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2020-2 Video lessons from YouTube, Sicher Kommunizieren Einfach Erklärt - 5/5

중급 1 독일어의 lesson to practice reading

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Sicher Kommunizieren Einfach Erklärt - 5/5

Sicher Kommunizieren einfach erklärt

Vor nicht allzu langer Zeit war unsere Kommunikation in der Regel noch

durch Papierumschläge und ein strenges Postgeheimnis geschützt.

Doch heutzutage,

wenn Du eine Email oder eine SMS schreibst,

oder irgendeinen Messenger-Dienst benutzt,

schickst Du meistens Deine Nachrichten im Klartext durch ein riesiges, unbekanntes Netzwerk.

Und spätestens seit Snowden wissen wir,

daß es eine Vielzahl verborgener Stellen gibt,

die sich für Deine Nachrichten und Gespräche interessieren

und sie unerlaubt speichern.

Die Gesetze, die uns schützen sollen,

werden einfach ignoriert.

Unverschlüsselt über das Internet zu kommunizieren, ist also mitlerweile so,

also würdest Du Deine vertraulichen Daten auf eine Postkarte schreiben

und diese dann an eine tratschbedürftige Menschenkette reichen,

im naiven Glauben, daß die damit schon diskret umgehen werden.

Doch zum Glück wurden in letzter Zeit mehr und mehr Programme und Apps so weiterentwickelt,

daß sie Nachrichten verschlüsselt verschicken können.

Dadurch kannst Du selbst dafür sorgen,

daß das Postgeheimnis bei Deinen Nachrichten wieder eingehalten wird.

Aber wie genau funktioniert das eigentlich mit der Verschlüsselung?

Das Grundproblem von verschlüsselter Kommunikation ist:

Wenn Dir jemand eine verschlüsselte Nachricht schicken möchte,

muß er Dir ja eigentlich auch eine Kopie des Schlüssels schicken,

sonst kannst Du die Nachricht schließlich nicht öffnen.

Wenn man nun aber davon ausgehen muß,

daß der Kommunikationsweg überwacht wird,

dann wird natürlich auch der Schlüssel abgefangen

und kopiert.

Und die Verschlüsselung ist für die Katz.

Aus diesem Grund haben vor einiger Zeit ein paar schlaue Mathematiker

eine andere Verschlüsselungsmethode erfunden.

Die sogenannte "asymmetrische Verschlüsselung".

Dabei wird die Nachricht nicht mehr mit ein und demselben Schlüssel

ver- und entschlüsselt, sondern es gibt einen sogenannten

"öffentlichen Schlüssel" und einen "privaten Schlüssel".

Den öffentlichen Schlüssel kannst Du Dir wie ein offenes Vorhängeschloss vorstellen.

Und der private Schlüssel ist der dazu passende Schlüssel.

Bevor Dir also jemand eine Nachricht schickt,

läßt Du ihm zuerst Dein offenes Vorhängeschloss zukommen.

Dein Gegenüber kann damit nun die Nachricht an Dich sichern

und verschlossen an Dich zurückschicken.

Und da Dein privater Schlüssel der einzige ist,

der das Schloss wieder öffnen kann

und Du diesen niemals verschicken mußtest,

kannst auch nur Du die Nachricht wieder öffnen.

Alles was jetzt noch abgefangen werden könnte,

wäre Dein offenes Vorhängeschloss

oder die sicher verschlüsselte Nachricht,

womit Außenstehende nichts anfangen können.

Viele Apps und Programme haben diese Technik mitlerweile komfortabel integriert.

Nur – woran erkennst Du,

ob die Software zur Verschlüsselung auch vertrauenswürdig ist,

daß es keine versteckten Hintertüren

oder eine Art Zweitschlüssel gibt, der in Umlauf geraten könnte?

Wirklich eindeutig läßt sich das leider nie beantworten,

aber es gibt zumindest zwei wichtige Punkte, die Du beachten kannst.

Punkt eins:

Verschlüsselt das Programm Ende zu Ende?

Ende zu Ende heißt:

Kann die Nachricht nur auf Deinem Gerät ver- und entschlüsselt werden?

Und liegen auch nur bei Dir die Schlüssel

oder etwa noch woanders?

Denn, würdest Du einem Postdienst vertrauen,

der eine Kopie Deines Schlüssels hat, um alle Deine Briefe zu öffnen,

zu lesen und wieder zu verschließen, bevor er sie ausliefert?

Kurz gesagt:

Verschlüsselung, die nicht Ende zu Ende verschlüsselt ist,

ist keine Verschlüsselung.

Und Punkt zwei:

Ist das Programm Open Source?

Open Source bedeutet,

daß der Quellcode, also der Bauplan des Programmes,

für jeden offen lesbar ist.

Denn dadurch würde letztlich auffallen,

wenn hier heimliche Hintertüren eingebaut wären.

Du merkst also:

Ein vertrauenswürdiges Programm auszuwählen,

um sicher zu kommunizieren, ist gar nicht so leicht.

Aber wir hoffen,

wir konnten Dich für die Tücken der Softwarewahl sensibilisieren.

Unter dieser Adresse gibt es eine tolle Übersicht

zu den meistgenutzten Apps und Programmen.

Wenn man die Liste mal auf die genannten Punkte beschränkt

und nur die bekanntesten Programme übrig läßt,

wird es vielleicht einfacher für Dich, eine Wahl zu treffen.

Und für das wirklich private Gespräch

gibt es ja auch immer noch den guten alten Wald,

in dem zumindest heute noch keine Mikrofone mithören.

Äh...

Außer natürlich, Du hast Dein.... Smartphone dabei....

Danke für's Zuschauen!

Den Link und mehr Infos findest Du in der Videobeschreibung.

Wenn Du den ersten Teil unserer kleinen Serie schauen möchtest,

kannst Du hier klicken

und erfährst, wie Du Dir sichere Passwörter besser merken kannst.

Für die anderen Teile der Serie kannst Du hier...

...hier...

... und hier klicken.

Viel Spaß beim Verschlüsseln!

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