Plastik im Meer - Wie gefährlich ist Plastikmüll?
Plastik bestimmt unseren Alltag.
300 Millionen Tonnen Plastik werden pro Jahr weltweit produziert.
Nur 14 Prozent werden recycelt.
Vieles davon landet wie manche Plastiktüte
hier: in den Meeren.
Plastiktüten und Plastikflaschen sind nur das,
was wir an der Wasseroberfläche sehen können.
Tatsächlich schwimmt im Meer aber
eine Menge sogenanntes Mikroplastik
- Teile kleiner als fünf Millimeter.
Mikroplastik gibt es zum Beispiel in:
Duschpeelings oder in Zahnpasta,
denn die kleinen Teilchen schmirgeln gut.
Oder Gummireifen,
sie verlieren Teilchen in die Umwelt,
oder synthetische Fleecekleidung -
pro Waschgang gehen 2000 Kunstfasern ins Abwasser.
Kläranlagen halten Mikroplastik nur zum Teil auf.
Über die Flüsse kommt Mikroplastik in die Meere.
Und von dort verteilt es sich,
Am Ende landet Plastikmüll in fünf
gewaltigen Strudeln in den Ozeanen.
Der größte von ihnen
ist doppelt so groß wie Deutschland.
Sogar in der Arktis
haben Wissenschaftler schon
Mikroplastik im Eis nachgewiesen.
Doch damit nicht genug.
Das Plastik kommt aus dem Meer zurück zu uns.
In Muscheln, Fischen und Garnelen
wurde Mikroplastik schon nachgewiesen
und kommt so in unsere Nahrungskette.
Und gelangt Plastik in unseren Körper,
kann es uns krank machen.
Was lässt sich gegen Plastikmüll tun?
Ein bisschen was ist schon in Bewegung:
Länder wie Bangladesch oder Ruanda haben
Plastiktüten schon komplett verboten.
In Deutschland sind wir noch nicht so weit.
Supermärkte und große Ketten bieten aber
immer seltener kostenlos Plastiktüten an.
Umweltschützer fordern auch
Mikroplastik in Kosmetikprodukten zu verbieten.
Doch nicht überall ist Plastik schlecht.
Zum Beispiel sorgen Plastikteile in Autos
dafür, dass sie leichter sind und damit spritsparender.
Umweltschützer sagen aber, dann
müssten 100% der Plastikteile
recycelt werden.