Bevor Will Smith berühmt wurde… | KURZBIOGRAPHIE
kann man Will Smith gar nicht mehr entkommen.
Er gilt inzwischen als feste Größe
unter den Influencer-Persönlichkeiten,
die sich sonst auf den Plattformen tummeln.
Doch was viele,
vor allem junge Leute gar nicht mehr auf dem Schirm haben:
Will Smith kann auf eine lange und vielseitige Karriere
in der Öffentlichkeit zurückblicken,
die weit vor der Zeit von Likes und Subscribern begann.
Also: Wie fing alles an?
Womit feierte Will seine ersten Erfolge?
Und wie genau gelang ihm der große internationale Durchbruch?
Untertitel: ARD Text im Auftrag von Funk (2020)
Will Smith wurde am 25. September 1968
an der Ostküste der USA geboren.
Sein Vater war Air-Force-Veteran
und arbeitete zu der Zeit als Ingenieur für Kältetechnik.
Als eines von 4 Kindern musste Will schon früh mit anpacken,
wurde diszipliniert erzogen
und im Gegenzug für seine Anstrengungen geschätzt.
So lernte er schon in jungen Jahren
den Wert von harter Arbeit zu würdigen.
Dass Wissen das Elixier für die Lösung aller Probleme war,
brachte ihm seine Mutter bei, die als Lehrerin arbeitete.
Beide Elternteile
hatten somit einen wichtigen Einfluss auf seine Entwicklung,
trennten sich jedoch, als Will gerade einmal 13 Jahre alt war.
Ein paar Jahre später
lernte er dann auf einer Party in der Nachbarschaft
zufällig DJ Jazzy Jeff kennen.
Der wartete vergebens auf seinen Frontmann
und benötigte dringend einen rappenden Ersatz.
Da ihn der Hip-Hop der achtziger Jahre prägte,
sprang Will spontan ein und legte direkt los.
Er genoss die Zeit im Rampenlicht und unterhielt die Menge.
DJ Jazzy Jeff bemerkte schnell, dass der charismatische Will
ein überraschendes Talent fürs Rappen hatte.
Praktisch, dass Jeff auch als Produzent unterwegs war.
So gründeten die beiden direkt ihre eigene Band:
"DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince".
"Prince" weil das übrigens damals schon Wills Spitzname war,
als jemand, der es irgendwie immer geschafft hatte,
sich aus Ärger herauszuhalten und genau dafür bekannt war.
Das junge Duo nahm fortan an diversen Events teil,
veröffentlichte Singles, gewann DJ-Wettbewerbe
und konnte kleinere Labels auf sich aufmerksam machen.
Mit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums
gelang ihnen aber völlig überraschend ein kleiner Erfolg,
der in die Geschichte einging.
Sollte es für Will also tatsächlich so problemlos bergauf gehen?
Schließlich war er nicht mal 18 Jahre alt
und seinen Highschool-Abschluss
hatte er auch noch nicht in der Tasche,
als er zum Chart-Rapper in den USA wurde.
Nach außen verhielt er sich trotzdem recht vorbildlich,
denn Will vermied es, in seinen Songs zu fluchen.
So waren die Texte stets familienfreundlich,
humorvoll geschrieben
und machten einen weiten Bogen um Gewaltdelikte oder Drogenexzesse.
Also das Gegenteil von dem, was in der Rap-Szene sonst üblich war.
Durch ein paar Veröffentlichungen
bekamen sie sogar Grammy-Auszeichnungen.
Für die beiden jungen, frischgebackenen Stars
lief es also so richtig gut.
Vielleicht zu gut, und das zu plötzlich.
Denn Will fühlte sich unbesiegbar
und genoss sein Leben in vollen Zügen.
In kürzester Zeit dürfte er, eigener Aussagen nach,
ein paar Millionen Dollar verprasst haben.
Gerade als er etwas über 19 Jahre alt war, passierte allerdings das,
was passieren musste.
Das amerikanische Finanzamt klingelte an seiner Tür
und verlangte seine Einkommensteuer in Höhe von 2,8 Mio. Dollar.
Wow.
Wie viele Leute vor ihm, die schnell und plötzlich reich wurden,
hatte Will wohl ebenfalls ausgeblendet,
dass er einen großen Teil
seiner Einnahmen an den Staat abzugeben hatte.
Da er komplett im Verzug war,
nahmen die Beamten seinen Besitz direkt in Beschlag.
Von seinem Vermögen
blieben angeblich nur noch 30.000 Dollar übrig.
Alles war weg, quasi wieder auf 0.
Er erzählte später, dass es wirklich hart war,
berühmt zu sein und mit dem Bus fahren zu müssen.
Sollte er jetzt einfach aufgeben
und sich schon wieder aus der Öffentlichkeit zurückziehen?
Für Will war das keine Option.
Stattdessen ging er weiter zusammen mit Jazzy Jeff
in den USA auf Promo-Tour,
für aktuelle Songs und ihr nächstes Album.
Hinter den Kulissen einer Late-Night-Show
knüpfte er dabei zufällig einen interessanten Kontakt.
Der Produzent Benny Medina
suchte nämlich einen Schauspieler für eine Serie,
die in den Grundzügen auf seinem Leben beruhte.
Ihm kam die spontane Idee, dass Will doch die Rolle übernehmen konnte.
"Ja, cool, ich bin aber kein Schauspieler",
dachte sich Will.
Das fragte ihn Benny.
Da Will nichts zu verlieren hatte
und Quincy Jones unter anderem der Produzent von Musiker-Legenden
wie Frank Sinatra oder Michael Jackson war,
nahm er das Angebot eines unverbindlichen Kennenlernens an.
Kurz darauf trafen sie sich also im Haus von Quincy Jones.
Vor Ort waren hochrangige Personen aus der Branche,
wie der damalige Senderchef, einige Politiker und weitere Schauspieler.
Plötzlich übergab Quincy Will das Drehbuch und bat ihn spontan,
einen Ausschnitt vorzusprechen.
Doch das war nicht das, womit Will je gerechnet hatte.
Er wollte nicht einfach so vorsprechen.
Auch wenn er gerne im Mittelpunkt stand,
er hatte noch keinerlei Schauspielerfahrung
und bat Quincy deshalb um etwas mehr Vorbereitungszeit.
Aber der spielte nur mit Wills Unsicherheit.
So erklärt er ihm, was passieren würde,
wenn er diese Chance nicht spontan wahrnähme.
Schließlich befanden sich gerade alle Verantwortlichen des Senders
mit ihm in einem Raum.
Es könnte Wochen dauern, bis es einen neuen Termin gab.
Er könnte sich also so lange vorbereiten und hoffen,
dass er bald noch mal
die Möglichkeit zum Vorsprechen haben würde
oder sich kurz 10 Min. zurückziehen, sein Schicksal in die Hand nehmen
und sein Leben womöglich für immer verändern.
Wie man sich bereits denken kann,
verlief dieses spontane Casting großartig.
Alle waren begeistert und organisierten sofort die Verträge.
3 Wochen später stand Will dann auf dem Set von "Der Prinz von Bel-Air"
und hatte dort seine erste echte Schauspiel-Erfahrung.
Trotzdem gewann er später mehrere Awards
und wurde sogar für den Emmy und die Golden Globe nominiert.
Vor allem in den USA war er nun ein Star.
Will fragte sich direkt, ob er da noch eins draufsetzen konnte.
Würde er auch das Zeug zum internationalen Superstar haben?
Der Rapper fand nämlich so großen Gefallen am Schauspielern,
dass er sich mit seinem Manager beriet und analysierte,
welche Filme in der Vergangenheit die erfolgreichsten waren
und welche es in der Zukunft wohl sein werden.
Auf ähnliche Weise
saß er auch mal mit ein paar erfolgreichen Kollegen zusammen
und bat um einen Rat
für außergewöhnlichen Erfolg vor der Kamera.
Schwarzenegger sagte ihm, dass seine Filme überall bekannt sein müssten,
nicht nur in Amerika.
V. a. sollte er aber für seine Fans und die Menschen vor Ort da sein.
Diesen Rat scheint sich Will bis heute zu Herzen genommen
und in Zeiten von Social Media inzwischen perfektioniert zu haben.
Eine seiner international bedeutendsten Rollen
sollte die des Mike Lowry in der Filmreihe "Bad Boys" werden.
2020 kam der dritte Teil in die Kinos.
Ob der Film sich lohnt,
beantworten euch die Jungs von "Cinema Strikes Back".
Und ein weiteres interessantes Video ist hier ebenfalls verlinkt.
Bis zur nächsten Inspiration. Der Biograph.