Grammatik: ALLES erklärt! Die wichtigsten Regeln für Deutschlerner
Ihr werdet jetzt in einem einzigen Video lernen, wie Grammatik funktioniert
und was wirklich wichtig ist, damit ihr dieses System versteht.
Hallo, liebe Zuschauer! Gut, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt,
denn dieses Video ist für alle, die Schwierigkeiten mit Grammatik haben
und das sind wahrscheinlich einige von euch.
Mit diesem Video will ich euch Hoffnung machen. Ihr alle könnt das lernen!
Aber bevor wir damit beginnen, möchte ich gerne dem Sponsoren des heutigen Videos danken.
Busuu hat eine fantastische App entwickelt,
mit der ihr nicht nur die deutsche Grammatik lernen könnt,
sondern gleich die ganze deutsche Sprache!
Ich lerne damit seit ein paar Monaten Russisch und ich bin total begeistert!
Ihr lernt dort alle wichtigen Grammatikthemen bis zum Niveau B2 und das in einer ganz logischen Reihenfolge.
Das heißt, ihr lernt nicht nur die Basisgrammatik, sondern auch komplexere Strukturen,
Nebensätze wie Relativsätze, Konditionalsätze, Kausalsätze.
Ihr lernt Passiv, Aktiv, Konjunktiv und noch vieles mehr.
Das Tolle ist, dass man erst mal einen Einstufungstest macht
und sich dann einen ganz eigenen Lernplan erstellen kann.
Neben Grammatik gibt es noch super viele Vokabelübungen.
Es gibt Übungen zur Aussprache mit Dialogen und es gibt jede Menge Quiz,
damit ihr euch selbst testen könnt.
Und jetzt kommt das Beste: Busuu ist gleichzeitig ein soziales Netzwerk,
in dem ihr viele deutsche Freunde finden könnt, die eure Aufgaben korrigieren .
Total cool, oder?
Ihr könnt euch die App kostenlos herunterladen und sogar sieben Tage lang kostenlos testen,
ob sie das Richtige für euch ist.
Wenn ja, bekommt ihr mit der Premiumversion Zugang zu allen Funktionen
und ihr könnt sogar ein offizielles Sprachzertifikat bekommen!
und das alles für nicht mal sieben Euro im Monat.
Den Link zur App findet ihr unter dem Video.
Schreibt mir auf jeden Fall, wie euch Busuu gefällt und welches Niveau ihr im Test erreicht habt!
Also, los geht's!
Sicherlich kennt ihr Begriffe wie Subjekt, Perfekt, Objekt, Präteritum, Passiv, Pronomen, Präposition
Das ist eigentlich auch das Problem an der Grammatik: die vielen komplizierten Begriffe
Aber man kann alle diese Begriffe in zwei Kategorien aufteilen: Form und Funktion
Und was ist das?
Form sagt euch, wie etwas aussieht und Funktion sagt euch, was etwas macht, also welche Aufgabe es hat.
Schaut euch mal diese Dose Erdnüsse an: Welche Form hat sie? Sie ist rund, blau und aus Metall.
Welche Funktion hat sie? Sie versorgt mich mit Erdnüssen.
Das ist ihre Aufgabe, deshalb existiert sie, oder?
Welche Form hat dieses Tuch? Es ist länglich, rot mit weißen Punkten und es ist aus Stoff.
Welche Funktion hat es? Man kann sich damit tolle Frisuren machen.
Wie ist es mit mir? Welche Form habe ich? Ich bin ein Mensch, ich bin blond
und ich habe braune Augen. Und welche Funktion habe ich?
In diesem Video bin ich Deutschlehrerin,
aber außerhalb des Videos bin ich Schwester, Tochter, ich bin Tante, ich bin Freundin und noch vieles mehr.
Was will ich damit sagen? Meine Form ist immer gleich,
aber meine Funktion, die kann immer eine andere sein.
Genauso ist es mit dieser Dose Erdnüsse: Ihre Form bleibt immer gleich,
aber ich kann sie zum Beispiel auch als Stifthalter benutzen
oder ich kann einen Blumentopf daraus machen.
Und was ist mit diesem roten Tuch? Eigentlich benutze ich es gar nicht für meine Haare,
sondern ich mache es an meinen Koffer, damit ich am Flughafen immer direkt weiß, dass es mein Koffer ist.
Versteht ihr? Eine Sache hat eine bestimmte Form, aber ihre Funktion kann immer wieder anders sein.
Genauso ist es andersrum:
Eine Sache hat eine bestimmte Funktion, aber kann unterschiedliche Formen haben.
Schaut euch mal diese Stifte hier an: Alle haben eine bestimmte Funktion - sie sollen schreiben.
Aber ihre Form, die ist immer unterschiedlich.
Dieser Bleistift ist aus Holz, dieser Kuli ist aus Metall
und dieser Whiteboard-Marker ist aus Plastik. Und sie haben unterschiedliche Farben.
Und genau das passiert auch in der Grammatik und deshalb ist es für Deutschlerner so schwierig,
diese verschiedenen Begriffe so wie Präposition, Akkusativ, Objekt, Subjekt zu trennen ,
aber sie passen alle in diese zwei Kategorien und dieses Problem lösen wir jetzt!
Wir beginnen mit den Funktionen, denn davon gibt es in der Grammatik nur 5:
Das heißt, in einem Satz gibt es maximal fünf Aufgaben:
das Prädikat, das Subjekt, das Objekt, das Adverbial und das Attribut
Ein Prädikat gibt es in jedem Satz und normalerweise auch ein Subjekt,
aber der Rest, der kann in Sätzen vorkommen, muss aber nicht, denn Sprache bedeutet Informationen geben
und manchmal gibt man mehr Informationen und manchmal eben weniger Informationen.
Wir beginnen mit dem Prädikat, denn das hat die wichtigste Aufgabe im Satz.
Es sagt uns, was passiert.
Michael kocht Spaghetti.
Das Prädikat ist das Wort "kocht", das ist die Funktion des Wortes.
Aber "kocht" hat auch eine Form, ein bestimmtes Aussehen.
und zwar: es ist ein Verb, es steht im Präsens und es ist die 3. Person Singular, denn Michael = er
Wenn wir von Form sprechen, sprechen wir also von
Verb, Nomen, Artikel, Pronomen, Adjektiv, Adverb, Präposition, Konjunktion
Das sind unsere wichtigsten Wortarten. Dazu aber später mehr.
Was ist, wenn ich sage: Michael und seine Freundin kochen Spaghetti.
Die Funktion bleibt gleich. Es ist immer noch ein Prädikat, aber die Form hat sich geändert.
Es ist nicht mehr in der 3. Person Singular, sondern im Plural.
Die Funktion eines Prädikats kann sich nicht ändern, aber die Form kann sich ändern.
Und jetzt zeige ich euch alle Zeiten, die es im Deutschen gibt: unser Tempus
Und dann zeige ich euch noch ein paar andere Formen, von denen ihr bestimmt schon gehört habt.
Michael kochte Spaghetti.
Jetzt hat das Prädikat die Form eines Präteritums, es ist aber immer noch die 3. P. Sg.
Michael hat Spaghetti gekocht. Funktion: Prädikat, Form: Perfekt
Und das Perfekt besteht aus zwei Wörtern:
einem Hilfsverb, hier seht ihr wieder die 3. Person Singular und einem Partizip II
Michael hatte Spaghetti gekocht. Funktion: Prädikat, Form: Plusquamperfekt
Und das Plusquamperfekt besteht auch aus zwei Wörtern:
einem Hilfsverb, hier seht ihr wieder die 3. Person Singular und einem Partizip II
Achtung: Das Hilfsverb steht jetzt im Präteritum.
Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt sind Zeiten der Vergangenheit,
das Präsens ist die Zeit der Gegenwart, des Jetzt und der Ewigkeit, z.B. Wasser kocht bei 100°C – immer.
Und davon gibt es noch zwei andere im Deutschen:
Michael wird Spaghetti kochen. Funktion. Prädikat, Form: Futur I
Und das besteht auch aus zwei Wörtern: einem Hilfsverb (immer noch 3. Person Singular) und einem Infinitiv, das ist die Grundform von Verben.
Michael wird Spaghetti gekocht haben. Funktion: Prädikat, Form Futur II
Und das besteht sogar aus drei Wörtern: einem Hilfsverb und einer Kombination aus einem Partizip II und einem Infinitiv.
Das waren jetzt unsere Zeiten in der normalen Form, im sogenannten Indikativ.
Daneben gibt es aber auch noch einen anderen Modus, nämlich den Konjunktiv
und das ist eine Möglichkeitsform oder eine Wunschform:
Michael würde Spaghetti kochen, aber er hat kein Salz.
Funktion: Prädikat, Form: Konjunktiv II
der besteht aus dem Hilfsverb würde und dem Infinitiv
Den Konjunktiv gibt es zum Glück nur in zwei Formen: in der Gegenwart und der Vergangenheit.
Und dann gibt es noch den Konjunktiv I.
Die Dorfzeitung berichtet, Michael koche jeden Tag Spaghetti.
Funktion: Prädikat, Form: Konjunktiv I
den findet ihr vor allem in der Zeitung, sehr selten beim Sprechen.
Auch hier gibt es zum Glück nur zwei Zeitformen:
eine für die Gegenwart und Zukunft und die andere für die Vergangenheit
Dann gibt es noch einen dritten Modus neben dem Indikativ und dem Konjunktiv:
Es ist der Imperativ:
Michael, geh mal in die Küche und koch Spaghetti!
Funktion: Prädikat, Form: Imperativ, 2. Person Singular
Der Imperativ ist die Befehlsform, man nennt sie auch Aufforderungsform.
Und weil man nur eine Person oder mehrere Personen direkt ansprechen kann,
gibt es auch nur zwei Formen dafür: eine du-Form und eine ihr-Form.
Und es gibt auch noch eine höfliche Form:
Michael und Susi, geht mal in die Küche und kocht Spaghetti!
Herr Schmidt, bringen Sie mir bitte die Post und rufen Sie Frau Klein an!
Seht ihr? Diese Formen sehen genauso aus wie der Infinitiv
und sie gelten für eine Person und für mehrere Personen:
Herr Schmidt und Frau Klein, bringen Sie mir bitte einen Kaffee!
Einmal durchatmen!
Zum Prädikat gehören aber nicht nur Zeiten und der Modus, sondern auch das Genus verbi.
Genus was?! aktiv und passiv
Michael kocht Spaghetti. = Das ist ein Aktivsatz, denn Michael ist aktiv und kocht.
Spaghetti werden (von Michael) gekocht. = Das ist ein Passivsatz, denn die Spaghetti sind passiv, sie machen nichts.
Funktion: Prädikat, Form: Passiv Präsens
das Hilfsverb ist „werden“ in der 3. Person Plural und der hintere Teil ist das Partizip II.
Auch das Passiv gibt es in den sechs verschiedenen Zeiten, die ich eben erklärt habe.
Aber das ist ein Thema für ein anderes Video.
Wenn ihr das bisher verstanden habt, dann habt ihr einen großen Teil unserer Grammatik verstanden.
Kommen wir nun zum Subjekt und das gehört immer zum Prädikat:
Michael kocht Spaghetti. – Wer kocht Spaghetti? Michael
Funktion: Subjekt. Form: Nomen, auch Substantiv genannt
Mein Nachbar Michael aus dem dritten Stock kocht Spaghetti.
Wer kocht Spaghetti? Mein Nachbar Michael aus dem dritten Stock.
Funktion: Subjekt, Form: Das ist eine Phrase, also ein Satzteil und der besteht aus einzelnen Wörtern,
die zu bestimmten Wortarten gehören: einem Possessivartikel, einem Nomen, noch einem Nomen, einer Präposition, einem Artikel, einem Adjektiv und noch einem Nomen.
Ihr seht also, Wortarten sind Formen, die erst in einer bestimmten Situation,
einem Kontext, eine richtige Funktion bekommen.
Ein Subjekt kann aus einem oder aus mehreren Wörtern bestehen.
Es kann sogar noch viel mehr!
Mein Nachbar Michael aus dem dritten Stock, der einen kleinen Hund hat, kocht Spaghetti.
Wer kocht Spaghetti? Mein Nachbar Michael aus dem dritten Stock, der einen kleinen Hund hat.
Funktion: Subjekt, Form: die Phrase Mein Nachbar Michael aus dem 3. Stock PLUS Relativsatz
und ein Relativsatz ist ein Nebensatz,
Er beginnt hier mit dem Relativpronomen "der", dann kommt ein unbestimmter Artikel,
dann kommt ein Adjektiv, dann ein Nomen und das Verb steht am Ende,
so wie das immer bei Nebensätzen der Fall ist.
Letztes Beispiel: Wasser kocht bei 100°C.
Hier fragen wir nicht: Wer kocht? Wir fragen: Was kocht?, denn Wasser ist kein Mensch.
Also nochmal: Funktion: Subjekt. Form: Nomen
Als nächstes kommen wir zur dritten Funktion, dem Objekt und insgesamt gibt es vier Objekte:
das Akkusativobjekt, das Dativobjekt, das Genitivobjekt und das Präpositionalobjekt
Ob ein Satz ein Objekt braucht oder nicht, das steht im Verb.
Dazu habe ich schon mal ein anderes Video gemacht.
Michael kocht Spaghetti: Was kocht Michael? Spaghetti. Funktion: Akkusativobjekt, Form: Nomen.
Michael kocht einen großen Haufen Spaghetti. Was kocht Michael? einen großen Haufen Spaghetti.
Funktion: Akkusativobjekt, Form: Das ist wieder eine Phrase und die besteht aus dem unbestimmten Artikel einen, aus einem Adjektiv, aus einem Nomen und noch einem Nomen.
Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Aber wieso fragt man "was?" nach dem Subjekt
und nach dem Akkusativobjekt?
Das ist ein Problem, das man ganz einfach lösen kann.
Wenn ihr einen Satz analysiert, sucht ihr immer zuerst das Prädikat.
Und dann fragt ihr nach dem Subjekt, nämlich mit "wer oder was?"
Da es in jedem Satz nur ein Subjekt gibt, muss das andere "was?" nach dem Akkusativobjekt fragen.
Für das Akkusativobjekt gibt es aber auch noch eine andere Frage:
Michael liebt seine Freundin. Hier fragen wir: Wen liebt er? Seine Freundin,
denn – sie ist ein Mensch. Funktion: Akkusativobjekt, Form: Possessivartikel und Nomen.
Das heißt also: Nach dem Akkusativobjekt fragt man immer und nur "wen oder was?"
Nach dem Subjekt fragt man immer und nur "wer oder was?"
Als nächstes kommt das Dativobjekt:
Michael kocht seiner Freundin Spaghetti. Wem kocht er Spaghetti? Seiner Freundin
Funktion: Dativobjekt, Form: Possessivartikel und Nomen.
Michael hilft seinem kleinen Bruder. – Wem hilft er? seinem kleinen Bruder
Funktion: Dativobjekt, Form: Possessivartikel, Adjektiv und Nomen
Nach dem Dativobjekt fragt man immer "wem?" und nur "wem?"
Deshalb ist es auch meistens ein Mensch oder ein Tier.
Nach dem Genitivobjekt fragt man "wessen?"
Und an dieser Stelle muss ich direkt sagen, es gibt nur ganz ganz wenige Genitivobjekte
und die sind für Deutschlerner auch nicht so wichtig. Hier ein Beispiel:
Michael gedenkt seines verstorbenen Großvaters. Wessen gedenkt Michael? seines verstorbenen Großvaters
Funktion: Genitivobjekt, Form: Possessivartikel, Adjektiv, Nomen
Alles, was ihr über den Genitiv wissen müsst, lernt ihr in meinem anderen Video.
Kommen wir zum letzten Objekt und das ist ein sehr wichtiges Objekt
und hier passieren leider viele Fehler.
Michael wartet auf den Bus. Was fragen wir hier? Wir fragen: Worauf wartet Michael?
In der Umgangssprache fragt man auch: Auf was wartet Michael?
Viele denken jetzt, dass das ein Akkusativobjekt ist, aber das ist es nicht.
Warum? Man fragt für das Akkusativobjekt nur "wen oder was?"
Aber hier fragen wir "worauf?"
Und weil "auf" eine Präposition ist, ist "auf den Bus" ein Präpositionalobjekt.
Michael wartet auf seine Freundin.
Weil seine Freundin ein Mensch ist, fragen wir nicht "worauf?"
sondern „auf wen wartet Michael?“ auf seine Freundin
Funktion: Präpositionalobjekt, Form: Präposition, Possessivartikel, Nomen
Michael ärgert sich über das schlechte Wetter. Worüber ärgert er sich? über das schlechte Wetter
Funktion: Präpositionalobjekt. Form: Präposition, Artikel, Adjektiv, Nomen
Michael ärgert sich über seinen kleinen Bruder. Achtung! der kleine Bruder ist ein Mensch
deshalb: Über wen ärgert sich Michael? Über seinen kleinen Bruder
Funktion: Präpositionalobjekt. Form: Präposition, Artikel, Adjektiv, Nomen
Präpositionalobjekte gibt es nur, wenn ein Verb eine Präposition braucht, z. B.
an etwas/jemanden denken, für etwas/jemanden kämpfen, von etwas/jemandem abhängen
Und Präpositionen brauchen eben einen bestimmten Kasus, z. B. den Akkusativ, den Dativ oder den Genitiv.
Dann kommen wir auch schon zu der vierten Funktion, den Adverbialen
und die werden oft mit Präpositionalobjekten verwechselt,
aber man kann sie ganz einfach trennen, denn man stellt unterschiedliche Fragen:
Michael kocht Spaghetti in seiner Küche. Wo kocht er Spaghetti? in seiner Küche
Funktion: Adverbial, Form: Präposition, Possessivartikel, Nomen
Michael kocht seit Tagen Spaghetti. Seit wann kocht er Spaghetti? seit Tagen
Funktion: Adverbial, Form: Präposition, Nomen
Michael fährt in der Mittagspause in den Supermarkt.
Hier haben wir sogar zwei Adverbiale.
Wann fährt Michael in den Supermarkt? in der Mittagspause
Funktion: Adverbial. Form: Präposition, Artikel, Nomen
Wohin fährt Michael in der Mittagspause? in den Supermarkt
Funktion: Adverbial, Form: Präposition, Artikel, Nomen
Seht ihr? Nach Adverbialen fragt man zum Beispiel "wo, wohin, wann, wie lange,
warum, wie, seit wann?
Aber nach Präpositionalobjekten fragt man "worüber, worauf, woran, wofür, wogegen?"
Und dann kommen wir zur letzten Funktion: dem Attribut
und darauf möchte ich nur ganz kurz eingehen, denn die wichtigsten Funktionen habt ihr schon gelernt.
Attribute habt ihr in diesem Video schon ganz oft gesehen,
denn sie können ein Teil vom Subjekt, vom Objekt oder von Adverbialen sein.
Mein neuer Nachbar mit den braunen Haaren isst an kalten Wintertagen Spaghetti aus der Dose.
Das analysieren wir jetzt mal und zwar immer in einer bestimmten Reihenfolge.
Prädikat: isst. Dann fragen wir nach dem Subjekt: Wer isst? Mein neuer Nachbar mit den braunen Haaren
Die wichtigste Information in dieser Phrase ist "mein Nachbar".
Man nennt das den "Kopf" der Phrase.
Alles andere sind Attribute, also zusätzliche Informationen, die man nicht unbedingt braucht.
neuer, mit den braunen Haaren
Nun fragen wir nach dem Akkusativobjekt, denn "essen" kann ein Akkusativobjekt haben.
Was isst mein neuer Nachbar mit den braunen Haaren an kalten Wintertagen? Spaghetti aus der Dose
die wichtigste Information ist Spaghetti, das Attribut ist aus der Dose
Ein Adverbial bleibt noch übrig.
Wann isst mein neuer Nachbar mit den braunen Haaren Spaghetti aus der Dose? an kalten Wintertagen
An Wintertagen ist hier die wichtigste Information.
das Attribut ist "kalten"
Das war die deutsche Grammatik!
Natürlich konnte ich jedes Thema jetzt nur oberflächlich ansprechen,
aber zumindest wisst ihr jetzt, welche Themen es gibt
und wo genau sie hingehören, nämlich entweder zu Form oder zu Funktion.
Fassen wir das Ganze mal kurz zusammen:
Es gibt fünf Funktionen, die ihr in dieser Reihenfolge im Satz analysieren solltet:
Und diese Funktionen haben auch eine bestimmte Form:
Ich mache euch bald mal noch ein Video über Nebensätze, denn dann wird es richtig interessant,
da wir uns dann auf dem Gebiet der komplexen Grammatik bewegen.
Ein Video habe ich schon gemacht über Kausalsätze, das könnt ihr euch schon mal anschauen!
Ja, das war's für heute! Ich hoffe, ihr seid noch nicht ohnmächtig geworden und konntet etwas lernen.
Wenn ihr Ideen, Fragen oder Wünsche habt, dann schreibt sie mir in die Kommentare
und vergesst nicht, mir auch auf Instagram und auf TikTok zu folgen,
denn dann könnt ihr noch besser Deutsch lernen!
Ich sag tschüss, bis zum nächsten Video! Eure Julia