InSight Lander | Probleme (2019)
Es gibt Schwierigkeiten beim Insight Lander auf der Mars-Oberfläche.
Was genau passiert ist und wie NASA und DLR das Problem lösen wollen, erfahrt ihr in
diesem Video.
Am 12.
Februar setzte der Insight Lander erfolgreich seine Hitze Sonde auf der Marsoberfläche
ab.
Diese Sonde, welche offiziell Heat and Physical Properties Package (HP3) heißt und auf den
Spitznamen Mole – also Maulwurf – hört, wurde vom deutschen Zentrum für Luft und
Raumfahrt – DLR – entwickelt.
Die Aufgabe des Instruments ist es, Wärme im Inneren des Mars zu messen.
Mit den erhobenen Daten können Wissenschaftler genauere Erkenntnisse zur Struktur und zum
Entstehungsprozess des Planeten gewinnen.
Die etwa 40 Zentimeter große Sonde muss sich dazu in den Boden hämmern – am 28.
Februar hatte sie zwei Drittel der vorgesehenen Tiefe von 70 cm erreicht, bevor sie stoppte.
Eine zweiter Versuch am letzten Samstag brachte quasi keinerlei Fortschritte.
Nach Aussagen der NASA befindet sich die Sonde mit 15 Grad Neigung in einer leicht schrägen
Lage und ist auf eine Schicht aus Gestein oder Kies gestoßen.
Obwohl die Sonde an sich dafür konstruiert ist, Hindernisse aus Gestein zu überwinden,
hat das deutsche Team entschieden, den Hammerprozess anzuhalten und eine Untersuchung durchzuführen.
Auch wenn die Sonde aktuell keine Fortschritte macht, arbeitet sie ansonsten fehlerfrei.
Nach einigen weiteren Vorbereitungen wird die Sonde Hitzeimpulse von 28° Celsius abgeben
und dann messen, wie schnell der Marsboden auskühlt.
Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse über die Wärmeleitfähigkeit der Marskruste wird
dabei helfen, die Sensoren präzise zu kalibrieren.
Ist der Mole schließlich tief genug in den Mars vorgedrungen, werden seine Sensoren die
natürliche Hitze des Mars messen können.
Diese Hitze ist zum einen Restwärme aus der Zeit der Marsformation und zum Anderen das
Ergebnis von radioaktiven Zerfallsprozessen im Marsinneren.
Diese Woche übrigens gibt es eine besondere Gelegenheit für HEAT.
Da der Marsmond Phobos mehrfache eine partielle Sonnenfinsternis erzeugt, wird das Gelände
rund um den InSight Lander auskühlen und so weitere Gelegenheiten zur Datenerhebung
bieten.
Phobos ist nur ca. 20km groß und umläuft den Mars in einem mittleren Abstand von etwas
mehr als 9000 Kilometern, so dass es sich um eine Mini-Sonnenfinsternis handelt, die
wir mit bloßem Auge nicht wahrnehmen könnten.
Für die Sensoren von InSight allerdings ist die durch sie hervorgerufene Abkühlung messbar
und relevant.
Wer sich für die Thematik interessiert, findet einen toll geschriebenen Blog von Tilman Spohn,
der für die DLR das HEAT-Team leitet, auf der Website der DLR.
Einen Link direkt zum Blog gibt es in der Videobeschreibung.
Einen schönen Einblick in InSight und wie groß die Rolle der Schweiz bei der Mission
ist, findet ihr übrigens in diesem Clip von der ETH Zürich, die maßgeblich an der Entwicklung
des Seismometers – des zweiten Hauptinstruments von InSight, beteiligt war.
Schaut unbedingt mal rein.
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Wir bedanken uns bei euch und bei unseren Patrons – vor allem unseren galaktischen
Overlords Rico, Dimitar und Tobias – fürs Zuschauen.
In diesem Sinne – 42!