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Horror Kurzgeschichten, Dämonenfluch von Hume Nisbet - 02

Dämonenfluch von Hume Nisbet - 02

Im nächsten Augenblick bin ich erwacht, stand vor meiner eigenen schrecklich verstümmelten Leiche und beobachte den Kerl gerade bei der Arbeit, den Kerl, den Sie jetzt sehen!«

Ja, ich sah alles, als das Medium zu sprechen aufhörte, einen verstümmelten Körper auf schlammigen Pflaster liegend, und ein dämonisches, dunkles, pockennarbiges Gesicht beugte sich mit den mageren Krallen ausgebreitet über sie. Ein dichter Nebel waberte anstelle eines Körpers, wie eine nur zur Hälfte ausgebildet Inkarnation der Muskeln.

»Das war es, was es tat, und – sie werden es erneut treffen.« sagte sie. »Ich bin nur Ihretwegen gekommen, damit Sie es aufspüren können.«

»Ist er ein Engländer?« Ich schnappte nach Luft, als die Vision verblasste und der Raum wieder deutlich wurde.

»Es ist weder ein Mann noch eine Frau, sondern existiert wie ich – er ist jetzt bei mir und mag heute Nacht auch bei Ihnen sein, aber, wenn Sie mich anstatt seiner wollen, dann kann ich ihn zurückhalten, allerdings müssen Sie mich mit aller Macht herbeiwünschen!«

Die Séance wurde jetzt zu schrecklich, und mit allgemeiner Zustimmung drehte unser Gastgeber das Gas wieder auf. Jetzt sah ich das Medium zum ersten Mal richtig, nun da sie aus der teuflischen Besessenheit entlassen war, sah ich ein schönes Mädchen von etwa neunzehn Jahren, und mit den, was ich für die herrlichsten braunen Augen halte, die ich je gesehen habe.

»Glauben Sie an das, was Sie eben gesprochen haben?«, fragte ich sie, als wir später zusammensaßen.

»Was war es denn?«

»Na, über die ermordete Frau.«

»Ach, ich weiß überhaupt nichts mehr. Nur, dass ich am Tisch gesessen habe. Ich weiß nie, was während meiner Trance passiert.«

Log sie? Ihre dunklen Augen sprachen die Wahrheit, so dass ich sie nicht anzweifeln konnte. Als ich in dieser Nacht zu meiner Wohnung zurückkam, muss ich gestehen, dass es einiger Zeit bedurfte, bevor ich auch nur daran denken konnte, ins Bett zu gehen. Ich war ausgesprochen aufgeregt und nervös, und wünschte, dass ich nie zu diesem Geister-Treffen gegangen wäre. Und so tat ich das mentales Gelöbnis, als ich meine Kleider abwarf und hastig zu Bett ging, dass dies die letzte unheilige Versammlung gewesen sei, an der ich je teilnehmen würde.

Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich nicht in der Lage, das Gas herunterzudrehen, denn es schien mir, als wäre der Raum mit Geistern gefüllt, als ob das Paar grässliche Gespenster, der Mörder und sein Opfer, mich bis nach Hause begleitet hätten. Doch anstatt dies augenblicklich zu bekämpfen, ergriff es Besitz von mir. So zog ich die Bettdecke über den Kopf – wobei es eine kalte Nacht war – und glitt auf diese Weise in den Schlaf hinüber.

Zwölf Uhr! Und der Jahrestag an dem Christus geboren war. Ja, ich hörte es vom Ende der Straße zu mir hochläuten und zählte die Schläge, welche langsam erklangen – lauschte danach den Echos der anderen Kirchtürme, nachdem der erste verstummt war. Nun lag ich also wach in diesem Gas beleuchteten Raum, mit dem Gefühl, als ob ich an diesem Weihnachtsmorgen nicht allein sei.

Während ich noch überlegte, was mich so plötzlich geweckt hatte, schien mir, ich höre ein weit entferntes Echo eines Rufs: »Komm zu mir.« Zu gleicher Zeit wurde langsam das Bettzeug vom Bett gezogen und glitt in einem wirren Knäuel auf den Boden.

»Bist du es, Polly?« rief ich, in der Erinnerung an die Geister-Séance, und den Name, mit dem sich der Geist, als er das Medium in Besitz nahm, vorgestellt hatte.

Drei einzelne Schläge schallten von dem Bettpfosten an mein Ohr, das Signal für »Ja.«

»Kannst du zu mir sprechen?«

»Ja«, ein Echo anstatt einer Stimme antwortete, während ich fühlte, wie mein Fleisch erbebte, aber ich bemühte mich, tapfer zu sein.

»Kann ich dich sehen?«

»Nein!«

»Dich fühlen?«

Sofort berührte etwas wie eine leichte, kalte Hand meine Stirn und strich über mein Gesicht.

»In Gottes Namen, was willst du?«

»Das Mädchen retten, in dem ich heute Abend war. Es stellt ihr nach und wird sie töten, wenn du nicht schnell kommst.«

In einem Augenblick war ich aus dem Bett, stolperte durch all dies entsetzt, irgendwie in meine Kleider hinein, hatte dabei aber das Gefühl, als ob Polly mir beim Ankleiden half. Es lag ein kandianischer Dolch auf meinem Tisch, den ich aus Ceylon mitgebracht hatte – ein alter Dolch, den ich als Antiquität und seines Aussehens wegen gekauft hatte, und diesen schnappte ich mir nun, als ich das Zimmer verließ. Die leichte unsichtbare Hand führt mich aus dem Haus und entlang der einsamen verschneiten Straßen.

Ich wusste nicht, wo das Trancemedium wohnte, aber ich folgte, wohin der leichte Griff mich führte – durch blendendes Schneetreiben, um Ecken und durch Hinterhöfe, mit gesenktem Kopf und die Flocken dicht um mich herumfallend, bis ich zuletzt zu einem stillen Platz vor ein Haus kam, von dem ich durch eine bestimmende Eingebung wusste, dass ich hineingehen müsse.

Drüben auf der anderen Straßenseite sah ich einen Mann zu einem schwach erleuchteten Fenster hochstarren, aber ich konnte ihn nicht sehr deutlich erkennen, denn zu diesem Zeitpunkt maß ich ihm nicht viel Aufmerksamkeit bei, sondern stürmte stattdessen die Stufen hoch in das Haus hinein, da die unsichtbare Hand mich weiterhin nach vorne zog.

Wie sich die Tür öffnete oder ob sie überhaupt geöffnet wurde, kann ich nicht sagen – ich weiß nur, dass ich, so wie wir in einem Traum an verschiedene Orte gelangen, über das Treppenhaus in ein Schlafzimmer kam, wo das Licht nur schwach brannte.

Es war ihr Schlafzimmer, und sie kämpfte gegen den Gangstergriff der gleichen Dämonenklauen an, dessen Rest in einem Nichts verschwand.

Ich sah all dies mit einem Blick, ihre halb entkleidete Gestalt, das in Unordnung gebrachte Bettzeug, wie der nur halb materialisierte Dämonenmuskel ihren zarten Hals umkrallte. Da warf ich mich wie eine Furie mit meinem kandianischen Dolch auf ihn, hieb quer über diese grausamen Klauen und über das böse Gesicht, während Blutstreifen und hässliche Flecken dem Lauf meines Messers folgten – bis er endlich aufhörte zu kämpfen und wie ein schrecklicher Alptraum verschwand. Als das halb erwürgt Mädchen, jetzt aus dem Griff freigekommen, zu Boden fiel, weckte sie das ganze Haus mit ihrem Geschrei – während aus ihrer Hand eine merkwürdige Münze kullerte, die ich in meinen Besitz nahm.

So verließ ich sie, mit dem Gefühl, dass meine Arbeit getan sei, ging die Treppe hinunter, die ich gekommen war; scheinbar ohne jede Behinderung oder auch nur im geringsten die Aufmerksamkeit der anderen Bewohner des Hauses auf mich zu ziehen, die in ihren Nachthemden in Richtung jenes Schlafzimmers, von woher die Schreie stammten, stürzten.

Wieder auf der Straße, mit jener Münze in der einen und meinen Dolch in der anderen Hand, eilte ich fort, aber da erinnerte ich mich an den Mann, den ich gesehen und der zu dem Fenster geblickt hatte. War er noch da? Ja, aber auf dem Boden, in einer wirren schwarze Masse, unter dem weißen Schnee, als ob er niedergeschlagen worden sei.

Ich ging hinüber, wo er lag, und sah ihn an. War er tot? – Ja. Ich drehte ihn um und erkannte, dass seine Kehle von Ohr zu Ohr aufgeschlitzt, und über das ganze Gesicht – das gleiche dunkle, fahle, pockennarbige, bösartige Gesicht und die krallenbewehrten Hände – die dunklen Schnitte meines kandianischen Dolches verteilt waren, während sich der weiche, weiße Schnee um ihn herum mit karminroten Lebenspfützen färbte. Als ich all dies betrachtete, hörte ich die Uhr schlagen, während aus der Ferne der Gesang der kommenden Wache erklang. Da drehte ich mich und floh blindlings in die Dunkelheit.

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