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NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 12.03.2026 – Text to read

NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 12.03.2026

中級2 德文 lesson to practice reading

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NDR Info: die Nachrichten für den Norden.

Um 11:29 mit Emily Seidel.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bestreikt heute wieder die Lufthansa. Die Gewerkschaft will für ihre Mitglieder zurück zum alten Modell der Betriebsrente. Mehr als 5.000 Beschäftigte sind zum Arbeitskampf aufgerufen. Aus der NDR-Nachrichtenredaktion, Christoph Titz:

Welche Flüge ausfallen, das will die Lufthansa den Fluggästen selbst mitteilen. Wer betroffen ist, wird kontaktiert, verspricht die Airline, vorausgesetzt, die Kontaktdaten sind aktuell. Ausfälle gibt es heute und morgen vor allem bei Lufthansa-Flügen von und nach Frankfurt oder München. Acht Flüge sind bislang in Hamburg gestrichen, 13 Flüge fallen in Bremen aus. Betroffen ist auch Hannover. Der BER teilt mit, in Berlin fallen heute 19 Starts und 13 Landungen der Lufthansa aus. Wer ein Lufthansa Ticket hat und nicht fliegen kann, soll laut Lufthansa umbuchen, und zwar auf eine andere Verbindung am Wochenende oder in der kommenden Woche, oder man lässt sich den Ticketpreis erstatten. Cockpit Gewerkschaftschef Pinheiro erwartet heute und morgen je 300 Flugausfälle. Das sei, sagt Pinheiro, für die angestrebte Auswirkung des Streiks völlig ausreichend.

Der Iran hat seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Golfregion fortgesetzt. In Bahrain wurden nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen angegriffen. Bei Attacken auf zwei Öltanker vor der Küste des Iraks wurde mindestens ein Besatzungsmitglied getötet. Außerdem führte der Iran nach eigenen Angaben neue Raketenangriffe auf Israel aus. Dabei seien Militärstützpunkte und das Hauptquartier des israelischen Inlandsgeheimdienstes ins Visier genommen worden. Israels Streitkräfte griffen erneut Stellungen der pro-iranischen Hisbollah im Libanon sowie Ziele im Iran an. Bewohner der iranischen Hauptstadt Teheran berichten von einer heftigen Angriffswelle.

Der anhaltend hohe Ölpreis hat nicht nur Auswirkungen für Autofahrer an den Tankstellen. Beobachter erwarten weitere Probleme, sollte der Krieg in der Golfregion länger andauern. Aus Frankfurt am Main, Bettina Seidel:

Für Verbraucher bedeutet das, es wird teurer. Die Inflation könnte anziehen, wenn Preise auf breiter Front steigen. Viele Waren in Deutschland werden mit dem LKW transportiert. Der Bundesverband Güterkraftverkehr (BGL) spricht von 85 Prozent aller Güter in Deutschland vom Shampoo bis zur Kiste Bier. Bei den aktuellen Dieselpreissteigerungen könnten die Frachtkosten dadurch schnell um bis zu zehn Prozent steigen, so der Verband.

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr mehr Rüstungsexporte genehmigt als im Jahr zuvor. Das geht aus einer kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor, die der Rheinischen Post vorliegt. Aus Berlin, Christina Nagel:

Es ist ein neuer Spitzenwert. Die Bundesregierung hat vorläufigen Zahlen zufolge im vergangenen Jahr Rüstungsexporte im Wert von mehr als 13,1 Milliarden Euro genehmigt. Wenig überraschend wurden der Ukraine die meisten Lieferungen zugesagt, gefolgt von Norwegen, Schweden, der Türkei und Singapur. Auch für den Nahen Osten wurden Genehmigungen für Rüstungsexporte erteilt. Israel soll nach Angaben der Rheinischen Post Waffen und Güter im Wert von rund 201 Millionen Euro erhalten, Katar im Wert von rund 195 Millionen Euro.

Der Münchner Autobauer BMW hat im Vergleich zur Konkurrenz gute Zahlen vorgelegt. Im vergangenen Jahr ist der Gewinn nur um 3 Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Euro gesunken, wie der Konzern mitteilte. Damit liegt das Unternehmen deutlich über den Erwartungen von Analysten. Bei den beiden anderen großen deutschen Autobauern, Mercedes und Volkswagen, hat sich dagegen der Gewinn im vergangenen Jahr fast halbiert. Dank einem großen Werk in den USA ist BMW von den Zöllen dort zumindest teilweise verschont geblieben.

In Deutschland gibt es immer mehr Ärztinnen und Ärzte. Nach Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist die Zahl der Mediziner vergangenes Jahr um 1,2 Prozent gestiegen. Trotzdem wird die hausärztliche Versorgung knapper. Betül Sarikaya mit den Einzelheiten:

Nach Angaben der KBV sind in Deutschland 5000 Hausarztsitze derzeit nicht besetzt. Das könnte in Zukunft noch mehr werden, da immer mehr Ärzte aus der Generation der sogenannten Babyboomer in Rente gehen. Insgesamt steigt zwar die Zahl der Mediziner pro Kopf in der ambulanten Versorgung, aber immer weniger von ihnen übernehmen eine eigene Praxis. Auch arbeiten mehr Ärzte in Teilzeit. Im Bundesländervergleich schneidet Mecklenburg-Vorpommern im Norden am besten ab. Das geht aus dem Bundesarztregister hervor. Da gibt es 1,203 Ärztinnen und Ärzte mit hausärztlicher Versorgung auf rund 1,5 Millionen Einwohner. Das entspricht einer Quote von 76 Hausärzten pro 100.000 Einwohnern. In Hamburg sind es 73 in Schleswig-Holstein rund 70 und in Niedersachsen 65 Hausärzte pro 100.000 Einwohnern.

Die Grimme-Jury hat wieder zahlreiche deutsche Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Zehn Grimme-Preise gingen an das ZDF, darunter für die besondere journalistische Leistung der Reporterin Golineh Atai für Berichte aus der arabischen Welt. Die ARD erhielt fünf Grimme-Preise, unter anderem für den Krimi „Die Nichte des Polizisten”, produziert für SWR und NDR. In der Kategorie Kinder und Jugend gewann die NDR-Produktion „Grüße vom Mars”. Zum ersten Mal ging ein Grimme-Preis auch an den Privatsender RTL2. Hier überzeugte die Dokumentation „Hass, Hetze, Hoffnung” über anti-asiatischen Rassismus und den Mord an einer chinesischen Studentin in Dessau die Jury.

Das waren die Nachrichten.

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