×

우리는 LingQ를 개선하기 위해서 쿠키를 사용합니다. 사이트를 방문함으로써 당신은 동의합니다 쿠키 정책.

image

2020-7 Imported from YouTube, Blutdruckmessung nach Riva-Rocci - Prüfung der Vitalzeichen - AMBOSS Video

Blutdruckmessung nach Riva-Rocci - Prüfung der Vitalzeichen - AMBOSS Video

Blutdruckmessung nach Riva-Rocci Zu den Routine-Untersuchungen im klinischen

Alltag gehört die regelmäßige Prüfung der Vitalzeichen,

die Aufschluss über körperliche und psychische Veränderungen des Patienten geben kann. Neben

der Untersuchung der Atmung, des Pulses und der

Körpertemperatur ist in diesem Zusammenhang auch die

Blutdruckmessung elementar.

Die Bestimmung des Blutdrucks nach Riva-Rocci sollte am entkleideten Oberarm des Patienten

nach einer 3-5 minütigen Ruhepause erfolgen.

Zunächst wird zwischen dem M. biceps und triceps brachii die A. brachials palpiert,

da hier die Blutdruckmessung erfolgt. Die luftleere Blutdruckmanschette wird dann etwa

zweieinhalb Zentimeter oberhalb der Ellenbeuge platziert, wobei der Pfeil mit der Beschriftung

"Arterie" auf das zuvor palpierte Gefäß Richtung Ellenbeuge zeigt. Die Manschette

sollte bei der Messung auf Herzhöhe liegen. Der Patientenarm sollte nun in eine entspannte,

im Ellenbogen leicht gebeugte Haltung gebracht. Anschließend wird der Radialispuls am distalen

Unterarm palpiert und die Blutdruckmanschette wird zügig so weit aufgepumpt, dass am Handgelenk

keine Pulswelle mehr spürbar ist. Jetzt sollte durch weiteres Aufpumpen ein zusätzlicher

Druck von etwa 30 Millimeter HG bzw. "Quecksilbersäule" aufgebaut werden, damit ein übersystolischer

Manschettendruck sichergestellt ist. Die Stethoskopmembran wird nun locker im Bereich der medialen Ellenbeuge

platziert, wo die A. brachialis auskultiert wird.

Am Stethoskop sollten keine Geräusche hörbar sein, da der übersystolisch hohe Manschettendruck

der Blutfluss im Gefäß sowohl während der Systole, als auch während der Diastole vollständig

sistieren lässt. Nun wird vorsichtig das Ventil am Manometer

geöffnet und der Manschettendruck wird langsam, um etwa 2-3 mmHg pro Sekunde, reduziert.

Sobald der Manschettendruck unter den systolischen Blutdruck sinkt, kann während der Systole

wieder Blut durch das Gefäß strömen. Aufgrund

der noch bestehenden Gefäßkompression während der Diastole strömt das Blut jedoch turbulent

und erzeugt dadurch die so genannten Korotkow-Geräusche. Sobald diese pulsynchronen, pochenden Strömungsgeräusche

am Stethoskop hörbar sind, kann am Manometer des Blutdruckmessgerätes der systolische

Druck abgelesen werden. Während der Manschettendruck weiter reduziert wird, nimmt die Kompression

des Gefäßes ab. Das Blut strömt dadurch immer weniger turbulent durch die Arterie,

bis auch während der gesamten Diastole das Gefäß vollständig geöffnet ist. Dadurch

entsteht wieder eine laminare Strömung so dass die Korotkov-Geräusche verschwinden.

An diesem Punkt kann der diastolische Blutdruck am Manometer abgelesen werden. Abschließend

sollte die Manschette durch das Öffnen des Ventils vollständig geleert und vom Oberarm

gelöst werden. Die Messung des Blutdrucks kann alternativ

auch im Liegen erfolgen. Der Oberarm sollte dabei auf Herzhöhe hochgelagert und im Ellenbogen

leicht angewinkelt werden. Das weitere Vorgehen erfolgt analog zur Blutdruckmessung im Sitzen.

Die hier gezeigte "Gelegenheits-" oder "Praxismessung" sollte an jedem Arm mindestens einmal wiederholt

werden, da eine Blutdruckdifferenz ein Hinweis auf Gefäßstenosen, z.B. bei einer pAVK oder

einer Aortenisthmusstenose sein kann. Bei Verdacht auf eine arterielle Hypertonie,

muss die Messung 3 mal an 2 verschiedenen Tagen erfolgen und ggf. um eine Blutdruckselbstmessung

oder eine 24-Stunden-Blutdruckmessung erweitert werden.

Learn languages from TV shows, movies, news, articles and more! Try LingQ for FREE