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2021 from Youtube, Schwarz-Rot-Gold Flagge zeigen mit Enrico Brissa

Schwarz-Rot-Gold Flagge zeigen mit Enrico Brissa

Enrico Brissa: Autor des Buches "Flagge zeigen!"

Kein zurückhaltend geschriebenes Sachbuch, sondern ein Plädoyer für gelebten Verfassungs-Patriotismus

Rückbesinnung auf die Grundlagen unserer Gesellschaft: Schwarz-Rot-Gold ist das Zeichen für Einheit und Freiheit.

Originalfahne des Hambacher Festes 1832: seltenes Exemplar in der parlamentshistorischen Ausstellung im Deutschen Dom

Urfahne: verblichener Stoff, klar erkennbare Farben Schwarz-Rot-Gold, Goldbrokat-Einfassung

Geschichte von Schwarz-Rot-Gold begann im Mittelalter mit Wappenfarben Schwarz und Gold mit roten Einsprengseln

Politische Bedeutung bekamen die Farben erst mit den Befreiungskriegen im 19. Jahrhundert und in der Burschenschaftsbewegung.

Das Lützower Freikorps war propagandistisch sehr erfolgreich. Militärisch waren die Lützower eher unbedeutend.

Entstehung der Farbkombination? Preußische Uniformen waren blau. Die Kämpfer der Freikorps kamen mit ihrer Privatkleidung.

Die Kleidung wurde Schwarz gefärbt, hatte rote Aufschläge und Messing-Knöpfe = Schwarz-Rot-Gold = neue Bildmarke

Befreiungskriege -> Jenaer Urburschenschaft -> Burschenschaftsbewegung an den Universitäten = 1. Schritt

Erste überregionale Bedeutung auf dem Wartburg-Fest 1817 - nationale und international Bekanntheit durch das Hambacher Fest 1832

Hambacher Fest war die größte Demonstration der deutschen Geschichte bis 1832 mit 30.000 Teilnehmern.

Demonstrationen waren verboten. Deshalb war es als Fest deklariert worden als Auflehnung gegen die beherrschenden Staaten.

Hambacher Fest mit Schwarz-Rot-Gold in unterschiedlichen Reihenfolgen: Die Reihenfolge war noch nicht festgelegt.

Das ist kein Colorierungsfehler. Es gibt noch einige Fahnen dieses Festes in anderer Reihenfolge.

Das Hambacher Schloss ist ein wichtiger Erinnerungsort für unsere Demokratie - so wie die Paulskirche (Nationalversammlung und Verfassung 1848).

Links: Treppen zum Deutschen Dom am Gendarmenmarkt mit den Särgen der 183 März-Gefallenen (März-Revolution 1848 in Berlin).

Schwarz-Rot-Gold in der Traditionslinie: Befreiungskriege -> Burschenschaftsbewegung -> Wartburg-Fest -> Hambacher Fest -> Revolution 1848 -> Paulskirche 1848 -> Weimarer Republik (1918 bis 1933) -> deutsche Teilstaaten (BRD und DDR von 1949 bis 1990) -> wirkmächtiges Zeichen der Bürgerrechtsbewegung in der DDR und insbesondere Leipzig 1989 -> Staatssymbol im wiedervereinten Deutschland

Wichtiges Exponat: schwarz-rot-goldene Fahne = sehr wahrscheinlich die Urfahne des Deutschen Bundestages

aus dem Bonner Plenarsaal, die der Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung am 1949 vom Präsidenten des Bundesrates, Karl Arnold (CDU), bekam.

Der hölzerne Fahnenmast steht jetzt im Plenarsaal des Bundestages in Berlin.

Diese Fahne wurde außer Dienst gesetzt wegen eines Farbbeutel-Anschlags - siehe rote Flecken (oben).

Im November 1983 gab es die Veranstaltung "Jugend fragt Parlament". Die Grünen hatten eine Delegation aus Berlin eingeladen.

In der Veranstaltung wurden Parolen gerufen und ein Transparent hochgehalten:

"El Salvador, Libanon, Türkei - bei jeder Schweinerei ist die BRD dabei."

Dann wurden zwei Farbbeutel in Richtung Adler geworfen. Diese trafen auch die Fahne.

Adler im Bonner Plenarsaal - fette Henne - 1953 von Bildhauer Ludwig Gies entworfen

Dieser Adler wurde als gesamtstaatliches Symbol wahrgenommen und auf einer Briefmarke abgedruckt.

Kralle des 1. Adlers von Ludwig Gies - Gips und Drahtgeflecht - bewusst leichte Materialien

Symbol für das Provisorische des Bonner Staatsgefüges

Der Adler von Gies wurde beim Umbau des Plenarsaals zerlegt und verschwand in Museumskisten.

Anders als in anderen Staaten haben wir keine verbindliche, einheitliche Form des Adlers.

Bekanntmachung des Bundespräsidenten von 1950: künstlerische Ausgestaltung des Adlers gemäß Einzelfall

Seit der Wiedervereinigung ist abschließend geklärt: Gesungen wird nur die 3. Strophe des Deutschlandliedes.

Melodie von Joseph Haydn 1797 zur Kaiserhymne: "Gott! erhalte Franz den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz!"

Nur die 3. Strophe gehört zur Nationalhymne.

Ursprünglich wurde das in einem Briefwechsel zwischen Bundespräsident Heuss und Kanzler Adenauer diskutiert

und final zwischen Bundespräsident Weizsäcker und Kanzler Kohl geklärt.

Teilnahme an der #unteilbar-Demo war der Auslöser für das Buch.

Es war ein stundenlanger Spießrutenlauf inklusive Raub einer Flagge.

Erschreckend war, dass kaum jemand etwas mit der Symbolik unserer Flaggen anfangen konnte.

Schwarz-Rot-Gold wurde als Flagge des Holocaut bezeichnet. Wir wurden als Nazis beleidigt.

Wir sollten lieber in Dresden demonstrieren. Das war eine unschöne Erfahrung.

"Flagge der Einheit" vor dem Reichstag ist größer als die anderen Flaggen am Reichstag.

"Flagge der Einheit" ist keine Flagge, sondern ein Denkmal.

Erstmalig gehisst in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 zum ersten "Tag der Deutschen Einheit".

60 Quadratmeter groß, weht in 28,5 Metern Höhe, unterliegt nicht der Flaggenordnung,

symbolisiert die Deutsche Wiedervereinigung bei Tag und Nacht

Die Geschichte unserer Staatssymbole ist eine spannende. Lassen Sie sich dafür begeistern!

Wir müssen uns mit der Geschichte und den Grundlagen unserer Demokratie auseinandersetzen, um die Zukunft gestalten zu können.

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