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2021 from Youtube, Teilung des Römischen Reichs I Geschichte

Teilung des Römischen Reichs I Geschichte

. In diesem Video erkläre ich kurz und knapp, wie aus dem Imperium Romanum zwei Reiche werden.

Westrom und Ostrom.

Zu Beginn des 3. Jh. macht das Imperium Romanum,

das römische Kaiserreich, eine schwierige Zeit durch.

Eine Krise jagt die nächste.

Manchmal ist das Problem,

dass dem einen oder anderen Kaiser einfach die Sicherungen durchbrennen.

Das grundsätzliche Problem liegt aber woanders.

Das Reich ist einfach so groß, dass es ist kaum zu kontrollieren ist.

Die Grenze des Reiches ist immerhin 15.000 km lang.

Mit der Zeit wird es immer schwieriger,

diese lange Grenze zu verteidigen.

Im Norden drängen die Germanen.

Im Osten droht das Sassanidenreich.

Von 235 an regieren die sogenannten Soldatenkaiser das Römische Reich.

Wie der Name schon sagt, bauen sie ihre Macht auf die Soldaten.

235 erheben die römischen Soldaten einen ihrer Offiziere zum Kaiser

und erschlagen ihren bisherigen Kaiser Severus Alexander.

Übrigens in der Nähe von Mainz.

Damit deutet sich schon an, dass es wenig gesittet zugeht.

Schon bald herrscht ein ziemliches Durcheinander.

Gleich mehrere, der weit voneinander stationierten Legionen,

fangen jetzt an, neue Kaiser zu ernennen.

All diese Kaiser machen sich gegenseitig Konkurrenz.

Sie kämpfen gegeneinander.

Erst als 284 Diokletian Kaiser wird, schaffte er es,

das Reich wieder unter Kontrolle zu bringen und Reformen durchzusetzen.

Unter anderem führt er die Tetrarchie ein.

Das ist die Herrschaft von vier Kaisern.

Zwei davon sind Seniorkaiser, Oberkaiser,

sie bekommen den Beinamen Augustus.

Die anderen sind Unterkaiser, Juniorkaiser,

mit dem Beinamen Caesar.

Diese vier teilen sich das Reich auf.

Die Idee dahinter ist einfach:

die ungeregelten Kaisererhebungen können verhindert werden,

wenn ein Kaiser vor Ort nach dem Rechten sieht.

Im Zeitalter der Römerstraßen und der laufenden Boten,

kann das ein Kaiser nicht allein.

Die Idee ist ganz schön,

aber wenn zwei oder gleich vier Herrscher miteinander regieren,

dann ist das natürlich auch nicht so einfach.

Zum einen streiten die vier Kaiser untereinander.

Und wenn ein Herrscher stirbt,

dann gibt es u.a. Streit um die Nachfolge, denn jeder will mitreden.

Nur unter Konstantin dem Großen, zwischen 324 und 337,

gibt es einmal noch kurz einen Alleinherrscher.

Nach ihm werden die Herrschafts- bereiche wieder aufgeteilt.

Im Jahr 395 zerbricht an die Einheit des Römischen Reiches endgültig.

Ab sofort gibt es ein Weströmisches Reich

und ein Oströmisches Reich.

Die Trennlinie verläuft ungefähr da, wo heute Montenegro liegt.

Ich habe das jetzt nicht ganz richtig ausgedrückt:

Das Römische Reich ist nie geteilt worden,

nur die Herrschaft wird geteilt.

Ein Reich, zwei Herrscher.

Jeder Herrscher hat sein eigenes Gebiet, in dem er befehlen kann.

Schauen wir uns zunächst den Westen.

Hauptstadt dieses Reiches ist nicht mehr Rom,

sondern zunächst Mailand, später Ravenna.

Dieser Umzug von Mailand nach Ravenna hat taktische Gründe.

Ravenna gilt als uneinnehmbar.

Das ist wichtig, denn die germanischen Stämme

drängen in das Weströmische Gebiet ein

und nehmen dort ganze Landstriche in Besitz.

Man spricht von der Völkerwanderung.

Mit dem Begriff Völkerwanderung

fasst man viele nebeneinander ablaufende Prozesse zusammen,

die die Gesellschaft und die Staatenwelt

von ganz Europa umgekrempelt.

Als die Macht Roms bröckelt, versuchen etliche Kriegsherren

einen möglichst großen Stück des Kuchens zu holen.

Am Ende entstehen im westlichen Gebiet des Imperiums

mehrere neue Reiche.

Am bekanntesten sind die Reiche der Ost- und Westgoten und der Vandalen.

Selbst Rom wird von Germanen erobert.

Das Reich zerbricht während der Völkerwanderung.

Die Wissenschaftler diskutieren darüber,

wann Westrom endgültig unterging.

Traditionellerweise sagt man 476

mit der Absetzung des jungen Kaisers Romulus Augustus.

Ostrom kann sich deutlich länger halten.

Fast 1000 Jahre länger.

Auch hier gibt es Einfälle fremder Völker,

aber Ostrom ist viel stabiler als der westliche Reichsteil.

Es verbindet die römische Tradition

mit dem griechischen Erbe und dem Christentum.

Die oströmischen Kaiser geben den Anspruch

auf das weströmische Gebiet nie auf.

Tatsächlich versucht Kaiser Justinian,

der von 525 bis 567 oströmischer Kaiser ist,

das alte Weltreich wiederherzustellen.

Er erobert den Balkan, Italien, Nordafrika und Teile Spaniens zurück.

Das alte Imperium kann er nicht auferstehen lassen.

Die beiden Hälften des ehemaligen Römischen Reiches

passen nicht mehr zusammen.

Das merkt man vor allem an der Sprache.

Latein tritt im Oströmischen Reich immer mehr in den Hintergrund

und das Griechische nimmt den Platz als Amtssprache ein.

Auch das Christentum, das in Rom und Konstantinopel gepflegt wird,

entwickelt sich auseinander.

Noch heute gibt es die griechisch-orthodoxen

und die katholischen Christen.

Das Oströmische Reich verändert sich so sehr,

dass es auch in der Forschung einen anderen Namen bekommen hat.

Das Byzantinische Reich.

Das geht 1453 unter,

als die Hauptstadt Byzanz, vorher Konstantinopel,

von den Muslimen erobert wird.

Das war es auch schon mit West- und Ostrom.

Wenn ihr mehr wissen wollt über die antike Geschichte

und allgemein über die Geschichte Europas und Deutschlands,

dann seid ihr auf diesem Kanal genau richtig.

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Wenn ihr Fragen habt, dann postet sie sehr gerne in die Kommentare,

wir kümmern uns dann darum.

Euch vielen Dank fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal.

Untertitel: ARD Text im Auftrag von Funk (2018)

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