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NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 13.03.2026 – Text to read

NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 13.03.2026

中級2 德文 lesson to practice reading

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NDR Info, die Nachrichten für den Norden.

Um gleich 13:30 Uhr mit Astrid Vits.

Bundeskanzler Merz hält es für falsch, wegen der gestiegenen Energiepreise die Ölsanktionen gegen Russland zu lockern. Entsprechend äußerte er sich bei einem Besuch in Norwegen. Vorher hatte die US-Regierung entschieden, dass es Ländern für 30 Tage wieder erlaubt ist, russisches Öl zu kaufen. Aus Andøya, Anna Engelke:

Es gebe im Moment ein Preis-, aber kein Mengenproblem, sagte März. Er wolle gerne wissen, was die US-Regierung dazu bewogen habe, diese Entscheidung zu treffen, so der deutsche Bundeskanzler. Bislang gebe es noch keine Antworten auf die Frage, wann der Krieg gegen den Iran zu Ende gehe und mit welcher Strategie. Deshalb habe die Bundesregierung auch nicht die Absicht, Seewege abzusichern. Das antwortete Friedrich Merz auf die Frage, ob sich Deutschland an einer militärischen Absicherung von Schiffen während ihrer Passage durch die Straße von Hormus beteiligen werde.

Der Iran steht weiter unter Beschuss aus Israel und des US-Militärs. Aus der Hauptstadt Teheran werden mehrere schwere Explosionen gemeldet. Trotz der massiven Angriffe ist der Iran aber offenbar weiter in der Lage, selbst Attacken auf Ziele in der Golfregion zu starten, wie unsere Korrespondentin in Kairo, Sabina Matthay, berichtet:

Aus Kreisen von Regimegegnern heißt es zwar, die iranischen Streitkräfte, die seien zunehmend uneins in strategischen Fragen. Danach gehen auch die Waffenvorräte des Iran zur Neige. Aber Anzeichen von massenweiser Fahnenflucht oder einer Spaltung in der iranischen Führung, die gibt es bisher nicht. In der Nacht gab es jedenfalls weitere Raketensalven auf Israel aus dem Iran. Bei einem Drohnenangriff auf französische Soldaten im Irak wurde ein Soldat getötet, 6 weitere wurden verletzt. Und aus Dubai wird auch wieder Beschuss eines Hotels gemeldet. Vor allem aber verlegt der Iran sich zunehmend auf Hackerangriffe, Blockade der Straße von Hormus. Das fällt alles darunter. Und das kostet relativ wenig.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt hat, registrierten die Amtsgerichte 10,3% mehr Firmenpleiten als im Jahr zuvor. Jutta Nieswand in Wiesbaden, wie viele waren es denn insgesamt?

Insgesamt waren es über 24.000 Unternehmensinsolvenzen und damit fast so viele wie im Jahr 2014. Dafür gingen aber die Forderungen der Gläubiger um rund 10 Milliarden Euro zurück auf knapp 48 Milliarden Euro. Das hat damit zu tun, dass es 2025 weniger sogenannte Großinsolvenzen gab, mit einer Forderungssumme von 25 Millionen Euro und mehr. Betroffen waren vor allem Unternehmen aus dem Bereich Verkehr und Lagerei sowie aus dem Gast- und dem Baugewerbe. Auch die Verbraucherinsolvenzen legten zu, und zwar um mehr als 8% auf rund 77.000.

Fluggäste der Lufthansa müssen sich auch heute auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Airline geht davon aus, dass sich der Flugplan erst morgen wieder normalisiert. Maria Richter zu den Folgen für die Reisenden im Norden:

Also in Hamburg, Niedersachsen und Bremen fallen auf jeden Fall einige Flüge aus. Und da geht's, wie gestern auch, wieder um die beliebten Strecken von und zu den Drehkreuzen Frankfurt und München. Das betrifft zum Beispiel Hamburg. Hier fallen die allermeisten Lufthansa-Flüge in die beiden Städte aus. Aber auch in Hannover fallen heute 9 Flüge aus, sagt der Flughafen. Von Bremen aus startet wohl nur einer von eigentlich 5 geplanten Flügen, der geht nach Frankfurt. Und bei der Verbindung Bremen-München fallen 3 von 5 Flügen weg. Dauern soll der Streik noch bis Mitternacht, sagt die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit.

In Deutschland ist die Zahl wohnungsloser Minderjähriger deutlich gestiegen. Sie hat sich seit 2022 verdreifacht. Das geht aus einer Antwort des Bundesbauministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. Danach galten Anfang 2025 fast 140.000 unter 18-Jährige als wohnungslos. Die meisten von ihnen gab es in Nordrhein-Westfalen. Danach folgten Baden-Württemberg und Berlin. Als Gründe nennt die Bundesregierung unter anderem, dass mehr Geflüchtete aus der Ukraine erfasst worden sind und die Datenerfassung verbessert wurde.

In einer Synagoge in der niederländischen Stadt Rotterdam ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei vermutet einen antisemitischen Anschlag und verfolgt Verbindungen zu einem ähnlichen Verbrechen in Belgien. Aus Brüssel, Andreas Meyer-Feist:

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen einen maskierten Mann, der am frühen Morgen ein Paket vor der Tür der Synagoge abstellte. In den sozialen Medien kursierte auch ein angebliches Bekennervideo. Es soll eine Explosion und einen Feuerschein im Eingangsbereich des Gebäudes zeigen. Als die Feuerwehr kam, war der Brand schon erloschen. Verletzt wurde niemand. In einem arabischen Text ist wörtlich von einem Angriff auf Juden die Rede. Ein Polizeisprecher erklärte, dieses Video spiele bei der Suche nach den Tätern eine große Rolle. Berichten zufolge bekannte sich eine Gruppe zu dem Anschlag, die kürzlich auch eine Synagoge im belgischen Lüttich angegriffen hatte.

In den Urlaubsorten in Mecklenburg-Vorpommern ändert sich erst mal nichts an den Sonntagsöffnungszeiten. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald hat die sogenannte Bäderregelung zwar gestern für unwirksam erklärt und Nachbesserungen verlangt. Solange das Urteil nicht rechtskräftig ist, gelten aber die bisherigen Vorgaben. Damit dürfen von diesem Wochenende an bis Ende Oktober in mehr als 80 Orten die Geschäfte auch sonntags öffnen. Laut Gericht wahrt die Bäderregelung nicht den im Grundsatz geregelten Sonn- und Feiertagsschutz. Geklagt hatte die Gewerkschaft ver.di.

Das waren die Nachrichten.

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