×

우리는 LingQ를 개선하기 위해서 쿠키를 사용합니다. 사이트를 방문함으로써 당신은 동의합니다 쿠키 정책.

image

yazovs stuff, ERSTER WELTKRIEG - Schlacht um Verdun 1916 DEUTSCHE vs FRANZOSEN

ERSTER WELTKRIEG - Schlacht um Verdun 1916 DEUTSCHE vs FRANZOSEN

Hallo und herzlich Willkommen auf dem PLW Review Kanal.

Heute erklären wir euch die Unterschiede der beiden größten Kontrahenten an der Westfront.

Nämlich die französische Armee und zum Anderen die kaiserlich Deutsche Armee.

Hierbei geht es dann überwiegend um Uniformierung und Ausrüstung und dann noch ein paar kleinere Details.

Wir fangen mit den Kopfbedeckungen an.

Wir befinden uns ungefähr im Zeitraum 1916.

Die Fronten sind erstarrt, es kam zum Stellungskrieg.

Beide Armeen haben zu dem Zeitpunkt schon eine neue Uniformierung und da gehen wir jetzt ein bisschen drauf ein.

Auf deutscher Seite wurde der M16 Stahlhelm eingeführt.

Er wurde durch ein Kaltzieh Verfahren hergestellt und war dementsprechend verhältnismäßig leicht zu produzieren.

Der französische Adrian Helm wurde schon 1915 eingeführt beziehungsweise entwickelt.

Er bestand aus deutlich mehr Teilen bestand und hatte deswegen deutlich höhere Herstellungskosten.

Als Oberbekleidung war bei den Deutschen die Einheitsbluse Modell 15 eingeführt worden.

Mit ihr wurden alle Unterschiede zwischen den Waffengattungen aufgehoben.

Bei den Franzosen unterschieden sich die Waffengattungen eher durch die Farben der Aufnäher auf dem Kragen.

Das ist auch bereit einer der größeren Unterschiede.

Die Deutschen haben ihre Regimentszugehörigkeit durch Schulterklappen symbolisiert gezeigt.

Die Franzosen hatten das auch schon zu Beginn des Krieges mit ihren veralteten Uniformen noch mit Kragen Platten.

Schulterklappen hatten die Franzosen auch aber die dienten dann dazu, dass das Gewehr beim Tragen nicht von der Schulter rutscht.

Die Hose bei den Deutschen hob sich farblich ein bisschen von dem Farbton der Feldbluse ab.

Sie war steingrau.

Bei den Franzosen hat man sich für ein einheitliches Farbbild entschieden.

Bei den Deutschen sieht man z.B auch noch die rote Paspelierung. Die wäre bei den Franzosen gelb gewesen.

Die müsste zu dieser Zeit auch hier dran sein. Leider habe ich sie hier nicht aber das werden wir bald ändern.

Also für alle, die diese Zeit darstellen wollen. Hier müsste noch eine gelbe Pasperlierung sein.

Schauen wir uns mal das Schuhwerk an. Bei den Franzosen waren Schnürschuhe mit Wickelgamaschen schon immer Standard.

Die Franzosen hatten im Frühkrieg noch rote Hosen und dunkelblaue Mäntel an aber bereit Schnürschuhe mit Ledergamaschen.

Man hat dieses Konzept dann weiter verwendet und um Leder einzusparen Wickelgamaschen verwendet.

Bei den Deutschen war der Marschstiefel noch bis Ende des Krieges sehr gängig.

Von den Soldaten wurden dann aber dieselbe Trageweise also Schnürschuhe mit Wickelgamaschen bevorzugt.

Wir hatten die M15 Bluse schon angesprochen.

Ich trage über der französischen Uniform schon den M15 Mantel.

Der hieß so, weil er auch zum gleichen Zeitpunkt eingeführt.

Bei den Franzosen war der Mantel die Standardbekleidung.

Sie hatten zwar eine Feldbluse, die sie darunter oder beim Arbeitsdienst trugen aber laut Vorschrift war der Mantel immer das Standard Oberbekleidungsstück.

Beim Durchqueren von Stacheldrahtverhauen und anderen Hindernissen, sowie im Sommer was es nicht immer die beste Lösung.

Aber das war damals nun mal die Vorschrift.

Es gibt aber eine Sache, die meiner Meinung nach bei den Franzosen deutlich besser gelöst ist als bei den Deutschen.

Die deutschen tragen den Leibriemen ohne Koppel Tragegestell.

Man hat sich dann viel behelfsmäßig mit dem Brotbeutelriemen geholfen.

Man hat später bei den Sturmtruppen festgestellt, wie schlecht der Koppel im Endeffekt durch die eingenähten Koppelhaken in der Bluse hält.

Man hatte dann noch Koppeltragehilfen, die für die Kavallerie vorgesehen waren, auch bestimmten Einheiten im deutschen kaiserlichen Heer zur Verfügung gestellt.

Bei den Franzosen war das anders. Die hatten auch schon im Deutsch-Französischen Krieg 1870 bis 71 dieses Koppeltragegestell.

Das war am Anfang bei der alten Uniform noch schwarz und wurde dann hier später einfach in Naturfarbe ausgegeben.

Im Jahre 1916 wurde der Gasschutz dann immer wichtiger, wie wir auf der Rückseite des Soldaten sehen.

Er trägt hier auch schon die Rahmenmaske in der dazugehörigen Gasmasken Stofftragetasche Modell 16.

Ein Brotbeutel in schilfgrüner Färbung und eine Feldflasche mit Sparstoffbezug.

Auf der anderen Seite natürlich der Infanteriespaten und das Seitengewehr und das unterscheidet sich zu einem gewissen Grad doch deutlich zu den Franzosen und ich erkläre euch gleich warum.

Bei dem französischen Soldaten wurde ein Brotbeutel und eine Feldflasche standardmäßig ausgegeben.

Viele Soldaten haben sich aber mehr als eine Feldflasche mitgenommen. Das ist eine Feldflasche die fast zwei Liter hineinpassen.

Im Gegensatz zu der deutschen Feldflasche in die 700 Milliliter passen ist das schon ein deutlicher Unterschied.

Das sind Feldflaschen die ursprünglich vorgesehen waren für die Kolonialtruppen in Afrika in den französischen Kolonien.

Diese wurden dann aber für den Ersten Weltkrieg auch in Europa benutzt.

Eine Feldflasche war für Wasser und eine für den billigsten Brandwein, den ihr euch so vorstellen könnt.

Die französische Heeresleitung ging davon aus, dass man die Moral der Soldaten heben kann indem man den Zufuhr von Alkohol einfach unterbricht.

Man könnte quasi sagen, die Soldaten haben zu 90% ihrer Zeit dort betrunken gekämpft.

Was nachvollziehbar ist, wenn man sich die Situation zu der Zeit ein bisschen vergegenwärtigt.

Dasselbe trifft auch auf den Brotbeutel zu.

Ich habe jetzt einen Brotbeutel dabei aber auch zwei waren nicht untypisch, da die Verpflegung der französischen Soldaten sehr üppig war.

Zum Beispiel gab es für den Soldaten pro Tag ungefähr 120 Gramm Reis und wenn man den Reis kocht ist schon ein solides Mittagessen.

Zudem erhielten sie 35 bis 40 Gramm Tabak pro Tag.

Wer von euch Raucher ist und selber Zigaretten dreht, der kann das einschätzen. Ich brauche für 40 Gramm Tabak so anderthalb Wochen bis ich den aufgeraucht habe

Und das haben die jeden Tag bekommen.

Das war natürlich auch ein begehrtes Tauschmaterial hinter der Front bei den Zivilisten. Die waren natürlich nicht ganz so gut verpflegt.

Und da konnte man dann hier und da schon mal noch ein paar Tauschgeschäfte abschließen.

Kommen wir zu den französischen Patronentaschen. Davon hatte jeder Soldat drei.

In diese Patronentaschen war das Koppeltragegestell eingeharkt. Man hat zwei Patronentaschen vorne und eine Patronentasche hinten.

Der Deutsche Soldat hatte zwei Patronentaschen an der Vorderseite.

Wir hatten schon einmal die Gasmaske angesprochen auf Seiten der deutschen Armee.

Die Franzosen waren natürlich gezwungen da nachzuziehen oder den Schutz der Soldaten gegen Gasangriffe zu bedenken.

Man hatte dann damals als ersten vollwertigen Gesichtsschutz diese Gasmaske eingeführt, die dann am Stoff Stoffbeutel mitgeführt wurde.

Man hatte es ganz am Anfang mit bestimmten Chlorgasen zu tun.

Chlorgas ist ein Reizgas. Es brennt ganz fürchterlich in den Atemwegen und in den Augen. Es ist sehr reizend.

Das kann man zum Beispiel mit Harnstoff neutralisieren.

Da sind die Leute dann auf die Idee gekommen in Stofflappen zu pinkeln, da man ja im Urin relativ viel Harnstoff hat und sich das dann vors Gesicht zu halten.

Das waren so die ersten sehr verzweifelten Versuche sich gegen solche Reizgase zu schützen.

Um dem entgegen zu wirken hat man dann dementsprechend auch Atemschutzmasken eingeführt.

Das waren dann relativ einfache Stoffmasken.

Diese waren imprägniert und hatten dann unten so einen Cellophan Filter.

Cellophan ist ein relativ früher Kunststoff durch den das gefiltert wurde.

Sie aber bei weitem nicht auf dem Stand auf dem zum Beispiel die Rahmenmaske oder die Ledermaske Modell 17 war.

Nun kann man sich natürlich vorstellen, dass die Franzosen auch Landgewinne machen wollten.

Sie haben daher sehr viele Sturmangriffe gemacht bei denen die auch viele deutsche Gefangene gemacht haben.

Nicht nur Gefangene. Man hat natürlich auch Verluste verursacht auf deutscher Seite.

Da wurde unter anderem auch die Rahmenmaske gefunden, die Vorgänger Gasmaske von der Ledermaske 17.

Und die hat man dann auf Französisch zur Seite kopiert. Auch den Kanister.

Man kann so ab 1917, 1918 eine französische Darstellung auch mit einem Blechkanister machen mit der Gasmaske drin.

Sollte ich so eine irgendwann mal in die Hand kriegen werde ich sie euch natürlich sofort zeigen.

Was gibt es noch so im Großen und Ganzen zu sagen?

Die Kriegsführung der beiden Armeen unterschied sich schon in einigen Punkten.

Es war zum Beispiel so, dass es für französische Soldaten, bei einem Sturmangriff verpflichtend war, ihr komplettes Marschgepäck also den Tornister mit dem großen Essgeschirr mitzunehmen.

Man sich sozusagen auf den Erfolg eingestellt.

Und wenn man einen feindlichen Schützengraben erobert hat, wollte man nicht, dass die Soldaten nicht zurückkehren müssen um ihre Materialien nachzuholen.

So hatte man immer alles am Mann, sodass wenn man den Graben eingenommen hatte ihn einfach direkt besetzen konnte.

Auch noch eine Sache, die ich mal gelesen habe, die ich sehr drastisch finde.

Ich weiß nicht, ob es eine Legende ist, ich werde es aber trotzdem mal erwähnen.

Es geht darum, dass es für französische Soldaten verboten war private Decken zu besitzen.

Das hatte einfach was damit zu tun, dass die Offiziere Angst hatten, dass die Soldaten eher ihren Privatbesitz verteidigen oder darauf Wert legen diesen immer mitzunehmen.

Anders wäre es bei Dingen, die von der Armee ausgegeben wurden und für die sie nichts bezahlt haben.

Das heißt drohte ein französischer Graben überrannt zu werden konnte man den Rückzug anordnen und man hat alles stehen und liegen lassen.

Man hatte bedenken, dass die Soldaten zurückkehren um ihre Privatsachen zu holen oder sich mit ihren privat Sachen im Rückzug zu belasten.

Ob das stimmt kann ich nicht ganz genau sagen aber ich fand die Geschichte sehr faszinierend.

Ich werde da mal weiter nachforschen, ob das wirklich so war. Es ist auf jeden Fall eine sehr interessante Sache.

Deutsche Soldaten waren da, wenn sie einen Sturmangriff auf andere Schützengräben gestartet haben ein bisschen befreiter.

Da war meistens Minimalausrüstung befohlen und man hatte um sich des Tornisters zu entledigen das Sturmgepäck eingeführt.

Da wurde dann nur die Mantelrolle geschnürt.

Zusammen mit der Zeltbahn und dem Kochgeschirr, in dem dann die notwendigsten Sachen zur Ernährung, also die Eiserne Ration verstaut waren.

Da wurde dann eher mit sowas angegriffen.

Das war natürlich in vielen Punkten praktischer als mit so einem Riesen Tornister. Da verfängt man sich im Stacheldraht noch viel schneller als man es ohnehin schon tut.

Daher ist dann die Überlegung ohne Tornister anzugreifen absolut nachvollziehbar.

Ist das so ein nachvollziehbares, verständliches Video?

Dann zeigen wir euch noch mal die Unterschiede zwischen den Seiten Gewehren, weil die waren sehr unangenehm zu jener Zeit.

Franzosen sah das in etwa so aus. Das ist jetzt das Seitengewehr für das Lebelgewehr ist aber auch für das Bertiergewehr verwendbar.

Dazu muss man etwas sagen.

Das deutsche Seitengewehr hatte noch andereVerwendungszwecke. Also man konnte damit auch schneiden, man konnte damit irgendwas hacken, man konnte sich damit ein Brot schmieren

Es hatte einfach einen Mehrwert außer töten.

Das französische Bajonett ist wirklich zunächst nutze außer am Menschen unsägliche Verletzungen hervorzurufen.

Es hat überhaupt keinen Mehrwert. Es war auch bei den Franzosen nicht sehr beliebt.

Es gab später noch ein Seitengewehr für das Bertier.

Ich weiß nicht ob es nachempfunden war aber es sieht dem deutschen Seitengewehr sehr ähnlich. Es hatte dann auch einen Mehrwert.

Kommen wir nochmal kurz zu den Waffen.

Ich als französischer Soldat bin hier noch mit dem Bertier bewaffnet und zwar handelt es sich um das Modell 1907 mit der Modifikation 1915.

Das ist auch eine Waffe, die für die französischen Kolonialtruppen vorgesehen war.

Es wurde dann aber in sehr hoher Stückzahl an die Truppen an der Westfront ausgegeben.

Es wurde später noch modifiziert. Ich habe jetzt die Version die drei Schuss fasst.

Später gab es dann hier unten quasi noch Anbau so, dass diese Waffe auch 5 Schuss fassen konnte im Kaliber 8 mm Lebel.

Auf der deutschen Seite haben wir das Gewehr 98. Dieses fasst dann auch 5 Schuss im Kaliber 8 x 57 IS.

Wofür steht IS? Das heißt einfach Infanterie Spitz.

Man muss dazu sagen, es ist ein bisschen zynisch aber das ist tatsächlich der Sinn davon.

Diese Geschosse sollten den Soldaten der anderen Kriegsteilnehmer nicht töten, sondern nur aufhalten.

Daher waren das Vollmantelgeschosse, die sich nicht auftrödeln im Körper, sondern einfach nur durchfliegen.

Also nur Durchschüsse verursachen. Deswegen hat man die Infanterie spitz genannt.

Nochmal kurz zu den Seitengewehren. Wie ihr seht ist das Seitengewehr am Bertier bedeutend länger als das vom Gewehr 98.

Man muss hier dazu sagen dass die Verwundungen die damit zugefügt wurden natürlich unglaublich fürchterlich waren.

Gerade das von dem Nadelbajonett hier das hat eine

Eine Kreuzklinge. Und das führt zu Wunden, die sich unglaublich schlecht behandeln und quasi auch zu der damaligen Zeit fast nicht nähen lassen.

Also das sind wirklich ... ja richtig blöde Scheiße.

Dann stecke ich das mal kurz weg.

Ich hoffe euch hat auch diese Gegenüberstellung in diesem Video gefallen.

Wenn ihr mehr solche Gegenüberstellungen von unterschiedlichen Kriegsteilnehmer haben wollt, dann schreibt das gerne in die Kommentare.

Last einen like und ein Abo da und dann wünsche ich euch einfach noch einen schönen Tag.

Learn languages from TV shows, movies, news, articles and more! Try LingQ for FREE