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Ted Talks, Das Spiel der Polaritäten - Business Heroes: Angelika Höcker at TEDxKoeln

Das Spiel der Polaritäten - Business Heroes: Angelika Höcker at TEDxKoeln

Transkribierer: Sonja Hahn Lektorat: Judith Matz Geschichten aus dem Gleichgewicht 28.Oktober 2011 (Musik)

Das Spiel der Polaritäten – Business-Helden im Spannungsfeld der Zukunft (Musik: "Du musst in dir selbst suchen,

du musst den Helden in dir selbst suchen,

suche die Geheimnisse, die du versteckst,

suche nach dem Helden in dir,

bis du den Schlüssel zu deinem Leben findest…" -- Die Suche nach dem Helden in uns

oder ganz anders ausgedrückt:

Das Leben ist Spannung,

das Leben ist manchmal auch Verspannung,

es spannt sich um uns,

manchmal fallen wir in ein Netz,

manchmal ist kein Netz da,

auf jeden Fall entzündet sich das Leben

an den Gegensätzen.

Und wir kennen alle jede Menge Gegensätze. Das Berühmteste, das Bekannteste: Mann / Frau, Yin / Yang, Tag und Nacht, Gut und Böse, und wir dealen und gehen damit um,

Ebbe und Flut, Pathos und Ethos,

Gefühl und Verstand.

Das alles funktioniert, mal gut, mal weniger gut, doch bei einer Polarität

geraten wir irgendwie regelmäßig ins Straucheln. Die Gegenpole erzeugen die Spannung.

Dualität ist überall, es geht überhaupt nicht ohne und wenn es um Veränderungen geht,

dann stehen wir plötzlich da

und fühlen uns manchmal wie aufgespannt.

Da ist eine Seite, die will unbedingt

und da ist eine andere Seite, die will genau das Gegenteil. Die eine Seite will festhalten,

das bewahren: "Es ist gerade so gut, wie es läuft, ich hab alles erreicht, mein Haus, mein Auto usw." und auf der anderen Seite gibt es Sehnsüchte, Wünsche, (Lachen) Das war jetzt nicht gerade mein Wunsch! Doppelt. Zwei Mikrofone, ok!

Also die Gegenpole erzeugen letztendlich die Spannung und wir sind große Experten da drin,

wir können wunderbar damit umgehen, wir haben eine große Kompetenz, nur dann, wenn es um Veränderungen geht, wird es schwierig. Und nicht nur bei uns selber,

sondern, das erleben wir in Organisationen,

in Teams, in Unternehmen,

manchmal, Anwesende ausgeschlossen,

natürlich auch in unseren Beziehungen.

Wir geraten aus dem Gleichgewicht.

Scheinbar.

Denn, was wir tun, ist, dass wir uns mit einer der beiden Seiten anfangen, zu identifizieren.

Die Mutigen, die Risikofreudigen, sind ganz klar auf der Seite des Helden: Die gehen voran, die wollen machen,

die sind straight, die wissen genau wo's langgeht. Und auf der anderen Seite

stehen die anderen

eher zögerlich, vorsichtig,

können die Gegenseite überhaupt nicht aushalten, immer diese, wie heißt das in den Unternehmen so schön: "Na, da haben sie ja mal wieder am grünen Tisch entschieden und wir müssen hier die Drecksarbeit machen." Und genau um diese Polarität geht es letztendlich, wenn Veränderung in irgendeiner Art und Weise gelingen soll. Es geht nicht darum, dass der eine den anderen besiegt. Das wird nicht funktionieren.

Es macht auch keinen Sinn, ein harmonisches Gleichgewicht herzustellen,

denn es bedeutet Stillstand oder aufgespannt zu sein, sondern es macht Sinn, aus diesem Gleichgewicht heraus zu gehen und beide Seiten zu entdecken.

In uns, in Teams, in Organisationen,

wo es die eine Seite, die verändern will, die machen will, die Entwicklung braucht und liebt,

die ganz der Evolution verschrieben ist

und da gab's heut schon etliche Aspekte zu, auch Lernen könnte völlig anders funktionieren. Und es gibt die andere Seite,

Das war nicht back…

Moment.

So.

Oder so:

Die Dämonen in uns, die festhalten, die bewahren wollen. Und ich mein, die sind natürlich nicht in uns, die sind immer draußen. "Es sind die anderen, die uns daran hindern, endlich los zu gehen." "Es sind die anderen im Team, die nicht wollen." "Ich wär ja längst schon."

Also was machen wir mit diesen beiden Polen? Wie gehen wir damit um?

Und ich hab mich damit schon lange auseinander gesetzt und bin vor über zehn Jahren auf die Metapher der Heldenreise gestoßen, die übrigens schon lange im Filmbereich erfolgreich eingesetzt wird. Ganze Drehbücher werden danach geschrieben:

George Lucas hat Joseph Campbell, der die Metapher entdeckt hat, in seine Projekte mit eingebunden.

Für mich ist es der organischste Leitfaden überhaupt für Veränderung. Ich habe nichts kennengelernt, was eindrücklicher schildert, wann Veränderungen gelingen können,

was es braucht, damit es voran geht,

so, dass beide Seiten mitgehen können.

Und auch in der Metapher gibt es eine Stelle,

wo es genau darum geht, diese beiden Gegensätze in uns oder in Teams miteinander in Kontakt, womöglich in den Dialog zu bringen, dass die miteinander was aushandeln können,

was dann sowas ähnliches sein könnte wie

ein dynamisches Gleichgewicht:

Ich kann sowohl das eine, als auch das andere sein. Weiß nicht, ob Sie das noch kennen?

(Klopfen)

Also manche, die früher viel geübt haben,

können das vielleicht noch, dass es oben wieder zusammen ist. Es braucht ganz viel Achtsamkeit für beide Seiten, damit es überhaupt gelingt.

In dem Moment, wo ich auf der einen Seite bin, wird die andere etwas nervöser.

Und ohne einander geht's gar nicht.

Also diese Metapher, diese Stationen der Heldenreise, die sehen Sie auch auf den Charts gerade,

fassen zusammen, dass es immer in unserem Leben etwas gibt, was uns ruft,

etwas, was uns an die Schwelle führt,

wo wir dann mit dem Widerstand konfrontiert sind. Die mutige Seite versus der Seite, die Sicherheit will und nur wenn die beiden einen Weg miteinander finden, wenn die Bedürfnisse beider Seiten berücksichtigt werden, kann Veränderung überhaupt gelingen.

Denn nur dann können wir die Schwelle überschreiten und wirklich was Neues entdecken.

Die Sicherheit in der Veränderung finden.

Hört sich vielleicht etwas komisch an,

aber genau das ist die Lösung.

Und wenn wir dann die Schwelle überschritten haben, dann kommt es wirklich zu etwas,

was ich so nenne:

Neue Möglichkeitsräume, neue Gedankenräume, da können wir wirklich innovativ sein.

Sonst,

wenn wir uns nicht damit auseinander setzen, laden wir eh nur das wieder down, was schon vorhanden ist, wie Otto Scharmer so schön sagt.

Und eine Metapher oder ein Tanz,

der für mich das in geradezu idealer Weise zusammenfasst, ist der Tango.

Eigendrehung, das Schätzen des Eigenen,

der Identität, der Bedürfnisse, das, was in uns steckt, sowohl bei uns als auch bei meinem Gegenüber, wo immer ich dem ganzen begegne, ob im Business oder auch privat, und die Bezogenheit dazu.

Der Tanz drückt das in idealer Weise aus.

Das voneinander Wegdrehen, das aufeinander Zudrehen, das miteinander Verdrehen,

immer in Spannung sein,

und zwar nicht in einer statischen Spannung,

sondern eher in einer dynamischen Spannung.

Und genau darum geht es:

So viel Dynamik in die Polarität zu bringen,

zwischen festhalten und bewegen wollen,

und verändern wollen,

dass die Kraft, die eigentlich im Widerstand --

die Lebenskraft oder die Lebens-Spannunng,

die auch im Widerstand gebündelt und gefesselt ist, zu befreien.

Und dann können Veränderungen gelingen.

Was ich erlebe in den Unternehmen, ist,

dass es die eine Seite gibt -- ja,

und es gibt genauso die andere Seite -- ja,

nur reden tun die nicht miteinander.

Und nicht nur, dass sie nicht miteinander reden, sie werten sich auch noch gegenseitig ab,

"Die ewig Gestrigen" ...

Einer hat mal zu mir gesagt: "Ich möchte gerne bei Ihnen lernen, wie wir diese träge Masse, die wir bei uns im Unternehmen haben, bewegen können.

Wir haben so tolle Ideen.

Wenn die nicht wären, wären wir ganz woanders." Ich kann verstehen, dass die Menschen sich nicht bewegen, wenn sie andere in ihrer Umgebung haben, die so über sie denken. Wenn ich für mein Bedürfniss nach Sicherheit,

und ich glaube jeder hier im Raum kennt es,

unterschiedlich ausgeprägt, ja, aber es ist immer existent, wenn ich damit nicht gesehen und gewürdigt und mitgenommen werde, dann will ich einfach nicht.

Also, es funktioniert mit 100%iger Eigendrehung und 100%iger Bezogenheit.

Es ist eine Herausforderung, aber so kann es gelingen. Und wenn wir diesen Deal machen zwischen diesen beiden Seiten, wenn es wird wie ein Tango-Tanz,

wenn wir es schaffen,

wirklich beide Bedürfnisse zu berücksichtigen, dann kann es passieren, dass sich wirklich neue Möglichkeitsräume eröffnen, dass wir Schätze heben können.

Es wird überall darüber geredet,

dass wir maximal fünf Prozent unseres Potentials nutzen, also liegt noch viel in den Tiefen des Ozeans.

Wir können noch einiges heben,

wir können noch einiges umsetzen,

dann gelingen Veränderungen,

dann kann es mehr Spaß machen zu leben, zu arbeiten, Freude wird wichtiger

und ja, dann suchen wir nicht,

dann finden wir.

Und ich möchte das gerne abschließen,

diesen kleinen Exkurs über wie Veränderungen auch noch sein können, mit einem Gedicht von Picasso:

"Ich suche nicht, ich finde.

Suchen das ist das Ausgehen von alten Beständen und ein Findenwollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue.

Das Neue auch in der Bewegung.

Alle Wege sind offen.

Und was gefunden wird, ist bekannt.

Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. Die Ungewissheit solcher Wagnisse

können eigentlich nur jene auf sich nehmen,

die sich im Ungeborgenen geborgen wissen.

Die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziel ziehen lassen

und nicht menschlich beschränkt und eingeengt das Ziel bestimmen. Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Innen und im Außen -- das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt." Für mich die Grundvoraussetzung, um überhaupt zukunftstauglich zu sein. Danke.

(Applaus)

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