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Kreuz und quer durch Berlin (Graded Reader), Kapitel 1. Vorbereitungen

Kapitel 1. Vorbereitungen

„Nur noch zwei Tage, dann kommt Emma“, ruft Julia aufgeregt. Familie Krämer sitzt in der Küche und isst Abendbrot. Mutter Marion nimmt sich etwas Salat und fragt ihren Mann Thomas: „Gibst du mir bitte das Öl und den Essig?“ „Ja, natürlich. Hier, bitte“, antwortet er. Florian isst schon die dritte Scheibe Brot. Mit vollem Mund sagt er: „Ja, stimmt ... schon in zwei Tagen.“

„Freust du dich denn nicht?“ Seine Schwester Julia schaut ihn fragend an.

„Ich weiß nicht ... Ich glaube, sie ist ein bisschen langweilig“, antwortet Florian. „Hast du ihre E-Mail gelesen?“, will er wissen.

„Natürlich habe ich sie gelesen und ich denke, dass sie sehr nett ist“, meint Julia.

„Nett, aber langweilig“, ist sich Florian sicher.

Die Mutter fragt ihre Tochter: „Darf ich die E-Mail von Emma auch lesen?“

„Klar doch“, antwortet Julia und holt ihr Notebook. „Hier ist sie.“ Emma stellt es vor die Mutter auf den Tisch.

Liebe Frau Krämer, lieber Herr Krämer, liebe Julia und lieber Florian,

**ich freue mich schon sehr, bald nach Deutschland zu kommen. Natürlich bin ich auch sehr aufgeregt. **

**Ich komme aus einem kleinen Dorf in Italien. Berlin ist eine Großstadt und sicherlich ganz anders. Außerdem war ich noch nie in Deutschland. **

**Ich lerne seit drei Jahren Deutsch in der Schule, aber meine Sprachkenntnisse sind nicht so gut. Deutsch ist eine schwierige Sprache! Ich hoffe, mein Deutsch in den Sommerferien verbessern zu können. **

Viele Grüße und bis bald,

Emma

„Was hast du, Florian? Sie schreibt sehr gut. Ich habe keinen einzigen Fehler gefunden. Ich glaube auch, dass sie sympathisch ist“, meint die Mutter.

„Sie ist bestimmt eine Streberin in der Schule. Wahrscheinlich kommt sie nur nach Berlin, damit sie bessere Noten in Deutsch bekommt“, sagt Florian.

„Ja, wenn das so ist, habe ich einen guten Tipp für dich: Verbring doch einen Monat bei einer Familie in England. Vielleicht werden deine Noten in Englisch dann endlich besser!“, schlägt Julia vor und grinst.

Ihr Bruder schaut sie wütend an und sagt: „Du kannst du dich ja um sie kümmern und ihr Berlin zeigen. Ich will in den Ferien etwas mit meinen Freunden unternehmen. Wenn das Wetter schön ist, fahren wir zum Wannsee und abends ins Open-Air-Kino oder zu Konzerten.”

„Einverstanden. Ich zeige ihr gerne die Stadt. Ich glaube auch nicht, dass sie Lust hat, mit dir und deinen komischen Freunden die Stadt zu erkunden“, meint Julia.

„Julia!“, ruft die Mutter. „Ja, Mama, was ist denn?“, antwortet Julia. „Ich fahre in die Stadt, weil ich eine Gästeliege für Emma kaufen möchte. Die stellen wir dann in dein Zimmer. Außerdem möchte ich im Fahrradladen fragen, ob sie Räder verleihen. Dann kann Emma auch Fahrrad fahren. Willst du mitkommen?“

„Das ist eine gute Idee! Ja, ich komme mit!“ Julia zieht sich sofort ihre Jeansjacke an und verlässt gemeinsam mit der Mutter das Haus.

„Dreht4 sich jetzt alles nur noch um Emma?“, fragt Florian genervt. „Ich gehe mit Rufus spazieren“, meint Florian. Auch er zieht seine Jacke an, nimmt die Hundeleine und geht in den Garten. „Rufus!“, ruft er und sofort kommt der Collie angelaufen. Er wedelt aufgeregt mit dem Schwanz, als er Florian mit der Hundeleine sieht. Der Hund hat verstanden, dass sie jetzt einen Spaziergang machen.

Florian geht gern mit Rufus in den Park. Der Hund freut sich und Florian unterhält sich oft mit anderen Hundebesitzern, die mit ihren Hunden Gassi gehen.

Manchmal sprechen ihn nette Mädchen an, die Rufus streicheln und ,Ist der aber süß' sagen.

Heute trifft er leider nur den Nachbarn. „Hallo, Herr Meier!“, grüßt Florian ihn.

„Hallo Florian! Ich habe gehört, dass bald ein Mädchen aus Italien zu euch kommt. Wie lange bleibt sie denn?“ „Einen Monat ...“ Er macht ein grimmiges3 Gesicht. „Freust du dich nicht?Vielleicht ist sie hübsch!“, lacht Herr Meier und geht weiter.

„Das ist mir ganz egal“, denkt Florian. „Spaß haben kann mit ihr sicher nicht. Sie will bestimmt den ganzen Tag Übungen machen, um ihr Deutsch zu verbessern. Ich habe keine Lust, in den Ferien mit ihr zu lernen! Aber Julia hat ja versprochen, sich um sie zu kümmern“, überlegt er.

„Wau, wau, wau!“, bellt Rufus. „Was ist los, Rufus?“, fragt Florian. Rufus hat einen Stock im Maul und schaut Florian freudig an. „Gut, ich habe verstanden, was du willst: spielen!“ Florian macht ihm die Leine3 ab und wirft den Stock so weit er kann. Rufus rast hinter dem Stock her und bringt ihn zurück zu Florian.

Dieses Spiel wiederholen sie, bis der Hund sich müde auf den Boden legt. „Komm, Rufus, lass uns nach Hause gehen. Für heute ist es genug.“ Florian befestigt die Leine wieder an Rufus' Halsband und sie machen sich auf den Heimweg4.

Als sie zu Hause angekommen sind, schließt Florian sorgfältig5 das Gartentor. Es ist schon oft passiert, dass Rufus weggelaufen ist, weil das Gartentor nicht richtig geschlossen war. Die ganze Famile musste ihn dann suchen und manchmal hat es Stunden gedauert, bis sie ihn wiedergefunden haben.

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