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2021 Hessenschau.de Nachrichten aus Hessen, hessenschau vom 31.03.2021 - Hilft der Sommer im Kampf gegen Corona?

hessenschau vom 31.03.2021 - Hilft der Sommer im Kampf gegen Corona?

Die Sendung wurde live vom hr untertitelt.

Die Sendung wurde live vom hr untertitelt.

Schönen guten Abend, willkommen zur hessenschau.

Ich freue mich, dass Sie dabei sind.

Wir werfen einen Blick ins neue Biontech-Impfstoff-Werk in Marburg.

Und wir haben eine weitere erfreuliche Geschichte,

die indirekt mit Corona zu tun hat.

Die Tafeln bekommen zu Ostern großzügige Spenden.

Zuerst beschäftigen wir uns mit dem Impfstoff von AstraZeneca.

Der war heute das Gesprächsthema.

Es ging ganz schön hin-und-her.

Erst hieß es nach den ersten Thrombosen und Todesfällen,

die nach den Impfungen auftraten,

das sei statistisch normal und habe nichts mit dem Impfstoff zu tun.

Außerdem sei das Corona-Todesrisiko viel höher.

Dann wurden die Todesfälle mehr.

Seit gestern sollen bei uns nur noch die über 60-Jährigen

diesen Impfstoff bekommen.

Dabei hieß es erst, gerade die nicht.

Vertrauenserweckend ist das nicht.

Doreen Herchenröder hat heute ihren langersehnten Termin

im Alsfelder Impfzentrum.

Eigentlich Grund zu Freude, aber weil sie eigentlich AstraZeneca

bekommen soll, ist die 43-Jährige verunsichert.

Welchen Impfstoff wird sie bekommen?

Ich habe gemischte Gefühle, weil ich zur Altersgruppe zähle,

die gefährdet ist.

Aber ich freu mich auch auf die Impfung,

ich hab mich die ganze Zeit gefreut.

Ich freu mich immer noch.

Nach der gestrigen Empfehlung der Ständigen Impfkommission,

AstraZeneca nur bei über 60-Jährigen anzuwenden,

musste das Land schnell reagieren.

Wir müssen bei den bereits gebuchten Termine mit AstraZeneca

für U-60-Jährige den Impfstoff ersetzen.

Das Terminierungsverfahren läuft weiter.

Es galt bisher schon das Prinzip, dass niemand einen Anspruch

auf einen bestimmten Impfstoff hat, sondern das wird zugewiesen.

Trotz der erneuten Probleme mit dem Impfstoff von AstraZeneca,

blickt SPD Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in Sachen

Impfgeschwindigkeit optimistisch in die kommenden Wochen.

Wir werden nicht viel Impftempo verlieren, weil die älteren Menschen

wissen wie hoch das Risiko ist.

Die werden nach einer kurzen Delle im Impftempo, den Impfstoff wieder

gut annehmen.

Ich glaube, dass wir langfristig das Impftempo wieder aufnehmen können.

Bislang gibts etwa 30 Verdachtsfälle

einer Sinusvenenthrombose im Gehirn nach Impfung mit AstraZeneca.

Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich um Frauen bis ca. 60 Jahre.

Der Pharmakologe Manfred Schubert-Zsilavecz rät trotzdem,

die Risiken abzuwägen.

Wir haben knapp 2 Mio Menschen mit AstraZeneca geimpft.

Es sind bittere Fälle aufgetreten.

Wir hatten 31 schwerwiegende Nebenwirkungen, davon einige tödlich

Wir wollen aber nicht vergessen,

dass wir täglich mehrere hundert Tote wegen CoviD-19 haben.

Wenn wir nicht weiter impfen, wird die Zahl weiter steigen.

Im Alsfelder Impfzentrum haben heute alle unter 60 Jahren

einen alternativen Impfstoff bekommen, auch Doreen Herchenröder.

Ich war auf AstraZeneca vorbereitet, habe bekommen Biontech.

Wegen meines Alters.

Es war eine Überraschung, aber auch eine große Erleichterung.

Der Impfstoff von AstraZeneca kommt nicht aus den Schlagzeilen.

Um die Verwirrung perfekt zu machen,

meldet die europäische Arzneimittelbehörde am Nachmittag,

dass es aus ihrer Sicht kein altersspezifisches Risiko

bei AstraZeneca gibt.

Gute Nachricht: Der von Biontech in Mainz entwickelte Impfstoff

soll auch bei Jugendlichen sicher und wirksam sein.

Das habe eine Studie in den USA ergeben, sagt Biontech.

Das Werk in Marburg fährt gerade die Produktion hoch.

Mitte April sollen die ersten Chargen das Werk verlassen.

Wie viele davon in Deutschland oder in Hessen landen,

liegt in der Hand der EU und ist Moment noch unklar.

Hier arbeiten sie nun an Europas größter Hoffnung gegen SarsCov2.

Im Biontech-Werk in Marburg sollen, wenn alles rund läuft,

pro Jahr eine Milliarde Impfdosen produziert werden.

Nach BionTech-Angabe, europaweit die größte Produktionsstätte

für Messenger-RNA-Impfstoff.

Der soll Körperzellen dazu bringen, selbst Teile

des Corona-Virus herzustellen.

So kann sich das Immunsystem auf das Virus einstellen

und den Organismus vor Covid schützen.

In einem noch nicht in Produktion gegangenen Raum

demonstrieren Mitarbeiter, wie sie im ersten Schritt

gereinigtes Wasser, Erbgut-Schnipsel des Corona-Virus und Enzyme mischen.

In einem Edelstahlkessel läuft eine biochemische Reaktion ab,

aus der die Messenger-RNA hervorgeht.

Was passiert in dem Kessel?

Dann ist das, dass wir eine Kopie herstellen.

D.h. wir geben zum einen erst einmal ein Template, ein Original,

mit rein und wollen dann, dass davon eine Kopie geschrieben wird.

Das ist so ähnlich, wie früher die Mönche,die die Bibeln kopiert haben.

Das passiert in sehr kleinem Maßstab in diesem Kessel auch.

Die Mitarbeiter geben die verschie- denen Dinge, die dafür nötig sind,

die verschiedenen Enzyme, die Ausgangsstoffe, die werden alle

unter sterilen Bedingungen zugegeben.

Damit zum Schluss, wenn alles im Kessel ist,

der Prozess starten kann.

Mit Genehmigung der Europäische Arzneimittel-Agentur EMA

können nun 200 Mitarbeiter im 3-Schicht-Betrieb

7 Tage in der Woche den Impfstoff in Marburg herstellen.

Wir sind unheimlich stolz, dass in so kurzer Zeit erreicht zu haben.

Das war unheimlich viel Arbeit für sehr viele Menschen,

die daran gearbeitet haben.

Informationen zusammenzustellen, das alles möglich zu machen.

Insofern ist es für uns erstmal ein riesiger Erfolg.

Von hier aus gucken wir weiter, dass wir jetzt versuchen,

so schnell wie möglich die Produktion aufzustarten.

Das Abfüllen findet bei Partnern an anderen Standorten statt.

Von Sommer an auch bei Sanofi in Frankfurt.

Voraussichtlich in der zweiten April-Hälfte wird BionTech

erste Chargen aus seiner Marburg Produktion ausliefern können

an die Europäische Union und weltweit.

Das gute Wetter ist super für uns. Ist es schlecht fürs Corona-Virus?

2020 gingen die Infektionszahlen mit Beginn warmen Jahreszeit

runter und erst im Herbst wieder hoch.

Wir haben Experten gefragt:

Hilft uns die Sonne und das warme Frühlingswetter?

Sommer, Sonne, gute Laune. Die bekommt man bei diesem Wetter.

Endlich wieder ab nach draußen, nach den langen, dunklen Wintermonaten.

Rausgehen sollten wir, denn die UV-Strahlen der Sonne

tragen dazu bei, dass die Coronaviren schneller absterben.

Das versichert Aerosolforscher Gerhard Scheuch.

Es gibt im letzten Jahr eine Untersuchung aus den USA.

Die haben simuliertes Sonnenlicht auf Virenaerosole gegeben

und haben festgestellt, dass im Sonnenlicht,

das im Sommer herrscht, überleben diese Viren nur knapp 4 Minuten.

Im Herbstlicht überleben sie etwas länger, bis zu 10 Minuten.

In Innenräumen überleben sie Stunden.

Ein Blick auf den vergangenen Sommer könnte Hoffnung machen.

Denn obwohl es nach dem Lockdown im März und April Lockerungen gab,

ging die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurück.

Im Juli etwa gab es 174 Neuinfektionen pro Woche.

Allerdings stieg die Zahl ab Herbst wieder an, und erreichte rund

um Weihnachten einen Höchstwert von 13.354 Neuinfektionen pro Woche.

Können sommerliche Temperaturen da helfen?

Wir müssen mal die Situation vergleichen:

Wir kamen aus dem erstem Lockdown raus.

Wir hatten das Infektionsgeschehen

bei weitem nicht so verbreitet wie aktuell.

Die Fallzahlen waren deutlich niedriger.

Wir hatten keine flächendeckenden Infektionsherde,

eher punktuelle Ausbreitung.

Und wir hatten nicht die britische Variante im Haus.

Das sind Faktoren, die deutlich anders sind.

Wir haben Infektionen in Deutschland auf einem sehr hohen Level.

Wir haben die britische Variante,

die sich deutlich effektiver verbreitet.

Damit sind in einer anderen Situation als 2020.

Dennoch sind sich beide Experten einig:

Ansteckungen finden hauptsächlich in Innenräumen statt.

Also lieber draußen statt drinnen aufhalten.

Es gibt im Außenbereich nur eine Bedingung, sich anzustecken:

Wenn sie direkt in der Aerosolwolke des Gegenüber stehen.

Sie müssen sich sehr dicht gegenüberstehen.

Und sie müssen sich Gesicht zu Gesicht gegenüberstehen.

Forscher haben geschrieben, dass man ca. 15 Minuten braucht,

um sich dann anzustecken.

Das gelte alles auch für die mutierte Variante,

allerdings könne sich hier die Zeit auf etwa 10 Minuten verkürzen.

Der anstehende Sommer allein hilft zwar nicht,

dass sich das Virus weiter ausbreitet.

Aber er trägt dazu bei,

dass sich zumindest mehr im Freien statt drinnen abspielt.

Wie die aktuellen Zahlen aussehen,

sagt uns Jennifer Sieglar in den Nachrichten.

Innerhalb von 24 Stunden sind dem Robert-Koch-Institut

1513 Neuinfektionen in Hessen gemeldet worden.

23 Menschen sind im Zusammenhang mit CoviD-19 gestorben.

Damit hat das RKI in den vergangenen 7 Tagen

8822 Neuinfizierte mit dem Corona-Virus registriert.

Das sind 785 mehr als in den 7 Tagen davor.

Die hessenweite Inzidenz liegt bei 140,3.

Im Rahmen des hessischen Eskalationsstufenkonzepts

können Kreise und Kommunen bei steigenden Inzidenzen

auf ihre Lage vor Ort reagieren und Ausgangssperren verhängen.

Und immer mehr machen Gebrauch davon.

Nach der Stadt Offenbach und dem Landkreis Groß-Gerau

sind heute der Landkreis Gießen, der Lahn-Dill-Kreis

und der Kreis Limburg-Weilburg neu hinzugekommen.

Die Ausgangssperren gelten von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens

und sollen helfen, die weitere Ausbreitung

der britischen und südafrikanischen Virus-Varianten zu verhindern.

Es wird das zweite Abi unter Corona-Bedingungen.

Heute hat das Kultusministerium konkretisiert, wie es ablaufen wird.

Schüler und Lehrer sollen vor der Prüfung die Möglichkeit haben,

einen Corona-Selbsttest zu machen.

Während der Prüfungen gilt die Maskenpflicht.

Um es den Abiturienten etwas einfacher zu machen,

bekommen die Schulen in diesem Jahr

in jedem Fach einen zusätzlichen Aufgabenvorschlag.

So können die Prüfer die Aufgaben auswählen,

auf die die Schüler am besten vorbereitet sind.

Das wars erstmal von den Nachrichten, zurück zu Andreas.

Es ist ganz schön, wenn Osterhase nicht erst kommt.

Das war aber bei den Tafeln oft so.

Sie haben das bekommen, was übrigblieb.

V.a. für die Kinder war das blöd.

Aber in der Corona-Krise gibts eine höhere Spendenbereitschaft,

sodass schon heute Osterkörbchen verteilt werden konnten.

Ja ist denn heute schon Ostern?

Nein natürlich nicht, aber dieses Schwesterntrio

feiert heute eine Art Pre-Bescherung.

Chantal, Cindy und Celine bekommen nicht nur

ein prallgefülltes Osternest.

Nein, dazu auch noch Bastelsachen obendrauf.

Unglaublich ans Schlemmen denken die Drei heute aber nicht denn:

Dann geben wir das der Mama und die versteckt das dann zu Ostern

und dann müssen wir das suchen.

Gesellschaftlich sind Kinder aus ärmeren Familien schnell außen vor,

sagt Christine Sparr.

Sie leitet nicht nur die Tafel, sondern kommt selbst

aus armen Verhältnissen.

Dass ihre "Tafelkinder" heute schon gespendete Osterleckerein bekommen,

sei wichtig.

Damit diese Kinder mit Ostern feiern können.

Danach kriegen wir immer alles.

Es ist wichtig, dass die Kinder ein Teil von Ostern sind.

Dass sie mitmachen können, wie jedes andere Kind.

Wenn sie sich dann unterhalten, draußen,

dann können sie auch sagen, der Osterhase war auch bei mir.

Im Lager packt Philipp parallel Taschen für ältere Bedürftige.

Sie werden mit einem echten Frankfurter Schmankerl überrascht.

Wir haben hier z.B. etwas Besonderes:

Das ist Grüne Sauce, die hat ein Offenbacher Restaurant gemacht.

Dabei ist das Tafelspitz aufgrund Corona geschlossen.

Fungiert aktuell als Testzentrum.

Aber die Krise schweißt zusammen.

Wir machen das gerne für die etwas Älteren.

Wir wissen, dass es im Moment alle schwer haben.

Ich hab manchmal das Gefühl, ja ...

Dass die Menschen nochmal isoliert sind.

Dass man denen noch mal ein Stückchen entgegenkommen muss.

Um rund 3000 Menschen kümmert sich die Tafel Offenbach.

Darunter viele ältere, die versorgt werden.

So wie Rentnerin Marie-Luise Stoll.

Sie lebt durch Corona völlig zurückgezogen.

Das ist was ich immer sage:

Ein bisschen mehr Geld und ich könnte mir Blumen kaufen.

Corona hat die Lage der Rentnerin noch verschärft,

sie in die Isolation getrieben.

Luise-Marie Stoll ist von der Unterstützung sichtlich berührt.

Sie haben uns auch Weihnachten mit Essen bedient.

Das fand ich wahnsinnig gut.

Es gibt Menschen, die noch an andere denken.

Aber wenige.

Den Menschen Freude schenken, das ist den Helfer*innen

der Tafel in Offenbach heute gelungen.

Frohe Ostern!

Es gehört zur Tragik des Mordes an Walter Lübcke,

dass sein mittlerweile verurteilter Mörder Stefan Ernst

als Rechtsextremer dem Verfassungsschutz bekannt war.

Aber dann hat man ihn aus dem Auge gelassen.

Wie konnte das passieren?

Das will Untersuchungsausschuss des Landtags klären.

Heute hat er das erste Mal öffentlich getagt.

Joachim Tornau ist Journalist aus Kassel

und der erste Sachverständige,

der im Lübcke-Untersuchungsausschuss aussagt.

Seit gut 20 Jahren kennt er die rechtsextreme Szene in Nordhessen.

Viele Mitglieder sind bereits seit den 90er Jahren aktiv.

Weil sie rechtsextrem sind, kann man sie nicht einfach ausheben.

Es braucht schon Straftaten, die es auch immer gegeben hat.

Da ist doch durchaus was passiert.

Auch da braucht es einen gewissen Anlauf, auch öffentlichen Druck.

Und gravierende Straftaten.

Die rechtsextreme Szene in Nordhessen:

Ein Aspekt bei der politischen Aufarbeitung des Mordes

an Regierungspräsident Lübcke.

Dafür werden ab heute Experten und Zeugen befragt.

Eingesetzt wurde das Gremium bereits vergangenen Sommer.

Die Aktenanforderung hat uns eine ganze Weile aufgehalten.

Wir haben vom OLG Frankfurt Akten angefordert und das dauerte.

1600 Akten sind es, sie stammen aus dem Prozess gegen Stephan Ernst,

Lübckes Mörder.

Der gehörte fest zur rechtsradikalen Szene in Nordhessen.

Und die charakterisiert der Experte heute im Ausschuss.

Mich erstaunt, dass er von 100 Personen gesprochen hat.

Das war mehr, als ich erwartet habe. Das hat mich erschrocken.

Das alte Bild, junge Männer sind rechtsradikal

und verschwinden dann wieder, das ist so nicht zutreffend.

Ganz im Gegenteil:

Einige Akteure sind seit Jahrzehnten dort prägende Figuren.

Auch die AfD kommt zur Sprache.

Sie habe die rechte Hetze gegen Walter Lübcke befeuert,

so der Experte.

Die AfD fühlt sich falsch eingeschätzt.

Wenn wir es erfahren, sind wir konsequent im Handeln.

Bei der Kritik des Sachverständigen muss man sehen,

dass diese Kritik nicht berechtigt ist.

Hier werden Unterstellungen getätigt.

Deutlich wird heute: Rechtsextreme sind offenbar

seit Jahrzehnten in Nordhessen verwurzelt,

dort gesellschaftlich gut integriert und agieren wohl oft

unter dem Radar der Sicherheitsbehörden.

Offensichtlich haben bei der Erkenntnis- und Analysefähigkeit

des Verfassungsschutzes und auch beim Staatsschutz

erhebliche Defizite vorgelegen.

Das gilt es, jetzt weiter zu untersuchen.

Deshalb soll der Ausschuss v.a. allem klären, ob es ein Versagen

der Behörden gab, das zum Lübcke- Mord beigetragen haben könnte.

Die Rechten laufen nicht mit einem Schild auf dem Kopf herum:

"Ich bin ein Rechter!"

Wir erwarten, dass die Sicherheitsbehörden

professionell damit umgehen.

Dass sie Warnsignale erkennen und in alle Richtungen ermitteln.

Dass ist offensichtlich im Mordfall Lübcke nicht passiert.

In den nächsten Wochen und Monaten sollen weitere Experten

und Zeugen gehört werden.

Möglich wäre sogar, dass Stephan Ernst, der Mörder von Walter Lübcke,

vor dem Untersuchungsausschuss aussagen muss.

Das ist Frau, die die Aufklärung des Mords an Walter Lübcke

in ihrer Bilanz verbuchen kann.

Die Chefin des Landeskriminalamts Sabine Thurau.

Sie war bundesweit die erste Frau in diesem Amt.

Heute geht Hessens oberste Polizistin in den Ruhestand.

Leicht hatte sie es nicht.

Sie war umstritten, hat sich aber durchgesetzt.

Dass es keine offizielle Verabschiedung gibt,

liegt nicht nur an Corona.

Für die einen war sie die richtige Frau in der Männerdomäne Polizei.

Für die anderen war sie umstritten.

LKA-Präsidentin Sabine Thurau musste lange um ihren Job kämpfen.

Heute wirkt sie gelassen und zufrieden.

Ihre Amtszeit allerdings war ziemlich turbulent.

Da die Funktion so herausfordernd ist, ist sie begleitet von Höhen,

aber auch von ordentlichen Tiefen.

Das habe ich auch erfahren.

Das hat weiß Gott keinen Spaß gemacht.

Aber ich habe es durchgestanden.

Und jetzt sehen Sie mich als sehr zufriedene Person,

die sich auf den Ruhestand freut.

Der heutige Ministerpräsident Bouffier hatte sie als Innenminister

2010 berufen.

Sein Nachfolger Boris Rhein

versetzte die Polizistin und Juristin später

wegen unterstellter Führungsmängel und Kompetenzlosigkeit

und wollte sie dann loswerden.

"Die Probezeit nicht bestanden", ließ er 2011 wissen:

Diese Probezeit dauert 2 Jahre.

Es trifft zu, dass wir,

das hessische Ministerium des Inneren und Sport,

ein Verfahren eingeleitet haben.

Das soll die Nichtbewährung in dieser Zeit feststellen.

Gegen Thurau war anfangs wegen übler Nachrede ermittelt worden.

Sie stand wegen Falschaussage vor Gericht.

Sie wehrte sich, wurde später klar freigesprochen.

Nach fast 3 Jahren Zwangspause klagte sie sich zurück

zum Posten der LKA-Präsidentin.

Damals eine Sensation.

Und eine große Niederlage für Rhein, den jetzigen Landtagspräsidenten.

Thurau blieb unbeirrt.

In den vergangenen 8 Jahren ihrer Leitung

habe das LKA einige Erfolge verbucht, erzählt sie:

Prägend ist das starke Aufwachsen

der politisch motivierten Kriminalität.

Das begann schon mit dem islamistischen Terrorismus.

Sie erinnern sich an die Absage des Radrennens.

Da haben wir uns sehr große Sorgen gemacht,

dass möglicherweise ein Anschlag geschehen könnte.

Ich bin froh,

dass wir Gefahren abwehrend das Radrennen abgesagt haben.

Ein weiteres Beispiel sei der Lübcke-Mord.

Das LKA übernahm die Ermittlungen

und konnte die Tat schnell aufklären.

Dank der DNA-Spezialisten im Haus.

Sie fanden auf dem blutigen Hemd des Ermordeten eine winzige Hautschuppe

des Täters, dem Rechtsextremisten Stephan Ernst.

Die Spur 184 war der Durchbruch.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man mit dem, was man gelernt hat,

was man jeden Tag macht, den Ball zumindest in die richtige Richtung

schieben kann.

So wie das Urteil gelaufen ist,

glaube ich schon, dass wir die richtige Person verurteilt haben.

Ein großer Fall ist aber noch nicht gelöst.

Der Verfasser der Drohmails mit der Unterschrift NSU2.0,

die zu Dutzenden an Politiker, Kabarettisten und Moderatoren

verschickt wurden.

Ist das nicht ein Versagen der Polizei, auch des LKA?

Ein Albtraum, sagt sie. Sie widerspricht kaum.

V.a. ist es wichtig für die Opfer in diesem Verfahren,

dass dieser Sachverhalt aufgeklärt wird.

Aber es ist auch wichtig für die hessische Polizei.

Wir leiden alle darunter,

dass sich der Täter mutmaßlich in unseren Reihen befinden könnte.

Davon müssen wir uns befreien.

Weil die Namen von weiteren Bedrohten wie Linkenchefin Wissler

öffentlich wurden, hat das LKA im Namen Thuraus

sogar Anzeige erstattet.

Das erfuhr die hessenschau aus Sicherheitskreisen.

Wegen Verrats von Dienstgeheimnissen gegen Unbekannt.

Mit "Unbekannt" ist jemand aus der Polizei gemeint.

Bislang ohne Ergebnis.

Sabine Thurau.

Sie war die erste Frau in diesem Amt.

Wer ihr nachfolgen könnte, ist noch unklar.

Da ist also noch ein Job frei.

Gucken wir mal, wie es allgemein auf dem hessischen Arbeitsmarkt aussieht

in den Nachrichten mit Jennie.

Der Arbeitsmarkt bei uns in Hessen

ist im März relativ gut durch den Corona-Lockdown gekommen.

Laut Bundesagentur für Arbeit

ist die Zahl der Arbeitslosen leicht zurückgegangen.

Im März waren 191.225 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosen-Quote ist leicht gesunken, auf 5,5 %.

Im Februar hatte sie noch 5,7 % betragen.

Im März vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 4,5 %.

Es gibt mehr Geld für die Beschäftigten

in der Metall- und Elektroindustrie.

Die IG Metall und die Arbeitgeber haben sich geeinigt,

dass die Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland

im Juni eine Corona-Prämie von 500 Euro bekommen.

Dazu kommt eine Sonderzahlung jährlich im Februar.

Azubis sollen eine Prämie von 300 Euro bekommen.

Das Umweltministerium warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr in Hessen.

Mit Entspannung rechnet die Behörde erst in der kommenden Woche,

wenn es wieder mehr regnen soll.

Wegen Corona seien gerade besonders viele Menschen im Wald unterwegs.

Das Ministerium wies nochmal darauf hin,

dass Rauchen im Wald verboten ist.

Autos dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen

und nicht auf trockenem Boden abgestellt werden.

Das wars von den Nachrichten, Andreas!

"Mo vier drei" nennt sich dieser junge Mann.

* Rapmusik *

Die verzerrte Stimme, das gehört so, das ist irgendwie in.

Angesagt ist auch Mo 43.

Seine Songs mit einem Mix aus Deutsch und Türkisch kommen gut an,

er hat hundertausende Klicks auf Streaming-Plattformen.

Der Newcomer ist dabei nach Moses Pelham aus Frankfurt

und Haftbefehl aus Offenbach der nächste hessische Star

in der Rappscene zu werden.

Seine Heimat ist Fulda.

* Musik *

Ich mach seitdem ich 15 bin Musik.

* Musik *

Musik war immer schon meine meine Leidenschaft.

* Musik *

Ich heiße mit bürgerlichem Namen Mohamed.

Mo ist abgekürzt, mein Spitzname so haben mich meine Freunde genannt.

Fulda ist mir sehr wichtig, das ist meine Heimatstadt.

Ich bin hier aufgewachsen.

Ich hab hier meine Familie, meine Freunde.

Künstlername Mo 43.

Die 43 die letzten Ziffern der Postleitzahl von Fulda.

Seit einem Jahr ist er bei einem Label unter Vertrag.

Seitdem kann er von seiner Musik leben.

Seine Texte schreibt er selbst, meist zweisprachig.

Ich hab ein Thema. Ich mach die Parts auf deutsch.

* Musik *

Drei Songs hat er veröffentlicht.

Hunderttausende Male geklickt auf Spotify und auf Youtube.

Im angemietet Studio arbeitet er an neuen Songs

mit Produzent Christian.

Super, das wars schon. Das haben wir schon mal.

Machst du die zweite auch noch mal?

Ja, lass uns die noch mal wiederholen.

Mo und Christian kennen sich schon lange, sind zusammen aufgewachsen.

Es fing so an, dass es eine normale Freundschaft war.

Dann hab ich mitbekommen, dass er Musik macht.

Ich hab mich auch dafür interessiert,

er hat mir ein bisschen gezeigt

So hat sich das entwickelt. Ich habe eine Leidenschaft dafür entwickelt.

Mit dem Mo zu arbeiten macht mir Freude.

Es ist nicht nur ein Arbeitsverhältnis,

es ist mehr Freundschaft, dadurch hat man mehr Bindung.

Vor der Musik-Karriere machte der Rapper eine kaufmännische Ausbildung

In Fulda, im Geschäft seines Onkels.

Er hat sich leider für seine Musik entschieden.

Was heißt "leider", es ist ja gut.

Er hat schon in der 6. oder 7. Klasse bei Schulauftritten gerappt.

Damals sagten wir: "Das ist eine Kinderliebe, der rappt ein bissi."

Aber Hut ab! Ich bin stolz auf ihn.

Für ihn gehts bergauf.

Doch eines fehlt dem Künstler gerade sehr:

Live für sein Publikum zu rappen, so wie hier vor über einem Jahr.

Wenn ich auf der Bühne stehe und die Leute singen mit und feiern,

dann macht das auf jeden Fall Spaß.

Das macht auf jeden Fall glücklich.

Spaß hat er auch im Studio in Fulda.

Die Ideen für neue Songs, sagt er, gehen ihm nicht aus.

Sympathischer Typ.

Nach dem Wetter mit Daniel Stanic, kommt die "tagesschau"

und im Anschluss ein "ARD extra" zur Corona-Lage.

Wann sehen wir dich nochmal?

Um 22.30 Uhr dann die späte hessenschau.

Bis später, wenn Sie mögen.

Bis morgen, schönen Abend.

COPYRIGHT UNTERTITEL: hr 2021


hessenschau vom 31.03.2021 - Hilft der Sommer im Kampf gegen Corona? hessenschau vom 31.03.2021 - Does the summer help in the fight against Corona?

Die Sendung wurde live vom hr untertitelt.

Die Sendung wurde live vom hr untertitelt.

Schönen guten Abend, willkommen zur hessenschau.

Ich freue mich, dass Sie dabei sind.

Wir werfen einen Blick ins neue Biontech-Impfstoff-Werk in Marburg.

Und wir haben eine weitere erfreuliche Geschichte,

die indirekt mit Corona zu tun hat.

Die Tafeln bekommen zu Ostern großzügige Spenden.

Zuerst beschäftigen wir uns mit dem Impfstoff von AstraZeneca.

Der war heute das Gesprächsthema.

Es ging ganz schön hin-und-her.

Erst hieß es nach den ersten Thrombosen und Todesfällen,

die nach den Impfungen auftraten,

das sei statistisch normal und habe nichts mit dem Impfstoff zu tun.

Außerdem sei das Corona-Todesrisiko viel höher.

Dann wurden die Todesfälle mehr.

Seit gestern sollen bei uns nur noch die über 60-Jährigen

diesen Impfstoff bekommen.

Dabei hieß es erst, gerade die nicht.

Vertrauenserweckend ist das nicht.

Doreen Herchenröder hat heute ihren langersehnten Termin

im Alsfelder Impfzentrum.

Eigentlich Grund zu Freude, aber weil sie eigentlich AstraZeneca

bekommen soll, ist die 43-Jährige verunsichert.

Welchen Impfstoff wird sie bekommen?

Ich habe gemischte Gefühle, weil ich zur Altersgruppe zähle,

die gefährdet ist.

Aber ich freu mich auch auf die Impfung,

ich hab mich die ganze Zeit gefreut.

Ich freu mich immer noch.

Nach der gestrigen Empfehlung der Ständigen Impfkommission,

AstraZeneca nur bei über 60-Jährigen anzuwenden,

musste das Land schnell reagieren.

Wir müssen bei den bereits gebuchten Termine mit AstraZeneca

für U-60-Jährige den Impfstoff ersetzen.

Das Terminierungsverfahren läuft weiter.

Es galt bisher schon das Prinzip, dass niemand einen Anspruch

auf einen bestimmten Impfstoff hat, sondern das wird zugewiesen.

Trotz der erneuten Probleme mit dem Impfstoff von AstraZeneca,

blickt SPD Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in Sachen

Impfgeschwindigkeit optimistisch in die kommenden Wochen.

Wir werden nicht viel Impftempo verlieren, weil die älteren Menschen

wissen wie hoch das Risiko ist.

Die werden nach einer kurzen Delle im Impftempo, den Impfstoff wieder

gut annehmen.

Ich glaube, dass wir langfristig das Impftempo wieder aufnehmen können. I believe that we can resume the vaccination pace in the long term.

Bislang gibts etwa 30 Verdachtsfälle So far there have been around 30 suspected cases

einer Sinusvenenthrombose im Gehirn nach Impfung mit AstraZeneca.

Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich um Frauen bis ca. 60 Jahre. With a few exceptions, these are women up to around 60 years of age.

Der Pharmakologe Manfred Schubert-Zsilavecz rät trotzdem,

die Risiken abzuwägen. to weigh the risks.

Wir haben knapp 2 Mio Menschen mit AstraZeneca geimpft.

Es sind bittere Fälle aufgetreten.

Wir hatten 31 schwerwiegende Nebenwirkungen, davon einige tödlich

Wir wollen aber nicht vergessen,

dass wir täglich mehrere hundert Tote wegen CoviD-19 haben.

Wenn wir nicht weiter impfen, wird die Zahl weiter steigen.

Im Alsfelder Impfzentrum haben heute alle unter 60 Jahren

einen alternativen Impfstoff bekommen, auch Doreen Herchenröder. get an alternative vaccine, including Doreen Herchenröder.

Ich war auf AstraZeneca vorbereitet, habe bekommen Biontech.

Wegen meines Alters.

Es war eine Überraschung, aber auch eine große Erleichterung.

Der Impfstoff von AstraZeneca kommt nicht aus den Schlagzeilen.

Um die Verwirrung perfekt zu machen,

meldet die europäische Arzneimittelbehörde am Nachmittag,

dass es aus ihrer Sicht kein altersspezifisches Risiko

bei AstraZeneca gibt.

Gute Nachricht: Der von Biontech in Mainz entwickelte Impfstoff

soll auch bei Jugendlichen sicher und wirksam sein.

Das habe eine Studie in den USA ergeben, sagt Biontech. That was the result of a study in the USA, says Biontech.

Das Werk in Marburg fährt gerade die Produktion hoch. The plant in Marburg is currently ramping up production.

Mitte April sollen die ersten Chargen das Werk verlassen. The first batches should leave the factory in mid-April.

Wie viele davon in Deutschland oder in Hessen landen,

liegt in der Hand der EU und ist Moment noch unklar.

Hier arbeiten sie nun an Europas größter Hoffnung gegen SarsCov2.

Im Biontech-Werk in Marburg sollen, wenn alles rund läuft,

pro Jahr eine Milliarde Impfdosen produziert werden.

Nach BionTech-Angabe, europaweit die größte Produktionsstätte

für Messenger-RNA-Impfstoff.

Der soll Körperzellen dazu bringen, selbst Teile

des Corona-Virus herzustellen.

So kann sich das Immunsystem auf das Virus einstellen

und den Organismus vor Covid schützen.

In einem noch nicht in Produktion gegangenen Raum

demonstrieren Mitarbeiter, wie sie im ersten Schritt

gereinigtes Wasser, Erbgut-Schnipsel des Corona-Virus und Enzyme mischen.

In einem Edelstahlkessel läuft eine biochemische Reaktion ab,

aus der die Messenger-RNA hervorgeht.

Was passiert in dem Kessel?

Dann ist das, dass wir eine Kopie herstellen.

D.h. wir geben zum einen erst einmal ein Template, ein Original,

mit rein und wollen dann, dass davon eine Kopie geschrieben wird.

Das ist so ähnlich, wie früher die Mönche,die die Bibeln kopiert haben.

Das passiert in sehr kleinem Maßstab in diesem Kessel auch.

Die Mitarbeiter geben die verschie- denen Dinge, die dafür nötig sind,

die verschiedenen Enzyme, die Ausgangsstoffe, die werden alle

unter sterilen Bedingungen zugegeben.

Damit zum Schluss, wenn alles im Kessel ist,

der Prozess starten kann.

Mit Genehmigung der Europäische Arzneimittel-Agentur EMA

können nun 200 Mitarbeiter im 3-Schicht-Betrieb

7 Tage in der Woche den Impfstoff in Marburg herstellen.

Wir sind unheimlich stolz, dass in so kurzer Zeit erreicht zu haben.

Das war unheimlich viel Arbeit für sehr viele Menschen,

die daran gearbeitet haben.

Informationen zusammenzustellen, das alles möglich zu machen.

Insofern ist es für uns erstmal ein riesiger Erfolg.

Von hier aus gucken wir weiter, dass wir jetzt versuchen,

so schnell wie möglich die Produktion aufzustarten.

Das Abfüllen findet bei Partnern an anderen Standorten statt.

Von Sommer an auch bei Sanofi in Frankfurt.

Voraussichtlich in der zweiten April-Hälfte wird BionTech

erste Chargen aus seiner Marburg Produktion ausliefern können

an die Europäische Union und weltweit.

Das gute Wetter ist super für uns. Ist es schlecht fürs Corona-Virus?

2020 gingen die Infektionszahlen mit Beginn warmen Jahreszeit

runter und erst im Herbst wieder hoch.

Wir haben Experten gefragt:

Hilft uns die Sonne und das warme Frühlingswetter?

Sommer, Sonne, gute Laune. Die bekommt man bei diesem Wetter.

Endlich wieder ab nach draußen, nach den langen, dunklen Wintermonaten.

Rausgehen sollten wir, denn die UV-Strahlen der Sonne

tragen dazu bei, dass die Coronaviren schneller absterben.

Das versichert Aerosolforscher Gerhard Scheuch.

Es gibt im letzten Jahr eine Untersuchung aus den USA.

Die haben simuliertes Sonnenlicht auf Virenaerosole gegeben

und haben festgestellt, dass im Sonnenlicht,

das im Sommer herrscht, überleben diese Viren nur knapp 4 Minuten.

Im Herbstlicht überleben sie etwas länger, bis zu 10 Minuten.

In Innenräumen überleben sie Stunden.

Ein Blick auf den vergangenen Sommer könnte Hoffnung machen.

Denn obwohl es nach dem Lockdown im März und April Lockerungen gab,

ging die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurück.

Im Juli etwa gab es 174 Neuinfektionen pro Woche.

Allerdings stieg die Zahl ab Herbst wieder an, und erreichte rund

um Weihnachten einen Höchstwert von 13.354 Neuinfektionen pro Woche.

Können sommerliche Temperaturen da helfen?

Wir müssen mal die Situation vergleichen:

Wir kamen aus dem erstem Lockdown raus.

Wir hatten das Infektionsgeschehen

bei weitem nicht so verbreitet wie aktuell.

Die Fallzahlen waren deutlich niedriger.

Wir hatten keine flächendeckenden Infektionsherde,

eher punktuelle Ausbreitung.

Und wir hatten nicht die britische Variante im Haus.

Das sind Faktoren, die deutlich anders sind.

Wir haben Infektionen in Deutschland auf einem sehr hohen Level.

Wir haben die britische Variante,

die sich deutlich effektiver verbreitet.

Damit sind in einer anderen Situation als 2020.

Dennoch sind sich beide Experten einig:

Ansteckungen finden hauptsächlich in Innenräumen statt.

Also lieber draußen statt drinnen aufhalten.

Es gibt im Außenbereich nur eine Bedingung, sich anzustecken:

Wenn sie direkt in der Aerosolwolke des Gegenüber stehen.

Sie müssen sich sehr dicht gegenüberstehen.

Und sie müssen sich Gesicht zu Gesicht gegenüberstehen.

Forscher haben geschrieben, dass man ca. 15 Minuten braucht,

um sich dann anzustecken.

Das gelte alles auch für die mutierte Variante,

allerdings könne sich hier die Zeit auf etwa 10 Minuten verkürzen.

Der anstehende Sommer allein hilft zwar nicht,

dass sich das Virus weiter ausbreitet.

Aber er trägt dazu bei,

dass sich zumindest mehr im Freien statt drinnen abspielt.

Wie die aktuellen Zahlen aussehen,

sagt uns Jennifer Sieglar in den Nachrichten.

Innerhalb von 24 Stunden sind dem Robert-Koch-Institut

1513 Neuinfektionen in Hessen gemeldet worden.

23 Menschen sind im Zusammenhang mit CoviD-19 gestorben.

Damit hat das RKI in den vergangenen 7 Tagen

8822 Neuinfizierte mit dem Corona-Virus registriert.

Das sind 785 mehr als in den 7 Tagen davor.

Die hessenweite Inzidenz liegt bei 140,3.

Im Rahmen des hessischen Eskalationsstufenkonzepts

können Kreise und Kommunen bei steigenden Inzidenzen

auf ihre Lage vor Ort reagieren und Ausgangssperren verhängen.

Und immer mehr machen Gebrauch davon.

Nach der Stadt Offenbach und dem Landkreis Groß-Gerau

sind heute der Landkreis Gießen, der Lahn-Dill-Kreis

und der Kreis Limburg-Weilburg neu hinzugekommen.

Die Ausgangssperren gelten von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens

und sollen helfen, die weitere Ausbreitung

der britischen und südafrikanischen Virus-Varianten zu verhindern.

Es wird das zweite Abi unter Corona-Bedingungen.

Heute hat das Kultusministerium konkretisiert, wie es ablaufen wird.

Schüler und Lehrer sollen vor der Prüfung die Möglichkeit haben,

einen Corona-Selbsttest zu machen.

Während der Prüfungen gilt die Maskenpflicht.

Um es den Abiturienten etwas einfacher zu machen,

bekommen die Schulen in diesem Jahr

in jedem Fach einen zusätzlichen Aufgabenvorschlag.

So können die Prüfer die Aufgaben auswählen,

auf die die Schüler am besten vorbereitet sind.

Das wars erstmal von den Nachrichten, zurück zu Andreas.

Es ist ganz schön, wenn Osterhase nicht erst kommt.

Das war aber bei den Tafeln oft so.

Sie haben das bekommen, was übrigblieb.

V.a. für die Kinder war das blöd.

Aber in der Corona-Krise gibts eine höhere Spendenbereitschaft,

sodass schon heute Osterkörbchen verteilt werden konnten.

Ja ist denn heute schon Ostern?

Nein natürlich nicht, aber dieses Schwesterntrio

feiert heute eine Art Pre-Bescherung.

Chantal, Cindy und Celine bekommen nicht nur

ein prallgefülltes Osternest.

Nein, dazu auch noch Bastelsachen obendrauf.

Unglaublich ans Schlemmen denken die Drei heute aber nicht denn:

Dann geben wir das der Mama und die versteckt das dann zu Ostern

und dann müssen wir das suchen.

Gesellschaftlich sind Kinder aus ärmeren Familien schnell außen vor,

sagt Christine Sparr.

Sie leitet nicht nur die Tafel, sondern kommt selbst

aus armen Verhältnissen.

Dass ihre "Tafelkinder" heute schon gespendete Osterleckerein bekommen,

sei wichtig.

Damit diese Kinder mit Ostern feiern können.

Danach kriegen wir immer alles.

Es ist wichtig, dass die Kinder ein Teil von Ostern sind.

Dass sie mitmachen können, wie jedes andere Kind.

Wenn sie sich dann unterhalten, draußen,

dann können sie auch sagen, der Osterhase war auch bei mir.

Im Lager packt Philipp parallel Taschen für ältere Bedürftige.

Sie werden mit einem echten Frankfurter Schmankerl überrascht.

Wir haben hier z.B. etwas Besonderes:

Das ist Grüne Sauce, die hat ein Offenbacher Restaurant gemacht.

Dabei ist das Tafelspitz aufgrund Corona geschlossen.

Fungiert aktuell als Testzentrum.

Aber die Krise schweißt zusammen.

Wir machen das gerne für die etwas Älteren.

Wir wissen, dass es im Moment alle schwer haben.

Ich hab manchmal das Gefühl, ja ...

Dass die Menschen nochmal isoliert sind.

Dass man denen noch mal ein Stückchen entgegenkommen muss.

Um rund 3000 Menschen kümmert sich die Tafel Offenbach.

Darunter viele ältere, die versorgt werden.

So wie Rentnerin Marie-Luise Stoll.

Sie lebt durch Corona völlig zurückgezogen.

Das ist was ich immer sage:

Ein bisschen mehr Geld und ich könnte mir Blumen kaufen.

Corona hat die Lage der Rentnerin noch verschärft,

sie in die Isolation getrieben.

Luise-Marie Stoll ist von der Unterstützung sichtlich berührt.

Sie haben uns auch Weihnachten mit Essen bedient.

Das fand ich wahnsinnig gut.

Es gibt Menschen, die noch an andere denken.

Aber wenige.

Den Menschen Freude schenken, das ist den Helfer*innen

der Tafel in Offenbach heute gelungen.

Frohe Ostern!

Es gehört zur Tragik des Mordes an Walter Lübcke,

dass sein mittlerweile verurteilter Mörder Stefan Ernst

als Rechtsextremer dem Verfassungsschutz bekannt war.

Aber dann hat man ihn aus dem Auge gelassen.

Wie konnte das passieren?

Das will Untersuchungsausschuss des Landtags klären.

Heute hat er das erste Mal öffentlich getagt.

Joachim Tornau ist Journalist aus Kassel

und der erste Sachverständige,

der im Lübcke-Untersuchungsausschuss aussagt.

Seit gut 20 Jahren kennt er die rechtsextreme Szene in Nordhessen.

Viele Mitglieder sind bereits seit den 90er Jahren aktiv.

Weil sie rechtsextrem sind, kann man sie nicht einfach ausheben.

Es braucht schon Straftaten, die es auch immer gegeben hat.

Da ist doch durchaus was passiert.

Auch da braucht es einen gewissen Anlauf, auch öffentlichen Druck.

Und gravierende Straftaten.

Die rechtsextreme Szene in Nordhessen:

Ein Aspekt bei der politischen Aufarbeitung des Mordes

an Regierungspräsident Lübcke.

Dafür werden ab heute Experten und Zeugen befragt.

Eingesetzt wurde das Gremium bereits vergangenen Sommer.

Die Aktenanforderung hat uns eine ganze Weile aufgehalten.

Wir haben vom OLG Frankfurt Akten angefordert und das dauerte.

1600 Akten sind es, sie stammen aus dem Prozess gegen Stephan Ernst,

Lübckes Mörder.

Der gehörte fest zur rechtsradikalen Szene in Nordhessen.

Und die charakterisiert der Experte heute im Ausschuss.

Mich erstaunt, dass er von 100 Personen gesprochen hat.

Das war mehr, als ich erwartet habe. Das hat mich erschrocken.

Das alte Bild, junge Männer sind rechtsradikal

und verschwinden dann wieder, das ist so nicht zutreffend.

Ganz im Gegenteil:

Einige Akteure sind seit Jahrzehnten dort prägende Figuren.

Auch die AfD kommt zur Sprache.

Sie habe die rechte Hetze gegen Walter Lübcke befeuert,

so der Experte.

Die AfD fühlt sich falsch eingeschätzt.

Wenn wir es erfahren, sind wir konsequent im Handeln.

Bei der Kritik des Sachverständigen muss man sehen,

dass diese Kritik nicht berechtigt ist.

Hier werden Unterstellungen getätigt.

Deutlich wird heute: Rechtsextreme sind offenbar

seit Jahrzehnten in Nordhessen verwurzelt,

dort gesellschaftlich gut integriert und agieren wohl oft

unter dem Radar der Sicherheitsbehörden.

Offensichtlich haben bei der Erkenntnis- und Analysefähigkeit

des Verfassungsschutzes und auch beim Staatsschutz

erhebliche Defizite vorgelegen.

Das gilt es, jetzt weiter zu untersuchen.

Deshalb soll der Ausschuss v.a. allem klären, ob es ein Versagen

der Behörden gab, das zum Lübcke- Mord beigetragen haben könnte.

Die Rechten laufen nicht mit einem Schild auf dem Kopf herum:

"Ich bin ein Rechter!"

Wir erwarten, dass die Sicherheitsbehörden

professionell damit umgehen.

Dass sie Warnsignale erkennen und in alle Richtungen ermitteln.

Dass ist offensichtlich im Mordfall Lübcke nicht passiert.

In den nächsten Wochen und Monaten sollen weitere Experten

und Zeugen gehört werden.

Möglich wäre sogar, dass Stephan Ernst, der Mörder von Walter Lübcke,

vor dem Untersuchungsausschuss aussagen muss.

Das ist Frau, die die Aufklärung des Mords an Walter Lübcke

in ihrer Bilanz verbuchen kann.

Die Chefin des Landeskriminalamts Sabine Thurau.

Sie war bundesweit die erste Frau in diesem Amt.

Heute geht Hessens oberste Polizistin in den Ruhestand.

Leicht hatte sie es nicht.

Sie war umstritten, hat sich aber durchgesetzt.

Dass es keine offizielle Verabschiedung gibt,

liegt nicht nur an Corona.

Für die einen war sie die richtige Frau in der Männerdomäne Polizei.

Für die anderen war sie umstritten.

LKA-Präsidentin Sabine Thurau musste lange um ihren Job kämpfen.

Heute wirkt sie gelassen und zufrieden.

Ihre Amtszeit allerdings war ziemlich turbulent.

Da die Funktion so herausfordernd ist, ist sie begleitet von Höhen,

aber auch von ordentlichen Tiefen.

Das habe ich auch erfahren.

Das hat weiß Gott keinen Spaß gemacht.

Aber ich habe es durchgestanden.

Und jetzt sehen Sie mich als sehr zufriedene Person,

die sich auf den Ruhestand freut.

Der heutige Ministerpräsident Bouffier hatte sie als Innenminister

2010 berufen.

Sein Nachfolger Boris Rhein

versetzte die Polizistin und Juristin später

wegen unterstellter Führungsmängel und Kompetenzlosigkeit

und wollte sie dann loswerden.

"Die Probezeit nicht bestanden", ließ er 2011 wissen:

Diese Probezeit dauert 2 Jahre.

Es trifft zu, dass wir,

das hessische Ministerium des Inneren und Sport,

ein Verfahren eingeleitet haben.

Das soll die Nichtbewährung in dieser Zeit feststellen.

Gegen Thurau war anfangs wegen übler Nachrede ermittelt worden.

Sie stand wegen Falschaussage vor Gericht.

Sie wehrte sich, wurde später klar freigesprochen.

Nach fast 3 Jahren Zwangspause klagte sie sich zurück

zum Posten der LKA-Präsidentin.

Damals eine Sensation.

Und eine große Niederlage für Rhein, den jetzigen Landtagspräsidenten.

Thurau blieb unbeirrt.

In den vergangenen 8 Jahren ihrer Leitung

habe das LKA einige Erfolge verbucht, erzählt sie:

Prägend ist das starke Aufwachsen

der politisch motivierten Kriminalität.

Das begann schon mit dem islamistischen Terrorismus.

Sie erinnern sich an die Absage des Radrennens.

Da haben wir uns sehr große Sorgen gemacht,

dass möglicherweise ein Anschlag geschehen könnte.

Ich bin froh,

dass wir Gefahren abwehrend das Radrennen abgesagt haben.

Ein weiteres Beispiel sei der Lübcke-Mord.

Das LKA übernahm die Ermittlungen

und konnte die Tat schnell aufklären.

Dank der DNA-Spezialisten im Haus.

Sie fanden auf dem blutigen Hemd des Ermordeten eine winzige Hautschuppe

des Täters, dem Rechtsextremisten Stephan Ernst.

Die Spur 184 war der Durchbruch.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man mit dem, was man gelernt hat,

was man jeden Tag macht, den Ball zumindest in die richtige Richtung

schieben kann.

So wie das Urteil gelaufen ist,

glaube ich schon, dass wir die richtige Person verurteilt haben.

Ein großer Fall ist aber noch nicht gelöst.

Der Verfasser der Drohmails mit der Unterschrift NSU2.0,

die zu Dutzenden an Politiker, Kabarettisten und Moderatoren

verschickt wurden.

Ist das nicht ein Versagen der Polizei, auch des LKA?

Ein Albtraum, sagt sie. Sie widerspricht kaum.

V.a. ist es wichtig für die Opfer in diesem Verfahren,

dass dieser Sachverhalt aufgeklärt wird.

Aber es ist auch wichtig für die hessische Polizei.

Wir leiden alle darunter,

dass sich der Täter mutmaßlich in unseren Reihen befinden könnte.

Davon müssen wir uns befreien.

Weil die Namen von weiteren Bedrohten wie Linkenchefin Wissler

öffentlich wurden, hat das LKA im Namen Thuraus

sogar Anzeige erstattet.

Das erfuhr die hessenschau aus Sicherheitskreisen.

Wegen Verrats von Dienstgeheimnissen gegen Unbekannt.

Mit "Unbekannt" ist jemand aus der Polizei gemeint.

Bislang ohne Ergebnis.

Sabine Thurau.

Sie war die erste Frau in diesem Amt.

Wer ihr nachfolgen könnte, ist noch unklar.

Da ist also noch ein Job frei.

Gucken wir mal, wie es allgemein auf dem hessischen Arbeitsmarkt aussieht

in den Nachrichten mit Jennie.

Der Arbeitsmarkt bei uns in Hessen

ist im März relativ gut durch den Corona-Lockdown gekommen.

Laut Bundesagentur für Arbeit

ist die Zahl der Arbeitslosen leicht zurückgegangen.

Im März waren 191.225 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosen-Quote ist leicht gesunken, auf 5,5 %.

Im Februar hatte sie noch 5,7 % betragen.

Im März vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 4,5 %.

Es gibt mehr Geld für die Beschäftigten

in der Metall- und Elektroindustrie.

Die IG Metall und die Arbeitgeber haben sich geeinigt,

dass die Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland

im Juni eine Corona-Prämie von 500 Euro bekommen.

Dazu kommt eine Sonderzahlung jährlich im Februar.

Azubis sollen eine Prämie von 300 Euro bekommen.

Das Umweltministerium warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr in Hessen.

Mit Entspannung rechnet die Behörde erst in der kommenden Woche,

wenn es wieder mehr regnen soll.

Wegen Corona seien gerade besonders viele Menschen im Wald unterwegs.

Das Ministerium wies nochmal darauf hin,

dass Rauchen im Wald verboten ist.

Autos dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen

und nicht auf trockenem Boden abgestellt werden.

Das wars von den Nachrichten, Andreas!

"Mo vier drei" nennt sich dieser junge Mann.

* Rapmusik *

Die verzerrte Stimme, das gehört so, das ist irgendwie in.

Angesagt ist auch Mo 43.

Seine Songs mit einem Mix aus Deutsch und Türkisch kommen gut an,

er hat hundertausende Klicks auf Streaming-Plattformen.

Der Newcomer ist dabei nach Moses Pelham aus Frankfurt

und Haftbefehl aus Offenbach der nächste hessische Star

in der Rappscene zu werden.

Seine Heimat ist Fulda.

* Musik *

Ich mach seitdem ich 15 bin Musik.

* Musik *

Musik war immer schon meine meine Leidenschaft.

* Musik *

Ich heiße mit bürgerlichem Namen Mohamed.

Mo ist abgekürzt, mein Spitzname so haben mich meine Freunde genannt.

Fulda ist mir sehr wichtig, das ist meine Heimatstadt.

Ich bin hier aufgewachsen.

Ich hab hier meine Familie, meine Freunde.

Künstlername Mo 43.

Die 43 die letzten Ziffern der Postleitzahl von Fulda.

Seit einem Jahr ist er bei einem Label unter Vertrag.

Seitdem kann er von seiner Musik leben.

Seine Texte schreibt er selbst, meist zweisprachig.

Ich hab ein Thema. Ich mach die Parts auf deutsch.

* Musik *

Drei Songs hat er veröffentlicht.

Hunderttausende Male geklickt auf Spotify und auf Youtube.

Im angemietet Studio arbeitet er an neuen Songs

mit Produzent Christian.

Super, das wars schon. Das haben wir schon mal.

Machst du die zweite auch noch mal?

Ja, lass uns die noch mal wiederholen.

Mo und Christian kennen sich schon lange, sind zusammen aufgewachsen.

Es fing so an, dass es eine normale Freundschaft war.

Dann hab ich mitbekommen, dass er Musik macht.

Ich hab mich auch dafür interessiert,

er hat mir ein bisschen gezeigt

So hat sich das entwickelt. Ich habe eine Leidenschaft dafür entwickelt.

Mit dem Mo zu arbeiten macht mir Freude.

Es ist nicht nur ein Arbeitsverhältnis,

es ist mehr Freundschaft, dadurch hat man mehr Bindung.

Vor der Musik-Karriere machte der Rapper eine kaufmännische Ausbildung

In Fulda, im Geschäft seines Onkels.

Er hat sich leider für seine Musik entschieden.

Was heißt "leider", es ist ja gut.

Er hat schon in der 6. oder 7. Klasse bei Schulauftritten gerappt.

Damals sagten wir: "Das ist eine Kinderliebe, der rappt ein bissi."

Aber Hut ab! Ich bin stolz auf ihn.

Für ihn gehts bergauf.

Doch eines fehlt dem Künstler gerade sehr:

Live für sein Publikum zu rappen, so wie hier vor über einem Jahr.

Wenn ich auf der Bühne stehe und die Leute singen mit und feiern,

dann macht das auf jeden Fall Spaß.

Das macht auf jeden Fall glücklich.

Spaß hat er auch im Studio in Fulda.

Die Ideen für neue Songs, sagt er, gehen ihm nicht aus.

Sympathischer Typ.

Nach dem Wetter mit Daniel Stanic, kommt die "tagesschau"

und im Anschluss ein "ARD extra" zur Corona-Lage.

Wann sehen wir dich nochmal?

Um 22.30 Uhr dann die späte hessenschau.

Bis später, wenn Sie mögen.

Bis morgen, schönen Abend.

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