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Mozart - Die Zauberflöte (Opera), Die Zauberflöte [The Magic Flute] (02/16) dt./engl.

Die Zauberflöte [The Magic Flute] (02/16) dt./engl.

Wo bin ich?

Ist's Fantasie, daß ich noch lebe?

Oder hat eine höhere Macht mich gerettet?

Was hör ich?

Der Vogelfänger bin ich ja,

stets lustig, heisa, hopsasa!

Ich Vogelfänger bin bekannt

bei Alt und Jung im ganzen Land.

Weiß mit dem Locken umzugehn

und mich auf's Pfeifen zu verstehn.

Drum kann ich froh und lustig sein,

denn alle Vögel sind ja mein.

Der Vogelfänger bin ich ja,

stets lustig, heisa, hopsassa!

Ich Vogelfänger bin bekannt

bei Alt und Jung im ganzen Land.

Ein Netz für Mädchen möchte ich,

ich fing sie dutzendweis für mich.

Dann sperrte ich sie bei mir ein,

und alle Mädchen wären mein.

Wenn alle Mädchen wären mein,

so tauschte ich brav Zucker ein.

Die, welche mir am liebsten wär',

der gäb' ich gleich den Zucker her.

Und küßte sie mich zärtlich dann,

wär' sie mein Weib und ich ihr Mann.

Sie schlief' an meiner Seite ein,

ich wiegte wie ein Kind sie ein.

He da!

Was da?

Sag mir, wer du bist, Freund?

Wer ich bin? Dumme Frage!

Ein Mensch, wie du.

Und wenn ich dich nun fragte, wer du bist?

So würde ich dir antworten,

daß ich aus fürstlichem Geblüte bin.

Das ist mir zu hoch.

Mein Vater ist Fürst,

der über viele Länder und Menschen herrscht;

darum nennt man mich Prinz.

Länder? Menschen? Prinz?

Sag mal, gibt es außer diesen Bergen auch noch Länder und Menschen?

Viele Tausende!

Da ließe sich ja eine Spekulation mit meinen Vögeln machen

Ich fange für die sternflammende Königin

und ihre Jungfrauen verschiedene Vögel;

dafür erhalte ich täglich Speise und Trank von ihr.

Sternflammende Königin?

Etwa gar die Königin der Nacht?

Sag mir, guter Freund,

warst du schon so glücklich,

diese Göttin der Nacht zu sehen?

Sehen?

Die sternflammende Königin sehen?

Welches Menschenauge

würde durch ihren schwarzdurchwebten Schleier blicken können?

Warum siehst du so verdächtig und schelmisch nach mir?

Warst du wohl mein Erretter

der diese giftige Schlange bekämpfte?

Schlange!

Aber - du bist ohne Waffen!

Brauch keine!

Bei mir ist ein starker Druck mit der Hand

mehr als alle Waffen.

Du hast sie also erdrosselt?

Erdrosselt!

Papageno!

Wer sind diese Damen?

Wer sie eigentlich sind, weiß ich selbst nicht.

Ich weiß nur so viel,

daß sie mir täglich meine Vögel abnehmen,

und mir dafür Wein, Zuckerbrot und süße Feigen bringen.

Hier, meine Schönen,

übergeb ich euch meine Vögel.

Dafür schickt dir unsere Fürstin heute zum ersten Mal

statt Wein reines, helles Wasser.

Und statt Zuckerbrot diesen Stein

Und statt der süßen Feigen

dies Schloß vor den Mund

Damit du künftig nie mehr Fremde belügst.

Und daß du nie dich der Heldentaten rühmst,

die andre vollzogen.

Sag! Hast du diese Schlange bekämpft?

Wir waren's, Jüngling, die dich befreiten.

Zittre nicht, dich erwarten Freude und Entzücken!

Hier, dies Gemälde schickt dir unsere Fürstin;

es ist das Bildnis ihrer Tochter.

“Findest du,” sagte sie,

“daß diese Züge dir nicht gleichgültig sind,

dann ist Glück, Ehr' und Ruhm dein Los!

Dies Bildnis ist bezanbernd schön,

wie noch kein Auge je gesehn!

Ich fühl es,

wie dies Götterbild

mein Herz mit neuer Regung füllt.

Dies Etwas kann ich zwar nicht nennen,

doch fühl' ich's hier wie Feuer brennen.

Soll die Empfindung Liebe sein?

Ja, ja die Liebe ist's allein.

die Liebe

ist's allein.

O wenn ich sie nur finden könnte!

O wenn sie doch schon vor mir stände!

Ich würde

würde

warm und rein.

Was würde ich?

Ich würde sie voll Entzücken

an diesen heißen Busen drücken,

und ewig wäre sie dann mein!

ewig wäre sie dann mein!

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