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Heidi (Graded Reader), Kapitel 1. Heidi lernt Alp-Öhi kennen – Text to read

Heidi (Graded Reader), Kapitel 1. Heidi lernt Alp-Öhi kennen

Початківець 2 Німецької lesson to practice reading

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Kapitel 1. Heidi lernt Alp-Öhi kennen

An einem hellen, sonnigen Junimorgen gehen eine junge Frau und ein Kind vom alten Städtchen Maienfeld aus hinauf in die Berge. Es ist heiß.

Das Kind ist viel zu warm angezogen. Es trägt zwei oder drei Kleider übereinander.

Nach einer Stunde kommen sie in ein kleines Dorf. Eine Frau sieht sie, begrüßt sie und fragt: „Dete, ist das das Kind deiner gestorbenen Schwester?“

„Ja, das ist Heidi. Ich will mit ihm hinauf zum Alp-Öhi. Es muss bei ihm wohnen.“

„Was, beim Alp-Öhi soll das Kind wohnen? Wie kannst du so etwas machen!“

„Das Kind ist bei mir, seit seine Eltern gestorben sind. Aber jetzt bekomme ich eine gute Arbeit in Frankfurt, und der Großvater muss es nehmen.“

„Das arme Kind! Der alte Mann spricht mit niemandem und blickt immer böse.“

„Aber er ist der Großvater“, sagt Dete und blickt sich um: „Oh, wo ist Heidi?“

„Dort, ich sehe es“, sagt die Freundin, „es läuft mit dem Geißenpeter und seinen Ziegen über die Weide.“

Dete geht allein weiter bis zu einer alten Alphütte und wartet dort auf Heidi. In der Hütte wohnen der elfjährige Geißenpeter, die Großmutter und die Mutter, die „Geißenpeterin“. Jeden Morgen holt Peter unten im Dorf die Ziegen und geht mit ihnen auf die Alp.

Als Heidi und Peter kommen, ruft Dete: „Heidi! Wie siehst du aus? Wo hast du deine Röcke und die neuen Schuhe? Warum bist du im Unterrock? Wo sind deine Kleider?“

„Dort unten. Ich brauche sie nicht mehr.“

„Ach, du dummes Heidi! Peter, hol mir die Kleider!“

Peter läuft den Berg hinunter und kommt mit den Kleidern zurück. Heidi und Dete gehen weiter den Berg hinauf, bis sie bei der Hütte von Alp-Öhi sind. Dieser sitzt vor der Hütte auf einer Bank. „Guten Abend, Großvater!“, sagt Heidi.

„So, so, was soll das heißen?“, fragt der Alte und gibt dem Kind die Hand.

„Guten Tag, Öhi“, sagt Dete. „Ich bringe Ihnen das Kind von Ihrem Sohn Tobias.“

„So, und was soll das Kind bei mir?“

„Es muss bei Ihnen wohnen. Machen Sie mit dem Kind, was Sie wollen.“

Der Öhi steht auf und ruft wütend: „So lass mir das Kind da und geh weg, Dete! Komm nicht so bald wieder!“

"Auf Wiedersehen, und auch auf Wiedersehen Heidi! ", sagt Dete schnell und geht.

Der Öhi setzt sich wieder auf die Bank und sagt kein Wort.

Heidi geht um die Hütte herum, dann geht es zum Großvater und sagt: "Ich will sehen, was in der Hütte ist."

"So komm", sagt der Großvater.

In der Hütte stehen ein Tisch, ein Stuhl und ein Bett.

Heidi fragt: "Wo schlafe ich, Großvater?"

"Wo du willst."

Heidi will oben im Heu schlafen.

Der Grossvater hilft Heidi, ein Bett zu machen.

Zum Mittagessen essen sie gebratenen Käse und Brot, dazu trinken sie heiße Milch.

Es schmeckt wunderbar!

Als es Abend wird, fangen die alten Tannen vor dem Haus zu rauschen an.

Der Geißenpeter kommt mit den Ziegen von der Alp.

Eine weiße und eine braune Ziege gehen zum Großvater.

"Gehören sie uns? ", fragt Heidi.

"Ja. Die weiße heißt Schwänli und die braune Bärli", sagt der Großvater.

"Jetzt geh schlafen. Ich muss zu den Ziegen. Gute Nacht."

Wenig später schläft Heidi wunderbar in seinem Heubett.

Am Morgen weiß es zuerst nicht, wo es ist.

Aber dann hört es den Großvater.

Froh läuft Heidi hinaus vor die Hütte.

Der Geißenpeter ist mit seinen Ziegen schon da!

Der Großvater holt gerade Schwänli und Bärli.

"Du kannst mit auf die Weide", sagt der Großvater.

Heidi freut sich. Der Großvater gibt Peter Brot, Käse und ein Schüsselchen für Heidi und sagt: „Gib Heidi am Mittag zwei Schüsselchen Milch zu trinken! Und Vorsicht bei den Felsen!“

Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, auf der Alpweide wachsen blaue, gelbe und rote Blumen. Die Luft riecht wunderbar. Heidi und Peter setzen sich ins Gras. Heidi lernt alle Ziegen kennen.

„Die schönsten Ziegen von allen sind aber Schwänli und Bärli“, sagt es.

„Das weiß ich. Der Alp-Öhi wäscht sie oft, und sie haben den schönsten Stall.“

Den ganzen Tag sind Heidi und Peter auf der Alp. Am Abend verschwindet die Sonne hinter den Bergen, alles wird golden. Als Heidi das sieht, ruft es: „Peter! Es brennt, es brennt! Alle Berge brennen, und der Schnee und der Himmel brennen auch!“

„Das ist immer so, aber es ist kein Feuer“, sagt Peter.

„Was ist es denn?“

„Es kommt einfach so.“

„Wunderschön! Oh, aber jetzt werden die Berge ja grau! Oh! Jetzt ist alles fertig!“

„Morgen ist es auch wieder so. Steh auf, wir müssen nach Hause.“

Der Großvater sitzt auf der Bank. Heidi erzählt ihm alles, von den Blumen, von den Ziegen und vom brennenden Schnee am Abend.

„Das ist die Sonne, die den Bergen gute Nacht sagt“, erklärt der Großvater.

Heidi freut sich schon auf den nächsten Abend. Es träumt die ganze Nacht von Bergen, Blumen und Ziegen.

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