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Video lessons from YouTube, #kurzerklärt: Wie gerecht sind unsere Steuern?

#kurzerklärt: Wie gerecht sind unsere Steuern?

Sie ist die wichtigste Steuer für den deutschen Staat: Die Einkommensteuer.

Rechnet man den Solidaritätszuschlag hinzu bringt sie dieses Jahr 295 Milliarden Euro ein.

Das sind mehr als 40 Prozent aller Steuern!

Die allermeisten, die Geld verdienen oder eine Rente bekommen, tragen dazu bei – mehr als 46 Millionen Menschen.

Die Frage dabei: Wie gerecht sind unsere Steuern?

So eine Steuererklärung ist schon ein Wust an Regelungen.

Manche fordern: Weg damit – her mit einem einheitlichen Steuersatz ohne große Ausnahmen.

Aber: Das wäre nicht im Sinne unseres Grundgesetzes.

Denn Steuern sollen auch zu einem sozialen Ausgleich führen. Wer mehr verdient – muss auch mehr zahlen.

Wer unter 8820 Euro im Jahr verdient, braucht gar keine Steuern zu zahlen. Ab da steigert sich der Steuersatz von 14 Prozent bis zu einem Spitzensteuersatz von 42 Prozent.

Jeder Euro der über einem Jahreseinkommen von ungefähr 54.000 Euro liegt wird mit diesen 42 Prozent besteuert. Nur richtig Reiche zahlen mehr.

Übrigens: Der Spitzensteuersatz war noch nie so niedrig wie heute.

Wichtig ist aber: Man muss den Netto-Lohn genau betrachten. Eben das, was letztlich zum Leben übrig bleibt.

Dafür müssen alle Abgaben abgezogen werden: 1. die Steuern. 2. Die Sozialabgaben. 3. müssen Transferleistungen miteinbezogen werden.

Und hier werden die Ungerechtigkeiten deutlich.

Nehmen wir einen Single, der 17.000 Euro brutto im Jahr verdient. Würde der nun ein wenig mehr verdienen – bliebe ihm von einem weiteren Euro nach den Abgaben: NICHTS.

Dagegen ein Single mit einem Jahreseinkommen von 75.000 Euro. Er kann 56 Cent pro mehr verdientem Euro behalten.

Eine weitere Ungerechtigkeit: Es gibt mehr als 500 Möglichkeiten Kosten von der Steuer abzusetzen.

Und wer mehr hat, kann logischer Weise auch mehr absetzen. Wer sich dann noch einen Steuerberater leisten kann, ist klar im Vorteil.

Also: Auf dem Papier ist unser Steuersystem gerecht. Schaut man aber auf alles, was aus einem Bruttolohn einen Nettolohn macht, wird klar:

Arbeitnehmer mit kleinem Gehalt können dadurch benachteiligt werden.

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