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YouTube | KONDOSAN Deutsch - Märchen & Gutenachtgeschichten, Heidi 🐐 KONDOSAN Deutsch - Hörspiel zum einschlafen | Märchen für Kinder Folge 26

Heidi 🐐 KONDOSAN Deutsch - Hörspiel zum einschlafen | Märchen für Kinder Folge 26

Es war einmal ein hübsches Waisenmädchen mit dem Namen Heidi.

Sie war 5 Jahre alt, hatte dunkelbraune Augen, kurze schwarze Haare und rosige Wangen.

Heidi wohnte bei ihrer Tante Dete in der Schweiz.

Eines Tages wurde Heidis Leben auf den Kopf gestellt.

Ihre Tante hatte eine Arbeit in einer anderen Stadt gefunden und konnte Heidi nicht mitnehmen.

Wir fahren in die Alpen zu deinem Großvater, meine Liebe.

Du wirst dann noch einige Zeit bei ihm bleiben, und ich werde dich abholen, wenn meine Arbeit getan ist.

Das verstehst du doch, oder?

Ja, das tue ich. Du weißt, was das Beste für mich ist, Tante.

Ich nehme meine Puppen mit und wir werden auf dich warten.

Ich freue mich riesig darauf, meinen Großvater zu treffen, ich kann es gar nicht erwarten!

Nach einer sehr langen Reise kamen sie schließlich am Häuschen ihres Großvaters an.

Opa Adolph lebte dort mit seinem Hund Joseph.

Jeder kannte ihn als einen Eigenbrötler und schwierigen Mann, aber er war eigentlich sehr warmherzig.

Tante Dete erklärte ihm die Situation und ließ Heidi bei ihm.

Heidi und ihr Opa mochten sich ab dem Moment, an dem sie sich das erste Mal sahen.

Das kleine Mädchen brachte Leben in das ruhige Häuschen.

Opa Adolph gewöhnte sich rasch an sein neues Leben mit Heidi und konnte sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

Von nun an ging er nicht mehr grummelig durchs Leben.

Wo warst du nur, Heidi?

Ich fühle mich wie neugeboren. Ich liebe dich, meine liebe Enkelin.

Ich auch, Opa! Ich liebe dich wirklich und ich finde es toll hier. Nur leider habe ich keine Freunde.

Es gibt einen Jungen namens Peter.

Er lebt mit seiner blinden Großmutter in einem kleinen Haus in der Nähe von uns.

Morgen werde ich ihn dir vorstellen, was sagst du?

Oh, das ist ja wunderbar! Hurra!

Peter war ein fleißiger Junge, denn er hütete nach der Schule die Ziegen.

Peter, darf ich dir meine Enkelin Heidi vorstellen?

Hallo Heidi.

Hallo Peter.

Sehr schön! Nun lauft und spielt zusammen!

Seit diesem Tag waren Heidi und Peter die besten Freunde.

Sie hüteten zusammen jeden Tag die Ziegen.

Heidi lief am liebsten barfuß und kletterte die Hänge hinauf wie eine kleine Ziege.

Peter, lauf! Eines der Lämmer ist weggelaufen. Du musst es wieder einfangen!

Keine Sorge, das kommt wieder.

Puh! Ich hatte schon ein bisschen Angst… nun, denn.

Ich werde deiner Großmutter ein paar Blumen pflücken.

Die schenke ich ihr auf dem Heimweg und vielleicht gibt sie mir dann ein bisschen frische Ziegenmilch.

Peter zeigte Heidi, wie man die Ziegen melkt.

Jede Ziege bekam außerdem von ihnen einen Namen.

Heidi kochte zu Hause noch eine Suppe und brachte Oma frisch gebackenes Brot.

Heidi hatte alle mit ihrer offenen und freundlichen Art angesteckt.

Nach ein paar Jahren kehrte Tante Dete zurück, um Heidi abzuholen.

Sie wollte sie zu einer reichen Familie bringen, die in Frankfurt lebte.

Dort sollte sie eine Ausbildung bekommen, damit sie ein besseres Leben führen konnte.

Heidi kann mich nicht verlassen. Was mache ich nur ohne sie?

Bitte nimm mich nicht, Tante. Ich möchte hier bei Großvater bleiben.

Ich will nicht gehen! Ich bin sehr glücklich hier.

Heidi, du wirst bei einer sehr reichen Familie in einem riesigen Haus wohnen und eine Ausbildung in einer sehr guten Schule genießen.

Das ist mir egal!

Meine liebe Enkelin, du weißt, dass ich dich sehr liebe und wie sehr ich dich vermissen werde.

Aber ich denke, deine Tante Dete hat recht.

Du wirst dort ein besseres Leben haben.

Hör mir jetzt zu.

Die Familie, bei der du wohnen wirst, hat eine Tochter in deinem Alter. Ihr beiden könnt Freunde werden.

Klara Kann leider nicht laufen und sie hat keine Freunde.

Sie braucht einen Freund wie dich.

Du wirst sehen, du wirst dort viel glücklicher sein.

Opa Adolph und Heidi weinten beide bitterlich.

Nach einer langen Reise kamen sie in Frankfurt an.

Als sie an einem riesigen Haus ankamen, begrüßte sie die Haushälterin Frau Rottenmeier an der Tür.

Herzlich willkommen! Ich bin Frau Rottenmeier.

Und ich bin Klara. Willkommen Heidi.

Hallo. Es freut mich, dich kennenzulernen.

Heidi, es wird Zeit für mich, zu gehen.

Pass bitte gut auf dich auf, meine Liebe.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dich mit Klara sehr gut verstehen wirst.

Hör bitte auf das, was dir Frau Rottenmeier sagt.

Ich liebe dich, meine liebe Nichte.

An dem Tag begann für Heidi der Albtraum mit Frau Rottenmeier.

Sie lächelte nie und lief immer griesgrämig herum.

Sie war nicht nur die Haushälterin, sondern war auch für die Erziehung der Kinder zuständig.

Also gut, die Begrüßung ist jetzt vorbei.

Zieh erst einmal die schmutzigen Sachen aus und geh dich waschen! Ich bringe dir ein paar saubere Sachen.

Jawohl, Frau Rottenmeier. Wie Sie wünschen.

Wenn du fertig bist, kannst du in mein Zimmer kommen.

Dann können wir zusammen etwas spielen.

Oh, toll! Ich werde mich beeilen und dann zu dir kommen.

Klara wohnte mit ihrem Vater, ihrer Großmutter, der Haushälterin Frau Rottenmeier

und den anderen Dienern in dem großen Haus.

Meistens blieb sie in ihrem Zimmer und zog nie die Vorhänge auf oder öffnete die Fenster.

Heidi war schockiert, als sie Klaras Zimmer betrat.

Sie zog sofort die Vorhänge auf, um Licht hereinzulassen.

Plötzlich war der Raum hell erleuchtet.

Klara, sieh, wie hell es jetzt ist! Sonnenschein hilft einem immer sich besser zu fühlen.

Du wirst sehen!

Im Laufe der Zeit hat sich Heidi an ihr neues Zuhause gewöhnt.

Wieder einmal hatte sie alle mit ihrer offenen und freundlichen Art verzaubert.

Jeden Tag spielten Heidi und Klara mit ihren Spielsachen und danach mussten sie lernen.

Frau Rottenmeier hatte es sich zum Ziel gesetzt, Heidi zu einem wohlerzogenen Mädchen zu erziehen.

Hör mir gut zu! Du solltest besser ein braves Mädchen sein! Lauf nicht überall herum!

Es tut mir leid, Frau Rottenmeier.

Heidi gab sich große Mühe, alle Regeln des Hauses zu befolgen und sie genoss die tolle Zeit mit Klara.

Trotzdem vermisste sie noch immer die Alpen, ihren Großvater und Peter.

Sie träumte immer davon, mit den Ziegen in den Bergen herumzulaufen.

Eines Morgens konnte Heidi nicht mehr aus dem Bett aufstehen.

Klaras Großmutter eilte sofort herbei, um nach ihr zusehen.

Bitte Großmutter, ich bin so unglücklich. Schicken Sie mich zurück nach Hause.

Dieses fröhliche Mädchen, das jeder kannte und liebte, hatte sich in eine kranke und ruhige Heidi verwandelt,

die außerdem auch noch ihren Appetit verloren hatte.

Die Großmutter machte sich schreckliche Sorgen um Heidi und rief nach dem Hausarzt.

Dieser teilte ihnen mit, dass Heidi wehmütig sei

und die einzige Heilung darin bestand, sie zu ihren geliebten Bergen zu schicken.

Also beschlossen sie, dass Heidi zu ihrem Großvater zurückkehren durfte.

Mein Leben hat sich so sehr verändert, dank dir, Heidi. Du wirst mir fehlen.

Ich bin so glücklich, Klara. Bitte versteh mich, das ist meine wahre Heimat.

Komm mich bitte besuchen, sobald du kannst.

Obwohl die Reise sehr lange und anstrengend war, konnte sie es kaum erwarten, ihren Großvater wiederzusehen.

Sie rannte zu ihm und umarmte ihn freudig.

Ich habe dich so vermisst, Großvater. Ich habe hier alles und jeden vermisst.

Ich habe auch dich vermisst, meine liebe Enkelin.

Wir werden uns nie wieder trennen.

Schau, Peter ist auch da.

Hallo Peter! Ich bin zurück!

Willkommen zurück, Heidi.

Wir haben dich wirklich vermisst, selbst die Ziegen! Hihihi!

Jeden Tag, wenn sie die Berge hinaufstiegen,

erzählte Heidi Peter von der Villa und den guten Zeiten, die sie dort erlebt hatte.

Nach Heidis Rückkehr war Peter endlich wieder glücklich.

Ich habe eine neue Freundin. Ihr Name ist Klara. Es viel mir schwer sie zu verlassen.

Ich werde sie vermissen

Vielleicht kann sie dich eines Tages besuchen kommen, Heidi.

Einige Monate vergingen und Heidis Wunsch ging in Erfüllung.

Klara durfte Heidi in den Alpen besuchen und einige Zeit bei ihr bleiben.

Heidi, Heidi, schau, ich bin gekommen!

Ich kann es nicht glauben, dass du endlich hier bist! Willkommen Klara!

Wir werden eine tolle Zeit miteinander verbringen.

Die beiden Freunde tratschten bis in die späten Abendstunden.

Am nächsten Morgen, nach einem herrlichen Frühstück,

gingen Heidi und Klara hinaus auf die Wiese und trafen dort Peter.

Klara beobachtete sie, während sie die Ziegen hüteten.

Zuzuschauen war eine ganz neue Erfahrung für sie, aber sie war glücklich.

Auf der anderen Seite war sie verärgert, dass Heidi und Peter laufen und herumspringen konnten.

Ich frage mich, ob ich eines Tages so laufen kann wie sie.

Ich habe keine Ahnung, wie sich das anfühlen muss.

Die Tage vergingen und Klara erholte sich wieder.

Da sie sehr viel Zeit an der frischen Luft verbrachte, wurde sie rasch gesund.

Ihre Wangen waren rosig.

Mit Hilfe von Großvater Adolph und Heidi begann sie sogar nach und nach aus ihrem Rollstuhl aufzustehen.

Bravo Klara! Du schaffst das! Weiter so!

Ich habe so Angst. Was ist, wenn ich hinfalle?

Wir sind hier, direkt neben dir. Du brauchst keine Angst zu haben.

Eines Tages als Klara, Heidi und Peter beim Ziegenhüten zusah, sah sie eine Kuh direkt auf sich zu laufen.

Hilfe! Hilfe!

Verängstigt sprang sie aus ihrem Rollstuhl und lief ein paar Schritte.

Ein Wunder war geschehen! Sie lief!

Eigentlich lief die Kuh in Richtung Scheune, aber das hatte Klara nicht erkannt.

Als Peter und Heidi sahen, dass Klara aufstand und weglaufen wollte, waren sie so schockiert,

dass sie nicht wussten, was sie machen sollten.

Dann rannten sie zu ihr und umarmten sie.

Hurra! Hurra!

Du hast es geschafft, Klara! Du hast es wirklich geschafft!

Ab diesem Tag übte sie täglich, ein paar weitere Schritte zu gehen.

Erst ein Schritt, dann zwei Schritte, bis sie laufen konnte.

Der Tag der Abreise für Klara war gekommen.

Ihr Vater und ihre Großmutter kamen und wollten Klara abholen.

Klara saß in ihrem Rollstuhl und wartete auf sie.

Als sie das Häuschen betraten, stand sie auf, rannte zu ihnen und umarmte sie.

Das war eine große Überraschung für ihren Vater und ihre Großmutter.

Sie saßen alle zusammen und sprachen über die Tage, die Klara in den Alpen verbracht hatte.

Klara erinnerte sich an den Vorfall mit der Kuh.

Klara, ihr Vater und ihre Großmutter blieben noch ein paar Tage und kehrten dann nach Frankfurt zurück.

Alle waren wieder Zuhause, Heidi in den Alpen und Klara in Frankfurt.

Sie schrieben sich weiterhin Briefe und erzählten sich alles.

Klara schrieb Heidi, dass sie im Frühjahr wieder in die Alpen kommen würde.

Dann könnten sie zusammen spazieren gehen und die Ziegen melken.

Schließlich war der Winter gekommen und es schneite.

Während des ganzen Winters gingen Peter und Heidi rodeln.

Von Zeit zu Zeit saßen sie gemeinsam und lernten für die Schule am Kamin.

Heidis Großvater schlief glücklich am Kamin ein, wohl wissend, dass Heidi zu Hause sein würde.

Heidi, ihr Großvater und all ihre Lieben, lebten glücklich bis an ihr Lebendsende.

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