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Österreich - dies und das, Die Eisheiligen

Die Eisheiligen

In Österreich, wie in einigen anderen mitteleuropäischen Ländern, kennt man viele Bauernregeln, die früher der Landbevölkerung für die landwirtschaftliche Arbeit und den Gartenbau Hinweise und Warnungen geben sollten.

Zu diesen Bauernregeln zählen auch die Eismänner oder Eisheiligen vom 12. bis zum 15.

Mai, in manchen Gegenden schon der 11. (der Tag des Heiligen Mamertius). In Österreich sind es die Namenstage der Heiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und der „kalten Sophie“, die als Erinnerung an die Möglichkeit letzter Nachtfröste nach dem Ende des Winters gelten. Ein milder März oder ein warmer April können trügerisch dazu verführen, zu früh frostempfindliche Pflanzen zu säen oder auszusetzen.

Oft ist ein letzter Frost in der Ebene von Mitte bis Ende April zu beobachten. Besonders die klaren Nächte um den Neumond oder Vollmond herum führen im kontinentalen Klima leicht zu starker Abkühlung. Ein Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht von 15 bis 20 Grad ist da keine Seltenheit. Manchmal gibt es aber starke Vorstöße polarer Kaltluft auch noch im Mai und sogar im Juni, wo man dann von der Schafskälte spricht. Möchte man also zum Beispiel Tomaten oder vorgezogene Bohnen setzen, ist es ratsam bis ungefähr Mitte Mai damit zu warten.

Besonders nach einem überdurchschnittlich warmen April kann durch die sich erwärmende Luft über dem Kontinent kältere Luft vom Nord-Atlantik angesaugt werden. Dabei entstehende Tiefdruckgebiete führen zu einem Wettersturz, bei dem es schon einmal bis in die Niederungen schneien kann. Nach Durchzug der Kaltfront klart es oft auf und dadurch entstehen die Nachtfröste. Was die kalte Sophie angeht, so sagt man, wenn es zu Sophie regnet, regnet es noch vierzig Tage.

So war es vielleicht im Vorjahr, als es um diese Zeit Überschwemmungen und Unwetter gab. Im heurigen Jahr ist es bisher zu trocken gewesen. Das lässt aber keine Schlüsse auf den Sommer zu, der ebensogut nass und verregnet, wie heiß und trocken sein kann. Das zeigt sich oft erst Anfang Juli. Die Eisheiligen sind zwar keine verlässlichen Wetterboten, sie erinnern aber jeden Gartenfreund noch immer, zu Beginn der Pflanzsaison Vorsicht walten zu lassen und sich in Geduld zu üben.

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