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Video lessons from YouTube, Wie konnte es zum Holocaust kommen? | Terra X

Wie konnte es zum Holocaust kommen? | Terra X

Durch die verschiedenen Krisen nach dem Ersten Weltkrieg nimmt der Antisemitismus in Deutschland immer mehr zu.

Auch die Entstehung der NSDAP fällt in die Zeit der Weimarer Republik.

1933 kommt Hitler an die Macht. Juden werden jetzt systematisch entrechtet und gedemütigt, ihre Geschäfte boykottiert, jüdische Beamte aus dem Staatsdienst entlassen.

„Deutsche, macht euch frei von der Judentyrannei! Deutsche, wehrt euch, kauft nicht bei Juden!“

Seit 1935 werden Rassengesetze erlassen, die die Bürgerrechte für Juden weiter einschränken, Ehen zwischen Juden und Christen sind jetzt verboten.

Das Regime verknüpft den Antisemitismus, den ältesten Hass in Europa, mit einer abstrusen Theorie der Rassenhygiene.

Sie setzt Juden in Gegensatz zu einer angeblich arischen Rasse. „Wir werden gesunden, wenn wir den Juden eliminieren“, sagt Hitler.

Er beruft sich vor allem auf den Briten Houston Stewart Chamberlain, der ein Standardwerk rassistischen, antijüdischen Denkens geschrieben hat.

Er ist der Schwiegersohn des Komponisten Richard Wagner – auch dieser ein Feind der Juden. Und von Hitler verehrt.

Im November 1938 werden über 1400 Synagogen in Deutschland verwüstet. Am Morgen nach der Pogromnacht sind Schaulustige zur Stelle.

Zwar beteiligen sich nur wenige Menschen, die nicht der SA oder SS angehören, aktiv an den Zerstörungen, aber tätige Hilfe für jüdische Nachbarn leistet kaum jemand.

Zehn Monate später beginnt der Zweite Weltkrieg.

„Die wichtigste, also die mindestens so wichtige Voraussetzung wie der deutsche Antisemitismus, aber dann auch der europäische im Krieg, ist der Krieg selbst.

Also ohne diesen Krieg und ohne diese Art wie er mörderisch und terroristisch in Osteuropa geführt wurde, wäre der Holocaust nicht möglich gewesen.“

„Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen,

dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!“

Und damit meint der Diktator die Juden in ganz Europa. Vom ersten Kriegstag an werden seine Vollstrecker, zunächst in Polen, besonders grausam wüten.

Mit dem Einmarsch der Deutschen beginnen die Misshandlungen aller angetroffenen Juden.

Sie werden erniedrigt und gequält, später auch öffentlich erhängt, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen.

Einsatzgruppen begleiten als Vollstrecker des Rassenkriegs die Armee und verbreiten Grauen hinter der Front.

Auch in sowjetischen Städten wie Odessa, Kiew oder Riga finden Massaker statt. Die erste Phase des Völkermords fordert fast anderthalb Millionen Opfer.

Auch Hunger und Seuchen sind Waffen, die die SS-Schergen einsetzen, zum Beispiel im Warschauer Ghetto.

Das Ghetto wird später zum Sammellager für die Deportationen in die Vernichtungsmaschinerie von Treblinka.

Die Nazis wollen den Prozess sogar noch beschleunigen. Neue Tötungsmethoden werden gesucht. Hier soll die sogenannte „Endlösung“ koordiniert werden.

„Auf diesem Anwesen am Berliner Wannsee, damals im Besitz der SS, wird ausgearbeitet, wie der Plan in Tat umgesetzt werden kann.

Was 15 Abgesandte der höchsten Behörden, darunter acht promovierte Fachleute, in anderthalb Stunden, mit „anschließendem Frühstück“, besprechen, ist ohne Beispiel.“

11 Millionen Juden sollen „erfasst“ werden, wie es im Protokoll der Konferenz heißt. Ungezählte Züge bringen sie in die neuen Todesfabriken.

Große Verbrechen an der Menschheit ziehen sich durch die Weltgeschichte wie ein roter Faden. Aber dieser systematische Völkermord ist mit nichts zu vergleichen.

Ein gigantischer Prozess des Abtransports von Menschen aus dem ganzen von den Nationalsozialisten besetzten Europa beginnt.

In Deutschland denken sich viele: Unsere Soldaten kämpfen und fallen im Osten.

Wenn jetzt auch Juden in den Osten gebracht werden und dort hart arbeiten müssen, dann schadet das nichts.

Und die Vermögen, die man ihnen weggenommen hat, sind gut für die deutsche Kriegskasse.

Unterdessen werden in der Mordfabrik von Auschwitz Tag für Tag massenhaft Menschen vergast und verbrannt.

Nur wenige Spuren bleiben von den sechs Millionen Holocaustopfern.

Die Halle der Namen in Yad Vashem in Jerusalem ist die Gedenkstätte des jüdischen Volkes für jeden Juden, der in der Shoah ermordet wurde.

Ein Ort der Erinnerung und des Nicht-Vergessens für künftige Generationen.

„Was ist die Lehre aus der Shoah, dem nationalsozialistischen Völkermord? Es gibt natürlich viele Lehren daraus, denn die Welt konnte danach nie mehr dieselbe sein.

Aber die wichtigste ist vielleicht, dass Menschenwürde unantastbar ist. Aber sie ist zerbrechlich. So zerbrechlich wie die zivilen Gesellschaften selbst.

Und auch deshalb gibt es für die Bürger Europas eine Pflicht zur Wachsamkeit. Eine Pflicht, die Menschenwürde der anderen zu verteidigen, gerade heute.

Wo der Antisemitismus um sich greift, wird die Würde des Menschen mit Füßen getreten.“

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