Bevor Apple berühmt wurde… | KURZBIOGRAPHIE
(Treibende Musik)
Als Baby wurde er zur Adoption freigegeben,
als Jugendlicher nahm er regelmäßig LSD
und als junger Mann brach er sein Studium ab.
Und trotzdem wurde Steve Jobs,
als einer der Gründer des Unternehmen Apple,
später supererfolgreich.
(Treibende Musik)
"Der Biograph" fragt sich, wie um alles in der Welt
hat er das nur geschafft?
Doch spulen wir die Zeit erst mal ein wenig zurück.
(Ploppgeräusche, Stiftekritzeln)
(Dynamische Musik)
Die Bedingung lautete, eines Tages sollte er aufs College gehen.
So hatten es Steves leibliche Mutter und seine Adoptiveltern
kurz nach der Geburt vereinbart.
Auf diese Weise wollte die junge Frau sicherstellen,
dass trotz bescheidener Verhältnisse
für die Bildung ihres Sohnes gesorgt war.
Um sich die hohen College-Gebühren irgendwann leisten zu können,
bastelte Steves Adoptivvater in seiner Freizeit an Autos herum
in seiner Freizeit an Autos herum
und verkaufte sie nach der Reparatur zu einem höheren Preis.
Er war es auch, der Steve dabei zwei wichtige Dinge
für sein späteres Leben mit auf den Weg gab.
(Lockere Musik)
Erstens, dass man auch verborgene Bestandteile sauber verarbeiten musste,
sauber verarbeiten musste,
und zweitens
allgemein die Begeisterung für alles Technische.
Technik, oder noch präziser
die Elektrotechnik als Branche,
erlebte zu dieser Zeit ohnehin einen starken Boom.
Denn mit der Erfindung von Microprozessoren
begann im Silicon Valley
ein neues Zeitalter. (Vogelzwitschern)
Und genau an diesem Ort und zu dieser Zeit
wuchs der kleine Steve heran,
den das alles sehr inspirierte,
wie er später zugab.
(Lockere Musik)
Doch zunächst stand gewöhnlicher Schulunterricht auf dem Programm,
Der ihn allerdings sehr langweilte.
Kein Wunder, Steve konnte schon vor dem ersten Schultag lesen
und soll allgemein weiter als seine Mitschüler gewesen sein.
Machen, was die Langweiler für richtig halten?
Nein danke.
Um sich trotzdem bei Laune zu halten,
spielte er ihnen halt jede Menge Streiche.
Außerdem suchte Steve den Kontakt zu Älteren.
Die waren intellektuell nun mal eher auf seinem Niveau
und beschäftigten sich mit anderen Dingen.
Und so interessierte sich Steve bald nicht mehr nur für Elektrotechnik,
sondern auch für alles, was die 68er-Bewegung ausmachte.
Getrieben von seiner unbändigen Neugier,
nahm er in den Sommerferien an einem Projekt
für technikbegeisterte Schüler teil.
(Bewegte Musik) Eine denkwürdige Erfahrung,
denn dort entdeckte er etwas,
das ihn besonders faszinierte.
Etwas, das man damals erstmalig Personal Computer nannte.
(Bewegte Musik)
Kurze Zeit später kam es zu einer weiteren bedeutsamen Begegnung.
Über einen gemeinsamen Freund lernte Steve nämlich
den ein paar Jahre älteren Steve Wozniak kennen.
Die beiden Steves verstanden sich von Anfang an blendend,
schließlich hatten sie viele Gemeinsamkeiten.
Beide spielten gerne Streiche
und begeisterten sich für Elektrotechnik.
Und bei ersten gemeinsamen Experimenten wird schnell klar,
Wozniak war der bessere Ingenieur,
Jobs aber hatte die Vision
und ein Händchen fürs Geschäft.
Indem sich jeder auf sein Talent konzentrierte,
sollten sich auch später noch voneinander profitieren können.
(Rhythmische Musik)
Doch zunächst musste ein Versprechen eingelöst werden.
Steve sollte auf die Uni.
Anstatt für starre Stundenpläne,
interessierte er sich allerdings bald eher für die Suche nach sich selbst.
Und probierte sich dafür zum Beispiel an der halluzinogenen Droge LSD,
Meditation und Zen-Buddhismus.
(Treibende Musik)
Grenzerfahrungen fand er super,
weswegen er sich zudem
über Wochen von nur wenigen Lebensmitteln ernährte.
Das Ziel: einen Zustand der Euphorie erreichen.
Mh ... köstlich.
Und so passierte, was passieren musste.
Auch in den Vorlesungen langweilte sich Steve.
Er sah keinen Sinn mehr in dem, was er da tat.
Denn zu dem Zeitpunkt habe er noch nicht gewusst,
was er mit seinem Leben einmal anstellen wollte,
und keine Idee gehabt, wie ihm das College dabei helfen würde,
das herauszufinden,
erinnert sich Steve. (Locker Musik)
Und:
Wer zu dieser Zeit auf Steves bisheriges Leben zurückblickte,
und dabei nur ein paar markante Details betrachtete,
hätte wahrscheinlich gedacht:
"Aus dem wird sowieso nichts."
Erst wird er von seiner leiblichen Mutter verlassen,
dann greift er zu gefährlichen Drogen,
und am Ende bricht er, vollkommen orientierungslos,
sein Studium ab.
(Treibende Musik)
Doch vielleicht war es genau die Summe solcher Erfahrungen,
die in später zu einem der größten Visionäre unserer Zeit werden ließ.
So meint Steve nämlich,
sich in seiner lässigen Studienzeit
unter Einfluss von bewusstseinserweiterndem LSD
darüber klar geworden zu sein,
was genau im Leben wirklich wichtig ist.
(Treibende Musik)
Auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Gedanke,
auf den man übrigens aber sicherlich auch kommen kann,
ohne vorher gefährliche Drogen zu nehmen.
(Dynamische Musik)
Aller großen Erkenntnisse zum Trotz,
kehrte Steve erst mal zu seinen Eltern zurück,
und musste sich einen Job suchen.
Also bewarb er sich bei einem aufstrebenden Spielehersteller,
und wurde, wie damals eben üblich,
auch ohne abgeschlossene Ausbildung genommen.
Als stinkender Hippie,
wie ihn seine Kollegen bald nannten,
wurde er dort schnell in die Nachtschicht versetzt.
(Computergeräusche)
Einer, den der Gestank aber wohl kaum störte,
war sein alter Freund Steve Wozniak.
Als der ihm eines Tages zeigte,
wie er es geschafft hatte,
auf einer Tastatur getippte Buchstaben
auf einem Bildschirm darzustellen,
fing Steves Kopf an, zu rattern.
So begann er, allmählich eine Vision von dem zu entwickeln,
was er mit seinem Leben und der Welt
einmal anstellen wollte.
(Inspirierende Musik)
Getreu der bekannten Gewaltenteilung
bauten und verkauften sie nun gemeinsam etwas,
das in die Geschichtsbücher eingehen sollte.
Große Dinge zu schaffen, statt Geld zu scheffeln,
war Steve einst so wichtig gewesen.
Nun, mit seinem eigenen Unternehmen Apple
konnte er am Ende beides tun.
(Dynamische Musik)
Eine ebenso spannende Geschichte
haben die Gründer von Netflix.
Und ein lustiges Video von Phil Laude
gibt es hier.
Bis zur nächsten Inspiration,
"Der Biograph". (Inspirierende Musik)