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2021 from Youtube, Mein Deutsch wird nicht mehr besser

Mein Deutsch wird nicht mehr besser

Mein Deutsch wird nicht mehr besser. Und das ist ein Problem, weil mich meine Kollegen dann nicht

verstehen und ich dadurch meine Arbeit nicht effektiv machen kann bzw. sie auch. Das war

das Problem bei Krasimir. Er arbeitet bei einer Betriebsfeuerwehr. Das sind Spezialeinsatzkräfte,

die in solchen Situationen eingesetzt werden, wenn es wirklich zu Extremsituationen kommt.

Zum Beispiel bei einer großen Explosion oder wenn irgendwelche Chemikalien auslaufen in

einem Betrieb. Diese Spezialkräfte werden extra dafür ausgebildet und müssen dann ganz schnell

in solchen Situationen reagieren. Du kannst dir vorstellen, dass es ein sehr stressiger Job ist

und vor allem, dass dabei auch die Kommunikation ganz wichtig ist, denn wenn die Feuerwehr

untereinander nicht richtig kommuniziert, dann wissen die anderen im Team nicht,

was sie tun sollen oder wo sie sein müssen. Es kann zu fatalen Fehlern kommen, gerade wenn es um

Menschenleben geht. Das war dann auch das Feedback an Krasimir. Leider haben ihn seine Kollegen am

Funk nicht verstanden und die haben sich dann beim Chef beschwert und als er dann dieses Feedback

bekommen hat, hat sich Krasimir dann gesagt, ja, aber was soll ich anders machen? Er hat versucht,

deutlicher zu sprechen, langsamer zu sprechen. Er hat sich genau an die Anweisungen gehalten

wie man am Funk spricht, wie man die Kommandos sagt, in welcher Reihenfolge und trotzdem haben

die Kollegen immer wieder gesagt, wir verstehen ihn nicht. Das war natürlich eine sehr schwierige

Situation für ihn, weil er schon seit 20 Jahren in Deutschland ist, mehrer Kurse hinter sich hat. Er

selbst sagt, dass er zwischen C1 und C2 ist. Das ist schon ein sehr hohes Niveau. Darüber hinaus

hat er auch immer weiter gelernt. Er hat für diese Ausbildung, für diesen Job, eine extra Ausbildung

gemacht. Er hat sich immer Mühe gegeben, hat immer von den anderen gelernt, sie imitiert und dann

jetzt so ein Feedback zu bekommen, dass sie ihn nicht verstehen, das konnte er auch wirklich nicht

verstehen. Und er wusste auch gar nicht, was er ändern soll an seiner Sprache. Das hat dann dazu

geführt, dass er noch zurückhaltender geworden ist, dass er wirklich nur das Allernötigste gesagt

hat aus Angst davor, wieder Fehler zu machen und nicht verstanden zu werden. Dadurch hat sich aber

die Situation auch nicht gebessert und irgendwann hat sein Chef gesagt: Krasimir, wir schätzen dich

sehr als Fachmann und wir würden gerne einfach mal etwas unternehmen. Du musst dich verbessern. Wir

können uns das nicht leisten, dass die Kollegen dich nicht verstehen, deshalb würden wir für dich

ein extra Training buchen, das genau das bei dir schult. Du sollst wirklich deinen Akzent,

deine Aussprache verbessern. Daraufhin hat sich die Personalerin bei mir gemeldet und hat mir die

Situation geschildert, ich sollte ihn also dann möglichst schnell dazu bringen, deutlicher zu

sprechen, dass die Kollegen ihn wieder verstehen. Das Bedenken bei Krasimir war aber, dass er

vielleicht schon aus diesem Lernalter raus ist. Dass er vielleicht nicht mehr so schnell lernen

kann oder dass es vielleicht bei ihm gar nicht gehen würde. Er hat gesagt, dass er sprachlich

nicht begabt ist, dass er kein Talent ist. Er hatte zwar Bedenken, also er hat sich gefreut,

dass sein Arbeitgeber ihn unterstützen will, aber trotzdem hatte er Angst, ihn auch zu enttäuschen,

weil er sich gedacht hat, was ist, wenn es bei mir nicht klappt, was ist, wenn ich das wirklich nicht

schaffe. Er hat auch selbst erzählt, in seinem Alltag ist es wirklich schwierig, jetzt auch

noch Zeit zum Deutschlernen zu finden. Manchmal hat er 24-Stunden-Schichten. Er muss täglich auch

trainieren, um fit zu bleiben für seinen Job und dann auch noch da zu sitzen und Deutsch zu lernen.

Er hat gesagt, ich kann das jetzt nicht wirklich da mit irgendwelchen Büchern zu sitzen und wieder

zu schreiben wie in der Schule. Ich konnte schon sehen, dass da ganz viele Bedenken sind. Deshalb

mussten wir auch solche Übungsformen wählen und so eine Strategie wählen, die es ihm erlaubt hat,

tatsächlich das Lernen viel einfacher in seinen Alltag zu integrieren. So,

dass er auch nebenbei seinen Job machen konnte und Freude am Lernen hat. Du kannst dir vorstellen,

bei so jemandem, der Auszeichnungen in Karate und Judo hat, top Schwimmer ist, also jemand,

der topfit ist physisch, bei ihm mangelt es nicht an Disziplin und Ausdauer. Das heißt, es waren

wirklich die richtigen Lernformen, die richtigen Übungen, die auch so gewählt sind, dass er wieder

Freude daran hat und nicht das Gefühl hat wie in der Schule, da mit den Büchern zu sitzen und

lernen zu müssen. Das haben wir auch gemacht. Wir haben dir richtige Strategie gewählt und

nach einer Woche war er mega begeistert. Er war so froh und hat an seinen freien Tagen manchmal

bis zu 10 oder 12 Stunden gelernt. Ich habe das am Anfang gar nicht geglaubt, ich habe gedacht, kein

Mensch sitzt da 10 Stunden am Stück und lernt. Das würde ich so auch niemandem empfehlen, so lange am

Stück zu lernen. Das hat ihm einfach so viel Spaß gemacht, er wollte einfach so schnell wie möglich

vorankommen, er hat einfach weitergemacht und weiter gelernt und wieder Freude daran gehabt,

wie nie zuvor. Und bei so einem Einsatz kannst du dir auch vorstellen, dass die Ergebnisse nicht

ausgeblieben sind. Nach dem Zwischenfeedback nach sechs Wochen, hat er selbst berichtet, dass die

Kollegen ihn viel besser verstehen, dass sie dann einfach zu ihm sagen, Mensch, wir verstehen dich

jetzt endlich! Das hat ihn motiviert, weiter zu machen und nicht nur das. Er ist wirklich

aus sich herausgekommen. Er hat dann mit viel mehr Freude kommuniziert und die Initiative ergriffen,

Unterweisungen gegeben, Das sind Schulungen für seine Kollegen, für andere Mitarbeiter.

Diese Freude am Lernen und diesen Erfolg, den er gespürt hat, hat dazu geführt, dass er jetzt auch

ganz neue berufliche Perspektiven hat. Obwohl er am Anfang geglaubt hat, dass er kein Sprachtalent

ist und vielleicht schon aus dem Lernalter raus ist. Das heißt, man kann wieder die Freude am

Lernen finden, man kann sich verbessern mit der richtigen Strategie, wenn man auch die passenden

Übungen dazu wählt und gezielt daran arbeitet, was man auch wirklich können muss oder möchte. Wenn du

auch Zweifel hast oder dir denkst, dein Deutsch wird nicht mehr besser, dann lass uns miteinander

reden und die passende Strategie für dich finden, damit du auch wieder Freude daran hast,

Deutsch zu sprechen und dich einzubringen mit deinen eigenen Ideen in Alltagssituationen,

die für dich wichtig sind. Dazu kannst du auf meine Webseite gehen www.germanskills.com

und dich für einStrategiegespräch eintragen. Ich freue mich auf dich!

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