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Heidi (Graded Reader), Kapitel 5. Sommer mit Klara

Kapitel 5. Sommer mit Klara

Der Frühling ist da. Die Alp ist wieder grün. Die Tage werden immer länger. Eine seltsame Gruppe kommt den Weg zu Öhis Alphütte hinauf: Zwei Männer, die ein Mädchen tragen, eine ältere Frau auf einem Pferd, ein Mann mit einem leeren Rollstuhl und ein anderer Mann mit Gepäck. "Sie sind's! ", ruft Heidi froh.

Sie sind es wirklich. Voller Freude begrüßen Heidi und Öhi Klara und die Großmama.

"Oh, wie schön es bei euch ist! ", ruft Klara.

Öhi setzt Klara in den Rollstuhl, und Heidi zeigt ihr den Stall und die Tannen und die Hütte. Später essen sie gebratenen Käse. Am Nachmittag reist Großmama wieder ab. Klara darf einige Wochen bei Heidi bleiben.

Am Abend kommt Peter mit den Ziegen von der Alp. Klara freut sich, dass sie endlich Bärli und Schwänli kennenlernt. Aber Peter blickt böse. Er will Heidi für sich allein haben. Und jetzt sagt Heidi: "Peter, ich kann jetzt lange, lange nicht mit dir auf die Alp kommen. Aber einmal komme ich mit Klara hinauf, der Großvater hat es versprochen."

Klara und Heidi freuen sich auf den Ausflug.

Endlich kommt der Tag. Der Öhi stellt den Rollstuhl vor die Tür und weckt die Kinder. Als Peter kommt und den Rollstuhl sieht, wird er wütend. Er läuft zum Stuhl und stößt ihn den Berg hinunter. Haha, jetzt muss das fremde Kind abreisen, weil es nicht mehr herumfahren kann! Peter lacht und läuft mit seinen Ziegen schnell davon. Der Großvater kommt mit Klara auf dem Arm aus der Hütte. "Wo ist denn der Rollstuhl, Heidi? ", fragt der Großvater. "Ich weiß es auch nicht! Vielleicht hat ihn der Wind weggeblasen? ", antwortet Heidi.

Seltsam ist auch, dass Peter nicht kommt. Schließlich gehen sie ohne Peter los, und der Öhi trägt Klara. Als sie mit Schwänli und Bärli oben auf der Alp ankommen, ist Peter schon da. "Warum bist du heute nicht bei uns vorbeigekommen? Und hast du den Rollstuhl gesehen? ", fragt der Großvater. "Welchen Stuhl? ", fragt Peter. Der Öhi antwortet nicht. Er setzt Klara ins Gras und verabschiedet sich dann: "Ich komme gegen Abend wieder!"

Heidi und Klara sitzen im Gras und genießen den schönen Sommertag. Klara lernt alle Ziegen kennen. Dann sagt Heidi: "Komm mit, Klara, dort wachsen so schöne Blumen. Ich trage dich!" Aber Klara ist zu schwer. Heidi ruft Peter. Peter will nicht kommen. Heidi wird wütend und sagt: "Wenn du nicht sofort kommst, gebe ich dir nichts von meinem Mittagessen!" Da steht Peter auf und kommt. Die beiden stützen Klara. Klara macht einen Schritt. Oh, das schmerzt! Aber mit jedem Schritt geht es besser. Endlich sind sie bei den Blumen. Sie setzen sich und Klara ruht sich aus. Sie ist so glücklich, dass es auch ohne Rollstuhl geht!

Jetzt kommen für Klara die schönsten Tage auf der Alp. Sie übt und kann jeden Tag ein bisschen besser gehen. Schon kommt der Tag, der die Großmama bringt. Als die Kinder die Großmama auf ihrem Pferd kommen sehen, stehen sie auf und machen einen kleinen Spaziergang. Großmama kann fast nicht glauben, was sie sieht. Lachend und weinend umarmt sie Klara und Heidi. Dann setzen sie sich und Klara erzählt, wie der Wind den Rollstuhl weggeblasen hat und wie Heidi und Peter sie bei den ersten Schritten gestützt haben. Wenig später sehen sie, dass ein unerwarteter Gast den Weg hochkommt: Herr Sesemann! Klara und Heidi stehen auf und gehen ihm entgegen. Auch der Vater ist überglücklich!

Plötzlich sieht Großmama Peter hinter den Tannen. Sie ruft: "Komm, mein Junge, komm!" Aber Peter kommt nicht, er hat große Angst. Er denkt, dass Sesemann ein Polizist aus Frankfurt ist, der ihn holen will. Er hat doch den Rollstuhl den Berg hinuntergestoßen!

"Warum zittert dieser Junge so, mein lieber Öhi? ", fragt Großmama. "Dieser Junge ist der Wind, der den Rollstuhl weggeblasen hat. Aus Eifersucht. Und jetzt hat er Angst vor der Strafe."

Aber Großmama will ihn nicht strafen: "Komm, mein Junge, und hör zu: Du hast etwas Böses getan, aber es war auch etwas Gutes. Dank dir hat Klara laufen gelernt!"

Peter ist sehr froh, dass Sesemann kein Polizist ist und dass ihn niemand strafen will.

Am nächsten Morgen reisen Klara, ihr Vater und Großmama ab. "Kommt nächsten Sommer wieder! ", ruft Heidi und winkt ihnen, bis sie verschwunden sind.

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