Was passiert, wenn in ganz Deutschland der Strom ausfällt?
Kennst Du das?
Dein Handywecker klingelt.
Nach ein paar mal Snoozen stehst Du schließlich auf, machst das Licht an und kochst dir erstmal
einen Kaffee.
Nach einer Dusche isst Du Frühstück und schaust nebenbei vielleicht gerade dieses
Video.
All diese Abläufe wären ohne Strom undenkbar.
Was würde wohl passieren, wenn in ganz Deutschland auf einmal der Strom aus...
Ab heute morgen musst Du auf elektrisches Licht, deine warme Dusche und deinen Kaffee
verzichten.
Wenn Du heute etwas erledigen willst, solltest Du besser zu Fuß gehen.
Die Pumpen in den Tankstellen, zahlreiche Ampeln und Straßenbahnen fallen aus.
Es herrscht ein Verkehrschaos, es kommt vermehrt zu Unfällen und die Leitungen der Notrufzentrale
glühen von den Anrufen besorgter Bürger.
Doch für tausende Nutztiere in Deutschland wird der Stromausfall zu einer wahren Katastrophe.
Noch innerhalb der ersten 24 Stunden machen die Notstromgeneratoren schlapp und millionen
Tiere in Deutschland sterben an den Folgen von Überhitzung und mangelnder Belüftung.
Auch in deiner Wohnung wird es je nach Jahreszeit sehr schnell kalt oder warm.
Heizungen, Klimaanlagen und Ventilatoren sind nicht mehr zu gebrauchen.
Als Du am nächsten Tag nicht von deinem Handywecker aufwachst, merkst Du: die Lage ist ernst.
Kontakt zu Menschen in anderen Städten ist kaum mehr möglich.
Dein Handyakku ist leer und es gibt kein flächendeckendes Internet.
Gut, das haben wir auch so nicht.
Zahlreiche 13-Jährige Mädchen versinken in Depressionen, weil sie ihre Snapchat-Flammen
verlieren.
Es werden keine Zeitungen mehr gedruckt, kein Radio oder Fernsehen gesendet und der Kontakt
zur Außenwelt funktioniert nur noch über Mund zu Mund Propaganda.
Da nicht sicher ist, wie lange die Situation so bleibt, machst Du dich auf den Weg in den
Supermarkt, um Essen auf Vorrat zu kaufen.
Zu deinem Entsetzen musst Du feststellen, dass Du nicht der Einzige mit der Idee bist.
Zahlreiche Leute machen ihre Hamsterkäufe, um sich selbst für den Notfall mit Nahrung
zu versorgen.
Die Folge: Alles Supermärkte sind komplett leer gekauft.
Glücklicherweise kannst Du noch ein paar Reste bekommen für die Du dein übriges Bargeld
ausgibst.
Ab jetzt heißt es Überleben ohne Geld.
Immerhin die Behörden kümmern sich nun um die Trinkwassernotversorgung der Bürger.
In öffentlichen Brunnen stehen dir ab jetzt täglich nur 15L Trinkwasser zu.
Zum Vergleich: aktuell verbraucht jeder Deutsche über 120l Wasser am Tag.
Das heißt für dich: Du kannst deinen Durst stillen, aber auf eine Dusche musst Du verzichten.
Ab dem 3.
Tag spitzt sich die Lage zu.
Die Einsatzkräfte sind maßlos überfordert.
Hier und da kommt es zu Hausbränden, Verletzten und zunehmender Kriminalität.
Polizei und Rettungskräfte können durch mangelndes Personal, kilometerlange Staus
und fehlenden Treibstoff nur selten rechtzeitig kommen.
Die Menschen sind deshalb auf ihre gegenseitige Hilfe angewiesen.
Auch in deiner Stadt werden dafür von Bürgern initiierte Anlaufstellen für Bedürftige
eingerichtet.
Doch nicht überall funktioniert alles so friedlich.
Hier und da eskaliert die Lage und es kommt zu Überfällen und Plünderungen.
Dir und den meisten anderen Menschen geht nun langsam die Grundversorgung und Nahrung
aus.
Die Bundesregierung muss einlenken und enteignet Bauernhöfe, um die Nahrungsmittelproduktion
für die Bevölkerung zu sichern.
Schließlich stellt man die gesamten Notreserven der Bevölkerung zur Verfügung.
Auch Du kannst nun an öffentlichen Suppenküchen deine dir zustehende Tagesration abholen.
In den Krankenhäusern sieht die Lage schlimmer aus.
Zahlreiche Menschen sind auf ärztliche Hilfe angewiesen, aber können nicht schnell genug
versorgt werden.
Schon drei Tage später könnte dein Ende bevorstehen.
Entweder Du stirbst an den Folgen von Krankheiten und mangelnder ärztlicher Versorgung oder
aber radioaktiver Strahlung.
Richtig gehört.
Nach ungefähr einer Woche sind die Notstrom-Reserven der Kernkraftwerke alle und die Brennstäbe
können nicht weiter gekühlt werden.
Es könnte zum Supergau kommen.
Bevor Du jetzt aber Panik schiebst und deine Vorratsschränke mit Konservendosen auffüllst,
solltest Du wissen das so ein flächendeckendes Blackout von Experten als sehr unwahrscheinlich
eingestuft wird.
Stromausfälle sind an sich schon ziemlich selten und dauern meistens nur wenige Stunden
an.
Doch in Ausnahmefällen wie z.B. 2005 in einer Kleinstadt im Münsterland kam es immerhin
für ganze 7 Tage zum Stromausfall.
Könntest Du dir vorstellen ganze 7 Tage ohne Strom zu leben?
Es ist wirklich beeindruckend und gleichzeitig beängstigend, wie sehr unser tägliches Leben
inzwischen von Strom und Elektronik abhängig ist.