solicita a aprovação Yayın: tagesschau 01.12.2020 12:00 - Biontech onay için başvuruyor

Themen der Sendung: Biontech beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff, Strengere Corona-Regeln der Bundesländer in Kraft getreten, Studie der Barmer: Altenpflegekräfte dauerhaft überlastet, Digital-Gipfel der Bundesregierung soll Chancen für die Wirtschaft zeigen, Bundesinnenminister Seehofer verbietet Neonazi-Gruppe "Sturmbrigade 44", Zahl der Arbeitslosen gesunken, Die Börse, Nitrat im Grundwasser: Landwirte klagen gegen Düngemittelverordnunge, Prozessbeginn gegen Shell in den Niederlanden wegen CO2-Emissionen, Abholzung im Amazonas erreicht Höchststand, Schnee und Glätte sorgen im südlichen Deutschland für Verkehrsbehinderungen, Das Wetter

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Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen

mit der tagesschau.

Heute im Studio: Claus-Erich Boetzkes

Guten Tag, willkommen zur tagesschau.

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus

gilt als Schlüssel zur Bekämpfung.

Insofern sind es gute Nachrichten:

Der US-Pharmakonzern Moderna

und Biontech aus Mainz

haben Zulassungen für Impfstoffe

in der EU beantragt.

Die ersten Impfungen in Deutschland

könnten im Januar beginnen,

stellt Gesundheitsminister Spahn

in Aussicht.

Die Regierung will bei der Sicherheit

gleichwohl keine Abstriche machen.

Atemberaubend sei das Tempo

der Impfstoff-Entwicklung.

Die Forschungsministerin sagt,

dass das Tempo nicht

zu Lasten der Sicherheit ginge.

Sie will Vertrauen schaffen.

Ein Covid-19-Impfstoff

muss sicher und wirksam sein

wie jeder andere Impfstoff.

Die Menschen haben nur Vertrauen,

wenn er sicher ist und wir

Qualitätsstandards einhalten.

Mit dabei sind drei deutsche Firmen.

In der Poleposition BioNTech:

Die Mainzer gaben bekannt,

dass sie bei der Arzneimittelagentur

ENA die Zulassung beantragten:

Ermutigt durch 95-%-Wirksamkeit

und die Verträglichkeit.

Sobald wir 'ne Zulassung erhalten,

sei es in Europa oder den USA,

können wir innerhalb

von wenigen Stunden ausliefern.

Wir haben auf Halde produziert.

Das kann in wenigen Stunden

verteilt werden.

Unterstützt hat der Bund

auch CureVac und IDT Biologika.

Auch das macht

die Forschungsministerin deutlich:

Es braucht mehrere Impfstoffe.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen

verharren auf hohem Niveau.

Das sind etwa so viele Fälle

wie am Dienstag vergangener Woche.

In den meisten Bundesländern sind

strengere Regeln in Kraft getreten.

Fünf Personen aus zwei Haushalten

dürfen sich privat treffen.

Die Kundenzahl in

großen Geschäften wird begrenzt.

Schon vor Corona war der Mangel

an Pflegekräften ein Problem.

Die Überbelastung

der Beschäftigten hat Folgen:

Altenpflegekräfte sind laut

einer Studie der Barmer überlastet

und häufiger krankgeschrieben

als Erwerbstätige in anderen Berufen.

Der Teufelskreis

müsse durchbrochen werden,

fordern die Autoren der Studie:

Durch bessere

und attraktivere Arbeitsbedingungen.

In dieser Potsdamer Klinik fehlte

im November jede zehnte Pflegekraft.

Der Krankenstand ist doppelt so hoch

wie in anderen Branchen.

Fehlzeiten

reißen Löcher in Dienstpläne.

Das bedeutet größere Belastung

für die übrigen Kollegen.

Stehende Tätigkeit, Heben,

körperliche Belastung,

arbeiten in gebückter Haltung

bis hin zu psychischen Belastungen:

Die Arbeitsverdichtung

führt zu Stress.

Arbeit in der Pflege bringt

lange Krankheitszeiten mit sich:

Das ist Ergebnis des Pflegereports

der Barmer Krankenkasse.

Viele halten den Job

nicht bis zur Rente durch.

Die Studie fordert mehr Personal

und Gesundheitsvorsorge,

Präventionsangebote der Arbeitgeber.

Es ist einfacher, die Pflegekräfte

gesund und motiviert zu halten,

als irgendwo in der Welt

nach neuen Kräften zu suchen.

Gesünderes Personal,

weniger Fehlzeiten:

Der Effekt wäre laut Studie derselbe,

als würden

26.000 Pflegekräfte eingestellt.

Die Pandemie hat gezeigt,

dass Deutschland in punkto

Digitalisierung Nachholbedarf hat.

Beispiel Homeschooling,

was an der mangelnden technischen

Ausstattung von Schulen scheiterte.

Dabei bietet

die Digitalisierung viele Chancen.

So können Unternehmen

ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern,

auch beim Umweltschutz

kann sie helfen.

In der Landwirtschaft

wird digital gearbeitet.

Den Traktor steuert ein Satellit.

Der Landwirt plant am Computer

das Säen und Düngen.

Digitalisierung ist Gegenwart.

Der Gipfel der Regierung

ist wegen Corona erstmals digital.

Der Wirtschaftsminister

findet bei allen Problemen:

Die Krise

habe einen positiven Effekt.

Digitalisierung gelangt nicht

nur ins Bewusstsein der Experten,

sondern in breiteste

Schichten der Bevölkerung.

Sie gelangt in die Wirtschaft

und in das Gesellschaftsleben.

Homeoffice ist zum Alltag geworden,

nicht aber digitales Lernen

an Schulen und Universitäten.

Der EU-Kommissionspräsidentin

und Altmaier ist wichtig,

bei der Digitalisierung

auf Klimaschutz zu achten.

Studien zeigen:

Wenn wir alle Geräte in Europa

nur ein Jahr länger benutzen,

würden wir unserer Umwelt

gewaltig helfen.

Das hätte den Effekt,

wie wenn eine Million Autos

von den Straßen verschwinden.

Wie verändert die Digitalisierung

Alltag, Arbeit, Klimaschutz?

Die Diskussion geht weiter,

die Forschung auch.

Ihre Mitglieder

gelten als besonders gewaltbereit.

Sie wollen

einen nationalsozialistischen Staat.

Jetzt hat Innenminister Seehofer

die "Sturmbrigade 44" verboten.

Zur Begründung heißt es:

Wer die Grundwerte

freiheitlicher Gesellschaft bekämpfe,

bekomme die Reaktion

des Rechtsstaates zu spüren.

Die Gruppe tritt auch unter dem Namen

"Wolfsbrigade 44" auf.

Die Polizei hatte Wohnungen

von Vereinsmitgliedern durchsucht.

Michael Stempfle ist in Berlin.

Aus was für Leuten

besteht die Gruppierung?

Man bekennt sich zu Adolf Hitler.

Man bekennt sich zur Waffen-SS.

Man lehnt die Demokratie ab.

Man hat rassistisches Gedankengut.

Man hat einen Verhaltenskodex.

Deshalb hat der Innenminister

die Gruppe verboten.

Warum wurde die "Sturmbrigade 44"

erst jetzt verboten?

Es soll ein Symbol

ausgestrahlt werden:

Man kann als Staat

gegen solche Gruppen vorgehen.

Das muss dann auch funktionieren.

Eine Entscheidung muss Bestand haben

vor Gericht.

Es könnte ja Klagen geben.

Deshalb ist man vorsichtig.

Man möchte auch,

dass die Propaganda

nicht weiterverbreitet wird.

Die Gruppe ist relativ klein,

aber sie war gut vernetzt.

Man will letztlich zeigen:

Der Staat ist wehrhaft.

Die Zahl der Arbeitslosen

ist im November zurückgegangen.

Eine Auswirkung der Corona-Regeln

gibt es:

Die Betriebe suchen weniger Personal

und melden mehr Kurzarbeit an.

Bayer muss eine weitere

juristische Niederlage einstecken.

Erneut lehnte ein US-Richter einen

Vergleich in Sachen Glyphosat ab.

Bayer wollte Klagen wegen

möglicher Krebsgefahren beilegen.

Warum steigt der Aktienkurs trotzdem?

Der Konzern hat noch Zeit,

um etwas nachzubessern.

Das Angebot hat dem Richter

nicht gefallen.

Der Richter hat gesagt:

Das ist zu wenig Geld.

Bayer ist zuversichtlich,

dass sie das schaffen.

Der neue Vorschlag

soll natürlich Gefallen finden.

Zudem hat Bayer

ein Aktienpaket verkauft.

Das sind 1,6 Milliarden Euro

gewesen.

Der DAX verdankt die gute Stimmung

den Vorgaben aus China.

Der Einsatz von Dünger

ist Bestandteil der Landwirtschaft,

belastet zugleich aber oft

das Grundwasser durch zu viel Nitrat.

Nach einem Urteil

des Europäischen Gerichtshofs

verstößt Deutschland

gegen die EU-Richtlinien.

Es muss nachbessern.

Abhilfe schaffen

soll eine Verordnung,

die den Einsatz von Dünger

einschränkt.

Wohin mit dem Mist?

Laut Verordnung

darf er nicht auf den Acker.

Aber der Öko-Bauer

braucht frostigen Boden,

um mit dem Düngewagen

auf sein Grünland zu fahren.

Ich kann den Festmist

nicht ausbringen.

Wo soll ich die Nährstoffe

herkriegen?

Im Grunde muss ich aufhören,

zu düngen.

Durch Dünger

sickert Nitrat in den Boden.

Das ist wichtig

für Pflanzenwachstum.

Aber aus Nitrat

können Nitrite entstehen.

Die sind gesundheitsgefährdend.

Die EU hatte Deutschland verklagt.

Es drohten Bußgelder

von 800.000 Euro pro Tag.

Das Ergebnis

sind strengere Düngeregeln.

Jens Soeken findet das zu streng.

Er zieht vor das Verfassungsgericht.

Wir wollen von der Regierung,

dass sie sich erneut

mit der Verordnung auseinandersetzt.

Sie muss ein Regelwerk schaffen

für die Landwirtschaft,

in dem ein Arbeiten

nach fachlicher Praxis möglich ist.

Nach der Verordnung

muss Reinhard Jung

den eigenen Mist

durch Mineraldünger ersetzen.

Auch eine Frage des Geldes.

Klimaschutz schreiben sich

viele Unternehmen auf die Fahnen.

Doch Versprechen

sind keine Verpflichtungen.

Nun wird erstmals in der EU

ein Konzern verklagt,

Klimaschutzziele einzuhalten:

Shell.

In den Niederlanden

ziehen Umweltorganisationen

und Tausende Bürger vor Gericht.

Sie wollen Shell

per Urteil verpflichten,

den CO2-Ausstoß bei der Herstellung

seiner Produkte zu halbieren.

Zum ersten Mal

wird ein Konzern vor Gericht

auf die Einhaltung

der Klimaziele von Paris verklagt.

Mehrere Organisationen

wollen Shell zur Rechenschaft ziehen.

Shell ist der größte Verschmutzer

der Niederlande.

Shell stößt mehr CO2 aus

als alle Niederländer zusammen.

Der Konzern ist groß.

Er muss Verantwortung übernehmen.

Im Moment tut er das nicht.

Die Kläger fordern einen Kurswechsel.

95 Prozent seiner Investitionen

steckt er in Öl und Gas.

Die Betriebsführung genüge nicht,

um die Klimaziele zu erreichen.

Die Umweltschützer drängen darauf,

dass Shell seinen CO2-Ausstoß

um 45 Prozent senken muss.

Vor einem Jahr hat ein Gericht

die Niederlande

zu mehr Klimaschutz verpflichtet.

Das hatte aufhorchen lassen.

Die rechtlichen Hürden sind hoch.

Bei einem privaten Unternehmen

ist das erst recht Neuland.

Der Prozess wird Jahre dauern.

Die Wetteraussichten.

Heute im Süden Schneefall,

gebietsweise glatte Straßen.

Im Nordosten trocken,

sonst bewölkt und regnerisch.

Hier geht es weiter

mit dem ARD-Buffet.

Innerhalb des Mittagsmagazins

gibt es die nächste tagesschau.

Wir sehen uns um 14 Uhr.

Bis dahin.

Copyright Untertitel: NDR 2020