News / Nachrichten | 31.01.2022 | logo! am Montagabend
Montag Abend, "logo!"-Zeit, ich bin Jennie und das hier ist logo -
live aus Mainz.
Keine Noten mehr? Wäre das eine gute Idee?
Wir klären was dafür und dagegen spricht
Nach dem Vulkanausbruch -
wir gucken wie es den Menschen in Tonga jetzt geht
Comics für mehr Sicherheit -
Was haben diese Zeichnungen im belgischen Reisepass zu suchen?
Hallo bei "logo!" und hallo Zeugnisse.
Ja es ist Zeugniszeit - ich war 'ne gute bis mittelmäßige Schülerin
und für mich war das trotzdem immer ziemlich aufregend.
Noten sind ja immer so ne Sache -
also haben wir in Mainz mal gefragt wie ihr das mit den Noten so findet.
Also ich finde es eigentlich ganz gut,
dann hat man eine eine Übersicht, wie gut man so ist in der Schule.
Aber ja, vielleicht wären auch nur Punkte oder so besser.
Ich finde Noten gut, aber ich finde es besser,
wenn es ein Gespräch mit dem Lehrer wäre.
Ich finde, die Schulnoten sind ganz gut,
weil man kann da auch gut beschreiben,
wie der Schüler ist und so.
Aber in manchen Fächern fände ich eine Bewertung auch gut.
Seh ich problematisch, wenn man sich dann dass Stress macht
oder sich dann so bewertet
oder sich schlechter fühlt als andere, das ist total demütigend.
Noch besser als nur Noten wäre, dass man hinschreibt "toll gemacht"
und einen Smiley hin malt.
Ich finde die Sportnoten überflüssig,
aber eigentlich bin ich ganz zufrieden mit den Noten.
Wenn es ein schlechter Tag war,
dann hat man auch eine schlechtere Note
und sagt nichts über einen selber aus.
Es gibt ja tatsächlich auch Schulen,
in denen es bis zur Oberstufe gar keine Noten gibt.
Stattdessen gibt es schriftliche Beurteilungen.
Und da haben wir uns gefragt - sind Schulnoten eigentlich 'ne gute Sache,
oder eher nicht?
Was spricht für und was spricht gegen sie?
Wir erklären es euch.
Es gibt einiges, was für Schulnoten spricht.
Zum Beispiel:
Noten sind schnell und einfach zu verstehen.
Dadurch können Schülerinnen und Schüler auf einen Blick sehen,
wie gut sie in einem Fach sind und,
ob sie sich über die Zeit verbessert oder verschlechtert haben.
Bewertungen in Textform sind manchmal schwieriger zu verstehen.
Außerdem: Durch Noten kann man besser vergleichen.
Viele Schülerinnen und Schüler finden es gut,
sich mit ihren Noten schnell vergleichen zu können.
Und auch wenn man sich nach der Schulzeit zum Beispiel
für eine Ausbildung bewirbt, können die Chefinnen und Chefs
durch Noten schneller erkennen, wie gut jemand in einem Fach ist.
Doch es gibt auch Gründe, die gegen Schulnoten sprechen.
Zum Beispiel: Schulnoten sind nicht immer gerecht.
In Experimenten wurde gezeigt,
dass unterschiedliche Lehrer und Lehrerinnen
dieselben Arbeiten unterschiedlich bewerten.
Das hängt zum Beispiel davon ab,
wie streng ein Lehrer oder eine Lehrerin ist.
Und: Schulnoten machen super viel Druck.
Viele Schülerinnen und Schüler sind gestresst und haben Angst,
schlechte Noten zu bekommen.
Manche von ihnen bekommen dadurch sogar auch Kopf- und Bauchschmerzen
oder schlafen schlecht.
Also: Schulnoten sind einfach zu verstehen
und man kann man sich besser vergleichen –
doch sie sind nicht immer gerecht und machen viel Druck.
Auf logo.de und Social Media könnt ihr eure Meinung zu dem Thema sagen.
Schreibt uns - sollten Schulnoten abgeschafft werden,
oder soll alles so bleiben wie es ist?
Bin sehr gespannt, was ihr sagt.
Wie schnell ist bitte der Januar vergangen?
Gefühlt war gerade noch Silvester, heute ist schon der letzte Tag -
Zeit also für das Foto des Monats.
Da könnt ihr uns ja ein Foto aus den Nachrichten schicken,
das euch besonders beschäftigt oder beeindruckt hat.
Diesen Monat hat Hannes aus Bonn dieses Bild geschickt.
Es zeigt die Zerstörung nach dem Vulkanausbruch
auf der Inselgruppe Tonga mitten im Pazifik.
Und Hannes schreibt dazu:
Hannes hat das Foto zusammen mit seinem Papa auf der Seite
der Süddeutschen Zeitung gefunden,
weil er mehr über den Vulkanausbruch wissen wollte.
Der Vulkanausbruch vor zwei Wochen hat sogar einen Tsunami,
also eine riesige Flutwelle ausgelöst.
Gucken wir mal, wie es den Menschen dort jetzt geht.
Die gute Nachricht: Für die Menschen in Tonga
kommt immer wieder Hilfe aus anderen Ländern.
Was gar nicht so einfach ist, denn die Inselgruppe im Pazifik
liegt ein paar tausend Kilometer entfernt
von den nächsten größeren Ländern wie Australien oder Neuseeland.
Nach dem Ausbruch gab es auch Schwierigkeiten
von außen Kontakt mit den Menschen in Tonga aufzunehmen.
Umso dankbarer sind die Bewohner nun, Trinkwasser, Essen
und wichtige Medikamente zu bekommen.
Es hat uns sehr, sehr berührt,
dass innerhalb einer Woche ein Boot aus Neuseeland ankam.
Und auch hier vor Ort helfen alle mit.
Nach dem Vulkanausbruch vor zwei Wochen wurden viele Häuser
und auch ganze Dörfer zerstört.
Und noch mehr:
In Tonga fiel danach für 36 Stunden der Strom aus.
Alle gefrorenen Lebensmittel sind kaputtgegangen
und das Essen wurde knapp.
Noch dazu hat sich die Vulkanasche wie eine Decke
über die Felder gelegt.
Dadurch sind Teile der Ernte zerstört.
Die Menschen sind also auf die Hilfe von außen angewiesen.
Doch es läuft nicht immer alles glatt.
Australien hatte Soldaten geschickt, die Hilfsmittel liefern sollten,
dann gab es einige Coronafälle an Bord.
Wir entladen die Hilfsmittel
ohne Kontakt zu den Menschen von Tonga zu haben.
So sollen sie vor Corona geschützt werden.
Das haben wir mit der Regierung in Tonga vereinbart.
Denn unglaublich, aber wahr:
In Tonga gibt es bisher keinen einzigen Coronafall.
Eben weil die Inselgruppe so abgeschieden liegt.
Deshalb helfen sich die Menschen vor Ort auch größtenteils selbst
und packen alle mit an,
um die die Asche wegzukriegen und die Häuser wieder aufzubauen.
Dabei gibt es noch viel zu tun.
Aber immerhin - auch für den Wiederaufbau
schicken andere Länder immer mehr Hilfsmaterial.
Dankeschön Hannes für das Foto,
dass uns nochmal auf das Thema aufmerksam gemacht hat.
Und falls ihr uns auch ein Foto schicken wollt,
klickt euch auf logo.de - da steht wie ihr mitmachen könnt.
Und wir machen mit einem ganz anderen Thema weiter - und da wird's blau.
Es geht nämlich um diese blauen Kollegne hier - um die Schlümpfe.
Was viele nicht wissen -
die Schlümpfe und auch andere berühmte Comicfiguren,
wie Tim und Struppi zum Beispiel,
kommen aus unserem Nachbarland Belgien.
Und weil Menschen aus der ganzen Welt diese Comicfiguren kennen,
hat sich die Politik in Belgien was cooles einfallen lassen.
Und die Idee hat mit diesem kleinen Buch hier zu tun: einem Reisepass.
Den braucht jeder Erwachsene und auch jedes Kind,
wenn er oder sie z.B.
in einem weit entfernten Land Urlaub machen möchte.
Jetzt kommen die Comic-Figuren ins Spiel,
denn Tim und Struppi oder auch die Schlümpfe
sollen schon bald auf solchen Reisen mit dabei sein.
Damit sie sich aber nicht in den Rucksack quetschen müssen
und auch kein extra Flugticket brauchen,
reisen sie einfach gedruckt im Reisepass mit.
Aber die Zeichnungen können noch viel mehr als nur schön aussehen.
Wir sind nicht nur sehr stolz auf unsere belgischen Comics.
Die Zeichnungen machen unsere Pässe auch viel sicherer.
Die Comics sind nämlich gleichzeitig so genannte Hologramme.
Unter speziellem Licht,
schimmern sie und das kann niemand so einfach nachmachen.
Sie sind also besonders fälschungssicher.
Einen kleinen Haken hat die Sache aber:
Euer Reisepass oder der eurer Eltern wird erst mal weiter so aussehen.
Denn die Comics gibt's nur in Belgien.
Mhm, lecker, so ein alter Weihnachtsbaum.
Die Pustelschweine im Zoo Landau in Rheinland-Pfalz
genießen das so richtig.
Kein Wunder, denn hier sind sie ja auch in Sicherheit.
In ihrer Heimat Südostasien sieht das leider ganz anders aus.
Die Menschen breiten sich mit ihrer Landwirtschaft immer weiter aus,
die Regenwälder werden abgeholzt.
Teilweise werden die Tiere auch gezielt gejagt,
weil sie als Ernteschädlinge gelten.
Denn ähnlich wie ihre Verwandten bei uns, die Wildschweine,
lieben sie es, mit ihrer Nase im Boden
nach Kartoffeln, Eicheln und Insekten zu stöbern
und verirren sich - wie diese Wildschweine -
auch schon mal auf die Felder der Bauern.
Weil die Bauern in Südostasien Angst um ihre Ernte haben,
jagen sie dort die Pustelschweine.
Mittlerweile sind sie sogar vom Aussterben bedroht.
Tierschützer aus Deutschland haben deshalb die Pustelschweine,
die übrigens so heißen, weil sie mal mehr,
mal weniger Pusteln im Gesicht haben,
jetzt zum "Zootier des Jahres" ernannt.
Die Tierschützer hoffen, durch diesen Titel
mehr Menschen auf die Pustelschweine aufmerksam zu machen
und so Spenden für ihren Schutz zu sammeln.
Das wars für heute von "logo!" und von den Pustelschweinen.
Hier gibt's jetzt noch das Wetter und morgen ist Maral hier für euch
im Studio und wir sehen uns am Mittwoch wieder.
Ich sag tschüss, bis übermorgen und Wetter ab bitte.
Morgen braucht ihr fast überall einen Regenschirm,
nur in den Bergen könntet ihr auch einen Schlitten gebrauchen.
Es bleibt stürmisch bei maximal 0 bis 10 Grad.
Gertrude, hast du gehört?
Die in Belgien haben jetzt Schlümpfe im Reisepass.
Hä, und ich dachte immer, Strümpfe zieht man an die Füße.