×

우리는 LingQ를 개선하기 위해서 쿠키를 사용합니다. 사이트를 방문함으로써 당신은 동의합니다 쿠키 정책.

image

Raumzeit - Vlog der Zukunft, Krieg der Sterne - Astronomie vs. Astrologie

Krieg der Sterne - Astronomie vs. Astrologie

Was ist eigentlich Astronomie? Offensichtlich geht es dabei um den Weltraum, unendliche Weiten, Orte die noch nie...

REGIE? Ich glaub, das dürfen wir so nicht. Können wir nochmal?

Danke! Also, was ist Astronomie? In weit entfernten Galaxien ...

Whoa, REGIE? Machen wir es einfach ohne Musik, bitte?

Besser.

Wir wollen in diesem Kanal gemeinsam auf eine Reise gehen, die durch den gesamten sichtbaren Kosmos führt, die ihren Anfang nimmt am Anbeginn der Zeit und uns bis ans Ende des Universums bringt.

Eine Reise durch den gesamten Raum und die gesamte Zeit.

Willkommen bei RAUMZEIT.

Um auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen, was ist Astronomie?

Der Name Astronomie stammt von der griechischen Worten ASTRON - Stern - und NOMOS - Gesetz - heißt also so viel, wie Gesetze der Sterne.

Es ist die Wissenschaft, die Phänomene und Objekte jenseits unserer Erdatmosphäre untersucht.

Solche Objekte umfassen Planeten, Sterne und Galaxien, zu den Phänomenen gehören Supernovae, kosmische Strahlung und Gravitationswellen.

Häufig wird Astronomie mit Astrologie verwechselt.

Letztere behauptet, es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Gestirnen und dem Leben der Menschen.

Mit fragwürdigen Methoden versucht sie, diese Zusammenhänge zu deuten und sogar Aussagen über die Zukunft – unser Schicksal zu treffen.

Das klingt für viele Menschen des 21. Jahrhunderts zurecht abenteuerlich.

Astrologie hat einen durchaus nachvollziehbaren Ursprung.

Bereits vor fast 30.000 Jahren waren sich Menschen des Mondzyklus bewusst.

Sterne und Planeten gaben den Menschen Orientierung und Struktur.

So konnten sich Jäger und Sammler an den Gestirnen orientieren, der Bauer in Mesopotamien wusste, wann die Saat auszubringen war.

In Ägypten zeigten die Sterne die baldige Nilflut an, die neues Leben und fruchtbaren Schlamm bringen würde.

Die Megalithen von Stonehenge erlaubten die genaue Bestimmung der Wintersonnenwende.

Die bedeutsame Rolle der Sterne lies die Menschen bald nach weiteren Zusammenhängen suchen.

Man machte sie verantwortlich für das Schicksal und glaubte, aus ihnen die Zukunft lesen zu können.

Immer detaillierter wurden die Aussagen und Prognosen der Astrologen.

In der Epoche der Renaissance etwa, wie hier im Bild Homme Anatomique zu erkennen, ordnete man die Sternbilder des Tierkreises einzelnen Organen und Charakterzügen zu.

Astrologie galt über weite Teile der menschlichen Geschichte als ernstzunehmende Wissenschaft.

Diese Wissenschaft konnte relevante Auswirkungen auf Bereiche wie etwa Politik und Medizin haben.

Trotz immer wieder, zum Beispiel durch den römischen Politiker und Philosophen Cicero vorgebrachter Kritk, gelang es erst im 20. Jahrhundert, die Annahmen der Astrologen schlüssig zu widerlegen.

Seither fristet die Astrologie ein pseudowissenschaftliches Dasein in unzähligen Horoskopen und obskuren TV-Sendern.

Die ernsthafte Wissenschaft der Astronomie aber lehrt uns vor allem Eines – Ehrfurcht vor dem Universum.

Um dies zu verstehen, werfen wir einen Blick zurück ins Jahr 1990.

Die Voyager I Sonde war zwölf Jahre zuvor gestartet, um das äußere Sonnensystem und später den interstellaren Raum zu erkunden.

Aus einer Entfernung von mehr als sechs Milliarden Kilometern und jenseits der Umlaufbahnen von Neptun und Pluto blickte Voyager ein letztes Mal zurück.

Auf Anregung Carl Sagans nahm sie eine Serie von 60 Abschiedsfotos des Sonnensystems auf – eines dieser Fotos zeigt einen winzigen Punkt in einem Sonnenstrahl – unsere Erde.

Es bemerkenswert, sich klar zu machen, dass die gesamte Geschichte unseres Planeten, die Entstehung des Lebens und die Entwicklung der Menschheit hier stattfanden.

Auf einem winzigen Punkt – kleiner als ein einziger Pixel auf einem einzelnen Foto.

Niemand hat diesen Eindruck besser in Worte gefasst als Carl Sagan selbst:

Das ist hier. Das ist zuhause. Das sind wir.

Darauf lebten alle die wir lieben, alle die wir kennen, alle von denen wir je hörten, jeder Mensch, der jemals war.

All unsere Freude und all unser Leid, tausende überzeugter Religionen, Ideologien und ökonomischer Weltanschauungen, jeder Jäger und Sammler, jeder Held und jeder Feigling, jeder Erschaffer und Zerstörer von Zivilisationen...

...jeder König, jeder Bauer, jedes verliebte junge Paar, jede Mutter und jeder Vater, hoffnungsvolle Kind, jeder Erfinder und Erforscher, jeder Lehrer der Moral, jeder korrupte Politiker, jeder Superstar, jeder erhabene Führer, jeder Heilige und Sünder in der Geschichte unserer Spezies lebte dort – auf einem Staubkorn, das in einem Sonnenstrahl schwebt.

Nach dem Abschiedsfoto raste Voyager weiter in Richtung des interstellaren Raums.

Die Sonde, mit mehr als 17 Kilometer pro Sekunde das schnellste jemals von Menschen gebaute Objekt, hatte 12 Jahre für die 6 Milliarden Kilometer benötigt.

Eine Entfernung, die 0,0006 Lichtjahren entspricht, oder einigen Lichtstunden.

Eine Entfernung, die ihrerseits wiederum zwergenhaft erscheint im Vergleich zu der Distanz zu unserem Nachbarstern, Proxima Centauri in der Centaurus-Konstellation.

Mehr als 4 Lichtjahre trennen uns von diesem Stern.

Wäre Voyager auf einem Kurs zu unserem Nachbarn, bräuchte sie noch mehr als 70.000 Jahre.

Proxima Centauri selbst ist aber nur einer von 100 – 400 Milliarden Sternen in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße.

Die Milchstraße dagegen nur eine Galaxie unter zwei Billionen Galaxien im beobachtbaren Universum.

Zwei Billionen – das einige Nullen. Und wo wir gerade bei großen Zahlen sind.

Wenn jede Galaxie 100 Milliarden Sterne hat, dann ergibt das eine – und das Wortspiel ist beabsichtigt – astronomisch große Zahl von Sternen: nämlich 2 Trilliarden.

Diese Zahl hat so viele Nullen.

Damit gibt es mehr Sterne im Universum als Sandkörner an allen Stränden der Erde zusammen.

Angesichts der Schönheit und Erhabenheit des Nachthimmels ist es verständlich, dass die Menschen seit Jahrtausenden versuchen, die Geheimnisse der Sterne zu ergründen.

Doch es waren insbesondere die Jahrhunderte seit der Renaissance, die der Astronomie gewaltige Fortschritte brachten.

Nikolaus Kopernikus rückte ab vom geozentrischen Weltbild und die Sonne in den Mittelpunkt unseres Verständnisses.

Galileio entwickelte das Teleskop weiter und sah zum ersten Mal die Jupitermonde.

Newton und Kepler beschrieben Gesetze, die wir so noch heute verwenden.

Im 20. Jahrhundert zeigte Edwin Hubble, dass das Universum viel größer war als wir angenommen hatten, dass es in ihm unzählige Galaxien gab und es sich stetig ausdehnte.

Einstein schuf mit der Relativitätstheorie das Werkzeug, Raum und Zeit zu verstehen und Max Planck erschloss mit der Quantenmechanik das Reich der elementaren Teilchen.

Mit dem sowjetischen Satelliten Sputnik begann im Oktober 1957 die Raumfahrt und schon 12 Jahre später betrat der erste Mensch den Mond.

Heute liefert uns das Hubble Teleskop spektakuläre Bilder aus dem All. 2019 wird das James Webb Teleskop in seine Fußstapfen treten und Aufnahmen ganz neuer Qualität ermöglichen.

Der Curiosity Rover erkundet derweil die Oberfläche des Planeten Mars und schon in wenigen Jahren sollen im die ersten Menschen auf seiner interplanetaren Reise folgen.

Wenn es euch gefallen hat, dann abonniert doch bitte unseren Kanal und lasst uns ein Like da.

Wir freuen uns auf eine weitere Episode und in diesem Sinne - 42!

Learn languages from TV shows, movies, news, articles and more! Try LingQ for FREE