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2020-2 Video lessons from YouTube, Gefährliches Weltkriegs-Erbe - Die Suche nach Flieger-Bomben

Gefährliches Weltkriegs-Erbe - Die Suche nach Flieger-Bomben

Und wie gefährlich sind die alten Dinger noch?

Gut zu wissen!

Die Überreste des 2.Weltkriegs.

Besonders Großstädte wurden bombardiert

und dort werden die meisten Fliegerbomben auch heute noch gefunden.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft in Baden-Württemberg

jedes Jahr 10 bis 15 Fliegerbomben.

Je mehr die Städte wachsen, umso mehr rücken die Baugebiete

in Bereiche vor,

die früher einmal bombardiert, aber noch nie überprüft wurden.

Denn die Bomben werden meist nicht zufällig gefunden.

Im Archiv des Kampfmittel- beseitigungsdienstes befinden sich

über 100.000 Luftbilder der alliierten Streitkräfte,

die sie nach den Bombardierungen gemacht haben.

Immer mehr Bauherren und Architekten lassen hier abklären,

ob auf ihrem Grundstück mögliche Blindgänger liegen.

Über 2000 Such-Aufträge

werden pro Jahr für Baden-Württemberg abgearbeitet.

Deutlich zu sehen sind die Einschlagkrater von 5 bis 15 Metern.

Schwerer zu erkennen sind die kleinen Löcher der Blindgänger.

Die sind nicht immer so eindeutig.

Für diese Arbeit braucht es nicht nur Geduld,

sondern auch viel Erfahrung.

Wenn es unklare Punkte auf einem Gelände gibt,

muss vor Ort überprüft werden, mit Hilfe von Metalldetektoren.

Es gibt bestimmt Einschlagstellen, die nicht mehr erkennbar sind.

Man muss wissen, wie groß die Bombentrichter sind.

Wie gefährlich sind die Fliegerbomben?

Wenn etwas metallisches im Boden liegt, dann wird sehr vorsichtig,

Schicht für Schicht, ausgebaggert.

Am häufigsten werden bei uns solche englischen

oder amerikanischen 250-Kilo-Bomben gefunden.

Aber es gab auch schon ganz andere Kaliber.

Das ist das Größte, was man in Baden-Württemberg finden kann.

Das hier ist eine Mine.

Sie wiegt 1,4 t ca.

Wenn man solche Bomben beim Finden aus Versehen bewegt,

kann der Zünder heute noch aktiviert werden.

Wie viel Zeit dann bleibt, weiß niemand.

Diese Bomben hatten die Aufgabe,

bei einem Angriff nicht gleich zu detonieren.

Wenn man solche Bomben beim Finden aus Versehen bewegt,

kann der Zünder heute noch aktiviert werden.

Wie viel Zeit dann bleibt, weiß niemand.

Deshalb wird in solch einem Fall sofort evakuiert

und vor Ort kontrolliert gesprengt.

Eine alte Bombe, die im Boden schlummert,

kann im Grunde auch ohne äußere Einwirkungen in die Luft gehen.

Das ist äußerst selten, kam aber auch schon vor.

Jede 6.Flieger-Bombe war im 2.WK ein Blindgänger!

Noch immer liegen allein in Baden-Württemberg

wohl Tausende im Boden.

Genaue Zahlen gibt es nicht, aber weitere 70 bis 100 Jahre

dürften noch welche gefunden werden, selbst auf Baustellen,

die schon mal abgesucht wurden.

Wenn aber 2 m neben der Baugrube nicht überprüft werden kann...

in 20-30 Jahren wird das Gebäude schlecht abgerissen und dann findet

man sie.

Doch es sind nicht immer nur die ganz großen Funde:

Praktisch täglich räumt der Kampfmittelbeseitigungsdienst

auch Granaten, Minen oder Panzerfäuste.

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