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NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 29.06.2026 – 阅读文本

NDR, NDR Info: Die Nachrichten — 29.06.2026

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NDR Info, die Nachrichten für den Norden.

Um 15:29 Uhr mit Tarek Youzbachi.

Nach Schüssen in Stade gibt es laut Polizei 5 Tote und mehrere Verletzte. Den Beamten zufolge gab es 2 Festnahmen, darunter soll auch der mutmaßliche Schütze sein. Aus der NDR Nachrichtenredaktion, Ulrike Ufer:

Einer Sprecherin der Polizei zufolge sind die Schüsse im Bereich einer Einrichtung mit Mutter-Kind-Wohnungen abgefeuert worden. Bei den Toten handele es sich um Erwachsene. Über die genauen Hintergründe der Attacke in der niedersächsischen Stadt nahe der Elbe gibt es noch keine Informationen, auch nicht, ob Täter und Opfer sich kannten. Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot angerückt, Hubschrauber kreisen in der Luft. Vor Ort sind zudem zahlreiche Rettungskräfte und auch Seelsorger. Nach offiziellen Angaben besteht aber keine Gefahr für die Bürger von Stade.

In Hamburg hat die Internationale Nachhaltigkeitskonferenz begonnen. Rund 1600 Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft beraten, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umgesetzt werden können. Jenny Witt mit den Einzelheiten:

Sie gehen gemeinsam die verschiedensten Themen an, unter anderem die sehr aktuelle Frage, wie Länder ihre Wirtschaft krisensicherer gestalten können, oder auch die finanzielle Unterstützung kleiner Startup-Unternehmen und Projekte in ärmeren Ländern. Migration und der Fachkräftemangel sind ebenfalls wichtige Punkte auf der Agenda, oder die Frage, wie Altkleidung besser recycelt werden kann, damit sie nicht in Müllhalden auf dem afrikanischen Kontinent landet. Und heute Nachmittag unterzeichnet Hamburg ein Abkommen mit dem kleinen Inselstaat Saint Kitts und Nevis. Die Stadt und der karibische Staat wollen ihre Expertise zum Klimawandel austauschen. Ein junger Mann von dort wird sogar bei der Stadtreinigung Hamburg eine Ausbildung machen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft beklagt, dass der Hitzeschutz in Kliniken oft zu kurz komme. Vorstandschef Gaß forderte mehr Geld von Bund, Ländern und Kommunen. So könnten etwa mehr Patientenzimmer klimatisiert werden, sagte Gaß der Rheinischen Post. Mehrere Verbände hatten angesichts der Rekordhitze bereits am Wochenende gefordert, gefährdete Gruppen besser zu schützen, wie alte oder kranke Menschen und kleine Kinder. Janina Schreiber aus der ARD-Klimaredaktion berichtet, welche Konzepte es in anderen Ländern gibt, um diese Gruppen zu schützen:

Frankreich macht das zum Beispiel auch seitdem 2003 bei der Hitzewelle, da viele Menschen gestorben sind. Da erfassen die Kommunen eben die Menschen in ihren Orten, die alleine wohnen und gesundheitlich angeschlagen sind. Und die werden von Sozialarbeiterinnen in so einer Hitzewelle angerufen und mit Ventilatoren und Wasser versorgt. Also solche Hilfsketten einfach mal jetzt mit etwas kühlerem Kopf zu etablieren, das wär ein super Anfang.

Bei russischen Angriffen auf den Südosten der Ukraine hat es nach Behördenangaben Tote und Verletzte gegeben. In Dnipro sind laut Militärverwaltung mindestens 5 Menschen durch eine Rakete getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Dnipro ist ein wichtiger Standort der ukrainischen Rüstungsindustrie. Im benachbarten Gebiet Saporischschja melden die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff 2 Tote und 6 Verletzte.

An der Front im Donbass gerät die ukrainische Armee zunehmend unter Druck. Laut Militärberichten gibt es Kämpfe mit russischen Truppen in den Außenbezirken von Kostjantyniwka. Die Stadt ist ein wichtiger Punkt in der ukrainischen Verteidigungslinie der Donezk-Region.

Wie es im Konflikt zwischen den USA und dem Iran um die Straße von Hormus nach den jüngsten Angriffen weitergeht, ist derzeit unklar. Berichte über eine neue Gesprächsrunde in dieser Woche sind widersprüchlich. Aus der NDR Nachrichtenredaktion, Betül Sarıkaya:

US-Medien hatten berichtet, dass die Friedensgespräche morgen in Katar wieder aufgenommen würden. Dies wurde jedoch von iranischer Seite dementiert. US-Präsident Trump erklärte aber wiederum, der Iran habe um ein Treffen gebeten, das morgen in Doha stattfinden solle. Der iranische Präsident Peseschkian kündigte zudem an, dass Katar Milliardenbeträge aus eingefrorenen Vermögenswerten der Islamischen Republik freigeben werde.

Grundlage dafür sollte das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sein. Weder Katar noch die US-Seite äußerten sich bisher dazu. Irans Vizeaußenminister reiste zusätzlich in den Oman, um dort über die künftige Verwaltung der Straße von Hormus und die Hoheitsrechte des Iran und des Oman zu beraten. Einzelheiten zu dem Treffen wurden nicht genannt.

Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels kommt voran. Ein zweites Tunnelelement ist am Wochenende auf dem Ostseeboden korrekt positioniert worden. Das hat die Betreibergesellschaft mitgeteilt. Es liegen jetzt zwei Elemente verbunden am Meeresboden auf einer Länge von 500 Meter.

Für die gesamten 18 Kilometer des Fehmarnbelt-Tunnels fehlen noch 87 Elemente. Das deutsch-dänische Großprojekt soll die Inseln Fehmarn und Lolland verbinden. Eigentlich sollte der Tunnel in 3 Jahren fertig werden. Der Bau hatte sich aber zuletzt immer wieder verzögert.

Der Tunnel soll aus einer vierspurigen Autobahn und einer zweigleisigen Bahnstrecke bestehen.

Die Kirschenernte wird in diesem Jahr gut ausfallen. Laut Statistischem Bundesamt gehen die Obstbaubetriebe von einer Gesamtmenge von mehr als 50.000 Tonnen Süß- und Sauerkirschen aus. Das wären fast 14% mehr als im Schnitt der vergangenen 10 Jahre. Hintergrund ist eine gute Witterung im Frühling. Hagel und späte Frostzeiten kamen fast nicht vor.

Und das waren die Nachrichten.

Nach vom Frost sind wir entfernt im Norden zeitweise heiter, länger trocken, so heißt es zum Teil, aber auch Schauer und Gewitter heute. Höchstwerte bis 28 Grad. In der Nacht oft klar und trocken, die tiefsten Werte dann 17 bis 10 Grad.

Das war das Wetter, und jetzt können wir nach Mexiko-Stadt schalten. Da ist unsere Korrespondentin Jenny Barke für uns am Telefon in der Leitung. Wir wollen reden über die Rettungsarbeiten in Venezuela. Es sind ja mehr als 2600 Helfer dort vor Ort bereits eingetroffen.

Es geschehen immer wieder sogenannte kleine Wunder, dass Menschen gerettet werden. Aber 72 Stunden, da schließt sich bald das Fenster und es gibt keine Hoffnung mehr. Was bleibt, ist dann der Blick nach vorne. Neben praktischen Fragen kommen die nach Verantwortung.

Die Wut in der Bevölkerung ist groß. Frau Barke, wie laufen denn die Rettungsarbeiten momentan?

Ja, sie sind immer noch sehr aktiv. Diese vielen internationalen Helfer, die hier seit Freitag das Land unterstützen, so dringend auch gebraucht wurden. Die sind mit Spürhunden, mit Know-how unterwegs. Die haben auch viel Versorgung mitgebracht. Also die Menschen sind ja zu Zehntausenden obdachlos geworden, weil die Gebäude eingestürzt sind.

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