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Der Biograph, Bevor Lionel Messi berühmt wurde... | KURZBIOGRAPHIE

Semi-gevorderd 2 Duits lesson to practice reading

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Bevor Lionel Messi berühmt wurde... | KURZBIOGRAPHIE

Bestbezahlter Spieler aller Zeiten,

Rekord als sechsmaliger Weltfußballer

und nun sogar der lang ersehnte Sieg bei der Südamerikameisterschaft.

Argentinien liegt Lionel Messi endgültig zu Füßen.

Ein wahres Geschenk.

Denn um so weit zu kommen, musste der Fußballstar

bereits als Kind mehr als andere Nachwuchstalente in Kauf nehmen.

Welchen heftigen Struggle Messi durchmachen musste,

das erfahrt ihr in diesem Video.

(Feierliche Musik)

(Ploppgeräusche, Stiftekritzeln)

Leo, wie Lionel Messi zu Haus gerufen wurde,

wuchs in dem Arbeiterviertel La Bajada in Rosario auf.

Bereits früh lernte er in seiner Familie,

was Zusammenhalt bedeutete.

Wie viele andere hier, waren Lionels Vorfahren

italienische Einwanderer.

Vor gut 100 Jahren kamen sie nach Argentinien

in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Doch nur wenige Generationen später

war die Realität eine andere.

Nach einer siebenjährigen Militärdiktatur

stürzte das Land in eine Wirtschaftskrise.

Das Volk protestierte nicht nur gegen die Verbrechen des Militärs,

bei dem Tausende von Menschen verschleppt worden waren,

sondern auch gegen die steigenden Preise und die wachsende Armut.

Vor allem Arbeiterfamilien wie die Messis

traf die Krise hart.

Doch wie in einem richtigen Team

war man in der Großfamilie füreinander da.

So trafen sich alle sonntags nach der Kirche

bei Oma Celia.

Während Leos zwei große Brüder und Cousins

begeistert herumkickten,

spielte der Floh, wie sie ihn liebevoll nannten,

stumm in einer Ecke mit seinen Murmeln.

Doch eines Tages entschloss sich Leo, mitzumachen.

Ei magischer Moment.

Denn als seine Füße denn Ball berührten,

lebte der sonst so stille Junge plötzlich auf.

"Wir waren überwältigt, als wir sahen, was er alles konnte,

obwohl er nie zuvor gespielt hatte",

erinnert sich Vater Jorge.

Insbesondere die fußballverrückte Oma begriff sofort,

welch Ausnahmetalent ihr Enkel war.

Als sie Leos Brüder wie jede Woche zum Training brachte,

überredete sie den Coach, auch den Jüngsten mitspielen zu lassen.

Weil Leo für seine fünf Jahre jedoch ungewöhnlich klein und scheu wirkte,

fürchteten alle, dass ihn die anderen umrennen würden.

Stattdessen aber dribbelte der Floh in vollem Tempo

mit dem Ball um sie herum,

und war auf dem Platz auf einmal alles andere als zaghaft.

Der Coach konnte es nicht glauben,

so etwas hatte er noch nie zuvor gesehen.

(Dynamische Musik)

Kein Wunder, dass bald auch die Talentspäher

des lokalen Traditionsvereins

für den bereits Leos großes Idol Diego Maradona gespielt hatte,

auf ihn aufmerksam wurden.

Im Trikot der Newell's riss der sonst so schüchterne Zehnjährige

selbstbewusst jede Partie an sich.

Es dauerte nicht lang, bis bald ganz Rosario von dem Wunderkind sprach.

(Beklemmende Musik)

Doch während Leos Ballgeschick von Jahr zu Jahr wuchs,

hörte sein Körper plötzlich auf, zu wachsen.

Auch seine Freunde auf dem Platz bemerkten, dass irgendwas anders war.

Erinnert sich Leo.

Mit der Zeit begannen auch seine Eltern, sich Sorgen zu machen.

Ratlos wandten sie sich an eine Spezialklinik.

Als der Arzt ihn untersuchte,

fragte Leo besorgt:

"Werde ich jemals wachsen?"

Die Angst, dass mit seiner Größe

auch der Traum von einer Profikarriere platzen würde,

war groß.

Und nicht ganz unbegründet,

denn Leo litt unter einer seltenen Form von Kleinwüchsigkeit,

die - Fußball hin oder her - behandelt werden musste.

Denn die Krankheit könnte Auswirkungen

auf Muskulatur und Knochenbau haben.

Leo hatte also keine Wahl.

Er musste sich von nun an täglich Hormone ins Bein spritzen.

Die hatten nicht nur unangenehme Nebenwirkungen,

wie Übelkeit und Schwindel,

sondern waren auch extrem kostspielig.

Anfänglich erhielt die Familie zwar eine Unterstützung

von der Krankenversicherung

und Leos Verein, die jeweils einen Teil der Spritzen zahlten.

Doch mit der fortschreitenden Wirtschaftskrise

wurde bald auch das unmöglich.

(Telefonklingeln)

Zum Glück wurde Leos Können durch all die Probleme aber nicht geschmälert,

denn auch weiterhin konnte er mit seinem Ballgeschick überzeugen,

sodass nun auch zwei Sportagenten aus Rosario

auf ihn aufmerksam wurden.

Ihr Geschäft bestand aus dem Kauf und Verkauf von Spielern,

und sie versprachen, Leo an einen der Spitzenclubs in Europa zu vermitteln.

War das die Rettung?

Und tatsächlich:

Leo konnte es selbst nicht fassen,

nur einige Monate später

wurde er mit nur 13 Jahren zum Probetraining

des FC Barcelona eingeladen. (Engelsmusik)

"Sie erzählten mir von einem einzigartigen Jungen,

jemandem wie Maradona",

erinnert sich der ehemalige Sportdirektor Carles Rexach.

Als er ihn sah, traute er seinen Augen nicht.

Ein solches Talent durfte sich der Verein nicht entgehen lassen.

Koste es, was es wolle.

(Dynamische Musik)

Obwohl Leo noch extrem jung war,

war Barça bereit, ihn samt Familie nach Spanien zu holen,

die Kosten für die Therapie zu übernehmen

und Vater Jorge einen Job zu geben.

Wie sich später zeigen wird, ein lukrativer Deal für den Club.

Kaum vorzustellen, was für ein Druck das für Leo gewesen sein muss.

Plötzlich hing die Existenz der gesamten Familie von seiner Leistung ab.

von seiner Leistung ab.

Erzählt er selbst.

Und leider war der Neustart alles andere als einfach.

Frustriert musste Leo feststellen,

dass er vorerst keine Spielerlaubnis bekam.

Als sei das nicht genug,

fiel er zusätzlich über Monate wegen einer Verletzung aus

und litt aufgrund der Hormonbehandlung ständig unter Übelkeit. (Beklemmende Musik)

ständig unter Übelkeit. (Beklemmende Musik)

Doch anstatt sich zu beschweren,

behielt der Teenager - wie so oft -

seine Probleme für sich.

Sagte er später.

Und auch seinen Teamkollegen war Messi ein Rätsel.

"Am Anfang dachten wir, er wäre stumm",

erzählt sein ehemaliger Mitspieler Fàbregas.

Obendrein fiel es seiner Familie schwer,

sich in Spanien einzuleben.

Leo sah, dass besonders seine kleine Schwester

große Probleme hatte, seine Mutter unglücklich war

und auch die Brüder in der Schule litten.

So stand der 13-Jährige plötzlich vor einer der

schwersten Entscheidungen seines Lebens.

Entweder er kehrte mit dem Rest der Familie nach Argentinien zurück,

oder er blieb mit Vater Jorge allein in Barcelona.

Ernsthaft und wie ein Erwachsener habe er darauf reagiert,

erinnert sich seine Mutter.

Denn trotz allem Kummer stand für Leo fest,

er wollte Fußballprofi werden,

und weder seine Große noch die Trennung von seinen Liebsten sollten ihn daran hindern.

sollten ihn daran hindern.

(Hymne)

Sein unerbittlicher Einsatz zahlte sich aus.

Ein paar Jahre später

führte der nun über 1,70 Meter große Weltklassespieler

seine Mannschaft zu ungeahnten Triumphen.

(Jubel)

Und dabei überwand er nicht nur körperliche Grenzen,

sondern von Sieg zu Sieg auch seine extreme Verschlossenheit im Team.

Was für ein Typ!

Hättet ihr das wohl gepackt an Messis Stelle?

Wer den Messi-Song noch nicht kennt,

hört am besten direkt mal rein.

Und eine weitere spannende Biographie

ist hier ebenfalls verlinkt.

Bis zur nächsten Inspiration, "Der Biograph".

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