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2021 Tagesschau, tagesthemen vom 09.05.2021, 22:45 Uhr - 27 Millionen Todesopfer, der Sieg über Nazi-Deutschland vor 76 Jahren.

tagesthemen vom 09.05.2021, 22:45 Uhr - 27 Millionen Todesopfer, der Sieg über Nazi-Deutschland vor 76 Jahren.

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen

mit den tagesthemen.

Diese Sendung wurde vom NDR

live untertitelt (09.05.2021)

Heute im Studio: Pinar Atalay

Guten Abend.

Ja, er will - das ist heute

ziemlich deutlich geworden.

Olaf Scholz will Kanzler werden.

Doch da steht ihm was im Weg:

Die schlechten Umfragewerte

seiner Partei.

Die SPD dümpelt seit Monaten

zwischen 14 und 16 Prozent herum.

Grüne und Union liegen weiter vorn.

Da gibt es viel aufzuholen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz

setzt darauf,

die Herzen der Bürgerinnen

und Bürger zu gewinnen.

Das sagte er mir im Interview.

Die SPD

will Aufbruchsstimmung vermitteln,

die mit dem Bundesparteitag

heute beginnen sollte.

Daniel Pokraka und Petra Wischgoll.

Jens Peick braucht eine kräftige SPD.

Der Sozialdemokrat kandidiert

in Dortmund für den Bundestag.

Heute beim digitalen Parteitag

ist er Delegierter,

wünscht sich Rückenwind

für seinen Wahlkampf.

Und er erwartet

von Kanzlerkandidat Olaf Scholz:

Dass er deutlich macht,

dass wir die Partei der Arbeit sind

und in dieser Krise eintreten

für Interessen der Beschäftigten.

Den Anfang beim Parteitag

macht der Generalsekretär.

Lars Klingbeil

ruft den Beginn der Aufholjagd aus

und nimmt sich

den Koalitionspartner zur Brust.

Ich sag euch: Die Union ist kaputt,

und sie ist inhaltlich leer.

Für Deutschland ist es gut,

wenn diese Konservativen

keine Verantwortung mehr tragen.

Es braucht Erfahrung, Leadership,

Kompetenz und Kraft:

Es braucht

Olaf Scholz für Deutschland.

Diese Geschichte will die SPD

im Wahlkampf erzählen:

Scholz, der Kompetente

mit dem sozialen Gewissen.

Und: Die anderen können es nicht.

Die Schlagworte seiner Rede:

Zusammenhalt und Respekt.

Das konkreteste Versprechen

macht Scholz Geringverdienern.

Den Mindestlohn von zwölf Euro

werde ich in meinem ersten Jahr

als Bundeskanzler durchsetzen.

Ein mitreißender Redner

war Scholz nie.

Heute, ohne Publikum im Saal,

erst recht nicht.

Aber: selbstbewusst,

trotz SPD-Umfragewerten von 14 %.

Auf den Kanzler kommt es an.

Das ist ein berühmter Satz

in Deutschland.

Ich bewerbe mich

für das Amt des Bundeskanzlers,

weil ich überzeugt bin:

Ich kann das.

Das glaubt auch Jens Peick.

Der zeigt sich

mit der Scholz-Rede zufrieden,

hat aber eins vermisst.

Es hätte noch ein Schwerpunkt

in der Rede darauf liegen können,

wie Arbeitsbedingungen

verbessert werden.

Im Programm

steht dazu sehr viel Gutes drin.

Gute Laune bei der SPD.

Was fehlt, sind gute Umfragewerte.

Die braucht auch Jens Peick.

Er könnte sonst der erste Dortmunder

Sozialdemokrat seit 1949 werden,

der seinen Bundestags-Wahlkreis

nicht gewinnt.

In Berlin begrüße ich

den Bundesfinanzminister

und Kanzlerkandidaten der SPD,

Olaf Scholz.

Guten Abend, Herr Scholz.

Guten Abend, Frau Atalay.

Sie sind seit neun Monaten

Kanzlerkandidat der SPD

und wurden heute mit 96,2 %

offiziell bestätigt.

Wie froh sind Sie, dass es

nicht 100 Prozent geworden sind

wie bei Martin Schulz?

100 Prozent

wären etwas unglaubwürdig.

Die 96 Prozent zeigen:

Die SPD steht hinter mir.

Wir wollen die Kampagne nutzen,

um unser Ziel zu erreichen:

Die nächste Regierung zu führen

und das Kanzleramt zu besetzen.

Aber die SPD liegt seit Monaten

zwischen 14 und 16 Prozent.

Offensichtlich können Sie

in der Bevölkerung

als Kanzlerkandidat nichts bewegen.

Die Umfragewerte für mich

sind ganz ordentlich.

Aber unabhängig davon

ist Bewegung ins Spiel gekommen.

Die Union ging erheblich zurück

bei der Zustimmung.

Die Bürgerinnen und Bürger

haben selbst in der Hand,

wer Regierungschef wird.

Das können sie mit ihrem Kreuz

bei einer Partei bewirken.

Wir wollen sie davon überzeugen,

dass sie das Kreuz

bei der SPD machen.

Wir haben Dinge voranzubringen,

die es nur mit der SPD gibt.

Respekt und Anerkennung

prägen das soziale

und wirtschaftliche Miteinander.

Auch die Art und Weise,

wie wir einander anschauen.

Und die Frage,

wie wir die Zukunft gewinnen können.

Das geht nicht ohne

Infrastrukturinvestitionen.

Sonst klappt das nicht.

Da sind unsere Mitbewerber entweder

praktisch nicht sehr erfolgreich

oder ideologisch gesperrt.

Die Bürger sehen das anders.

Aufbruchstimmung und diese Themen

sehen sie bisher bei den Grünen,

nicht bei der SPD.

Die SPD findet bei den Menschen

kaum statt.

Wir kriegen erheblich bessere

Umfragewerte als viele andere.

Wir sind in der Größenordnung, in

der man am Ende vorne liegen kann.

Bessere Umfragewerte als wer denn?

Was ist da besser?

Da sind viele Parteien

im Ranking dabei.

Wir haben eine Größenordnung, von

der wir ausreichend wachsen können.

Wir wollen überzeugen

mit den Dingen, um die es geht.

Dass ordentliche Löhne

gezahlt werden.

Dass es einen gesetzlichen

Mindestlohn gibt,

der zehn Millionen Bürgern

ein besseres Gehalt bringt.

Das gibt's mit der SPD.

Wenn wir wollen, dass der Ausbau

der erneuerbaren Energien

nicht nur ein hehres Ziel ist,

sondern praktisch passiert:

Das gibt's auch nur mit der SPD.

Darüber werden wir uns

die nächsten Monate unterhalten.

Nur so

können die 20er-Jahre gelingen.

Wenn wir es jetzt falsch machen,

werden wir möglicherweise

in 10, 20 Jahren dem Wohlstand

anderswo traurig zuschauen.

Sie sagen, Sie würden es

richtig machen, die Union nicht.

Das ist immerhin momentan Ihr

Koalitionspartner in der Regierung.

Bauen Sie nicht auf die Schwäche

der Union, auch beim Parteitag?

Aber davon profitiert

nur eine Partei: die Grünen.

Am Ende wollen wir profitieren

davon, dass die Bürger sagen,

mit der SPD gibt es einen guten Plan

für die Zukunft.

Ich hab einige Themen schon genannt.

Es soll nicht nur

darüber geredet werden,

dass Menschen in Pflegeberufen

besser bezahlt werden.

Das lässt sich auch nur

mit der SPD beantworten.

Aber Herr Scholz ...

Um das Wirtschaftsthema zu benennen,

es wird nur mit uns gelingen:

Dass wir nicht nur über

elektrifizierte Mobilität reden,

sondern auch

die Lade-Infrastruktur ausbauen.

Ganz praktische Themen.

Die sind aber ziemlich wichtig.

Aber die spricht Ihnen niemand zu.

Sie regieren nicht erst

seit ein paar Jahren,

sondern seit vielen Jahren.

Die SPD bei 14 bis 16 Prozent.

Sie haben Themen -

aber die kommen irgendwie nicht an.

Das sollen sie

bis zum Ende der Wahl.

Sie sollten nicht so apodiktisch

sein mit Ihrer Feststellung.

Sie könnten da schief liegen,

wenn im September gezählt wird.

Klare Ansage: Wir wollen auch

für diese Themen überzeugen.

Natürlich ist es für uns wichtig,

die nächste Regierung zu führen.

Vieles von dem,

was wir voranbringen wollen,

scheitert daran, dass wir

den nötigen Einfluss nicht haben.

Den wollen wir gewinnen,

indem wir die Herzen der Bürgerinnen

und Bürger für uns gewinnen.

Momentan fliegen die Herzen

Annalena Baerbock zu.

Alle sprechen

über Baerbock und Laschet.

Es würde es unter denen ausgemacht -

und dann kommen irgendwann Sie.

Ein Bundesminister, ein Vizekanzler,

der zuerst Kanzlerkandidat war.

Das muss frustrieren.

Sie wiederholen sich,

wenn ich das anmerken darf.

Aber das ist unser Auftrag.

Wir hatten

einen sehr guten Parteitag.

Wir haben eine geschlossene SPD,

einen guten Plan für die Zukunft:

Das ist das,

was wir erreichen wollen.

Allen, die sich fragen,

wie es weitergeht mit Deutschland,

wollen wir eine gute Antwort geben.

Wenn sie sagen,

das läuft mit der SPD besser,

werden sie ihr Kreuz da machen.

Dafür sind demokratische Wahlen da.

Sie sagen, Sie werden Bundeskanzler,

jetzt käme der Aufbruch.

Woher nehmen Sie diesen Optimismus,

Herr Scholz?

Aus der Stimmung heute

und der Tatsache,

dass es gut wäre für unser Land.

Das ist in der Demokratie

das Entscheidende:

Man muss von etwas überzeugt sein

und dafür brennen:

Dass es besser im Zusammenhalt der

Gesellschaft vor sich gehen soll.

Und dass die Aufgaben angepackt

werden, die bewältigt werden müssen:

Damit wir technologisch

vorne mit dabei sind.

Damit wir den menschengemachten

Klimawandel aufhalten können.

Und damit wir sicherstellen, dass es

ganz normale Arbeitsplätze gibt,

im Handwerk, im Wohnungsbau.

Daraus nehme ich den Optimismus,

dass es richtig ist,

was wir vorschlagen.

Das ist das, worüber die Bürger

ihr Urteil fällen werden.

Danke, Olaf Scholz.

Ich danke Ihnen.

Mit Olaf Scholz habe ich

vor der Sendung gesprochen.

Zur SPD und ihrem Kandidaten

hat Moritz Rödle aus unserem

Hauptstadtstudio diese Meinung:

Was hat Olaf Scholz schon

an seiner SPD gelitten.

Oft wurde er auf Parteitagen mit

schwachen Ergebnissen abgestraft.

Heute dagegen rund 96 Prozent.

Die endgültige Versöhnung

von Kandidat und Partei?

Es wäre der SPD zu raten.

In allen mir bekannten Umfragen

sind die Werte von Scholz besser

als die der SPD.

Vermutlich stünde die Partei ohne ihn

noch schlechter da.

Was nicht heißt, dass nicht auch

bei Scholz Luft nach oben ist.

Er machte heute vieles besser

als in den vergangenen Wochen.

Er erklärte, warum ein SPD-Kanzler

den Unterschied machen könne.

Er griff CDU und CSU an,

verschonte auch die Grünen nicht.

Wenn er eine Chance

auf den Sieg haben will,

sollte er die hanseatische

Beißhemmung ganz ablegen.

In den Wahlkampfmodus schalten.

Den Wählern deutlich machen, was ein

Kanzler Scholz anders machen würde

als Kanzlerin Baerbock

oder Kanzler Laschet.

Er sollte klären,

warum die SPD noch gebraucht wird.

Die Erzählung des solide regierenden

Vizekanzlers wird nicht reichen.

Niemand wird für Vergangenes gewählt,

wichtig ist ein Zukunftsplan.

Scholz sagt, dass er den hat.

Er und seine SPD

haben 4,5 Monate Zeit,

die Wählerinnen und Wähler

zu überzeugen.

Unmöglich ist das nicht -

aber alles andere als einfach.

Die Meinung von Moritz Rödle.

Bilder wie aus vergangenen Zeiten:

Überall in Deutschland

genossen die Menschen heute zusammen

den warmen Frühlingstag.

Mit dem Wetter stimmen auch die

jüngsten Corona-Nachrichten positiv:

Die Ansteckungszahlen sinken,

die Lage in den Kliniken

entspannt sich etwas.

Selbst die Kanzlerin hält

den Sommerurlaub wieder für möglich.

Und vollständig Geimpfte

oder Genesene dürfen sich freuen

über wiedergewonnene Freiheiten.

Über die Leichtigkeit des Seins

unter Pandemie-Bedingungen -

Philipp Kamke:

Viele Tagesgäste aus Hamburg

wollen heute die 25 Grad

in Scharbeutz und Timmendorfer Strand

genießen.

Auch, weil es Modellversuche

wie in der Lübecker Bucht

bei ihnen nicht gibt.

Kommt man mal wieder raus -

ein bisschen die Sonne genießen.

Ein bisschen Gefühl von Freiheit.

Wie Urlaub -

zwar nur kurz, aber es ist schön.

Die Sonne scheint,

wir tragen keinen Mundschutz.

Wir fühlen uns frei.

In Timmendorfer Strand

gibt es knapp 13.000 Betten.

Erst mal werden nur 5000 vermietet.

Zudem können die Gäste

die Innengastronomie nutzen.

Voraussetzung: ein negativer Test,

nicht älter als 24 Stunden.

Es ist schon zeitaufwendig,

zu gucken,

ob es der richtige Test ist.

Jeder Corona-Test sieht anders aus.

Man muss Datum und Uhrzeit suchen.

Der Aufwand ist schon größer.

Jeder Gast in der Modellregion muss

alle 72 Stunden einen Test machen,

ausgenommen Geimpfte.

Für sie gelten ab heute

kaum noch Einschränkungen.

Ich möchte keine Vorteile

dadurch genießen.

Ich möchte,

dass dann alle geimpft sind

und die gleichen Rechte haben.

Wir beachten trotzdem

alle Vorgaben und Richtlinien.

Ich denke, man sollte für Geimpfte

keine Sonderregelung machen.

In der Lübecker Bucht sieht das Leben

heute fast so aus wie früher:

Die Strände voll, die Stimmung gut.

Vielleicht ein Vorgeschmack

auf den Sommer,

sollte sich die Lage

in ganz Deutschland entspannen.

Weitere Nachrichten

mit Constantin Schreiber:

Mit umfassenden Reformen

will sich die EU besser aufstellen

für Herausforderungen der Zukunft.

Unter aktiver Beteiligung

von Bürgerinnen und Bürgern

sollen bis zum Frühjahr 2022

Vorschläge erarbeitet werden.

Auch zur Ausrichtung der EU

nach Brexit und Corona-Pandemie.

Am heutigen Europatag fiel der

Startschuss zur Zukunftskonferenz.

Russland feiert mit Militärparaden

den sowjetischen Sieg

über Nazi-Deutschland vor 76 Jahren.

Die größte Parade fand

in Moskau auf dem Roten Platz statt.

Gedacht wurde

der etwa 27 Millionen Todesopfer,

die die Sowjetunion im

Zweiten Weltkrieg zu beklagen hatte.

Vor Tausenden Soldaten und Veteranen

versicherte Präsident Putin,

er werde nationale Interessen

entschieden verteidigen.

In vielen Orten fanden heute

katholische Gottesdienste statt,

bei denen sich schwule und lesbische

Paare segnen lassen konnten.

Mit der Aktion "Liebe gewinnt" wollen

die Organisatoren ein Zeichen setzen

gegen das Nein aus dem Vatikan

zu solchen Segnungen.

Die Römische Glaubenskongregation

erklärte im März,

homosexuelle Verbindungen entsprächen

nicht dem göttlichen Willen.

Morgen finden weitere

Segnungsgottesdienste statt.

Mit einer 100-minütigen Kunstaktion

erinnerten 100 junge Menschen

in München an Sophie Scholl.

Die Widerstandskämpferin

wäre heute 100 Jahre alt geworden.

Die Schülerinnen und Studenten

rezitierten aus Flugblättern.

Darin riefen Scholl

und ihre Mitstreiter der Weißen Rose

zum Widerstand

gegen die NS-Diktatur auf.

Sophie und ihr Bruder Hans wurden

1943 von den Nazis hingerichtet.

Wir kommen zur Fußball-Bundesliga.

Der Abstiegskampf ist spannend.

Und der 1. FC Köln

verpasste einen Befreiungsschlag,

Patrick Halatsch.

Es gibt verdiente Niederlagen,

unglückliche und vermeidbare,

aber auch kuriose.

Die des 1. FC Köln gegen Freiburg

gehört sicher dazu.

Beim 1:4 daheim

scheinen sich die Fußball-Götter

gegen die Rheinländer

verschworen zu haben.

Um es mit einer Fußball-Weisheit

zu sagen:

Erst hatten sie kein Glück,

dann kam noch Pech dazu.

Kölns Drama

zeigt sich an Dudas Elfmeter.

Der mögliche Ausgleich

nach einer Stunde:

Verrutscht, vertan, der FC am Boden.

Frustriert nach dem 1:4,

aber nicht am Ende.

Wir haben eine richtig gute Truppe,

die das wegstecken wird.

Das wird vielleicht

ein, zwei Tage dauern.

Freiburg in Schwarz spielt den FC

in der ersten Hälfte aus.

Skiri hat einen Aussetzer,

Petersen braucht nur einzuschieben.

Sein erstes Tor seit Mitte Januar.

Alle Kölner Vorsätze wie weggepustet.

Das Selbstvertrauen ebenso,

die zwei Siege zuletzt wie vergessen.

Die Freiburger sind erbarmungslos.

Demirovic: 0:2.

Zwei Minuten nach der Führung

jubeln die Gäste erneut.

Wieder wirkt der FC verschlafen,

ist der Treffer viel zu einfach.

Coach Funkel ziemlich sprachlos -

das war so nicht zu erwarten.

Kölns Kampfgeist

erwacht nach der Pause.

Der FC endlich zielstrebig:

Andersson - 1:2.

Andersson bringt die Hoffnung

zurück zum FC,

der erst zwei Heimsiege

in dieser Saison schaffte.

Dann Foul im Freiburger Strafraum:

Jacobs von Kügler leicht berührt.

Es gibt Elfer nach Videobeweis.

Der total missraten ist,

weil Duda ausrutscht,

der Ball irgendwohin fliegt,

nur nicht Richtung Tor.

Tiefes Durchpumpen bei Funkel.

Der FC schießt doch noch ein Tor,

das aber nicht gegeben wird.

Der Ball vorher am Arm von Hector.

Danach wird es eindeutig -

für Freiburg in der Nachspielzeit:

Erst Grifos - 3:1,

dann der Schlusspunkt von Schmid.

Wir werden das aufarbeiten

und dann bei Hertha versuchen,

drei Punkte mitzunehmen.

Drei Punkte wären bitter nötig.

Zu dieser Hertha kommen wir jetzt.

Die Berliner trafen im Keller-Duell

auf Arminia Bielefeld.

Das Spiel hat gehalten, was

der Tabellenstand versprochen hat:

Abstiegs-Krampf.

Für Hertha BSC

war der eine Punkt was Gutes.

Im Abstiegskampf

muss man den Punkt mitnehmen.

Beim zweiten Spiel, vielleicht der,

der erstes Tor macht, gewinnt.

Die besseren Chancen

hatte Arminia Bielefeld.

Sie setzten Hertha

in der eigenen Hälfte unter Druck.

Und sie setzten nach.

Prietls Schuss parierte Schwolow -

und zwar sehenswert.

Die Berliner versuchten es

mit langen Bällen.

Cordoba erst Sieger

im Duell mit Pieper,

dann fast Torschütze im Fallen.

Es gab gute Gelegenheiten

auf beiden Seiten,

aber nur in der ersten Hälfte.

Chancen waren da.

Manchmal will der Ball

einfach nicht ins Tor.

Hertha hat's auch nicht hinbekommen.

Ein 0:0 ist für beide in Ordnung.

Bielefeld und Hertha bleiben damit

punktgleich im Tabellenkeller.

Die Berliner haben aber Mittwoch

noch ein wichtiges Nachholspiel

gegen Schalke.

Einen wichtigen Punkt

im Kampf gegen den Abstieg

holte Mainz 05 in Frankfurt.

1:1 - zu wenig für die Eintracht,

die seit Ende Januar

auf einem Champions-League-Platz

stand.

Nun haben die Hessen

das Erreichen der Königsklasse

nicht mehr in den eigenen Händen.

Seit Hütter seinen Abschied

nach Gladbach bekanntgab,

läuft's nicht mehr so gut

für die Eintracht.

Auch heute bleibt der Sieg aus,

der dringend für die Champions League

benötigt wird.

An mir liegt's nicht,

an der Mannschaft auch nicht.

In der Bundesliga

ist jedes Spiel schwer.

Wir haben teilweise auch

an der Obergrenze

unserer Verhältnisse gespielt.

Eher an der Untergrenze

beginnt Frankfurt

dieses Nachbarschaftsduell.

Nach elf Minuten gehen

die in der Rückrunde starken Mainzer

durch Onisiwo verdient in Führung.

Frankfurt wirkt lange von der Rolle,

fast lethargisch.

In der ersten Hälfte

hat nur Kostic eine gute Gelegenheit.

Sonst kommt von Frankfurt zu wenig.

Ich finde auch,

wir waren nicht frisch -

Wetter oder Kopfsache.

Davon zu reden,

dass wir Druck haben,

in die Champions League zu kommen,

finde ich Schwachsinn.

Seit wann hat Frankfurt

diesen Druck?

Dortmund hat den Druck.

Frankfurt auch in der zweiten Hälfte

mit viel Ballbesitz.

In diesem Konter sichert Onisiwo

Mainz nur fast den Klassenerhalt.

Erst zum Schluss wird die Eintracht

gefährlich vor dem Tor.

Hrustic artistisch mit dem 1:1

in der 85. Minute.

Doch mehr geht nicht mehr.

Die Eintracht gibt die Chance

auf die Champions League

aus der eigenen Hand.

Der Trainer weiter in der Kritik.

Die sollen reden, was sie wollen.

Das ist mir egal.

Niemand weiß,

wie es in der Kabine aussieht.

Das ist das, was für mich zählt.

Ob Hütter demnächst einen

Champions-League-Teilnehmer verlässt,

scheint nun fraglich.

Und so sieht die Tabelle heute aus:

Die Arminia auf dem Relegationsplatz.

Köln bleibt Vorletzter,

Schalke steht als Absteiger fest.

Erst hat er den König gestürzt,

Rafael Nadal.

Dann den Kronprinzen, Dominic Thiem.

In Finale schlug er

auch den Italiener Matteo Berrettini.

Tennis-Profi Alexander Zverev

gewann in Madrid

in drei hart umkämpften Sätzen und

ist in Topform vor den French Open.

Hamilton gewinnt

den Großen Preis von Spanien

vor Verstappen und Bottas.

Kurz nach dem Start

übernimmt Verstappen die Führung

und dominiert die Anfangsphase.

Die Reifenstrategien

bestimmen den weiteren Verlauf.

Die Silberpfeile setzen

auf eine defensivere Variante.

Vettel muss weiter

Aufbauarbeit leisten

und bleibt auf Rang 13.

Mick Schumacher landet auf Platz 18.

Hamilton kann im letzten Drittel

einen Rückstand von 20 Sekunden

wettmachen.

Wenige Runden vor dem Ziel

zieht er an die Spitze.

In Barcelona gewinnt er

sein drittes Saisonrennen

und baut seine Führung weiter aus.

Uns bleibt der Blick aufs Wetter.

Wie sich Sonne und Wärme

anfühlen können,

haben wir heute gespürt,

Claudia Kleinert.

Ja,

das hält aber leider nicht lange.

Morgen ist es noch im Osten

sehr warm.

Aber es kommen Schauer und Gewitter.

So toll sah es heute

für die meisten aus.

Blauer Himmel

und ein paar Schleierwolken.

Die Temperaturen sind aber nur

für einen Tag so hoch gestiegen.

In Magdeburg ist es morgen

noch einmal warm.

Dann gehen die Temperaturen

zur Mitte der Woche runter.

Heute Nacht

breiten sich Schauer aus.

Im Laufe des Tages kommt

ein Regengebiet aus dem Südwesten.

Davor gibt es

teils heftige Schauer und Gewitter.

Ähnlich sind die Temperaturen:

Dienstag aus Westen neuer Regen.

Am Mittwoch verbreitet wechselhaft.

Danke, Claudia Kleinert.

Das war's von uns.

Hier folgt

titel thesen temperamente.

Morgen begrüßt Sie hier

Ingo Zamperoni.

Ihm und Ihnen

einen guten Start in die Woche.

Copyright Untertitel: NDR 2021


tagesthemen vom 09.05.2021, 22:45 Uhr - 27 Millionen Todesopfer, der Sieg über Nazi-Deutschland vor 76 Jahren. tagesthemen of 09.05.2021, 22:45 - 27 million deaths, the victory over Nazi Germany 76 years ago.

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen

mit den tagesthemen.

Diese Sendung wurde vom NDR

live untertitelt (09.05.2021)

Heute im Studio: Pinar Atalay

Guten Abend.

Ja, er will - das ist heute

ziemlich deutlich geworden.

Olaf Scholz will Kanzler werden.

Doch da steht ihm was im Weg:

Die schlechten Umfragewerte

seiner Partei.

Die SPD dümpelt seit Monaten

zwischen 14 und 16 Prozent herum.

Grüne und Union liegen weiter vorn.

Da gibt es viel aufzuholen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz

setzt darauf,

die Herzen der Bürgerinnen

und Bürger zu gewinnen.

Das sagte er mir im Interview.

Die SPD

will Aufbruchsstimmung vermitteln,

die mit dem Bundesparteitag

heute beginnen sollte.

Daniel Pokraka und Petra Wischgoll.

Jens Peick braucht eine kräftige SPD.

Der Sozialdemokrat kandidiert

in Dortmund für den Bundestag.

Heute beim digitalen Parteitag

ist er Delegierter,

wünscht sich Rückenwind

für seinen Wahlkampf.

Und er erwartet

von Kanzlerkandidat Olaf Scholz:

Dass er deutlich macht,

dass wir die Partei der Arbeit sind

und in dieser Krise eintreten

für Interessen der Beschäftigten.

Den Anfang beim Parteitag

macht der Generalsekretär.

Lars Klingbeil

ruft den Beginn der Aufholjagd aus

und nimmt sich

den Koalitionspartner zur Brust.

Ich sag euch: Die Union ist kaputt,

und sie ist inhaltlich leer.

Für Deutschland ist es gut,

wenn diese Konservativen

keine Verantwortung mehr tragen.

Es braucht Erfahrung, Leadership,

Kompetenz und Kraft:

Es braucht

Olaf Scholz für Deutschland.

Diese Geschichte will die SPD

im Wahlkampf erzählen:

Scholz, der Kompetente

mit dem sozialen Gewissen.

Und: Die anderen können es nicht.

Die Schlagworte seiner Rede:

Zusammenhalt und Respekt.

Das konkreteste Versprechen

macht Scholz Geringverdienern.

Den Mindestlohn von zwölf Euro

werde ich in meinem ersten Jahr

als Bundeskanzler durchsetzen.

Ein mitreißender Redner

war Scholz nie.

Heute, ohne Publikum im Saal,

erst recht nicht.

Aber: selbstbewusst,

trotz SPD-Umfragewerten von 14 %.

Auf den Kanzler kommt es an.

Das ist ein berühmter Satz

in Deutschland.

Ich bewerbe mich

für das Amt des Bundeskanzlers,

weil ich überzeugt bin:

Ich kann das.

Das glaubt auch Jens Peick.

Der zeigt sich

mit der Scholz-Rede zufrieden,

hat aber eins vermisst.

Es hätte noch ein Schwerpunkt

in der Rede darauf liegen können,

wie Arbeitsbedingungen

verbessert werden.

Im Programm

steht dazu sehr viel Gutes drin.

Gute Laune bei der SPD.

Was fehlt, sind gute Umfragewerte.

Die braucht auch Jens Peick.

Er könnte sonst der erste Dortmunder

Sozialdemokrat seit 1949 werden,

der seinen Bundestags-Wahlkreis

nicht gewinnt.

In Berlin begrüße ich

den Bundesfinanzminister

und Kanzlerkandidaten der SPD,

Olaf Scholz.

Guten Abend, Herr Scholz.

Guten Abend, Frau Atalay.

Sie sind seit neun Monaten

Kanzlerkandidat der SPD

und wurden heute mit 96,2 %

offiziell bestätigt.

Wie froh sind Sie, dass es

nicht 100 Prozent geworden sind

wie bei Martin Schulz?

100 Prozent

wären etwas unglaubwürdig.

Die 96 Prozent zeigen:

Die SPD steht hinter mir.

Wir wollen die Kampagne nutzen,

um unser Ziel zu erreichen:

Die nächste Regierung zu führen

und das Kanzleramt zu besetzen.

Aber die SPD liegt seit Monaten

zwischen 14 und 16 Prozent.

Offensichtlich können Sie

in der Bevölkerung

als Kanzlerkandidat nichts bewegen.

Die Umfragewerte für mich

sind ganz ordentlich.

Aber unabhängig davon

ist Bewegung ins Spiel gekommen.

Die Union ging erheblich zurück

bei der Zustimmung.

Die Bürgerinnen und Bürger

haben selbst in der Hand,

wer Regierungschef wird.

Das können sie mit ihrem Kreuz

bei einer Partei bewirken.

Wir wollen sie davon überzeugen,

dass sie das Kreuz

bei der SPD machen.

Wir haben Dinge voranzubringen,

die es nur mit der SPD gibt.

Respekt und Anerkennung

prägen das soziale

und wirtschaftliche Miteinander.

Auch die Art und Weise,

wie wir einander anschauen.

Und die Frage,

wie wir die Zukunft gewinnen können.

Das geht nicht ohne

Infrastrukturinvestitionen.

Sonst klappt das nicht.

Da sind unsere Mitbewerber entweder

praktisch nicht sehr erfolgreich

oder ideologisch gesperrt.

Die Bürger sehen das anders.

Aufbruchstimmung und diese Themen

sehen sie bisher bei den Grünen,

nicht bei der SPD.

Die SPD findet bei den Menschen

kaum statt.

Wir kriegen erheblich bessere

Umfragewerte als viele andere.

Wir sind in der Größenordnung, in

der man am Ende vorne liegen kann.

Bessere Umfragewerte als wer denn?

Was ist da besser?

Da sind viele Parteien

im Ranking dabei.

Wir haben eine Größenordnung, von

der wir ausreichend wachsen können.

Wir wollen überzeugen

mit den Dingen, um die es geht.

Dass ordentliche Löhne

gezahlt werden.

Dass es einen gesetzlichen

Mindestlohn gibt,

der zehn Millionen Bürgern

ein besseres Gehalt bringt.

Das gibt's mit der SPD.

Wenn wir wollen, dass der Ausbau

der erneuerbaren Energien

nicht nur ein hehres Ziel ist,

sondern praktisch passiert:

Das gibt's auch nur mit der SPD.

Darüber werden wir uns

die nächsten Monate unterhalten.

Nur so

können die 20er-Jahre gelingen.

Wenn wir es jetzt falsch machen,

werden wir möglicherweise

in 10, 20 Jahren dem Wohlstand

anderswo traurig zuschauen.

Sie sagen, Sie würden es

richtig machen, die Union nicht.

Das ist immerhin momentan Ihr

Koalitionspartner in der Regierung.

Bauen Sie nicht auf die Schwäche

der Union, auch beim Parteitag?

Aber davon profitiert

nur eine Partei: die Grünen.

Am Ende wollen wir profitieren

davon, dass die Bürger sagen,

mit der SPD gibt es einen guten Plan

für die Zukunft.

Ich hab einige Themen schon genannt.

Es soll nicht nur

darüber geredet werden,

dass Menschen in Pflegeberufen

besser bezahlt werden.

Das lässt sich auch nur

mit der SPD beantworten.

Aber Herr Scholz ...

Um das Wirtschaftsthema zu benennen,

es wird nur mit uns gelingen:

Dass wir nicht nur über

elektrifizierte Mobilität reden,

sondern auch

die Lade-Infrastruktur ausbauen.

Ganz praktische Themen.

Die sind aber ziemlich wichtig.

Aber die spricht Ihnen niemand zu.

Sie regieren nicht erst

seit ein paar Jahren,

sondern seit vielen Jahren.

Die SPD bei 14 bis 16 Prozent.

Sie haben Themen -

aber die kommen irgendwie nicht an.

Das sollen sie

bis zum Ende der Wahl.

Sie sollten nicht so apodiktisch

sein mit Ihrer Feststellung.

Sie könnten da schief liegen,

wenn im September gezählt wird.

Klare Ansage: Wir wollen auch

für diese Themen überzeugen.

Natürlich ist es für uns wichtig,

die nächste Regierung zu führen.

Vieles von dem,

was wir voranbringen wollen,

scheitert daran, dass wir

den nötigen Einfluss nicht haben.

Den wollen wir gewinnen,

indem wir die Herzen der Bürgerinnen

und Bürger für uns gewinnen.

Momentan fliegen die Herzen

Annalena Baerbock zu.

Alle sprechen

über Baerbock und Laschet.

Es würde es unter denen ausgemacht -

und dann kommen irgendwann Sie.

Ein Bundesminister, ein Vizekanzler,

der zuerst Kanzlerkandidat war.

Das muss frustrieren.

Sie wiederholen sich,

wenn ich das anmerken darf.

Aber das ist unser Auftrag.

Wir hatten

einen sehr guten Parteitag.

Wir haben eine geschlossene SPD,

einen guten Plan für die Zukunft:

Das ist das,

was wir erreichen wollen.

Allen, die sich fragen,

wie es weitergeht mit Deutschland,

wollen wir eine gute Antwort geben.

Wenn sie sagen,

das läuft mit der SPD besser,

werden sie ihr Kreuz da machen.

Dafür sind demokratische Wahlen da.

Sie sagen, Sie werden Bundeskanzler,

jetzt käme der Aufbruch.

Woher nehmen Sie diesen Optimismus,

Herr Scholz?

Aus der Stimmung heute

und der Tatsache,

dass es gut wäre für unser Land.

Das ist in der Demokratie

das Entscheidende:

Man muss von etwas überzeugt sein

und dafür brennen:

Dass es besser im Zusammenhalt der

Gesellschaft vor sich gehen soll.

Und dass die Aufgaben angepackt

werden, die bewältigt werden müssen:

Damit wir technologisch

vorne mit dabei sind.

Damit wir den menschengemachten

Klimawandel aufhalten können.

Und damit wir sicherstellen, dass es

ganz normale Arbeitsplätze gibt,

im Handwerk, im Wohnungsbau.

Daraus nehme ich den Optimismus,

dass es richtig ist,

was wir vorschlagen.

Das ist das, worüber die Bürger

ihr Urteil fällen werden.

Danke, Olaf Scholz.

Ich danke Ihnen.

Mit Olaf Scholz habe ich

vor der Sendung gesprochen.

Zur SPD und ihrem Kandidaten

hat Moritz Rödle aus unserem

Hauptstadtstudio diese Meinung:

Was hat Olaf Scholz schon

an seiner SPD gelitten.

Oft wurde er auf Parteitagen mit

schwachen Ergebnissen abgestraft.

Heute dagegen rund 96 Prozent.

Die endgültige Versöhnung

von Kandidat und Partei?

Es wäre der SPD zu raten.

In allen mir bekannten Umfragen

sind die Werte von Scholz besser

als die der SPD.

Vermutlich stünde die Partei ohne ihn

noch schlechter da.

Was nicht heißt, dass nicht auch

bei Scholz Luft nach oben ist.

Er machte heute vieles besser

als in den vergangenen Wochen.

Er erklärte, warum ein SPD-Kanzler

den Unterschied machen könne.

Er griff CDU und CSU an,

verschonte auch die Grünen nicht.

Wenn er eine Chance

auf den Sieg haben will,

sollte er die hanseatische

Beißhemmung ganz ablegen.

In den Wahlkampfmodus schalten.

Den Wählern deutlich machen, was ein

Kanzler Scholz anders machen würde

als Kanzlerin Baerbock

oder Kanzler Laschet.

Er sollte klären,

warum die SPD noch gebraucht wird.

Die Erzählung des solide regierenden

Vizekanzlers wird nicht reichen.

Niemand wird für Vergangenes gewählt,

wichtig ist ein Zukunftsplan.

Scholz sagt, dass er den hat.

Er und seine SPD

haben 4,5 Monate Zeit,

die Wählerinnen und Wähler

zu überzeugen.

Unmöglich ist das nicht -

aber alles andere als einfach.

Die Meinung von Moritz Rödle.

Bilder wie aus vergangenen Zeiten:

Überall in Deutschland

genossen die Menschen heute zusammen

den warmen Frühlingstag.

Mit dem Wetter stimmen auch die

jüngsten Corona-Nachrichten positiv:

Die Ansteckungszahlen sinken,

die Lage in den Kliniken

entspannt sich etwas.

Selbst die Kanzlerin hält

den Sommerurlaub wieder für möglich.

Und vollständig Geimpfte

oder Genesene dürfen sich freuen

über wiedergewonnene Freiheiten.

Über die Leichtigkeit des Seins

unter Pandemie-Bedingungen -

Philipp Kamke:

Viele Tagesgäste aus Hamburg

wollen heute die 25 Grad

in Scharbeutz und Timmendorfer Strand

genießen.

Auch, weil es Modellversuche

wie in der Lübecker Bucht

bei ihnen nicht gibt.

Kommt man mal wieder raus -

ein bisschen die Sonne genießen.

Ein bisschen Gefühl von Freiheit.

Wie Urlaub -

zwar nur kurz, aber es ist schön.

Die Sonne scheint,

wir tragen keinen Mundschutz.

Wir fühlen uns frei.

In Timmendorfer Strand

gibt es knapp 13.000 Betten.

Erst mal werden nur 5000 vermietet.

Zudem können die Gäste

die Innengastronomie nutzen.

Voraussetzung: ein negativer Test,

nicht älter als 24 Stunden.

Es ist schon zeitaufwendig,

zu gucken,

ob es der richtige Test ist.

Jeder Corona-Test sieht anders aus.

Man muss Datum und Uhrzeit suchen.

Der Aufwand ist schon größer.

Jeder Gast in der Modellregion muss

alle 72 Stunden einen Test machen,

ausgenommen Geimpfte.

Für sie gelten ab heute

kaum noch Einschränkungen.

Ich möchte keine Vorteile

dadurch genießen.

Ich möchte,

dass dann alle geimpft sind

und die gleichen Rechte haben.

Wir beachten trotzdem

alle Vorgaben und Richtlinien.

Ich denke, man sollte für Geimpfte

keine Sonderregelung machen.

In der Lübecker Bucht sieht das Leben

heute fast so aus wie früher:

Die Strände voll, die Stimmung gut.

Vielleicht ein Vorgeschmack

auf den Sommer,

sollte sich die Lage

in ganz Deutschland entspannen.

Weitere Nachrichten

mit Constantin Schreiber:

Mit umfassenden Reformen

will sich die EU besser aufstellen

für Herausforderungen der Zukunft.

Unter aktiver Beteiligung

von Bürgerinnen und Bürgern

sollen bis zum Frühjahr 2022

Vorschläge erarbeitet werden.

Auch zur Ausrichtung der EU

nach Brexit und Corona-Pandemie.

Am heutigen Europatag fiel der

Startschuss zur Zukunftskonferenz.

Russland feiert mit Militärparaden

den sowjetischen Sieg

über Nazi-Deutschland vor 76 Jahren.

Die größte Parade fand

in Moskau auf dem Roten Platz statt.

Gedacht wurde

der etwa 27 Millionen Todesopfer,

die die Sowjetunion im

Zweiten Weltkrieg zu beklagen hatte.

Vor Tausenden Soldaten und Veteranen

versicherte Präsident Putin,

er werde nationale Interessen

entschieden verteidigen.

In vielen Orten fanden heute

katholische Gottesdienste statt,

bei denen sich schwule und lesbische

Paare segnen lassen konnten.

Mit der Aktion "Liebe gewinnt" wollen

die Organisatoren ein Zeichen setzen

gegen das Nein aus dem Vatikan

zu solchen Segnungen.

Die Römische Glaubenskongregation

erklärte im März,

homosexuelle Verbindungen entsprächen

nicht dem göttlichen Willen.

Morgen finden weitere

Segnungsgottesdienste statt.

Mit einer 100-minütigen Kunstaktion

erinnerten 100 junge Menschen

in München an Sophie Scholl.

Die Widerstandskämpferin

wäre heute 100 Jahre alt geworden.

Die Schülerinnen und Studenten

rezitierten aus Flugblättern.

Darin riefen Scholl

und ihre Mitstreiter der Weißen Rose

zum Widerstand

gegen die NS-Diktatur auf.

Sophie und ihr Bruder Hans wurden

1943 von den Nazis hingerichtet.

Wir kommen zur Fußball-Bundesliga.

Der Abstiegskampf ist spannend.

Und der 1. FC Köln

verpasste einen Befreiungsschlag,

Patrick Halatsch.

Es gibt verdiente Niederlagen,

unglückliche und vermeidbare,

aber auch kuriose.

Die des 1. FC Köln gegen Freiburg

gehört sicher dazu.

Beim 1:4 daheim

scheinen sich die Fußball-Götter

gegen die Rheinländer

verschworen zu haben.

Um es mit einer Fußball-Weisheit

zu sagen:

Erst hatten sie kein Glück,

dann kam noch Pech dazu.

Kölns Drama

zeigt sich an Dudas Elfmeter.

Der mögliche Ausgleich

nach einer Stunde:

Verrutscht, vertan, der FC am Boden.

Frustriert nach dem 1:4,

aber nicht am Ende.

Wir haben eine richtig gute Truppe,

die das wegstecken wird.

Das wird vielleicht

ein, zwei Tage dauern.

Freiburg in Schwarz spielt den FC

in der ersten Hälfte aus.

Skiri hat einen Aussetzer,

Petersen braucht nur einzuschieben.

Sein erstes Tor seit Mitte Januar.

Alle Kölner Vorsätze wie weggepustet.

Das Selbstvertrauen ebenso,

die zwei Siege zuletzt wie vergessen.

Die Freiburger sind erbarmungslos.

Demirovic: 0:2.

Zwei Minuten nach der Führung

jubeln die Gäste erneut.

Wieder wirkt der FC verschlafen,

ist der Treffer viel zu einfach.

Coach Funkel ziemlich sprachlos -

das war so nicht zu erwarten.

Kölns Kampfgeist

erwacht nach der Pause.

Der FC endlich zielstrebig:

Andersson - 1:2.

Andersson bringt die Hoffnung

zurück zum FC,

der erst zwei Heimsiege

in dieser Saison schaffte.

Dann Foul im Freiburger Strafraum:

Jacobs von Kügler leicht berührt.

Es gibt Elfer nach Videobeweis.

Der total missraten ist,

weil Duda ausrutscht,

der Ball irgendwohin fliegt,

nur nicht Richtung Tor.

Tiefes Durchpumpen bei Funkel.

Der FC schießt doch noch ein Tor,

das aber nicht gegeben wird.

Der Ball vorher am Arm von Hector.

Danach wird es eindeutig -

für Freiburg in der Nachspielzeit:

Erst Grifos - 3:1,

dann der Schlusspunkt von Schmid.

Wir werden das aufarbeiten

und dann bei Hertha versuchen,

drei Punkte mitzunehmen.

Drei Punkte wären bitter nötig.

Zu dieser Hertha kommen wir jetzt.

Die Berliner trafen im Keller-Duell

auf Arminia Bielefeld.

Das Spiel hat gehalten, was

der Tabellenstand versprochen hat:

Abstiegs-Krampf.

Für Hertha BSC

war der eine Punkt was Gutes.

Im Abstiegskampf

muss man den Punkt mitnehmen.

Beim zweiten Spiel, vielleicht der,

der erstes Tor macht, gewinnt.

Die besseren Chancen

hatte Arminia Bielefeld.

Sie setzten Hertha

in der eigenen Hälfte unter Druck.

Und sie setzten nach.

Prietls Schuss parierte Schwolow -

und zwar sehenswert.

Die Berliner versuchten es

mit langen Bällen.

Cordoba erst Sieger

im Duell mit Pieper,

dann fast Torschütze im Fallen.

Es gab gute Gelegenheiten

auf beiden Seiten,

aber nur in der ersten Hälfte.

Chancen waren da.

Manchmal will der Ball

einfach nicht ins Tor.

Hertha hat's auch nicht hinbekommen.

Ein 0:0 ist für beide in Ordnung.

Bielefeld und Hertha bleiben damit

punktgleich im Tabellenkeller.

Die Berliner haben aber Mittwoch

noch ein wichtiges Nachholspiel

gegen Schalke.

Einen wichtigen Punkt

im Kampf gegen den Abstieg

holte Mainz 05 in Frankfurt.

1:1 - zu wenig für die Eintracht,

die seit Ende Januar

auf einem Champions-League-Platz

stand.

Nun haben die Hessen

das Erreichen der Königsklasse

nicht mehr in den eigenen Händen.

Seit Hütter seinen Abschied

nach Gladbach bekanntgab,

läuft's nicht mehr so gut

für die Eintracht.

Auch heute bleibt der Sieg aus,

der dringend für die Champions League

benötigt wird.

An mir liegt's nicht,

an der Mannschaft auch nicht.

In der Bundesliga

ist jedes Spiel schwer.

Wir haben teilweise auch

an der Obergrenze

unserer Verhältnisse gespielt.

Eher an der Untergrenze

beginnt Frankfurt

dieses Nachbarschaftsduell.

Nach elf Minuten gehen

die in der Rückrunde starken Mainzer

durch Onisiwo verdient in Führung.

Frankfurt wirkt lange von der Rolle,

fast lethargisch.

In der ersten Hälfte

hat nur Kostic eine gute Gelegenheit.

Sonst kommt von Frankfurt zu wenig.

Ich finde auch,

wir waren nicht frisch -

Wetter oder Kopfsache.

Davon zu reden,

dass wir Druck haben,

in die Champions League zu kommen,

finde ich Schwachsinn.

Seit wann hat Frankfurt

diesen Druck?

Dortmund hat den Druck.

Frankfurt auch in der zweiten Hälfte

mit viel Ballbesitz.

In diesem Konter sichert Onisiwo

Mainz nur fast den Klassenerhalt.

Erst zum Schluss wird die Eintracht

gefährlich vor dem Tor.

Hrustic artistisch mit dem 1:1

in der 85. Minute.

Doch mehr geht nicht mehr.

Die Eintracht gibt die Chance

auf die Champions League

aus der eigenen Hand.

Der Trainer weiter in der Kritik.

Die sollen reden, was sie wollen.

Das ist mir egal.

Niemand weiß,

wie es in der Kabine aussieht.

Das ist das, was für mich zählt.

Ob Hütter demnächst einen

Champions-League-Teilnehmer verlässt,

scheint nun fraglich.

Und so sieht die Tabelle heute aus:

Die Arminia auf dem Relegationsplatz.

Köln bleibt Vorletzter,

Schalke steht als Absteiger fest.

Erst hat er den König gestürzt,

Rafael Nadal.

Dann den Kronprinzen, Dominic Thiem.

In Finale schlug er

auch den Italiener Matteo Berrettini.

Tennis-Profi Alexander Zverev

gewann in Madrid

in drei hart umkämpften Sätzen und

ist in Topform vor den French Open.

Hamilton gewinnt

den Großen Preis von Spanien

vor Verstappen und Bottas.

Kurz nach dem Start

übernimmt Verstappen die Führung

und dominiert die Anfangsphase.

Die Reifenstrategien

bestimmen den weiteren Verlauf.

Die Silberpfeile setzen

auf eine defensivere Variante.

Vettel muss weiter

Aufbauarbeit leisten

und bleibt auf Rang 13.

Mick Schumacher landet auf Platz 18.

Hamilton kann im letzten Drittel

einen Rückstand von 20 Sekunden

wettmachen.

Wenige Runden vor dem Ziel

zieht er an die Spitze.

In Barcelona gewinnt er

sein drittes Saisonrennen

und baut seine Führung weiter aus.

Uns bleibt der Blick aufs Wetter.

Wie sich Sonne und Wärme

anfühlen können,

haben wir heute gespürt,

Claudia Kleinert.

Ja,

das hält aber leider nicht lange.

Morgen ist es noch im Osten

sehr warm.

Aber es kommen Schauer und Gewitter.

So toll sah es heute

für die meisten aus.

Blauer Himmel

und ein paar Schleierwolken.

Die Temperaturen sind aber nur

für einen Tag so hoch gestiegen.

In Magdeburg ist es morgen

noch einmal warm.

Dann gehen die Temperaturen

zur Mitte der Woche runter.

Heute Nacht

breiten sich Schauer aus.

Im Laufe des Tages kommt

ein Regengebiet aus dem Südwesten.

Davor gibt es

teils heftige Schauer und Gewitter.

Ähnlich sind die Temperaturen:

Dienstag aus Westen neuer Regen.

Am Mittwoch verbreitet wechselhaft.

Danke, Claudia Kleinert.

Das war's von uns.

Hier folgt

titel thesen temperamente.

Morgen begrüßt Sie hier

Ingo Zamperoni.

Ihm und Ihnen

einen guten Start in die Woche.

Copyright Untertitel: NDR 2021