×

我們使用cookies幫助改善LingQ。通過流覽本網站,表示你同意我們的 cookie policy.


image

Raumzeit - Vlog der Zukunft, Asteroidenbergbau 2 | Zukunft der Menschheit (2019)

Asteroidenbergbau 2 | Zukunft der Menschheit (2019)

Asteroiden sind die Zukunft der globalen Wirtschaft – so lautete das Fazit unseres ersten Videos

zum Asteroidenbergbau.

Wir haben euch gezeigt, welche gewaltigen Potenziale in diesen interplanetaren Objekten

stecken und ihr wolltet mehr wissen.

Gern doch!

Schauen wir uns heute mal an, wie Asteroidenbergbau sich im nächsten Jahrhundert entwickeln wird.

Ich bin Ronny, willkommen bei Raumzeit.

Fangen wir dieses Video mal etwas ungewöhnlich an, indem wir über eine aktuelle Science-Fiction

Serie sprechen.

In der sehr gelungenen, mittlerweile 3 Staffeln langen Reihe – The Expanse – spielt Asteroidenbergbau

eine wesentliche Rolle.

Einen Link zur Serie findet ihr übrigens in der Beschreibung - Schaut unbedingt mal

rein.

Im 24.

Jahrhundert hat sich die Menschheit über das Sonnensystem verbreitet – es gibt Kolonien

auf dem Mond, dem Mars, auf Jupitermonden und auf großen Asteroiden wie Ceres.

Der Asteroidenbergbau wird von einer sozial benachteiligten Schicht – den Belters – im

Asteroidengürtel durchgeführt.

Die Heimat der Belters ist einige riesige Raumstation auf dem Zwergplaneten Ceres, dessen

Rotationsgeschwindigkeit so weit erhöht wurde, dass künstliche Gravitation durch Zentrifugalkraft

erzeugt wird.

Die Belters reisen mit diversen Frachtern zu einzelnen Asteroiden des Gürtels, hüllen

sie in Netze und ziehen sie zu Ceres oder sie sprengen das Objekt und verladen die Bruchstücke.

Dies ist an vielen Stellen unrealistisch und wir erklären gern warum: der größte Teil

der meisten Asteroiden ist für uns ohne Verwendung.

Es ergibt daher wenig Sinn, den Asteroiden als ganzes zur Erde zu bringen oder seine

Bruchstücke zu verladen.

Asteroidenbergbau bedeutet, dass wir lediglich die Rohstoff, die von Interesse sind, vor

Ort gewinnen und transportieren.

Ein hausgroßer Asteroid mag 1 Tonne Gold enthalten und einige tausend Tonnen Silikate.

Die einzige Funktion des Gesteins aber bestünde darin, zur Vermüllung des Orbits zuhause

beizutragen und müsste aufwändig beschleunigt werden.

Die Tonne Gold hingegen ist nicht größer als ein Würfel mit 50cm Kantenlänge.

Praktisch.

Ein weiteres Problem des Asteroidenbergbaus in The Expanse ist die Tatsache, dass er bemannt

durchgeführt wird.

Dafür gibt es keinerlei Grund (außer natürlich dramaturgischen.)

Bereits verfügbare schwache KIs können heute – in der Regel besser als Menschen – Spektrogramme

auswerten, Flugkurse berechnen und Rohstoffgewinnungsprozesse steuern.

Asteroidenbergbau wird weitgehend ohne menschliche Eingriffe ablaufen.

Und dann ist da noch der Zeitplan – 2350?

Viel zu langsam … Asteroidenbergbau ist ein Gebiet, dass sich erheblich schneller

entwickeln wird.

Zur Anschaulichkeit haben wir das in 4 Phasen eingeteilt und vorsichtig geschätzt, wann

mit diesen zu rechnen ist.

Wir befinden uns aktuell in Phase 1 – der Phase, in der Konzepte entwickelt werden und

Tests stattfinden.

Wir haben über diese Phase schon in der letzten Episode gesprochen.

Mit Planetary Resources und Deep Space Industries hatten wir zwei Aspiranten vorgestellt.

Sie sind natürlich nicht die einzigen. 2023 plant die NASA eine Erkundungsmission zum

Asteroiden Psyche – nicht zufällig einem der metallreichsten bekannten Asteroiden.

Die ESA führte im März 2017 ein Drilling Experiment for Asteroid Mining durch.

Crowd Funding Plattformen entstehen in großer Zahl.

Besonders interessant: eine Bergbau-Fachhochschule in Colorado bietet seit dem Wintersemester

2017 den weltweit ersten Masterstudiengang in Space Resources an.

Phase 1 läuft auf Hochtouren und wir werden noch im nächsten Jahrzehnt die ersten handfesten

Resultate sehen.

Phase 2 ist die Refinanzierung durch Edelmetalle – realistisch innerhalb der nächsten 20-30

Jahre.

Gold und Platin, das hatten wir bereits in der ersten Episode deutlich gemacht, sind

nicht das eigentliche Ziel von Asteroidenbergbau, da sie ihren Wert ja vor allem aus ihrer Seltenheit

beziehen.

Zwar benötigt auch der Technologiesektor eine gewisse Menge an Gold – der Anteil

der Weltgoldproduktion von 2017 aber, der für Elektronik benutzt wurde, lag bei lediglich

10%.

Die anderen 90% flossen in die Herstellung von Schmuck, Investment und in die Rücklagen

von Zentralbanken.

Dennoch verkraftet der Markt eine recht hohe Zufuhr von Gold. 2017 etwa wurden 3300 Tonnen

Gold produziert – 1000 davon in China, Australien und Russland.

Dennoch blieb der Goldwert nicht nur konstant, sondern stieg im gleichen Jahr von etwa 36000

Dollar pro Kilogramm auf 42000 Dollar pro Kilogramm.

Mit einer gedrosselten Einfuhr von wenigen tausend Tonnen pro Jahr kann der Markt also

für eine gewisse Zeitspanne profitabel gehalten werden.

Das Ziel von Phase 2 ist Refinanzierung, Gewinnabschöpfung und Neuinvestition.

Das Projekt Asteroidenbergbau hat zu diesem Zeitpunkt bereits Milliarden gekostet.

Um 1 Milliarden Dollar davon wieder gutschreiben zu können, muss ich 25.000 Tonnen Gold einführen,

was ich vermutlich über einen 5-10 Jahreszeitraum problemfrei tun könnte.

1 Tonne Gold entspricht übrigens einem Würfel mit knapp 50cm Kantenlänge – einmal gewonnen,

ist der Weitertransport recht handlich.

Ob man wirklich Rücklagen für Neuinvestitionen bilden muss, ist an diesem Punkt fraglich.

Wahrscheinlicher wird es sein, dass man sich vor interessierten Geldgebern nicht mehr retten

kann.

Es wird damit Zeit für Phase 3, die im zweiten Teil des Jahrhunderts eine Rolle spielen wird.

Längerfristige Versorgung mit Ressourcen, die auf der Erde notwendig aber selten sind

bzw. knapp werden.

Wir sprachen bereits über die seltenen Erden und die Möglichkeit, dass diese in 15-20

Jahren ausgehen werden.

Diese Elemente wie Indium und Lithium sind der Samen der Technologie, wie es in Japan

heißt.

Und sie sind nur bedingt ersetzbar.

Thomas Graedel, ein Forscher der Yale University, warnte 2013 in einer Studie, dass für 12

von 62 getesteten Metallen keinerlei alternatives Material zu finden war.

Auch außerhalb der seltenen Erden gibt es potenzielle Knappheiten.

Die weltweiten, leicht erreichbaren Phosphorvorkommen etwa, von fundamentaler Bedeutung für die

Landwirtschaft, gehen zur Neige.

Experten rechnen damit, dass der Phosphorpreis schon in den nächsten Jahrzehnten exorbitant

steigen wird.

Dies hätte katastrophale Folgen für die Nahrungsversorgung der Menschheit – einer

globalen Bevölkerung wohlgemerkt, die immer noch anwächst.

Ebenso wie seltene Erden finden sich auch reiche Phosphatvorkommen in Asteroiden.

Genug, um die Erde über Millennia hinweg zu versorgen.

Und genau hier erreichen wir die Grenze von Stufe 3.

Ein einzelner 1km-Asteroid mit der richtigen Zusammensetzung kann den globalen Bedarf an

Metallen, Phosphor und seltenen Erden nämlich für Jahrzehnte decken.

Das macht eindrucksvoll deutlich, dass die Versorgung der Weltwirtschaft nur von sekundärer

Bedeutung ist.

Die wahren Potenziale – und das haben wir ja bereits im ersten Teil erwähnt, liegen

in Weltraumkonstruktionen.

Dies stellt die vierte Phase des Asteroidenbergbaus dar, die gegen Ende des 21.

Jahrhunderts beginnen kann.

Der gesamte Ertrag verbleibt im All und wird dort verarbeitet.

Alles, was wir für Raumschiffe, Raumstationen, O'Neillzylinder und Kolonien benötigen,

finden wir in Asteroiden.

Das beginnt bei allen notwendigen Metallen für die Konstruktion, geht über Silikatgesteine,

mit denen wir Außenhüllen schaffen können, die vor kosmischer Strahlung schützen.

Es gibt Wasser für Treibstoff, für Atemluft, zum Trinken und für Pflanzenanbau, Pflanzen,

die wir gleich mit dem Stickstoff und Phosphor der Asteroiden düngen können.

Die 1-4% Mondmasse des Asteroidengürtels mögen nach wenig klingen – aber sie bedeuten

nicht weniger als 10 hoch 20 kg.

Das ist genug für 100 Millionen O'Neillzylinder mit je 6 Milliarden Tonnen oder – ein vielleicht

leichter zu visualisierendes Beispiel – 6 BILLIONEN Flugzeugträger der Enterprise-Klasse.

Mit dem Reichtum der Asteroiden könnten wir das Sonnensystem besiedeln und zu den Sternen

aufbrechen.

Und weil wir mehrere Kommentare bekommen haben, ob es denn Crowd-Funding oder Investmentmöglichkeiten

gibt, um früh in den Markt einzusteigen, wollen wir auch darauf ganz kurz eingehen.

Kurze Antwort: es gibt mittlerweile eine erhebliche Zahl von Crowd-Funding Projekten mit dem Ziel

Asteroid-Mining und wir bieten euch ein paar Links in der Videobeschreibung an.

Aber Vorsicht - lange Antwort – es ist unglaublich schwer, hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

Nicht alle der Anbieter sind so fundiert und seriös aufgestellt, dass man hier bedenkenlos

investieren sollte.

Natürlich ist das Schöne am Crowdfunding, dass man bereits mit sehr kleinen Beiträgen

dabei sein kann – schaut euch das ganze am Besten in Ruhe an – ein paar Jahre haben

wir schließlich noch.

Und wenn ihr schon jetzt in die Zukunft investieren wollt, dann könnt ihr das gern auf Patreon

tun, wo wir schon von mehr als 70 Patrons unterstützt werden, unter anderem unsere

Galaktischen Overlords Rico Wittke, Tobias Sternberg und Dimitar Jauch – unser Dank

gilt euch!

Wie immer freuen wir uns, dass ihr dabei wart und – in diesem Sinne – 42!

Asteroidenbergbau 2 | Zukunft der Menschheit (2019)

Asteroiden sind die Zukunft der globalen Wirtschaft – so lautete das Fazit unseres ersten Videos

zum Asteroidenbergbau.

Wir haben euch gezeigt, welche gewaltigen Potenziale in diesen interplanetaren Objekten

stecken und ihr wolltet mehr wissen.

Gern doch!

Schauen wir uns heute mal an, wie Asteroidenbergbau sich im nächsten Jahrhundert entwickeln wird.

Ich bin Ronny, willkommen bei Raumzeit.

Fangen wir dieses Video mal etwas ungewöhnlich an, indem wir über eine aktuelle Science-Fiction

Serie sprechen.

In der sehr gelungenen, mittlerweile 3 Staffeln langen Reihe – The Expanse – spielt Asteroidenbergbau

eine wesentliche Rolle.

Einen Link zur Serie findet ihr übrigens in der Beschreibung - Schaut unbedingt mal

rein.

Im 24.

Jahrhundert hat sich die Menschheit über das Sonnensystem verbreitet – es gibt Kolonien

auf dem Mond, dem Mars, auf Jupitermonden und auf großen Asteroiden wie Ceres.

Der Asteroidenbergbau wird von einer sozial benachteiligten Schicht – den Belters – im

Asteroidengürtel durchgeführt.

Die Heimat der Belters ist einige riesige Raumstation auf dem Zwergplaneten Ceres, dessen

Rotationsgeschwindigkeit so weit erhöht wurde, dass künstliche Gravitation durch Zentrifugalkraft

erzeugt wird.

Die Belters reisen mit diversen Frachtern zu einzelnen Asteroiden des Gürtels, hüllen

sie in Netze und ziehen sie zu Ceres oder sie sprengen das Objekt und verladen die Bruchstücke.

Dies ist an vielen Stellen unrealistisch und wir erklären gern warum: der größte Teil

der meisten Asteroiden ist für uns ohne Verwendung.

Es ergibt daher wenig Sinn, den Asteroiden als ganzes zur Erde zu bringen oder seine

Bruchstücke zu verladen.

Asteroidenbergbau bedeutet, dass wir lediglich die Rohstoff, die von Interesse sind, vor

Ort gewinnen und transportieren.

Ein hausgroßer Asteroid mag 1 Tonne Gold enthalten und einige tausend Tonnen Silikate.

Die einzige Funktion des Gesteins aber bestünde darin, zur Vermüllung des Orbits zuhause

beizutragen und müsste aufwändig beschleunigt werden.

Die Tonne Gold hingegen ist nicht größer als ein Würfel mit 50cm Kantenlänge.

Praktisch.

Ein weiteres Problem des Asteroidenbergbaus in The Expanse ist die Tatsache, dass er bemannt

durchgeführt wird.

Dafür gibt es keinerlei Grund (außer natürlich dramaturgischen.)

Bereits verfügbare schwache KIs können heute – in der Regel besser als Menschen – Spektrogramme

auswerten, Flugkurse berechnen und Rohstoffgewinnungsprozesse steuern.

Asteroidenbergbau wird weitgehend ohne menschliche Eingriffe ablaufen.

Und dann ist da noch der Zeitplan – 2350?

Viel zu langsam … Asteroidenbergbau ist ein Gebiet, dass sich erheblich schneller

entwickeln wird.

Zur Anschaulichkeit haben wir das in 4 Phasen eingeteilt und vorsichtig geschätzt, wann

mit diesen zu rechnen ist.

Wir befinden uns aktuell in Phase 1 – der Phase, in der Konzepte entwickelt werden und

Tests stattfinden.

Wir haben über diese Phase schon in der letzten Episode gesprochen.

Mit Planetary Resources und Deep Space Industries hatten wir zwei Aspiranten vorgestellt.

Sie sind natürlich nicht die einzigen. 2023 plant die NASA eine Erkundungsmission zum

Asteroiden Psyche – nicht zufällig einem der metallreichsten bekannten Asteroiden.

Die ESA führte im März 2017 ein Drilling Experiment for Asteroid Mining durch.

Crowd Funding Plattformen entstehen in großer Zahl.

Besonders interessant: eine Bergbau-Fachhochschule in Colorado bietet seit dem Wintersemester

2017 den weltweit ersten Masterstudiengang in Space Resources an.

Phase 1 läuft auf Hochtouren und wir werden noch im nächsten Jahrzehnt die ersten handfesten

Resultate sehen.

Phase 2 ist die Refinanzierung durch Edelmetalle – realistisch innerhalb der nächsten 20-30

Jahre.

Gold und Platin, das hatten wir bereits in der ersten Episode deutlich gemacht, sind

nicht das eigentliche Ziel von Asteroidenbergbau, da sie ihren Wert ja vor allem aus ihrer Seltenheit

beziehen.

Zwar benötigt auch der Technologiesektor eine gewisse Menge an Gold – der Anteil

der Weltgoldproduktion von 2017 aber, der für Elektronik benutzt wurde, lag bei lediglich

10%.

Die anderen 90% flossen in die Herstellung von Schmuck, Investment und in die Rücklagen

von Zentralbanken.

Dennoch verkraftet der Markt eine recht hohe Zufuhr von Gold. 2017 etwa wurden 3300 Tonnen

Gold produziert – 1000 davon in China, Australien und Russland.

Dennoch blieb der Goldwert nicht nur konstant, sondern stieg im gleichen Jahr von etwa 36000

Dollar pro Kilogramm auf 42000 Dollar pro Kilogramm.

Mit einer gedrosselten Einfuhr von wenigen tausend Tonnen pro Jahr kann der Markt also

für eine gewisse Zeitspanne profitabel gehalten werden.

Das Ziel von Phase 2 ist Refinanzierung, Gewinnabschöpfung und Neuinvestition.

Das Projekt Asteroidenbergbau hat zu diesem Zeitpunkt bereits Milliarden gekostet.

Um 1 Milliarden Dollar davon wieder gutschreiben zu können, muss ich 25.000 Tonnen Gold einführen,

was ich vermutlich über einen 5-10 Jahreszeitraum problemfrei tun könnte.

1 Tonne Gold entspricht übrigens einem Würfel mit knapp 50cm Kantenlänge – einmal gewonnen,

ist der Weitertransport recht handlich.

Ob man wirklich Rücklagen für Neuinvestitionen bilden muss, ist an diesem Punkt fraglich.

Wahrscheinlicher wird es sein, dass man sich vor interessierten Geldgebern nicht mehr retten

kann.

Es wird damit Zeit für Phase 3, die im zweiten Teil des Jahrhunderts eine Rolle spielen wird.

Längerfristige Versorgung mit Ressourcen, die auf der Erde notwendig aber selten sind

bzw. knapp werden.

Wir sprachen bereits über die seltenen Erden und die Möglichkeit, dass diese in 15-20

Jahren ausgehen werden.

Diese Elemente wie Indium und Lithium sind der Samen der Technologie, wie es in Japan

heißt.

Und sie sind nur bedingt ersetzbar.

Thomas Graedel, ein Forscher der Yale University, warnte 2013 in einer Studie, dass für 12

von 62 getesteten Metallen keinerlei alternatives Material zu finden war.

Auch außerhalb der seltenen Erden gibt es potenzielle Knappheiten.

Die weltweiten, leicht erreichbaren Phosphorvorkommen etwa, von fundamentaler Bedeutung für die

Landwirtschaft, gehen zur Neige.

Experten rechnen damit, dass der Phosphorpreis schon in den nächsten Jahrzehnten exorbitant

steigen wird.

Dies hätte katastrophale Folgen für die Nahrungsversorgung der Menschheit – einer

globalen Bevölkerung wohlgemerkt, die immer noch anwächst.

Ebenso wie seltene Erden finden sich auch reiche Phosphatvorkommen in Asteroiden.

Genug, um die Erde über Millennia hinweg zu versorgen.

Und genau hier erreichen wir die Grenze von Stufe 3.

Ein einzelner 1km-Asteroid mit der richtigen Zusammensetzung kann den globalen Bedarf an

Metallen, Phosphor und seltenen Erden nämlich für Jahrzehnte decken.

Das macht eindrucksvoll deutlich, dass die Versorgung der Weltwirtschaft nur von sekundärer

Bedeutung ist.

Die wahren Potenziale – und das haben wir ja bereits im ersten Teil erwähnt, liegen

in Weltraumkonstruktionen.

Dies stellt die vierte Phase des Asteroidenbergbaus dar, die gegen Ende des 21.

Jahrhunderts beginnen kann.

Der gesamte Ertrag verbleibt im All und wird dort verarbeitet.

Alles, was wir für Raumschiffe, Raumstationen, O'Neillzylinder und Kolonien benötigen,

finden wir in Asteroiden.

Das beginnt bei allen notwendigen Metallen für die Konstruktion, geht über Silikatgesteine,

mit denen wir Außenhüllen schaffen können, die vor kosmischer Strahlung schützen.

Es gibt Wasser für Treibstoff, für Atemluft, zum Trinken und für Pflanzenanbau, Pflanzen,

die wir gleich mit dem Stickstoff und Phosphor der Asteroiden düngen können.

Die 1-4% Mondmasse des Asteroidengürtels mögen nach wenig klingen – aber sie bedeuten

nicht weniger als 10 hoch 20 kg.

Das ist genug für 100 Millionen O'Neillzylinder mit je 6 Milliarden Tonnen oder – ein vielleicht

leichter zu visualisierendes Beispiel – 6 BILLIONEN Flugzeugträger der Enterprise-Klasse.

Mit dem Reichtum der Asteroiden könnten wir das Sonnensystem besiedeln und zu den Sternen

aufbrechen.

Und weil wir mehrere Kommentare bekommen haben, ob es denn Crowd-Funding oder Investmentmöglichkeiten

gibt, um früh in den Markt einzusteigen, wollen wir auch darauf ganz kurz eingehen.

Kurze Antwort: es gibt mittlerweile eine erhebliche Zahl von Crowd-Funding Projekten mit dem Ziel

Asteroid-Mining und wir bieten euch ein paar Links in der Videobeschreibung an.

Aber Vorsicht - lange Antwort – es ist unglaublich schwer, hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

Nicht alle der Anbieter sind so fundiert und seriös aufgestellt, dass man hier bedenkenlos

investieren sollte.

Natürlich ist das Schöne am Crowdfunding, dass man bereits mit sehr kleinen Beiträgen

dabei sein kann – schaut euch das ganze am Besten in Ruhe an – ein paar Jahre haben

wir schließlich noch.

Und wenn ihr schon jetzt in die Zukunft investieren wollt, dann könnt ihr das gern auf Patreon

tun, wo wir schon von mehr als 70 Patrons unterstützt werden, unter anderem unsere

Galaktischen Overlords Rico Wittke, Tobias Sternberg und Dimitar Jauch – unser Dank

gilt euch!

Wie immer freuen wir uns, dass ihr dabei wart und – in diesem Sinne – 42!