El Nino | Einfach Erklärt (2019)
Was ist eigentlich El Nino?
Das erklären wir heute einfach und in 2 Minuten.
El Nino, das bedeutet im Spanischen „das Kind“ und bezeichnet ein Klimaphänomen.
Da dieses in der Regel um die Weihnachtszeit auftritt, wird El Nino konkreter als „Christkind“
verstanden.
Bei einem El Nino handelt es sich um eine erhebliche Veränderung in den Meeresströmungen
des äquatorialen Pazifiks – das Phänomen tritt unregelmäßig auf, im Durchschnitt
etwa alle 4 Jahre.
Was passiert genau?
Um Weihnachten herum gibt es teils deutliche Temperaturunterschiede im Pazifik.
Bei Indonesien ist das Wasser mit etwa 28°C sehr warm.
Vor der Küste Perus hingegen treiben Passatwinde eine Meeresströmung namens Humboldtstrom
an, welche kühles Wasser aus den Tiefen an die Oberfläche befördert.
Dies sorgt im Pazifik vor Peru für kühlere Temperaturen bei etwa 24°C.
Schwächen sich diese Passatwinde ab, kommt allmählich der kühle Humboldtstrom zum Erliegen.
Das Wasser vor Peru wird erheblich wärmer und kann sich nicht mehr mit dem nährstoffreichen,
kühlen Wasser aus der Tiefe durchmischen.
Ist zunächst nur das Plankton betroffen, kommt es wenig später zum Abriss ganzer Nahrungsketten
– es waren so auch peruanische Fischer, welche dem Phänomen seinen Namen gaben.
El Nino führt auch zu starken Regenfällen, Überflutungen und Schlammlawinen in den Anden.
Da El Nino auch die Zirkulation von Luftmassen maßgeblich beeinflusst, werden auf bis zu
75% der Erdoberfläche Wettermuster beeinflusst.
Auswirkungen von El Nino sind unter anderem Hurricanes vor Mexiko und den USA, Trockenheit
im Amazonasgebiet, Buschfeuer und Waldbrände in Australien.
Regenmuster in Afrika ändern sich und können zu extremen Ernteausfällen führen – so
etwa als Folge des El Ninos 2015/16, welcher in Äthiopien eine Hungersnot auslöste, die
10 bis 20 Millionen Menschen bedrohte.
Ganz besonders betroffen sind Robben, Seevögel und Korallen – der starke El Nino 1996/97
führte zum Absterben von etwa einem Sechstel der weltweiten Korallenriffe.
Europa bleibt in der Regel von Auswirkungen des El Ninos verschont.
Ausnahmen sind etwa der El Nino 1941/42, welcher einen extrem kalten Winter auslöste oder
der extreme El Nino 2015/16, welcher bei uns für die sehr warmen Temperaturen mitverantwortlich
war.
Für 2019 übrigens wird die Wahrscheinlichkeit eines neuen El Ninos mit über 80% angegeben.
Es gibt auch noch das weniger bekannte La Nina Phänomen, welches wir gern in einer
weiteren Episode vorstellen werden.
Für heute danken wir Euch fürs Zuschauen – ganz besonders natürlich unseren drei
Galaktischen Overlords Rico, Dimitar und Tobias.
Bis zum nächsten Mal und – in diesem Sinne – 42!