Storytime [GER]: Frauen helfen Frauen | Listening Comprehension |
Hallo allerseits!
Heute probieren wir mal etwas neues aus,
weil ich keine Zeit habe,
eine gescriptete, eine Grammatikepisode,
diese Woche zu machen -
dachte ich,
ich mach mal ein Video als L.C.,
in der ich einfach eine Geschichte erzähle,
die mir passiert ist.
Also, here goes.
Hier ist meine Geschichte davon, wie ich
einmal... ja, sehr in den Genuss der Nächstenliebe anderer Leute kam
und wie schön das war.
Das heißt das hier ist keine spannende und auch keine besonders lustige Geschichte,
es ist einfach nur NETT.
Also, und zwar war das schon vor ein paar Jahren,
da war ich auf einer Reise durch die USA, in den USA
und, weil ich das alles selber organisiert hatte,
war ich zu diesem Zeitpunkt mit dem Zug von Boston
nach Buffalo unterwegs
So das sagt jetzt vielleicht nicht allen was
wer etwas darüber weiß,
weiß, dass das eine ziemlich lange Strecke ist
insgesamt hat diese Zugfahrt dreizehn Stunden gedauert.
Ähm...
Das war auch gleich die 1. Zugfahrt der Reise, ich hab mir also gleich was vorgenommen
und bin also mit Amtrack von Boston, wo ich hingeflogen war,
rüber nach Buffalo, Buffalo liegt in der Nähe von den Niagara Falls
nach Niagara Falls fuhr leider kein Zug
Deswegen Buffalo
aufgrund dieser dreizehn Stunden fahrt kam ich mitten in der Nacht in Buffalo an, und war einfach davon ausgegangen,
dass ich schon irgendwie von dem Bahnhof an dem ich angekommen war
zu dem Hostel komme, in dem ich wohne.
Wenn ich das so formuliere, kann man sich schon denken:
Ganz so einfach sollte es nicht sein.
Ich hab dann nämlich vor der Fahrt noch festgestellt,
dass der Bahnhof gar nicht wirklich in Buffalo liegt,
sondern ziemlich weit ausserhalb.
Hab mir dann aber gedacht: Hey jetzt musst du dadurch
bin in den Zug gestiegen, losgefahren und bin dann irgendwann 4 stunden vor der Ankunft eingeschlafen.
als ich aufwachte, war ich erstens schrecklich dehydriert
weil ich über eine dreizehn stunden fahrt hinweg nicht mal einen halben Liter Wasser getrunken habe
aber das ist `ne andere Geschichte
und, äh, stellte also fest, ich komme gleich in Buffalo an.
die Dame neben mir spricht mich an
"Wo fahren sie denn hin?"
und ich sage "nach Buffalo"
und sie "ach!"
"Wieso?"
und ich
will mir die Niagarafälle anschauen
und sie sagte "ach, schön"
Ich fahre dahin weil meine Tochter da studiert. Sie studiert Medizin
hat mir so ein bisschen was von ihrer Tochter erzählt, sehr schön
und sie fragt wo ich denn wohne
und ich sag "in einem Hostel"
und sie sagt "wie kommst du denn dahin?"
und ich sag "keine Ahnung, wahrscheinlich mit dem Taxi oder so"
und sie wird weiß
und ich denk mir so
Oops
und sie erzählt mir, dass der Bahnhof, wie gesagt, ziemlich weit außerhalb liegt, und
und, äh, na ja, dass sie nicht so guten Mutes ist
also, sich nicht gut vorstellen kann, dass ich jetzt zu dieser Uhrzeit noch dahin komme, wo ich hinmöchte.
und tja.
Wir steigen aus dem Zug, ich bin etwas...
entmutigt
und, nach wenigen Momenten kommt die Frau wieder auf mich zu und sagt,
"Ich hab meine Tochter gefragt. Du kannst bei uns mitfahren."
"Wir liefern dich am Hostel ab"
Und ich war natürlich super dankbar
und...und...hab die Tochter gegrüßt, die Tochter kennengelernt.
ähm....Med School...wie gesagt. Beide sehr nett
Packen mich ins Auto und fahren los
Und, ähm, ja. Dann haben sie mich bei dem Hostel abgesetzt, zu dem ich wollte.
Und die Frau hat mir noch meinen Koffer mit an die Tür vom Hostel gezogen
und ist sichergegangen, dass ich reinkam.
Es war nämlich, soweit ich mich erinnere, niemand mehr an der Rezeption.
Sondern ich musste mit einem Passcode in das Hostel rein.
Und dann habe ich sie gefragt
Was sie denn gerne möchte, ob, was ich hier zahlen kann. Oder, oder
Wie ich, äh
Wie ich... Wie ich mich bedanken kann
und sie hat gesagt "nein, gar nichts!"
Das einzige was sie möchte ist, dass ich... das auch irgendwann Mal für jemand anderen tue
"Women help out women" hat sie gesagt
Und, äh, ja
So ist etwas potenziell sehr Unangenehmes
zu einem sehr sehr schönen Erlebnis geworden, das mir immer noch sehr nah am Herzen liegt.
Und, ähm, an das ich hier mal wieder denken muss
Weil das für mich einfach so ein...ein wunderbares Beispiel davon ist,
Was passieren kann, wenn man...wenn man sich auf andere Menschen verlässt.
Und das Gefühl hat, dass man sich auf sie verlassen kann.
Und vielleicht denke ich in dieser Zeit noch besonders daran
Weil man irgendwie den Eindruck hat, sowas gibt es nicht mehr
Aber
Das ist noch nicht so lange her
Dass ich mich vollkommen entmutigen lasse
Was die...was die guten herzenden Menschen angeht
Ja, und das war's auch schon
Kurze, kleine Geschichte
Ich hoffe, sie hat euch gefallen
Ich hoffe ihr habt hier verstanden
Und, das war's von mir für diese Woche. Damit ihr mich mal gesehen habt.
Und *lacht* ja, ich hab' noch ein paar Klausuren zu schreiben
Exams..Klausur
Und nächste Woche werde ich hoffentlich wieder dazukommen, mal ein bisschen mehr
ein bisschen aktiver wieder auf DFE zu werden
Ansonsten, egal, wann wir uns sehen
Wir sehen uns wieder
Und bis dahin wünsche ich euch eine wunderbare Zeit
Bis dann, Tschüss!