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Unser Einwanderungsgesetz für Deutschland

Deutschland ist ein Einwanderungsland.

20 Prozent unserer Bevölkerung sind

Menschen mit Migrationshintergrund.

Einwanderer haben in den 60er-Jahren

das deutsche Wirtschaftswunder

mit ermöglicht.

Sie tragen seither zum Wohlstand

unserer Gesellschaft bei.

Einwanderung hat unsere

Wirtschaft, Politik,

Kultur und Gesellschaft

in den vergangenen Jahrzehnten geprägt.

Sie hat unser Land vielfältiger und

lebenswerter gemacht.

Auch in Zukunft werden wir auf

Einwanderung angewiesen sein.

Denn: Wir werden immer älter

und wir werden weniger.

Trotzdem müssen wir die Renten sichern.

Auch unsere Betriebe brauchen Nachwuchs,

insbesondere in ländlichen Regionen,

wo längst Mangel an jungen Leuten herrscht.

Deshalb ist unser vorrangiges Ziel,

dass kein Jugendlicher in Deutschland mehr

ohne Schulabschluss und Ausbildung bleibt

und dass wir diejenigen aktivieren,

die bisher noch keine Arbeit haben.

Doch alle diese Bemühungen

werden nicht ausreichen, um genügend

neue Fachkräfte zu mobilisieren.

Bisher profitieren wir von vielen

gut ausgebildeten Einwanderern

aus der Europäischen Union.

Doch in vielen Mangelberufen wird das in

Zukunft nicht ausreichen.

Deswegen brauchen wir auch qualifizierte

Fachkräfte aus anderen Staaten.

Wir haben im letzten Jahr 890.000

Flüchtlinge bei uns aufgenommen.

Unter ihnen sind auch Menschen, die nicht

verfolgt werden, sondern Arbeit und ein

besseres Leben in Deutschland suchen.

Das ist menschlich verständlich, aber

für sie ist das Asylverfahren der

falsche Weg.

Das hat uns bestärkt:

Wir brauchen bessere und transparentere

Einwanderungsregeln, damit Menschen

wissen, ob und unter welchen

Voraussetzungen sie zu uns

kommen können.

Die Aufnahme von Asylberechtigten

ist und bleibt in Deutschland

humanitäre Verpflichtung.

Bei der Einwanderung von

Arbeitskräften geht es hingegen um

wirtschaftliche Interessen.

Mit einem Einwanderungsgesetz wollen wir

die Einwanderung von qualifizierten

Arbeitnehmern künftig besser steuern.

Da lautet die Frage nicht:

Wie viel Schutz brauchen die Menschen,

sondern wen brauchen wir.

Länder wie Kanada oder

Australien wählen längst gezielt nach

ihrem Bedarf aus. Wir nicht.

Unsere komplizierten Gesetze

halten viele dringend benötigte

Fachkräfte von einer Einwanderung ab.

Deshalb möchten wir ein Punktesystem

nach dem Vorbild Kanadas einführen:

transparent, nachfrageorientiert und gesteuert.

Gut ausbalancierte Einwanderung

in Deutschland könnte so aussehen.

Nehmen wir die IT-Expertin Fátima

aus Ägypten und die Pflegekraft Marvin

von den Philippinen.

Die beiden möchten gerne in

Deutschland leben und arbeiten.

Sie haben schon Arbeitgeber in

Deutschland gefunden, wissen aber nicht,

ob sie auch eine Aufenthaltserlaubnis

bekommen.

Ein Punktesystem könnte ihnen Klarheit bringen.

Sie würden sich auf einem

Internetportal registrieren und können

dort anhand einer Checkliste prüfen,

ob sie die Voraussetzungen für das

Auswahlverfahren erfüllen.

Dabei würden verschiedene Kriterien abgefragt:

Studium oder Ausbildung,

Berufserfahrungen, Alter, Sprachkenntnisse

und Integrationsaspekte.

Für jedes Kriterium gibt es Punkte.

Wenn Fátima und Marvin mit ihrer Qualifikation

eine Mindestpunktzahl erfüllen,

hängt ihre Einwanderung davon ab,

wie viele Menschen

pro Jahr einwandern dürfen.

Die jährliche Quote sollte sich flexibel

nach dem Bedarf des deutschen

Arbeitsmarktes richten

und vom Deutschen Bundestag

festgelegt werden.

Kommen viele aus der EU,

ist die Quote niedrig.

Fehlen viele Fachkräfte,

kann sie höher liegen.

Je nach ihrem Platz im Ranking,

können Fátima und Marvin bei

der deutschen Vertretung ihres

Heimatlandes einen Visumsantrag stellen

und zunächst für drei Jahre in

Deutschland arbeiten.

Und wir profitieren

von zwei hoch qualifizierten und

dringend benötigten Fachkräften.

Gut gesteuerte Einwanderung ist ein Gewinn

für uns alle.

Weitere Informationen finden Sie auf

unserer Webseite: www.spdfraktion.de/einwanderungsgesetz.

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