Online-Betrug - Gefahren erkennen und abwehren!
Schon damals, im analogen Zeitalter,
also vor Jahrtausenden,
gab es Betrüger, die zuerst dein Vertrauen, und dann den Inhalt deines Sparstrumpfes ergaunern wollten.
Sie gaben sich unter anderem als hilfsbedürftige Enkel
oder in Not geratene Freunde von Freunden aus.
Doch die meisten Menschen haben gar keine Enkel
oder würden einfach niemals einem Fremden Geld geben.
Heute, im Zeitalter des Internets,
haben sich natürlich auch die Betrüger weiterentwickelt
und neue Methoden erfunden, an dein Geld zu kommen oder dich sonst wie abzuzocken.
Sie erscheinen jetzt allerdings nicht mehr als jemand Fremdes,
der erst noch dein Vertrauen gewinnen muss,
sondern als jemand, dem du bereits vertraust.
Zum Beispiel deinem Online-Bezahldienst.
Dafür versuchen die Betrüger,
dich mit echt und offiziell wirkenden Nachrichten
dazu zu bringen, auf einen Link zu klicken.
Durch das Klicken landest du dann allerdings auf einer echt aussehenden Fälschung des entsprechenden Internetauftritts.
Wenn du hier jetzt deine Daten und Passwörter eingibst,
landen die direkt in den Händen der Betrüger.
Und die mißbrauchen sie dann, um auf den echten Seiten Geld von deinen Konten abzuheben,
teure Dinge auf deinen Namen zu bestellen
oder dich sonst wie deines mühevoll angesparten Geldes zu erleichtern.
Eine andere Methode ist, dir einen falschen Link unterzujubeln,
der, nachdem du ihn anklickst, eine Schadsoftware auf deinen Rechner lädt.
Dann haben die Betrüger Kontrolle über deinen Rechner
und können zum Beispiel deine Daten stehlen, um sie zu mißbrauchen.
Oder wichtige Dateien auf deinem Rechner verschlüsseln
und ein Lösegeld für das Passwort fordern.
Mit diesen Methoden lassen sich, ohne viel Aufwand,
mehrere Tausend Menschen gleichzeitig angreifen,
von überall auf der Welt.
Online-Betrug kann heute also wirklich jeden treffen,
auch dich!
Die betrügerischen Links können überall lauern:
In einer gefälschten Email,
in einem Posting in einem sozialen Netzwerk
oder auf einer Website, die du besuchst.
Es ist also wichtig, daß du erkennen kannst,
ob ein Link wirklich vertrauenswürdig ist, bevor du ihn anklickst.
Dazu mußt du nur deinen Mauszeiger über den Link halten und kurz warten.
Jetzt siehst du,
entweder in einem Infofeld, das auftaucht,
oder etwas weiter unten in der Statuszeile
die eigentliche Adresse, zu der dich dieser Link führen wird.
Falls hier etwas Verdächtiges steht,
wie etwa "megahost.ru",
solltest du diesen Link auf keinen Fall anklicken.
Denn es ist sehr unwahrscheinlich, daß dein alteingesessener Paketdienst
neuerdings unter "megahost.ru" und nicht mehr unter seiner ursprünglichen Adresse zu erreichen ist.
Aber oft ist es nicht so einfach,
die Adressen der Betrüger von denen der echten Anbieter zu unterscheiden.
Es gibt aber zwei Tipps, mit denen du den meisten Betrugsversuchen entgehen kannst:
Tipp 1: Achte auf den versteckten "Wer-Bereich"
Immer häufiger machen sich Betrüger die Länge und Komplexität echter Adressen zu Nutze
und, dass wir sie von links nach rechts lesen und meist nur auf den Anfang achten.
Dann scheint beispielsweise vorne der echte Name zu stehen,
zum Beispiel "www.paypal.com".
Was aber noch lange nicht bedeuten muss, dass es sich hierbei tatsächlich um die echte Paypal-Seite handelt,
denn was darauf folgt, sind weitere Punkte und Wörter.
Zum Beispiel:
Punkt login
Punkt authanticate Punkt secure
Punkt ssl Punkt host547 Punkt com
Slash login Punkt html
Der "Wer-Bereich" ist in diesem Fall "host547.com".
Um ihn zu finden, solltest du die Adresse ab dem http oder https://
von links nach rechts lesen, bis du zum nächsten Slash gelangst,
oder zum Ende der Adresse.
Das, was links von diesem Slash steht, das ist der "Wer-Bereich" der Adresse.
Der "Wer-Bereich" ist der einzige Bereich der Adresse, der dir verrät, wer sich wirklich dahinter verbirgt.
Denn vor den "Wer-Bereich" kann man so viele Wörter und Punkte setzen, wie man möchte.
Tipp 2: Achte auf den gefälschten "Wer-Bereich".
Hierbei verwenden die Betrüger einen "Wer-Bereich", der auf einen flüchtigen Blick sehr echt aussieht,
bei genauerem Hinblicken aber Buchstabendreher
oder trickreiche Kombinationen von Buchstaben und Zahlen verwendet.
Aus "amazon.de" wird zum Beispiel "arnazon.de", mit "rn" statt "m".
Aus "sparkasse-düsseldorf.de" wird "sparkasse-düsselclorf.de".
Oder aus "paketservice.de" wird "paketsrevice.de".
Also immer genau hinschauen und am besten Zeichen für Zeichen lesen.
Außer diesen Tricks gibt es natürlich noch weitere.
Zum Beispiel die Nutzung von Kurzadressen-Services.
Wenn du zu diesen und anderen Methoden etwas erfahren möchtest,
dann klicke einfach auf den folgenden Link.
Ok... ertappt.
Sehr gut aufgepaßt!
Das hier ist natürlich der richtige Link.
In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Nichtbetrogenwerden!
Untertitel der Amara.org-Community