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Der Biograph, Bevor Ben & Jerry’s berühmt wurde… | KURZBIOGRAPHIE

Bevor Ben & Jerry's berühmt wurde… | KURZBIOGRAPHIE

Hast du auch schon immer davon geträumt,

jeden Tag so viel Eis geschenkt zu bekommen,

dass du nicht alles auf einmal verschlingen kannst?

Bei "Ben & Jerry's" werden diese Träume wahr.

Wer hier arbeitet,

bekommt täglich drei große Becher Eiscreme geschenkt.

Und nicht nur als Arbeitgeber verspricht das Unternehmen

magafair zu sein.

Wenn du dich fragst, ob hinter diesem positiven Image

vielleicht doch nur Schein steckt

und wer eigentlich dieser Ben und Jerry sind,

dann schau dir dieses Video an.

(Kratzender Stift)

(Ruhige Gitarrenmusik)

Während ihnen die anderen aus der Klasse davonliefen,

plagten sich Ben Cohen und Jerry Greenfield

Runde für Runde beim Sportunterricht.

Irgendwie waren sie anders als die anderen Kinder.

Und das habe sie zusammengeschweißt, erinnert sich Jerry später.

Auch nach der Schulzeit schien das Leben

nicht wirklich immer rund zu laufen.

Jerry, der zielstrebig war, und den Traum hatte, Arzt zu werden,

bekam keinen Studienplatz.

Und Ben, der gern viel riskierte und gern als Künstler experimentierte,

fand keine Stelle als Töpfer

und hangelte sich von einem Aushilfsjob zum nächsten.

Das Einzige, was gut lief, sagten sie später im Interview,

war ihre Freundschaft.

So schmiedeten sie in ihrer WG in New York

gemeinsame Zukunftspläne.

Für die meisten Ideen war die Kohle jedoch zu knapp.

Da beide bereits als Eisverkäufer gearbeitet hatten,

entschieden sie, mit einer Eisdiele ihr Glück zu versuchen.

Jetzt mussten sie nur noch lernen,

wie man Eis überhaupt selbst herstellt.

Ein Fünf-Dollar-Kurs sollte ihnen auf die Sprünge helfen.

Ein bisschen Erspartes sowie ein Minikredit reichten aus,

um eine alte Tankstelle zu kaufen.

Ben und Jerry bauten sie kurzerhand zu einem Icecream-Shop um.

Und die Eismaschine?

Auf ihrer Website schreiben sie, dass dafür am Anfang

erst einmal eine ausrangierte Wurstmaschine aus Deutschland diente.

Die perfekte Location für ihr Business

schien ihnen der Bundesstaat Vermont zu sein.

Anders als in der Millionenmetropole New York

gab es in der kleinen Universitätsstadt Burlington

bis dahin keine Eisdiele.

Und Studenten schlagen bei Eiscreme schließlich gern zu,

so die Vermutung der beiden.

Schnell sprachen sich die Eiskreationen

der beiden Jungs herum.

Zum Kulthit wurden sie jedoch insbesondere

bei Vermonts Motorradfahrern.

Die blieben auf der Suche nach Benzin

automatisch beim Eistanken hängen.

Doch was machte das Eis von Ben und Jerry so besonders?

Dazu lohnt es sich, einen Blick auf Bens Kindheit zu werfen.

Denn bereits als kleiner Junge

konnte er kaum etwas riechen und schmecken.

Die Ärzte diagnostizierten eine vermutlich angeborene Krankheit

ohne Hoffnung auf Heilung.

Später experimentierte Ben mit abwechslungsreichen Texturen

in seinem Essen,

damit er dieses trotzdem irgendwie genießen

und die Speisen unterscheiden konnte.

So kam es, dass er und Jerry später auch ihren Eisvariationen

unterschiedliche Bestandteile beimischten.

Und so unverwechselbare Geschmackskombinationen entwarfen.

Die ersten acht ausgefallenen Sorten waren geboren.

Mehr als 300 weitere

sollten über die kommenden 40 Jahre folgen.

Laut Firmenangaben ist die beliebteste all dieser Sorten

bis heute weltweit "Chocolate Chip Cookie Dough".

Die Idee für das Eis hatte angeblich ein Kunde.

Er kritzelte 1984 seinen Rezeptvorschlag

auf die Empfehlungstafel der Eisdiele.

Nicht schlecht, oder?

Obwohl der Laden gut lief, war es für die Jungunternehmer ...

Wie Ben später zugab.

In den ersten Jahren schufteten sie bis zu 80 Stunden pro Woche.

Kein leichter Job.

Doch während Jerry als Organisationstalent

den Überblick in der Eisdiele behielt,

hatte Ben als kreativer Kopf des Duos

stets eine neue Vision vor Augen.

Um künftig mehr zu verdienen, wollte er das Eis

auch an Lebensmittelshops in der Umgebung verteilen.

Dazu musste es von der Waffel natürlich in einen Becher.

Die Pints waren geboren.

Damit nicht nur Menschen in Vermont ihr Eis probieren konnten,

machten sich die beiden Freunde in einem freakigen Cowmobil

auf den Weg durch die USA.

Ihre Mission: Kostenloses Eis für alle.

Scheinbar keine schlechte Marketingstrategie,

nur der Van schaffte den Heimweg nicht,

heißt es auf ihrer Homepage.

Langsam kam der Erfolg

und mit ihm klingelte es in der Kasse.

Als überzeugte Hippies

sollte es bei ihnen jedoch nicht nur um Profit gehen.

Sie wollten, so schreiben sie auf ihrer Website,

die Welt mit jedem Löffel Eiscreme ein Stück weit zum Besseren machen.

Geschäftsmänner wollten sie nicht wirklich sein,

wie Jerry später in einem Interview behauptete.

Das waren für sie bis dahin die Typen,

die ihre Arbeiter ausbeuteten und die Umwelt zerstörten.

Als Pioniere des sogenannten "social responsible business"

steckten sie daher einen Teil ihrer Einnahmen in soziale Projekte.

Bereits in den 80ern gründen sie daher eine Stiftung,

die sich zum Beispiel für Umweltschutz, Frieden

oder Kinderrechte einsetzt.

Bis hierhin wirkt das Leben von Ben und Jerry

fast wie eine Geschichte aus dem Bilderbuch.

Von den Losern aus der siebten Klasse

zu zwei erfolgreichen Business Angels,

die der Welt nicht nur leckere Eiscreme schenken,

sondern auch peace, love and happiness.

Doch spätestens seitdem sie 1984 Anteile an ihrem Unternehmen

an der Börse anboten,

wuchs ihr Baby zu einem Eiscreme-Imperium heran.

Das lockte auch einen Multikonzern wie Unilever an.

Der kaufte das Unternehmen im Jahr 2000 nämlich ab.

Nicht alle Fans waren von dem Deal begeistert.

Immerhin passt ein profitorientierter Lebensmittelhersteller

nicht wirklich zu den sozialen Werten der Eiscreme-Revolutionäre.

Später erklärten die beiden,

dass sie die Übernahme angeblich nicht verhindern konnten,

da die Aktionäre über die Zukunft entschieden.

Und auch, wenn nicht ganz klar ist,

ob die ursprüngliche Philosophie der Gründer

bei Unilever immer noch auf die gleiche Weise zählt,

scheint Ben & Jerry's alles in allem eine Marke zu sein,

die für Fairness steht.

Immerhin tragen die verrückten Eissorten

bis heute ihre politischen Botschaften in die Welt.

Ob wir diese am Ende wirklich mit jedem Löffel zum Besseren verändern,

bleibt jedem selbst überlassen.

Wirklich schlechter wird sie mit Eiscreme aber sicher nicht.

Wie ihr selbst Eiscreme herstellen könnt,

erfahrt ihr bei Mai.

Und eine weitere coole Biografie ist hier ebenfalls verlinkt.

Bis zur nächsten Inspiration! "Der Biograph".

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