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2020-7 Imported from YouTube, Mykorrhiza: Was Pilz und Pflanze verbindet

Mykorrhiza: Was Pilz und Pflanze verbindet

Im Wald leben viele verschiedene Arten

auch miteinander. Pilze wachsen meist

neben ganz bestimmten Pflanzen.

Warum das so ist, sieht man beim Blick

unter die Erde.

Dort zieht sich der Pilz als riesiges

Fadengeflecht, das Mycel, durch den

Boden und verbindet sich mit

benachbarten Pflanzenwurzeln - hier von

einer Buche. Unzählige Pilzfäden

umhüllen die äußersten Feinwurzeln mit

einem dichten Netz. Über das weit

verzweigte Mycel kann der Pilz Wasser

und Mineralstoffe wie Phosphor und

Stickstoff besonders gut aufnehmen - und

durch die einzelnen Pilzfäden direkt

in die Baumwurzeln leiten.

Von dort wird das Wasser mit

Mineralstoffen bis in die Blätter

transportiert.

In den Blattzellen entsteht durch

Photosynthese aus Wasser, Kohlendioxid

und Sonnenenergie Zucker. Es wird so viel

Zucker produziert, dass es locker für die

gesamte Buche reicht. Den Rest - bis zu

ein Drittel - gibt sie nach unten ab. Für

Pilze ist das überlebenswichtig, denn

selbst können sie keinen Zucker

herstellen.

Mykorrhiza nennt man eine solche

Lebensgemeinschaft.

Sie bringt beiden Partnern Vorteile. Der

Pilz hilft dem Baum beim Aufnehmen von

Wasser.

Dafür erhält er Zucker zum leben und

wachsen.

Im Wurzelwerk eines Baumes kann man mehr

als 30 verschiedene Arten von Mykorrhiza-

Pilze finden. Sie vernetzen die Bäume

auch untereinander. Über die Pilz-

Verbindung kann ein kräftiger Baum den

Schwächeren ringsherum Nährstoffe

zukommen lassen.

Einige Mykorrhiza-Pilze können sogar mit

vielen verschiedenen Pflanzen

zusammenleben. Ein raffiniertes

unterirdisches Netzwerk.

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