Auf dem Land, das ihm der Onkel hinterlassen hat, arbeitet niemand mehr. Die Leute in der Stadt, und vor allem die Nachbarn, beginnen zu reden. „Wovon lebt dieser Faust?" fragen sie. „Er arbeitet nicht, hat immer Gäste — das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen!“ „Herr“, sagt Mephistopheles eines Tages zu Faust. „Wir müssen das anders machen. Jemand muss auf deinen Feldern arbeiten. Die Leute müssen sehen, wie du dein Geld verdienst." „Wie bitte?“ fragt Faust. „Ich soll arbeiten?“ „Aber nein“, antwortet Mephistopheles. „Lass mich nur machen.“ Vom nächsten Tag an sieht man Männer auf den Feldern und im Garten Fausts arbeiten. „Na also“, sagen jetzt die Leute in der Stadt. „Früher oder später musste er doch ans Geldverdienen denken!“ Nun regnet es in diesem Jahr wenig und die Bauern ernten nicht viel. Auf Fausts Feldern ist die Ernte dreimal so groß. Doch niemand denkt sich etwas dabei. Jetzt hat Faust immer elegante Schuhe und Kleidung, nur das beste Essen und die besten Weine. In seinem Haus ist es immer warm, auch wenn niemand an Heizung denkt. Und doch ist Faust noch nicht zufrieden. „Das ist ja alles gut und schön, mein lieber Mephistopheles, aber Geld habe ich noch immer nicht. Und ich brauche welches zum Spielen. Ich will auch nicht immer nur zu Hause bleiben, sondern als großer Herr an den Spieltischen im Lande sitzen! Also!“