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Die Zauberflöte (Graded Reader), Kapitel 3

Kapitel 3

Sarastro und seine Priester erklären Tamino: Er muss die

Lehre der Weisheit erlernen und Prüfungen bestehen.

Dann bekommt er Pamina.

6. Auftritt

Papageno und Pamina sind noch zusammen im Palast von Sarastro. Pamina hat keine Fesseln mehr an.

Papageno flüstert: „Wir müssen schnell fliehen. Nur Mut, Pamina! Sonst fangen sie uns noch. Hoffentlich finden wir bald Tamino!“

Papageno nimmt seine Flöte und pfeift.

In diesem Moment hören sie den Flötenton von Tamino.

„Welche Freude! Er hört uns schon. Sein Ton kommt bis hierher zu uns. Welches Glück! Schnell! Schnell! Weg von hier!“

7. Auftritt

Doch in dem Moment erscheint Monostatos.

Ha, da seid Ihr! Man kann den Monostatos nicht täuschen. Ich will euch bestrafen. He, Sklaven kommt mit Eisen und Stricken!“

Die Sklaven kommen mit Fesseln.

Pamina klagt: „Ach, nun sind wir verloren.“

Papageno holt sein silbernes Glockenspiel hervor und lässt es erklingen.

„Klingt Glöckchen, klingt! Verzaubert den Monostatos und seine Sklaven!“

Monostatos und seine Sklaven hören den Klang und fangen sofort an zu singen: „Trallala, Trallala! Das klingt so herrlich, das klingt so schön! Trallala, Trallala!“ Dann marschieren Monostatos und seine Sklaven mit Gesang weg.

Papageno und Pamina sind sehr erstaunt: Das magische Glockenspiel erklingt und schon sind die Feinde verzaubert und gehen weg.

„Ha ha!” Papageno lacht. „Warum hat nicht jeder Mann so ein Glöckchen? Dann kann er ohne Feinde in Harmonie leben und mit Freunden glücklich sein!“

Papageno und Pamina fliehen aus dem Palast.

Da hören sie Marschmusik mit Pauken und Trompeten und man hört Rufe wie: „Es lebe Sarastro!“

Papageno beginnt vor Angst zu zittern: „Was soll das bedeuten?“

„O Freund, nun ist es aus mit uns!“, ruft Pamina bleich. „Sarastro kommt!“

„Ich möchte eine Maus sein“, jammert Papageno, „und mich verstecken oder so klein sein wie eine Schnecke und in mein Haus kriechen. Mein Kind, was sollen wir nun sagen?“

„Die Wahrheit!“

„Die Wahrheit ist nicht immer gut“, meint Papageno. „ Sie tut den großen Herrschern weh. Aber ohne Wahrheit hat mein Leben keinen Sinn.“

8. Auftritt

Sarastro fährt auf einem Triumphwagen auf die Bühne. Sechs Löwen ziehen den Wagen.

„Es lebe Sarastro, der Weise! Er ist unser Idol!“, rufen seine Anhänger.

Sarastro steigt aus dem Wagen. Pamina kniet vor ihm nieder:

„Verzeiht mir, Herr, es ist wahr: Ich will aus eurem Palast fliehen. Aber es ist nicht meine Schuld. Der böse Mohr verlangt Liebe von mir. Deswegen will ich vor ihm weglaufen.“

„Steh auf! Ich weiß alles von dir. Du liebst einen andern. Ich zwinge dich nicht zur Liebe. Aber – ich gebe dir auch nicht die Freiheit.“

„Ich muss zu meiner Mutter! Sie ist unglücklich ohne mich.“

„Du findest bei ihr nicht dein Glück. Hier wartet der schöne Jüngling auf dich. Er ist der Grund für meinen Raub.“

9. Auftritt

Monostatos kommt mit Tamino und erklärt ihm: „Hier ist Sarastro, unser Herr!“

Da erkennt Pamina Tamino und ruft aufgeregt aus: „Er ist es! Er ist es! Ich kann es nicht glauben! Tamino, ich bin hier, deine Pamina!“ Tamino und Pamina fallen sich glücklich in die Arme.

Sie dürfen aber noch nicht zusammenbleiben.

ZWEITER AKT

1. Auftritt

Die Bühne ist ein Palmenwald. Die Bäume sind wie aus Silber, die Blätter wie aus Gold. Sarastro kommt mit seinen Priestern in feierlichen Schritten. Jeder hat einen Palmzweig in der Hand. Marschmusik mit Hörnern und Trompeten begleitet den Zug.

Sarastro spricht zu den Priestern: „Ihr Diener von den großen Göttern Isis und Osiris! Wir haben heute eine sehr wichtige Versammlung. Tamino, ein zwanzigjähriger Königssohn, befindet sich an der nördlichen Pforte von unserem Tempel. Dieser Jüngling will seinen nächtlichen Schleier von sich reißen und ins Heiligtum des größten Lichts blicken. Dazu braucht er Mühe und Fleiß. Wir wollen diesen Tugendhaften bewachen und ihm freundschaftlich die Hand bieten. Das ist jetzt für uns eine wichtige Aufgabe!“

Der erste Priester fragt: „Besitzt der Jüngling Tugend?“

„Ja, er besitzt Tugend!“, antwortet Sarastro.

„Auch Verschwiegenheit?“, will der zweite Priester wissen.

„Ja, auch Verschwiegenheit!“, bestätigt Sarastro.

„Und ist er auch wohltätig?“, fragt der dritte Priester.

„Ja, auch wohltätig. Seid Ihr einverstanden?“

Die Priester stimmen zu und blasen dreimal in die Hörner.

Sarastro ist zufrieden und redet weiter: „Die Götter haben Pamina, das sanfte, tugendhafte Mädchen, für den guten Jüngling ausgewählt. Tamino soll unsere schwere Kunst erlernen und als Eingeweihter unseren Tempel festigen. Die Königin der Nacht aber möchte durch Aberglauben das Volk blenden und unsern festen Tempelbau zerstören. Das soll sie nicht tun!“

Alle blasen wieder dreimal in die Hörner.

Dann wendet sich ein Priester an Sarastro: „Großer Sarastro, wir bewundern deine weisen Reden. Aber kann Tamino auch die harten Prüfungen und Kämpfe bestehen? Verzeih, ich bin so frei. Ich spreche dir von meinem Zweifel. Ich habe Angst um den Jüngling. Er ist ein Prinz!“

„Noch mehr! Er ist Mensch!“, antwortet Sarastro.

„Er kann aber dabei sterben!“, entgegnet der Priester.

„Dann gehört er zu Isis und Osiris und fühlt die Freuden von den Göttern früher als wir.

Und nun bringt Tamino mit seinem Reisegefährten Papageno in den Vorhof vom Tempel!“

Wieder ertönen die Hörner dreimal.

Die Priester stellen sich alle mit ihren Palmzweigen zusammen auf und beten zu Isis und Osiris: „Isis und Osiris, schenkt Tamino und Papageno Weisheit! Stärkt sie in Gefahr mit Geduld! Lasst sie die Prüfungen bestehen! Sterben sie aber, dann nehmt sie in euren Wohnsitz auf!“

Darauf dreht sich Sarastro um und geht weg. Die Priester folgen ihm nach.

2. Auftritt

Es ist Nacht, der Donner rollt von weitem. Die Bühne verwandelt sich in den Vorhof vom Tempel.

Tamino und Papageno sind auf dem Weg zu ihren Prüfungen. Es ist dunkel. Sie sind allein. Tamino fürchtet sich: „Eine schreckliche Nacht! Papageno, bist du noch bei mir?“

„Ja, natürlich!“

Es donnert.

„O weh! Mir ist nicht wohl bei der Sache!“, flüstert Papageno.

„Hast du Angst Papageno?“, fragt Tamino.

„Angst nicht. Aber es läuft mir eiskalt über den Rücken.“

Es donnert stark.

„O weh!“, ruft Papageno, „ich glaube, ich bekomme Fieber.“

„Pfui, Papageno! Sei ein Mann!“

„Nein, ich will ein Mädchen sein!“

Es donnert wieder.

„O! O! O! Das ist mein letzter Augenblick!“ Papageno zittert.

3. Auftritt

Zwei Priester kommen mit Fackeln .

„Ihr Fremdlinge, was sucht ihr hier? Warum kommt ihr zu uns? Was wollt ihr von uns?“, fragt der erste Priester.

„Wir suchen Freundschaft und Liebe!“, antwortet Tamino.

„Seid ihr bereit dafür zu kämpfen und auch zu sterben?“

„Ja!“

„Prinz, noch ist es Zeit wegzugehen. Einen Schritt weiter und es ist zu spät!“

„Ich will die Weisheitslehre erlernen. Pamina, das liebe Mädchen, ist dann mein Lohn.“

„Willst du jede Prüfung machen?“

„Jede!“

„Dann reich mir deine Hand!“ Sie geben sich die Hände.

Der zweite Priester fragt dann den Papageno.„Willst du auch um Weisheit kämpfen?“

„Kämpfen ist nicht meine Sache. Ich will gar nicht weise sein. Ich bin ein Naturmensch. Mir reichen Schlaf, Speise und Trank, aber ich möchte einmal eine schöne Frau fangen.“

„Dafür musst du zuerst unsere Prüfungen bestehen. Du musst unsere Gesetze befolgen und keine Angst vor dem Tod haben!“

„Dann bleibe ich lieber ledig!“

„Sarastro hat aber ein Mädchen für dich.“

„Ist es jung?“

„Jung und schön!“

„Und wie heißt es?“

„Papagena.“

„Papagena? Ich möchte sie gern sehen.“

„Sehen kannst du sie, aber du darfst nicht mit ihr sprechen. Kannst du schweigen?“

„O ja!“

„Gut, du sollst sie sehen.“

„Auch dir, Prinz, befehlen die Götter Stillschweigen. Du kannst Pamina sehen, aber sie nicht sprechen. Dies ist eure erste Prüfung.”

Die Priester lassen Tamino und Papageno allein.

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