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2020-7 Imported from YouTube, Telomere: Können wir die biologische Uhr zurückdrehen? Folge 2 von "Für immer

Telomere: Können wir die biologische Uhr zurückdrehen? Folge 2 von "Für immer

Hallo und Herzlich willkommen zu "Für immer jung mit Kleine-Gunk"!

Im Jahr 2009 ging der Nobelpreis für Medizin an eine amerikanische Forschergruppe -

Elizabeth Blackburn, Carol Greider und Jack Szostak -

für ihre Forschungen zum Thema

Telomere. Mit denen wollen wir uns heute ein wenig auseinandersetzen, weil die haben für die Anti-Aging-Medizin einen enormen Einfluss.

Telomere sind inzwischen bekannt als die

biologischen Uhren in unseren Zellen.

Das Ganze hat aber eine Vorgeschichte und die Vorgeschichte beginnt mit Leonard Hayflick. Er hatte in den sechziger Jahren

Zellen bebrütet in Kulturen.

Damals glaubte man, dass einzelne Körperzellen sich unendlich teilen können, genauso wie z.B. auch Bakterien.

Hayflick fand heraus, nein ist nicht so! Wenn ich meine Zellen bebrüte, dann teilen die sich 60 mal 80 mal

und dann ist auch Schluss.

Das ist inzwischen bekannt als das sogenannte Hayflick-Limit.

Und

Hayflick hat damals schon postuliert, dass es in jeder Körperzelle

tatsächlich so etwas geben müsse wie eine

biologische Uhr.

Das hat bei seinen damaligen Kollegen zu nicht unerheblicher Heiterkeit

geführt. Eine biologische Uhr in jeder einzelnen Körperzelle - geht es denn noch absurder?

Heute wissen wir, Hayflick hatte Recht. Diese biologischen Uhren

existieren, wir wissen, wo sie sitzen und wir wissen auch, wie die ticken.

Diese biologischen Uhren sind tatsächlich die Telomere, das sind Strukturen, die sitzen an den Enden der Chromosomen,

spielen eine Rolle bei der Zellteilung. Bei jeder Zellteilung

verkürzen sich diese

Telomere um eine klar definierte Menge von Basenpaaren

und wenn dann eine kritische Grenze erreicht ist, dann kann sich die Zelle nicht mehr weiter teilen, dann

stirbt sie ab - Hayflick-Limit ist erreicht. Trotzdem hat natürlich

dieser Vergleich mit den Uhren auch seine Grenzen.

Wir wissen, dass mechanische

Uhren immer ziemlich gleich ticken. Da hat eine Minute immer 60 Sekunden, eine Stunde über 60 Minuten. Die

biologischen Uhren können durchaus unterschiedlich ticken. Es gibt Dinge, die dazu führen, dass sich die Telomere schneller verkürzen.

Rauchen, chronischer Stress, falsche Ernährung. Wir wissen aber auch, dass wir diese biologischen Uhren tatsächlich wieder

aufbauen können.

Dafür gibt es ein spezielles Enzym, die sogenannte

Telomerase.

Wenn die Telomerase diese Telomere wieder aufbaut, dann in der Tat, kann die Zelle länger leben und

es gibt

Zellen in unserem Körper, die diesem

Hayflick-Limit nicht unterliegen. Das sind zb die

Stammzellen. Die können sich fast das ganze Leben lang teilen. Warum? Weil sie über hohe

Konzentrationen von Telomerase verfügen, die die Telomere dann immer weiter

aufbauen und dazu führen, dass diese Zellen sich immer weiter teilen. Das gleiche gilt zum beispiel auch für unsere keimzellen. Also,

biologische Unsterblichkeit ist möglich - zumindest auf zellulärer Ebene.

Die frage ist, können wir das auch auf der Ebene der

Körperzellen machen.

In der Tat gibt es jetzt die ersten sogenannten

Telomerase-Aktivatoren,

die Telomerase

stimulieren damit die Telomere verlängern und damit

nicht nur - so wird gehofft - das Leben der einzelnen Zelle verlängern, sondern unser

gesamtes Leben. Die ersten Studien dafür sind tatsächlich schon gemacht und haben auch relativ

positive Ergebnisse gebracht. Das ist natürlich eine der großen Hoffnungen in der Anti-Aging-Medizin,

weil alles andere, was wir vorher gemacht haben - Schutz der Zellen vor oxidativem Stress, vor chronischer

Inflammation, vor Verzuckerung -

das ist im Wesentlichen

Schadensbegrenzung. Aber wenn wir jetzt daran gehen, die

Telomeren tatsächlich insgesamt zu verlängern, dann haben wir natürlich einen ganz anderen Ansatz. Dann kommen wir von der

präventiven zu einer

regenerativen Medizin.

Das eröffnet völlig neue Felder mit völlig neuen Perspektiven.

Wir bleiben an der Sache dran! Hier wie immer der Science Proof.

Unten kann man liken und abonnieren. Wir sehen uns wieder zur nächsten Folge von "Für immer jung mit Kleine-Gunk".

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