„Was es da zu sehen gibt! Könige und Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen aus dem ganzen Land. Warum können wir nicht hinfahren?“ Die Sache ist ihnen aber zu kompliziert. Sie müssen in ein paar Tagen wieder in Wittenberg an der Universität sein und die Reise nach München ist lang. „Ach, das ist doch kein Problem!" sagt Faust. „Ihr zieht euch bitte elegant an und seid morgen Früh um fünf in meinem Garten.“ Die drei können es erst nicht glauben. Doch haben sie Faust schon öfter zaubern sehen und pünktlich um fünf stehen sie am nächsten Morgen im Garten hinter Fausts Haus. Er wartet schon auf sie. Seinen großen schwarzen Mantel hat er auf den Boden gelegt. „Setzt euch auf den Mantel!“ sagt er ihnen. „Und noch etwas: ihr dürft auf der ganzen Reise und vor allem auf dem Fest in München kein Wort sprechen. Sonst bekommen wir Probleme. Große Probleme.“ Sie setzen sich auf den Mantel, Faust setzt sich nach vorn und sagt leise. „Eene meene Beelzebu - Nach München bring uns jetzt im Nu!“ Da fliegt der Mantel durch die Luft. Sie sehen die Stadt, dann Felder und andere Städte unter sich, dann nur noch Dunkelheit. Vier Stunden später landen sie in München im Garten der Burg des Königs. Sie stehen auf. Faust legt sich den Mantel um (umlegen), und sie gehen zusammen zum Tor. Der Hofmeister lässt sie hineingehen. Ein zweiter Mann bringt sie zur Burgkapelle. Er fragt, woher sie kommen. Sie antworten nicht. „Seltsame Leute", denkt er. Auch nach der Hochzeitszeremonie sagen die vier kein Wort.