×

Utilizziamo i cookies per contribuire a migliorare LingQ. Visitando il sito, acconsenti alla nostra politica dei cookie.

Saldi di Capodanno Fino al 50% di sconto
Iscriviti gratis
image

Der Biograph, Bevor Robert Lewandowski berühmt wurde… | KURZBIOGRAPHIE

Bevor Robert Lewandowski berühmt wurde… | KURZBIOGRAPHIE

Der 22 Jahre alte Robert Lewandowski bekommt Gänsehaut.

Denn zum ersten Mal in seiner Karriere

macht er ein Tor in der Bundesliga.

Als die vielen Zuschauer

seinetwegen durch das Stadion brüllen, fühlt er sich,

als würde ihm ein Stromschlag durchs Rückenmark laufen.

Beim anschließenden Torjubel blickt er in Richtung Himmel

und widmet den Treffer seinem verstorbenen Vater.

Eine Geste, die viel über ihn aussagt.

Eine Geste, die zeigt, was ihm wirklich wichtig ist: seine Familie.

Der Biograph fragt sich deshalb:

Welche Rolle spielte sein engster Kreis auf dem Weg an die Spitze?

Untertitel: ARD Text im Auftrag von Funk (2020)

Ein gewöhnlicher Nachmittag in Roberts Kindheit:

Familie Lewandowski sitzt am Küchentisch

und beugt sich über die polnische Landkarte.

Alle diskutieren zusammen über eine Frage:

Welcher Fußballverein

könnte der richtige für den 8-jährigen Robert sein?

Und welcher Ort wäre am besten erreichbar?

"Wir nehmen den Weichsel-Schnellweg, dann die Gortschewska-Straße.

Hier kann man eine Abkürzung nehmen, also ...

Varsovia Warschau."

Und so machen sie es.

Gemeinsam fahren sie also in die polnische Hauptstadt,

um Robert zum Probetraining zu bringen.

Das einzige Problem:

Für seinen Jahrgang gibt es noch keine Mannschaft.

Also trainiert er die erste Zeit über mit den Jungs,

die durchschnittlich zwei Jahre älter sind.

Anfangs kommt er damit noch gut zurecht, erinnert er sich.

Aber als dann alle anfangen schlagartig zu wachsen,

ist er plötzlich im Nachteil.

Kräftemäßig und vor allem technisch kann er trotzdem mithalten,

meint Lewy rückblickend.

Seine Eltern, beide Sportlehrer,

unterstützen ihn aber nicht nur in Sachen Fußball,

sondern fördern ihn bei allem,

was mit körperlicher Bewegung zu tun hat.

Kein Wunder:

Vater Krzysztof war früher mal Junioren-Europameister im Judo.

Und Mutter Iwona hatte mal

in der höchsten polnischen Volleyballliga gespielt.

Alles Sportarten, die Robert damals ebenfalls voller Freude ausübt.

Doch nichts begeistert ihn und sein Umfeld so sehr wie das Kicken.

Dass für seine Spiele auch extra die Kommunion kurzgehalten wird,

nimmt die katholische Gemeinde gerne in Kauf.

So ist der Familienrat, der jeden Freitagabend einberufen wird,

um unter anderem Roberts Wochenendturniere zu planen,

irgendwann Standard.

Jeder weiß, um wie viel Uhr er für das jeweilige Spiel vorbereitet,

seine Sachen gepackt haben und abfahrbereit sein muss,

erinnert sich die Mutter.

Wahrscheinlich nicht nur für sie

sind diese Trips mit sportlichem Anlass

deswegen sogar deutlich schöner als gewöhnliche Ausflüge ins Grüne.

Ein wahres Dreamteam.

War das ein Einfamilienkonzept für die Ewigkeit?

Ein paar Jahre später kommt Robert wieder mal geschafft nach Hause.

Es ist bereits später Nachmittag,

die Klassenarbeit geschrieben und das Fußballtraining beendet.

Als er die Küche betritt, blickt er in zwei verheulte Gesichter.

Richtig, sein totkranker Vater war,

nach einer Vielzahl von Vorerkrankungen,

in der Nacht an einem Schlaganfall gestorben.

Uff, das muss erst mal sacken.

Aber viel Zeit zum Trauern und Verarbeiten hat er nicht wirklich,

erinnert sich seine Mutter.

Erst Schule, dann Training, ständig ist er erschöpft.

Immer wenn er Bescheid gibt, dass er gleich nach Hause kommt,

macht seine Mutter das Essen.

Und wenn sie dann im Anschluss nach ihm sieht,

ist er meist schon eingeschlafen.

Aus ihrer Sicht ist Robert damals immer in Eile und immer müde.

Und, zu allem Übel, kurz darauf schwer verletzt.

Sicher kein Zufall.

Ein Muskelriss am Hüftgelenk bereitet ihm starke Schmerzen

und große Sorgen.

Denn im Trainingslager, an dem er teilnimmt,

obwohl die Verletzung noch nicht ausgeheilt ist,

zeigt man plötzlich weniger Interesse an seiner Person.

Am letzten Tag erfährt er, dass sein Vertrag nicht verlängert wird.

Ganz schön viele Rückschläge in solch kurzer Zeit:

Erst der Tod seines Vaters, dann die schlimme Verletzung,

und jetzt steht er, mit nicht mal 18 Jahren auch noch ohne Verein da.

Klar, dass ihn das runterzieht.

In dieser schwierigen Phase

unterstützt ihn vor allem wieder seine Familie.

Als seine Mutter schon nach kurzer Zeit nicht mehr mitansehen kann,

wie niedergeschlagen ihr Sohn aussieht,

ergreift sie die Initiative.

"Wir fahren jetzt wohin."

In ihrer Erinnerung ist sie es nämlich,

die Robert zum Probetraining

bei einem polnischen Drittliga-Verein schleppt,

für ihn wirbt

und ihm so wieder zu neuer Energie und Zuversicht verhilft.

Und tatsächlich, der damalige Trainer setzt auf ihn,

obwohl Robert nach seiner Verletzung

wohl immer noch ein wenig humpelt.

Schon in der zweiten Hälfte der Meisterschaft schießt er 12 Tore,

gibt Lewy rückblickend an.

So wird er zum Torschützenkönig

und steigt mit seiner neuen Mannschaft in die zweite Liga auf.

Endlich geht es wieder nach oben.

Trotzdem schreibt er sich nach dem Abitur für ein Sportstudium ein,

wahrscheinlich unter anderem deswegen,

weil er zu der Zeit noch nicht absehen kann,

ob er wirklich für immer alleine vom Fußball leben kann.

Ganz nebenbei lernt er hier seine Freundin Ania kennen,

die seinen engsten Kreis bis heute ausmacht und bereichert.

Denn bis zu diesem Tag hat er eigentlich nur Sport im Kopf,

erinnert sie sich.

Sie ist es auch,

die Robert nach seinem plötzlichen Durchbruch als Profisportler,

nach Posen begleitet, wo er im Sommer 2008 einen lukrativen Vertrag

beim polnischen Erstligisten unterschreibt.

Robert selbst merkt damals,

dass aus dem Fußballspielen nun tatsächlich etwas wird.

Umso wichtiger ist erneut die Unterstützung,

die er von privater Seite erhält.

Robert Lewandowskis Geschichte zeigt:

Du kannst alles schaffen, wenn du dich festbeißt

und ein starkes Umfeld hast, dass dich in allem supportet,

insbesondere nach Rückschlägen.

Denn Lewandowskis Familie spielte definitiv eine wichtige Rolle

auf seinem Weg zum Bundesliga-Topspieler.

Die Verknüpfung der beiden Lebensbereiche Sport und Familie

war schon damals gegeben

und wird es wahrscheinlich auch in Zukunft noch längere Zeit sein.

Kennt ihr schon den legendären "Lewandowski-Song"?

Falls nicht, hört euch das lustige Lied von "WUMMS" unbedingt an.

Und ein weiteres interessantes Video ist hier ebenfalls verlinkt.

Übrigens: Ihr könnt dieses und weitere Videos aus dem Funk-Netzwerk

auch ohne YouTube-Premium kostenlos herunterladen und offline ansehen.

Bis zur nächsten Inspiration. Der Biograph.

Learn languages from TV shows, movies, news, articles and more! Try LingQ for FREE