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Die Nachbarn, Die Nachbarn Kapitel 1 Georg – Text to read

Die Nachbarn, Die Nachbarn Kapitel 1 Georg

Principiante 2 di tedesco lesson to practice reading

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Die Nachbarn Kapitel 1 Georg

Das ist Freiburg, eine schöne Stadt im Süden Deutschlands, in der Nähe vom Schwarzwald. Georg wohnt hier. Georg ist fünfzehn Jahre alt. Er ist groß für sein Alter, hat rote Haare und blaue Augen.

Die meisten Mädchen finden ihn hübsch, aber das ist ihm egal. Ihn interessiert nur, was mit Verbrechen zu tun hat. In den letzten zwei Jahren hat er über zweihundert Krimis gelesen und ungefähr genauso viele Kriminalfilme gesehen. In seinem Bücherregal stehen neben den Klassikern Agatha Christie, Simenon und Chandler auch Krimis nicht so berühmter Autoren.

Neben dem Regal liegt immer das Handbuch: „Wie du ein tüchtiger Detektiv wirst.“

Wenn er groß ist, will Georg natürlich Detektiv oder Polizist werden. Seinen Eltern hat er das schon oft gesagt. Und was hat seine Mutter dazu gemeint?

„Ja, ja, Georg. Das sind doch Träumereien. Die Wirklichkeit sieht anders aus.“

Sein Vater ist sogar böse geworden:

„Du solltest mehr an die Schule denken, Georg. Und nicht immer diese idiotischen Filme im Fernsehen sehen.“Niemand versteht ihn in dieser Familie. Armer Georg! Georg hat eine Schwester. Sie heißt Ute. Sie ist fünf. Georg mag sie gern, aber er findet sie oft langweilig. Sie will immer spielen, aber Georg hat keine Zeit und keine Lust.

Gestern hat seine Mutter gesagt:

„Georg, morgen Abend wollen dein Vater und ich ins Theater gehen. Seit Monaten sehe ich nur noch den Supermarkt. Wir gehen ja praktisch nie aus. Da können wir doch einmal...“

Und Georg? Georg war im siebten Himmel.Er dachte: „Ist das schön! Die ganze Wohnung für mich allein. Essen was ich will und wann ich will. Den großen Fernseher für mich...“

Seiner Mutter hat er gesagt:

„Ja, Mama, gute Idee. Geht nur. Ich pass auf Ute auf.“

„Kann ich mich auf dich verlassen?“ hat seine Mutter gefragt.

„Klar doch!“

So ist Georg heute also (fast) allein zu Hause. Seine Eltern sind vor dem Abendessen aus dem Haus gegangen - die Vorstellung fängt um acht an.

Das Abendessen steht schon fertig auf dem Küchentisch: Wurst, Brot, eine Flasche Mineralwasser und Pudding. Aber er hat keine Lust, sowas Banales zu essen.

Er holt Popcorn, Kartoffel chips und zwei Dosen Cola aus dem Küchenschrank und pflanzt sich vor den Fernseher. „Aaah, das nenn' ich Leben!“

Im Fernsehen gibt's „Die Akte X“, eine seiner Lieblingsserien. Seine kleine Schwester setzt sich neben ihn, aber nach einer halben Stunde ist sie schon eingeschlafen.

Während der Reklame geht Georg in die Küche, um sich noch mehr Fressalien zu holen. Da hört er ein Geräusch. Es kommt aus der Nachbarwohnung: er hört etwas fallen, einen kurzen Schrei und dann nichts mehr.

„Na sowas“, denkt Georg. Aber während er sich ein Brot mit Nutella schmiert hört er wieder Geräusche.

„Das werden unsere Nachbarn sein“, denkt er und geht an die Tür. Er guckt durch den Türspion: ein Mann, sein Nachbar, steht an der Tür und schaut, ob jemand da ist.

„Eigenartig “, sagt Georg zu sich selbst. „Was da wohl los ist?“

Da klingelt das Telefon: es ist (natürlich) seine Mutter, die fragt, ob alles in Ordnung ist. Dann sagt sie noch, dass sie nicht vor Mitternacht zu Hause sein werden.

„Okay. Okay. Kein Problem.“ sagt Georg.

Er geht wieder an die Tür. Aber er hört nichts mehr. Und der Nachbar steht auch nicht mehr da.

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