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NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 10.03.2026 – Text to read

NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 10.03.2026

中級2 德文 lesson to practice reading

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NDR Info: Die Nachrichten — 10.03.2026

NDR Info: Die Nachrichten für den Norden.

Um 17 Uhr mit Astrid Vits.

Ein Ende des Kriegs im Nahen Osten ist nicht in Sicht. Bundeskanzler Merz fordert von Israel und den USA eine Strategie. Aus der NDR-Nachrichtenredaktion, Inken Henkel:

Merz hat das Fehlen einer Strategie für ein schnelles Kriegsende beklagt. Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit über einer Woche und mit jedem Tag würden sich mehr Fragen stellen, sagte der Kanzler in Berlin. Offenbar gebe es keinen gemeinsamen Plan, wie der Konflikt zu einem überzeugenden Ende geführt werden könne. Merz wies darauf hin, dass Deutschland in den Bereichen Sicherheit, Migration und Energieversorgung direkt von dem Krieg betroffen sei. Trotzdem teile er die Hoffnung von US-Präsident Trump, dass der Krieg schnell zu Ende gehe. Dann werde sich auch der Ölpreis wieder normalisieren. Die Sanktionen gegen Russland zu lockern, damit der Ölpreis sinkt, lehnt März strikt ab. Dafür sehe er keine Veranlassung.

Bundesaußenminister Wadephul ist mitten im Nahostkrieg nach Israel gereist. Die Reise war aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt worden. In Jerusalem hat der CDU-Politiker mit seinem Amtskollegen Saar gesprochen. In dem Ort Beit Shemesh westlich von Jerusalem hat er sich die Zerstörungen durch einen iranischen Raketenangriff angesehen. Bei dem Anschlag waren Anfang des Monats neun Menschen getötet worden. Wadephul ist der erste europäische Politiker, der seit dem Beginn des Kriegs gegen den Iran Israel besucht. Wegen der erhöhten Gefährdungslage reiste der Minister nicht wie üblich mit einem Airbus der Bundeswehr, sondern mit einem Militärflugzeug.

Der Gewinn von Volkswagen ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Das Konzernergebnis ging von 12,4 Milliarden Euro auf knapp 7 Milliarden zurück, wie der Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Das ist ein minus von rund 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zuletzt drücken vor allem US-Zölle und die harte Konkurrenz aus China aufs Geschäft. Als Grund wird auch der Kurswechsel bei Porsche genannt. Der Sportwagenbauer setzt wieder stärker auf Modelle mit konventionellen Verbrenner-Antrieben.

Die EU will die angespannte Wohnungssituation verbessern. Wohnungspolitik ist eigentlich Sache der Länder. Trotzdem hat der zuständige Kommissar im EU-Parlament in Straßburg einen Bericht vorgestellt, was die EU gegen den Wohnungsmangel tun könnte. Aus Brüssel Sabrina Fritz:

Dazu gehören strengere Vorschriften für Kurzzeitmiete wie Airbnb, maximal 60 Tage für eine Baugenehmigung und zusätzliches Geld von der Europäischen Investitionsbank. Einige Abgeordnete beklagten aber auch, dass Vorschriften aus Brüssel das Bauen teurer gemacht hätten. Der Vorschlag wurde von den Abgeordneten in Straßburg mit einigen Änderungen angenommen.

Wenn die Polizei Chat-Nachrichten bei zum Beispiel WhatsApp lesen möchte, muss sie nun höhere Anforderungen berücksichtigen. Das ist die Folge eines aktuellen Beschlusses des Bundesgerichtshofs. Aus Karlsruhe Philip Raillon:

Es geht um Chatnachrichten bei zum Beispiel WhatsApp oder Telegram. Solche darf die Polizei nur abgreifen, wenn ein Richter es anordnet. Der Bundesgerichtshof hat diese Ermittlungsmethode nun rechtlich neu bewertet, was sich auf die Polizeiarbeit auswirken dürfte. Denn wenn die Polizei Messenger-Nachrichten mitlesen möchte, darf sie nun nur noch neue Nachrichten auswerten, also nur solche, die der Verdächtige erst nach der Richteranordnung geschrieben hat. Alte Nachrichten, die noch auf dem Handy sind, dürfen Polizei und Staatsanwaltschaft hingegen nicht auswerten. Das ginge nur mit einer sogenannten Online-Durchsuchung, für die das Gesetz aber strengere Anforderungen vorsieht.

Drei von vier Deutschen wollen, dass reiche Menschen mehr für den Sozialstaat abgeben. Das hat eine YouGov-Umfrage im Auftrag von 14 Sozialverbänden und Gewerkschaften ergeben. Das Bündnis hat heute eine neue Initiative gegen Sozialabbau in Deutschland vorgestellt. Aus Berlin, Jim-Bob Nickschas:

Dem Bündnis geht es dabei nicht nur um die Grundsicherung oder das Gesundheitssystem, betonte ver.di-Chef Frank Werneke. Es gehe auch um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, den Kündigungsschutz, das Rentenniveau und das Recht auf Teilzeit. Quasi alles werde momentan angegriffen, unter anderem von Politikern der Union oder von Arbeitgebern. Sozialverbände fordern die Regierung unter anderem dazu auf, den Sozialstaat finanziell besser abzusichern, indem besonders Vermögende stärker einbezogen werden. Bis zum Jahresende wollen Union und SPD konkrete Pläne entwickeln, den Sozialstaat zu reformieren, unter anderem im Rentenpflege und Gesundheitssystem.

Das waren die Nachrichten.

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