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Funkkreis. Podcast der Bundeswehr, Podcast #50: Fluggerätfeldwebel NH90 | Bundeswehr

Podcast #50: Fluggerätfeldwebel NH90 | Bundeswehr

Delta to all radio check.

Over.

Hier ist Bravo.

Kommen.

This is Tango.

Over.

Funkkreis, Podcast der Bundeswehr.

A: Das, was Sie gerade gehört haben, das ist ein NH-90 in der Luft.

Und sechs Hubschrauber dieses Typs lösen jetzt die alten CH-53 Hubschrauber in Afghanistan

ab.

Ich spreche gleich mit dem Fluggerätfeldwebel Tobias darüber, was den NH90 auszeichnet

und was sein Job für ihn zum Traumjob macht.

Hier ist Barbara Gantenbein aus der Redaktion der Bundeswehr in Berlin.

Herzlich willkommen zum heutigen Podcast und guten Tag, Tobias.

B: Guten Tag Frau Gantenbein, aus der schönen Lüneburger Heide.

A: Das ist doch klasse.

Ich denke, Sie haben auch schönes Wetter da gerade.

Wir jetzt in Berlin auch wieder.

Wie wichtig ist denn das Wetter eigentlich für einen Hubschrauber?

B: Ja, wettergebunden ist das eigentlich recht egal für den Hubschrauber.

Der ist eigentlich relativ flexibel einsetzbar bei den Wetterbedingungen.

Aber Sonne ist natürlich immer schön, auch für den Piloten.

A: Auf jeden Fall, auf jeden Fall!

Welche Aufgaben haben Sie denn als Fluggerätfeldwebel?

B: Ja zu meinen Aufgaben gehört einmal die Planung der Revision für den NH-90.

Also eine Revision ist, sage ich mal, eine Bündelung von Arbeiten, wo alle Fachgruppen

tätig sind.

Also wir als Flugwerker, also in meinem Fall jetzt, dann der elektronische Bereich, die

Strukturbereiche.

Ja, und das ist so im Großen und Ganzen die Revisionsplanung.

A: Ist das sowas ähnliches wie eine Inspektion beim Auto?

B: Ja genau, kann man so sagen.

Wo verschiedene Bauteile, verschiedene Bereiche am NH-90 inspiziert werden.

Wo geguckt wird, ob alles in Ordnung ist.

Ja, genau.

Kann man so sagen.

Dann haben wir noch die Durchführung von großen Instandsetzungsmaßnahmen, die natürlich

beim NH-90 kalendarisch flugstundengebunden oder periodisch sein können.

Und wenn uns in der Revision etwas auffällt, dann haben wir auch kleine bis größere Störbegebungen,

die wir dann natürlich mit abarbeiten.

A: Klar.

Ich kann mir vorstellen, wenn jetzt die NH-90 nach Afghanistan verlegt werden, dass dann

Menschen wie Sie auch extrem wichtig sind, weil die müssen ja dann wieder, also nicht

komplett, aber wieder zusammengebaut werden.

Die werden ja auseinander gebaut, ein Stück weit, um dahin geflogen werden zu können.

Wie muss man sich das vorstellen?

Sie waren ja auch schon im Einsatz und haben das bestimmt schon mitgemacht.

Was passiert dann da alles vor Ort?

B: Ja also wenn wir die Maschinen verlegen, dann werden natürlich die großen Bauteile

abgebaut, wie die Hauptrotorblätter, die Heckrotorblätter, damit die dann natürlich

in die Maschine passen und in das Einsatzland verlegt werden können.

Und ja, wenn die Maschinen dann dort im Einsatzland ankommen, dann wird natürlich wieder die

Maschine aufgerüstet, auf ihren Grundzustand und dann werden noch ein paar Inspektionen

durchgeführt, ein paar Abnahmen, damit die Maschine dann im Einsatzland auch flugbereit

und einsatzfähig ist.

A: Ja.

War das schon immer Ihr Traumjob?

Also Fluggerätfeldwebel?

B: Ja, das kann man so sagen.

Schon als Kind habe ich mich viel fasziniert für die Luftfahrt und generell auch für

die Hubschrauber.

Und habe mich dazu dann damals entschlossen, 2010 meine Ausbildung als Fluggerätmechaniker

zu machen, hier auch in Faßberg in der Ausbildungswerkstatt.

Und ja, das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich dann gesagt habe: Ich werde Soldat

und mache das weiter.

A: Und inzwischen sind Sie Meister.

Wie schafft man das?

Also ich stelle mir das wirklich sehr kompliziert vor, weil das ist ja ein extrem komplexes

Arbeitsfeld.

B: Ja, das ist richtig.

Also, ich war damals noch Fluggerätunteroffizier und habe mich dann entschieden einen Laufbahnwechsel

in die Laufbahn der Feldwebel einzuschlagen und damit meine Meisterebene zu erlangen.

Man braucht halt sehr viele technische Lehrgänge, ist sehr viel unterwegs um den NH-90 richtig

kennenzulernen und dann auch den zehnmonatigen Meisterlehrgang hier in Faßberg.

Den habe ich absolviert und bin jetzt halt gerade in der Professionalisierungsphase,

um meinen MR-Status als Fluggerätmeister für den NH-90 zu erlangen.

A: Toll!

Und was fällt Ihnen oder was fasziniert Sie am NH-90 ganz besonders?

B: Also ich finde, dass es eines der neuesten Waffensysteme der Bundeswehr ist und stetig

weiterentwickelt wird und auch generell ist er ein sehr zuverlässiger Hubschrauber.

Man kann ihn vielseitig einsetzen in verschiedenen Varianten.

Wir fliegen ja zum Beispiel FAM, also Forward Air MedEvac.

Das kann man sich vorstellen wie eine kleine Intensivstation im Hubschrauber, wo die Patienten

versorgt werden können.

Man kann die Maschine umrüsten auf eine Chase-Variante, die dann im Einsatzland die MedEvac-Maschine

überwacht, also mit M3M- Gewehren drauf oder MG3.

Und wir können natürlich auch Truppe fliegen und natürlich auch Transport.

A: Das ist wirklich sehr vielseitig.

Ist das dann ein sehr großer Unterschied für Sie arbeitsmäßig, also je nach Ausstattung

des NH-90?

Oder gibt es da so ein paar Grundparameter, an denen man sich immer orientieren kann?

B: Also im Grunde genommen ist der NH-90 so gut wie immer gleich aufgebaut.

Durch die verschiedenen Varianten, die wir dann rüsten können, ist das jetzt nicht

so der große Faktor, die umzurüsten.

Das sind dann eigentlich nur noch Bauteile, die man hineinbaut in die Maschine.

Und das geht auch alles sehr fix und auch sehr gut.

A: Ja toll!

Sie waren ja auch schon zwei Mal im Einsatz in Mali.

Dort ist es ja so ähnlich staubig und heiß wie in Afghanistan.

Wie verhält sich denn der NH-90 unter solchen extremen Bedingungen?

B: Also tatsächlich hat er sich im Einsatzland bewährt, also in Mali.

Klar, die Hitze ist natürlich ein sehr großer Faktor für die Maschine und auch für Menschen.

Bei Temperaturen oberhalb der 40 Grad ist das natürlich ein sehr großer Aufwand, die

Maschinen dann auch einsatzbereit zu halten.

Aber natürlich ist der Verschleiß auch viel höher durch den Sand, der ist sehr eisenhaltig

und man kann sich das vorstellen, dass ist wie Schleifpapier für die Maschine.

Aber trotz dessen hatten wir eigentlich nie Probleme die Einsatzbereitschaft herzustellen.

A: Super.

Fliegen Sie denn auch mit?

B: Im Normalfall nicht, aber es kommt jetzt des Öfteren vor, dass die Mechaniker auch

mal mitfliegen können - einfach auch, um sensibilisiert zu werden für die Arbeit,

die wir tätigen.

Das finde ich auch sehr gut und auch wichtig.

A: Das macht wahrscheinlich auch ein bisschen Spaß oder?

B: Ja, ich bin im Einsatzland mitgeflogen und hier im Heimatflugbetrieb auch schon des

Öfteren.

Und für mich ist es immer etwas Besonderes und wird es wahrscheinlich auch immer bleiben.

A: Ja super!

Jetzt habe ich aber noch eine Frage: Staublandungen, wenn Sie... also für uns als Journalisten

ist so eine Staublandung, gerade optisch, immer ein absolutes Highlight, weil überall

so eine Wolke und das sieht toll aus.

Aber wie ist das für Sie?

Denken Sie da schon an die Arbeit, die das macht?

Alles wieder so sauber zu kriegen, dass man sich auf alles wieder verlassen kann?

B: Ja, also für uns Mechaniker sind die Staublandungen nicht so schön, sage ich mal, weil die Maschine

ja dann doch sehr dreckig wird.

Aber klar, Sie haben recht, das sieht schon immer sehr schön aus.

Und wenn man das auch mitgemacht hat, ist das auch schon sehr faszinierend, was da alles

passiert.

Aber im Großen und Ganzen machen wir danach trotzdem unsere Arbeit und machen die Maschine

wieder schick für den nächsten Flug.

A: Super.

Haben Sie im Einsatz eigentlich einen speziellen NH-90 für den Sie persönlich quasi verantwortlich

sind oder sind Sie so ein Team, dass für alle NH-90 vor Ort da verantwortlich sind?

B: Ja genau, also als wir in Mali waren, hatten wir immer zwei Teams, die einmal die Wartung

übernommen haben und einmal die Instandsetzung.

Bei den Instandsetzungsmaßnahmen geht man natürlich etwas tiefer in die Materie rein.

Und da hatten wir unsere zwei Teams, die dann ihre Aufgaben getätigt haben und so lief

das dann ab.

Man hat zwischendurch mal getauscht, dass man auch mal etwas Anderes macht, damit halt

nie irgendwie Routine in die Arbeit reinkommt, weil das natürlich in der Luftfahrzeugtechnik

nicht sein darf, weil die Flugsicherheit an erster Stelle bei uns steht.

A: Ja absolut, da muss wirklich alles stimmen.

Natürlich.

Letztendlich geht es ja wirklich um Leben und Tod dann.

B: Ja richtig, richtig!

A: Würden Sie alles wieder genauso machen?

Würden Sie den Job genauso wiederergreifen, wenn Sie die Wahl nochmal hätten?

B: Ich denke schon, ja.

Das macht mir sehr viel Spaß hier zu arbeiten, auch mit den Teams hier und mit meinen Kameraden

zusammen.

Das macht mir sehr viel Spaß und ich würde es definitiv wieder genauso machen!

A: Super!

Ganz vielen Dank, dass Sie die Zeit hatten für uns und alles Gute nach Faßberg.

B: Ja vielen Dank.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

A: Danke.

Tschüss!

B: Tschüss!

A: Wenn Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, jetzt mehr über den NH-90 oder auch das Berufsbild

eines Fluggerätfeldwebels wissen möchten, dann gehen Sie doch mal auf YouTube auf unseren

Bundeswehr Kanal und da finden Sie ganz viele Videos zu diesen Themen.

Den nächsten Podcast, den können Sie dann am kommenden Donnerstag hören.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und melde mich ab auf dem Funkkreis.

Tschüss.


Podcast #50: Fluggerätfeldwebel NH90 | Bundeswehr Podcast #50: Λοχίας αεροσκαφών NH90 | Bundeswehr Podcast #50: Aircraft Sergeant NH90 | German Armed Forces Podcast #50: Sergente aeronautico NH90 | Bundeswehr Подкаст #50: Сержант воздушных судов NH90 | Бундесвер

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Hier ist Bravo.

Kommen.

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Over.

Funkkreis, Podcast der Bundeswehr.

A: Das, was Sie gerade gehört haben, das ist ein NH-90 in der Luft.

Und sechs Hubschrauber dieses Typs lösen jetzt die alten CH-53 Hubschrauber in Afghanistan

ab.

Ich spreche gleich mit dem Fluggerätfeldwebel Tobias darüber, was den NH90 auszeichnet

und was sein Job für ihn zum Traumjob macht.

Hier ist Barbara Gantenbein aus der Redaktion der Bundeswehr in Berlin.

Herzlich willkommen zum heutigen Podcast und guten Tag, Tobias.

B: Guten Tag Frau Gantenbein, aus der schönen Lüneburger Heide.

A: Das ist doch klasse.

Ich denke, Sie haben auch schönes Wetter da gerade.

Wir jetzt in Berlin auch wieder.

Wie wichtig ist denn das Wetter eigentlich für einen Hubschrauber?

B: Ja, wettergebunden ist das eigentlich recht egal für den Hubschrauber.

Der ist eigentlich relativ flexibel einsetzbar bei den Wetterbedingungen.

Aber Sonne ist natürlich immer schön, auch für den Piloten.

A: Auf jeden Fall, auf jeden Fall!

Welche Aufgaben haben Sie denn als Fluggerätfeldwebel?

B: Ja zu meinen Aufgaben gehört einmal die Planung der Revision für den NH-90.

Also eine Revision ist, sage ich mal, eine Bündelung von Arbeiten, wo alle Fachgruppen

tätig sind.

Also wir als Flugwerker, also in meinem Fall jetzt, dann der elektronische Bereich, die

Strukturbereiche.

Ja, und das ist so im Großen und Ganzen die Revisionsplanung.

A: Ist das sowas ähnliches wie eine Inspektion beim Auto?

B: Ja genau, kann man so sagen.

Wo verschiedene Bauteile, verschiedene Bereiche am NH-90 inspiziert werden.

Wo geguckt wird, ob alles in Ordnung ist.

Ja, genau.

Kann man so sagen.

Dann haben wir noch die Durchführung von großen Instandsetzungsmaßnahmen, die natürlich

beim NH-90 kalendarisch flugstundengebunden oder periodisch sein können.

Und wenn uns in der Revision etwas auffällt, dann haben wir auch kleine bis größere Störbegebungen,

die wir dann natürlich mit abarbeiten.

A: Klar.

Ich kann mir vorstellen, wenn jetzt die NH-90 nach Afghanistan verlegt werden, dass dann

Menschen wie Sie auch extrem wichtig sind, weil die müssen ja dann wieder, also nicht

komplett, aber wieder zusammengebaut werden.

Die werden ja auseinander gebaut, ein Stück weit, um dahin geflogen werden zu können.

Wie muss man sich das vorstellen?

Sie waren ja auch schon im Einsatz und haben das bestimmt schon mitgemacht.

Was passiert dann da alles vor Ort?

B: Ja also wenn wir die Maschinen verlegen, dann werden natürlich die großen Bauteile

abgebaut, wie die Hauptrotorblätter, die Heckrotorblätter, damit die dann natürlich

in die Maschine passen und in das Einsatzland verlegt werden können.

Und ja, wenn die Maschinen dann dort im Einsatzland ankommen, dann wird natürlich wieder die

Maschine aufgerüstet, auf ihren Grundzustand und dann werden noch ein paar Inspektionen

durchgeführt, ein paar Abnahmen, damit die Maschine dann im Einsatzland auch flugbereit

und einsatzfähig ist.

A: Ja.

War das schon immer Ihr Traumjob?

Also Fluggerätfeldwebel?

B: Ja, das kann man so sagen.

Schon als Kind habe ich mich viel fasziniert für die Luftfahrt und generell auch für

die Hubschrauber.

Und habe mich dazu dann damals entschlossen, 2010 meine Ausbildung als Fluggerätmechaniker

zu machen, hier auch in Faßberg in der Ausbildungswerkstatt.

Und ja, das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich dann gesagt habe: Ich werde Soldat

und mache das weiter.

A: Und inzwischen sind Sie Meister.

Wie schafft man das?

Also ich stelle mir das wirklich sehr kompliziert vor, weil das ist ja ein extrem komplexes

Arbeitsfeld.

B: Ja, das ist richtig.

Also, ich war damals noch Fluggerätunteroffizier und habe mich dann entschieden einen Laufbahnwechsel

in die Laufbahn der Feldwebel einzuschlagen und damit meine Meisterebene zu erlangen.

Man braucht halt sehr viele technische Lehrgänge, ist sehr viel unterwegs um den NH-90 richtig

kennenzulernen und dann auch den zehnmonatigen Meisterlehrgang hier in Faßberg.

Den habe ich absolviert und bin jetzt halt gerade in der Professionalisierungsphase,

um meinen MR-Status als Fluggerätmeister für den NH-90 zu erlangen.

A: Toll!

Und was fällt Ihnen oder was fasziniert Sie am NH-90 ganz besonders?

B: Also ich finde, dass es eines der neuesten Waffensysteme der Bundeswehr ist und stetig

weiterentwickelt wird und auch generell ist er ein sehr zuverlässiger Hubschrauber.

Man kann ihn vielseitig einsetzen in verschiedenen Varianten.

Wir fliegen ja zum Beispiel FAM, also Forward Air MedEvac.

Das kann man sich vorstellen wie eine kleine Intensivstation im Hubschrauber, wo die Patienten

versorgt werden können.

Man kann die Maschine umrüsten auf eine Chase-Variante, die dann im Einsatzland die MedEvac-Maschine

überwacht, also mit M3M- Gewehren drauf oder MG3.

Und wir können natürlich auch Truppe fliegen und natürlich auch Transport.

A: Das ist wirklich sehr vielseitig.

Ist das dann ein sehr großer Unterschied für Sie arbeitsmäßig, also je nach Ausstattung

des NH-90?

Oder gibt es da so ein paar Grundparameter, an denen man sich immer orientieren kann?

B: Also im Grunde genommen ist der NH-90 so gut wie immer gleich aufgebaut.

Durch die verschiedenen Varianten, die wir dann rüsten können, ist das jetzt nicht

so der große Faktor, die umzurüsten.

Das sind dann eigentlich nur noch Bauteile, die man hineinbaut in die Maschine.

Und das geht auch alles sehr fix und auch sehr gut.

A: Ja toll!

Sie waren ja auch schon zwei Mal im Einsatz in Mali.

Dort ist es ja so ähnlich staubig und heiß wie in Afghanistan.

Wie verhält sich denn der NH-90 unter solchen extremen Bedingungen?

B: Also tatsächlich hat er sich im Einsatzland bewährt, also in Mali.

Klar, die Hitze ist natürlich ein sehr großer Faktor für die Maschine und auch für Menschen.

Bei Temperaturen oberhalb der 40 Grad ist das natürlich ein sehr großer Aufwand, die

Maschinen dann auch einsatzbereit zu halten.

Aber natürlich ist der Verschleiß auch viel höher durch den Sand, der ist sehr eisenhaltig

und man kann sich das vorstellen, dass ist wie Schleifpapier für die Maschine.

Aber trotz dessen hatten wir eigentlich nie Probleme die Einsatzbereitschaft herzustellen.

A: Super.

Fliegen Sie denn auch mit?

B: Im Normalfall nicht, aber es kommt jetzt des Öfteren vor, dass die Mechaniker auch

mal mitfliegen können - einfach auch, um sensibilisiert zu werden für die Arbeit,

die wir tätigen.

Das finde ich auch sehr gut und auch wichtig.

A: Das macht wahrscheinlich auch ein bisschen Spaß oder?

B: Ja, ich bin im Einsatzland mitgeflogen und hier im Heimatflugbetrieb auch schon des

Öfteren.

Und für mich ist es immer etwas Besonderes und wird es wahrscheinlich auch immer bleiben.

A: Ja super!

Jetzt habe ich aber noch eine Frage: Staublandungen, wenn Sie... also für uns als Journalisten

ist so eine Staublandung, gerade optisch, immer ein absolutes Highlight, weil überall

so eine Wolke und das sieht toll aus.

Aber wie ist das für Sie?

Denken Sie da schon an die Arbeit, die das macht?

Alles wieder so sauber zu kriegen, dass man sich auf alles wieder verlassen kann?

B: Ja, also für uns Mechaniker sind die Staublandungen nicht so schön, sage ich mal, weil die Maschine

ja dann doch sehr dreckig wird.

Aber klar, Sie haben recht, das sieht schon immer sehr schön aus.

Und wenn man das auch mitgemacht hat, ist das auch schon sehr faszinierend, was da alles

passiert.

Aber im Großen und Ganzen machen wir danach trotzdem unsere Arbeit und machen die Maschine

wieder schick für den nächsten Flug.

A: Super.

Haben Sie im Einsatz eigentlich einen speziellen NH-90 für den Sie persönlich quasi verantwortlich

sind oder sind Sie so ein Team, dass für alle NH-90 vor Ort da verantwortlich sind?

B: Ja genau, also als wir in Mali waren, hatten wir immer zwei Teams, die einmal die Wartung

übernommen haben und einmal die Instandsetzung.

Bei den Instandsetzungsmaßnahmen geht man natürlich etwas tiefer in die Materie rein.

Und da hatten wir unsere zwei Teams, die dann ihre Aufgaben getätigt haben und so lief

das dann ab.

Man hat zwischendurch mal getauscht, dass man auch mal etwas Anderes macht, damit halt

nie irgendwie Routine in die Arbeit reinkommt, weil das natürlich in der Luftfahrzeugtechnik

nicht sein darf, weil die Flugsicherheit an erster Stelle bei uns steht.

A: Ja absolut, da muss wirklich alles stimmen.

Natürlich.

Letztendlich geht es ja wirklich um Leben und Tod dann.

B: Ja richtig, richtig!

A: Würden Sie alles wieder genauso machen?

Würden Sie den Job genauso wiederergreifen, wenn Sie die Wahl nochmal hätten?

B: Ich denke schon, ja.

Das macht mir sehr viel Spaß hier zu arbeiten, auch mit den Teams hier und mit meinen Kameraden

zusammen.

Das macht mir sehr viel Spaß und ich würde es definitiv wieder genauso machen!

A: Super!

Ganz vielen Dank, dass Sie die Zeit hatten für uns und alles Gute nach Faßberg.

B: Ja vielen Dank.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

A: Danke.

Tschüss!

B: Tschüss!

A: Wenn Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, jetzt mehr über den NH-90 oder auch das Berufsbild

eines Fluggerätfeldwebels wissen möchten, dann gehen Sie doch mal auf YouTube auf unseren

Bundeswehr Kanal und da finden Sie ganz viele Videos zu diesen Themen.

Den nächsten Podcast, den können Sie dann am kommenden Donnerstag hören.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und melde mich ab auf dem Funkkreis.

Tschüss.