Teil 2 - Meine berufliche Zeit
Berufliche Zeit
Sprachen brauchte ich in meinem Beruf nicht.
Als ich heiratete gehörte aber Frankreich zu unseren Reisezielen, und das war dann der Grund dafür, mein Schulfranzösisch wieder aufzufrischen.
Es machte mir Spaß, weil wir in der Volkshochschule eine ganz prima und liebe Lehrerin hatten.
Mir gefällt die Melodie der Sprache. Aber wirklich richtig intensiv gelernt habe ich auch da nicht; allerdings war ich beruflich sehr eingespannt. Immerhin kam ich so weit, dass ich mich in Frankreich verständigen konnte und das bekam, was ich benötigte. Als unsere Lehrerin verstarb, endete auch mein Französisch Lernen.
Englisch?
– nein, die Sprache werde ich ganz sicher nicht lernen. So dachte ich damals.
Als wir 1993 von meinem Bruder in die Staaten eingeladen wurden und drei Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs waren, da hätte ich gerne mehr Englisch Kenntnisse gehabt.
Ich war für das Essen und den Einkauf zuständig. Nun, ich brachte immer „nach Hause“, also zum Wohnmobil, was wir benötigten, aber unterhalten konnte ich mich kaum. Vor allem verstand ich nicht, was die Amerikaner sprachen.
Mein Bruder hat drei Kinder, die kaum Deutsch sprechen.
Gerade so viel, dass man das Notwendigste abklären konnte. Es gab aber immer noch keine Notwendigkeit, English zu lernen, denn mein Bruder fungierte als Dolmetscher.
Was hat sich dann geändert?